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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen Imidazolderivaten und ihren Salzen.
In der US-PS Nr. 3. 707. 475 werden entzündungshemmende 4, 5-diaryl-2-substituierte Imidazole beschrieben.
Die US-PS Nr. 3, 505, 350 beschreibt entzündungshemmende 4-alkyl-5-aryl-l-substituierte 2-Mercapto-imidazole.
In Chem. Ber. 106 [1973] 1638 werden 4, 5-Bis- (4-methoxyphenyl) -2-methylthioimidazol und 4, 5-Bis- (4-chlorphenyl)-2-methylthioimidazol beschrieben, jedoch keine Angaben über Verwendungszwecke dieser Verbindungen gemacht.
In einer Reihe von Veröffentlichungen, z. B. Current Sci. India 17 [1948] 184 bis 185 und Acta Chem. Acad. Sci. Hung. 79 (2) [1973] 197 bis 212 werden 2- (Substituiert-thio) -4, 5-diphenylimidazole mit Substituenten wie Methyl, Propyl, Allyl und Acetonyl beschrieben.
Es besteht ein fortlaufender Bedarf an sicheren und wirksamen entzündungshemmenden Mitteln. Entzündungen sind ein Krankheitsprozess, der durch Rötung, Fieber, Schwellung und Schmerz gekennzeichnet ist. Arthritis in ihren verschiedenen Formen ist die vorherrschendste, chronischste und schwerste Entzündungskrankheit. Traumatische Verletzungen und Infektionen sind ebenfalls mit Entzündungen verbunden, und häufig werden entzündungshemmende Medikamente zu ihrer Behandlung verwendet. Der Nutzen der meisten im Handel erhältlichen entzündungshemmenden Mittel ist durch Toxizität und nachteilige Nebenwirkungen begrenzt. Zahlreiche dieser Mittel rufen Magenreizung und andere Wirkungen, z. B. Veränderungen der Blutzellen und des Zentralnervensystems, hervor. Adrenokortikale Steroide bewirken Magenreizung und Unterdrückung der normalen Nierenfunktion.
In der Veröffentlichung "Primer on the Rheumatic Diseases" in Journal of the American Medical Association, Band 224. Nr. 5 (Supplement), 1973, wird festgestellt, dass "immunologische Reaktionen eine grössere Rolle bei der immerwährenden Dauer von rheumatoiden Entzündungen zu spie-
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" OftReaktionen, sondern erleichtern lediglich die Symptome der Entzündungsreaktion. Diese Medikamente bringen die progressiven und schliesslich destruktiven Prozesse der rheumatoiden Arthritis nicht zum Stillstand. Immunosuppressive Medikamente. z. B. Cyclophosphamid, sind wirksam für die Behandlung von rheumatoider Arthritis, jedoch für die weitverbreitete Anwendung zu giftig.
Die Erfindung ist das Ergebnis von Bemühungen, neue antiarthritische Verbindungen mit guter entzündungshemmender und immunoregulativer Wirkung und minimalen Nebenwirkungen zu entwickeln, die bei der Behandlung der Arthritis wirksamer sein könnten als die bisher verfügbaren Medikamente.
Bei verschiedenen Tests zur Ermittlung der entzündungshemmenden und immunoregulativen Wirkung zeigten die gemäss der Erfindung erhältlichen Verbindungen einmalige Eigenschaften. Die biologischen Profile dieser Verbindungen sind verschieden von denen der nicht steroiden entzündungshemmenden Medikamente und immunosuppressiven Medikamente. Diese einmaligen Eigenschaften eröffnen einen neuen Weg zur Behandlung von rheumatoider Arthritis und können ausserdem bei der Behandlung anderer Krankheiten, bei denen veränderte Immunzustände auftreten, vorteilhaft sein.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von neuen Verbindungen der Formel (I) und ihrer pharmazeutisch unbedenklichen Salze :
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Hierin stehen n für 0. 1 oder 2,
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R, für C1-C4-Alkyl, Allyl, Vinyl, Acetonyl, (-Ch2COCH2), -Ch2S(O)m-CH2, worin m für 0,
1 oder 2 steht. mit Halogenatomen einfach und mehrfach substituierte Cl -C4 -Alkylreste.
