AT36181B - Verfahren zur Herstellung plastischer Massen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung plastischer Massen.

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AT36181B
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Austria
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leather
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glue
plastic masses
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Alec Gavan Inrig
Herbert Edward Mc Krell
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Alec Gavan Inrig
Herbert Edward Mc Krell
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung plastischer Massen. 



   Vorliegende Erfindung hat ein Verfahren zur Herstellung plastischer Massen zum Gegenstande, hei welchem ein aus Lederabfällen, rohen Häuten oder Blössen, Hufen, Hörnern oder Knochen durch Behandlung mit   Alkali und nachfolgendes Neutralisien-n in     bekanntor Weise gewonnenes Produkt   mit Trinidad- oder ähnlichem Erdpech durchknetet wird. 



  Dem zu verwendenden Erdpech werden zweckmässig Petroleumrückstände, Schwefel, leimhaltige Stoffe oder   l. oim zugesetzt. Die   so erhaltenen plastischen   Massen können für viele Zwecke   als Ersatz für   Kautschuk   und Guttapercha dienen, z.   H.   zum   Umpresaen   von elektrischen Leitungsdrähten und Kabeln, weiters in Form von Tafeln, Platten oder Bändern, mit oder ohne Gewebeeinlagen für die verschiedensten Zwecke gebraucht werden : auch lässt sich das Material in die verschiedensten Formen   z. B.   in die   von Akkumulatorzellen etc. bringen   und vulkanisieren. 



   Zunächst werden die Rohmaterialien (Lederabfälle, Häute, Blössen, Hufe, horner oder Knochen odor Gemenge derselben) in an sich bekannter Weise in einem geeigneten 
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 in einen Brei verwandelt worden. Die Einwirkung von Alkali wird in bekannter Weise z.   B.     durch   Neutralisieren unterbrochen, bevor die Masse in Leim verwandelt worden ist. 



   Das so erhaltene Material wird mit Erdpech versetzt, indem man es in einen geeigneten Behälter, zweckmässig einen Knetbettich mit Dampfmantel bringt und mit der 
 EMI1.2 
 können   übrigens   in ziemlich weiten Grenzen geändert werden. Das Gemisch wird durch etwa 1 Stunde gerührt und durch eine weitere Stunde auf etwa   1500 C   erhalten und ist dann fertig, um mit den aus   Lederabfällen   gewonnenen Material vermischt zu werden. 



  Nachdem diese beiden Materialien durch etwa 3/4 Stunden bei einer Temperatur von etwa   11 fjO C vermischt   worden sind,   kann   man das Gemenge zu Tafeln auswalzen und für die   Pressmaschine   zerteilen oder auf   Isolierbänder verarbeiten   oder sonstwie benützen. 



   Man kann auch das aus Lederabfällen erhaltene Produkt mit dem Erdpech in anderem Verhältnis vermischen, etwa*   75"/Q   des ersteren mit   250/0   des letzteren. Dieses Gemisch eignet sich dann zur Herstellung von Akkumulatorkästen und zu Isolationszwecken sowie auch zu vielen anderen Zwecken. 

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   Man kann aber die aus Hufen, Hömern oder Knochen durch Behandlung mit Alkali erhaltene Masse mit dem wie vorstehend beschrieben behandelten Erdpech in folgender Weise vermischen. Die Masse wird zu einem feinen Fulver verrieben, etwa indem man sie wiederholt zwischen Walzen von verschiedener Umfanggeschwindigkeit gehen lässt und dann getrocknet. Das Pulver wird mit etwa   300/0   Trinidad-oder ähnlichem Erdpech behandelt, das wie vorstehend angegeben zweckmässig in der erläuterten Weise behandelt worden war, vermischt und das Gemisch kann dann in jeder gewünschten Weise weiter benützt werden. Man kann es z.   B.   zu Platten, Stäben oder Röhren pressen, etwa in heissen Formen in einer hydraulischen Presse.

   Das erhaltene Produkt ist   schwarz odes   dunkel gefärbt, dem Ebenholz ähnlich, ein sehr guter Isolator und ganz und gar nicht hygroskopisch. 



   Die angegebenen Mengenverhältnisse können je nach den Besonderheiten des einzelnen Falles abgeändert worden. 



   In einzelnen Fällen, beispielsweise bei Stücken von hartem Leder, wie altem Leder, Sohlen und Abschnitzeln von Sohlenleder oder von hydraulisch gepresstem Leder ist es vorteilhaft, solche harte Stücke vorher in Kalkmilch zu tauchen, sie darin zu erwärmen und dann das Alkali zuzusetzen. Der Kalkzusatz erleichtert das Aufweichen des Leders und kürzt das Kochen ab. 



   Etwa 100/0 des in der angegebenen Weise aus Lederabfällen erhaltenen Materiales können mit etwa 900/0 Sägespänen vermischt werden. Dieses Gemisch wird mit einer Lösung von etwa   1010   Natriumstannat und 20/0 Lederleim angefeuchtet und das Ganze in der Kälte innig vermischt ; dann kann man es erwärmen und auf den aus Holz, Eisen, Beton oder anderem Material bestehenden Grund auftragen und mit heissem Eisen ebnen und glätten. Man kann aber auch das kalte Gemisch in eine geeignete Form oder Presse bringen und pressen oder in der Wärme formen, z. B. in heissen Formen und so zu Platten,   Parkettafeln, Abslitzen   u. s. w. verarbeiten. 



   PATENT-ANSPRÜCHE   :   erfahren zur Herstellung plastischer Massen unter Benutzung der aus Lederabfällen, rohen Häuten oder Blössen, Hufen, Hörnern oder Knochen durch Behandlung mit Alkali und nachfolgendes Neutralisieren gewonnenen Produkte, dadurch gekennzeichnet, dass diese Produkte mit Trinidad-oder ähnlichem Erdpech durchgeknetet werden.

Claims (1)

  1. 2.) Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem Erdpech Petroteumrückstände, Schwefel leimhaltige Stoffe oder Leim zugesetzt werden.
    3. ) Ausführungsforrn des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die gemäss Anspruch 1 aus Lederabfällen elc. erhaltene Masse vermahlen, mit Sägebpanen vermischt und das Gemenge mit einer Mischung von Natriumstannat und Lederleim an- gefeuchtet wird.
AT36181D 1906-09-20 1906-09-20 Verfahren zur Herstellung plastischer Massen. AT36181B (de)

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