R 2 und R,. die gleich oder verschieden sind, für
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EMI2.2
EMI2.3
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stoff stehen und dass Y, und Y2 nicht für Wasserstoff stehen, wenn R, für C, -C, -Alkyl. C. -C, -Halogenalkyl. wobei das Halogen in 3-oder 4-Stellung steht.
Allyl oder Acetonyl steht, und mit der weiteren Massgabe, dass Y, und Y2 nicht für p-Cl oder p-OCH stehen, wenn n den Wert 0 hat und R, für CH, steht. und zur Herstellung der pharmazeutisch
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mel
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worin R 2 und R 3 die obigen Bedeutungen haben, mit einem den Rest R 1 einführenden Alkylierungsmittel behandelt und die erhaltenen substituierten Thioimidazole der allgemeinen Formel (I). worin n und gegebenenfalls auch m für 0 steht.
gegebenenfalls a) mit einem geeigneten Oxydationsmittel in die entsprechenden Verbindungen der allgemeinen Formel (I). worin n und/oder m für 1 oder 2 steht, überführt und gegebenenfalls b) die erhaltenen Verbindungen der allgemeinen Formel (I), worin n = 0, in ihre pharmazeutisch unbedenklichen Säureadditionssalze überführt oder die erhaltenen Verbindungen der allgemeinen Formel (I). worin n = 1 oder 2. in ihre pharmazeutisch unbedenklichen Salze mit Metallen überführt.
Bevorzugte Verbindungen
Bevorzugt auf Grund ihrer Aktivität werden Verbindungen, in denen R eine Gruppe der Formel -CF2CF2H ist.
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EMI2.8
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¯/0 \-y0, 1 oder 2 hat.
Besonders bevorzugt wegen der Leichtigkeit der Synthese werden Verbindungen, in denen
Rifür-CF2CF2H.
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und n für 0 oder 2 steht.
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Tautomeren Wenn R 2 und R. verschieden sind. sind die folgenden beiden Strukturen Tautomeren :
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Pharmazeutisch unbedenkliche Salze
Pharmazeutisch unbedenkliche Salze von Verbindungen der Formel (1). in denen n den Wert 0 hat. sind Säureadditionssalze, vorzugsweise mit Mineralsäuren, wie Hydrochloride, Nitrate und Sulfate.
Pharmazeutisch unbedenkliche Salze von Verbindungen der Formel (I), in denen n den Wert 1 oder 2 hat. sind die Salze mit gewissen Metallen wie Natrium. Kalium und Calcium.
Die Herstellung der Salze kann nach bekannten Methoden der Salzbildung erfolgen.
Synthese
Die Verbindungen der Formel (I) können wie folgt hergestellt werden : Benzoin oder ein in geeigneter Weise substituiertes Benzoin. das auf die von W. S. Ide und 3. S. Buck in Organic Reactions.
Band IV. S. 629 beschriebene Weise hergestellt worden ist. wird mit Thioharnstoff in am Rückflusskühler erhitztem Dimethylformamid oder einem andern hochsiedenden polaren Lösungsmittel kondensiert, wobei ein 4. 5-Diaryl-2-mercaptoimidazol der Formel (II) erhalten wird. Ein ähnliches Konden-
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M.23503f beschrieben.
4, 5-Diaryl-2-mercaptoimidazole können auch durch Erhitzen von 4, 5-Diarylimidazolen mit Schwefel bei Temperaturen im Bereich von 150 bis 3000C entweder mit oder ohne Lösungsmittel hergestellt werden. Ein geeignetes Lösungsmittel für diese Reaktion ist Tetramethylensulfon. Dieses Verfahren ist der Umwandlung von 1-Methylbenzimidazol in 2-Mercapto-l-methylbenzimidazol. die von A. V. El'tsov und K. M. Krivozheiko, ZhOrKh [1966] 189 beschrieben wird. analog.
Der geeignete Rest Rl wird erfindungsgemäss durch Alkylieren des 4. 5-Diaryl-2-mercapto- imidazols mit einem geeigneten Alkylierungsmittel. z. B. Äthyljodid oder 2. 2. 2-Trifluoräthyltrichlor- methansulfonat, eingeführt. Diese Verfahren und die Verwendung anderer Alkylierungsmittel werden in den Beispielen beschrieben.
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tionen von Tetrafluoräthylen und andern fluorierten Olefinen werden von D. C. England in J. Am.
Chem. Soc. 82 [1960] 5116 und K. E. Rapp und Mitarbeitern in J. Am. Chem. Soc. 72 [1950] 3642 beschrieben. Für die Zwecke dieser Beschreibung werden Tetrafluoräthylen und andere verwendete fluorierte Olefine als Alkylierungsmittel angesehen.
Das 4,5-Diaryl-2-(substituiertes-thio)-imidazol kann dann unter Verwendung von Oxydationsmitteln wie m-Chlorperbenzoesäure (R. C. Tweit und Mitarbeiter, J. Med. Chem. 16 [1973] 1161). Na-
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diesen Beispielen verstehen sich die Teile als Gewichtsteile, falls nicht anders angegeben.
Beispiel 1 : 4. 5-Diphenyl-2- (2. 2. 2-trifluoräthylthio) -imidazol
Ein Gemisch von 71. 9 g (0. 285 Mol) 4, 5-Diphenyl-2-mercaptoimidazol. 80. 3 g (0. 285 Mol) 2,2,2-Trifluoräthyltrichlormethansulfonat, 28,8 g (0, 285 Mol) Triäthylamin und 700 ml Toluol wird 4 h unter Stickstoff am Rückflusskühler erhitzt. Nach Abkühlung auf Raumtemperatur werden 13. 4 g 4. 5-Diphenyl-2-mercaptoimidazol durch Filtration isoliert. Das Filtrat wird zweimal mit Wasser gewaschen, und durch Abkühlen der organischen Phase kristallisiert das Produkt. Hiebei werden 46. 2 g (49%) der gewünschten Verbindung als fast farblose Kristalle vom Schmelzpunkt 185. 5 bis 187 C erhalten.
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<tb>
Elementaranalyse <SEP> : <SEP> C <SEP> H <SEP> N
<tb> Berechnet <SEP> für <SEP> C <SEP> 17 <SEP> H <SEP> 13 <SEP> F <SEP> 3 <SEP> N <SEP> 2 <SEP> S <SEP> : <SEP> 61106 <SEP> 3. <SEP> 92 <SEP> 8138 <SEP>
<tb> Gefunden <SEP> : <SEP> 61. <SEP> 28 <SEP> 3. <SEP> 97 <SEP> 8. <SEP> 49 <SEP>
<tb>
Beispiel 2 : 4,5-Diphenyl-2-(2,2,2-trifluoräthylsulfinyl)-imidazol Zu einem in einem Eisbad gekühlten Gemisch von 13, 9 g (0, 0416 Mol) 4, 5-Diphenyl-2- (2. 2. 2-
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m-Chlorperbenzoesäure in 85 ml Chloroform gegeben. Das Gemisch wird über Nacht gerührt und dann mit gesättigter Natriumbicarbonatlösung gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet und vom Lösungsmittel befreit, wobei 12. 3 g rohes Produkt erhalten werden.
Durch Umkristallisation aus Toluol werden 10. 1 g (69%) der gewünschten Verbindung in Form von farblosen Prismen vom Schmelzpunkt 1980C (Zers.) erhalten.
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<tb>
<tb>
Elementaranalyse <SEP> : <SEP> C <SEP> H <SEP> N
<tb> Berechnet <SEP> für <SEP> C <SEP> 17 <SEP> F1N2OS <SEP> 58,28 <SEP> 3,74 <SEP> 8,00
<tb> Gefunden <SEP> : <SEP> 58. <SEP> 27 <SEP> 3. <SEP> 76 <SEP> 8, <SEP> 10 <SEP>
<tb>
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m-Chlorperbenzoesäure in 200 ml Chloroform gegeben. Das Gemisch wird 4 Tage bei Raumtemperatur gerührt, worauf Tetrahydrofuran zugesetzt und das Gemisch mit gesättigter Natriumbicarbonatlösung gewaschen, mit Magnesiumsulfat getrocknet und vom Lösungsmittel befreit wird. wobei 16. 9 g rohes Produkt erhalten werden. Nach zwei Umkristallisationen aus Acetonitril werden 8. 8 g (51%) der gewünschten Verbindung in Form von Farblosen Nadeln vom Schmelzpunkt 228 C (Zers.) erhalten.
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<tb>
<tb>
Elementaranalyse <SEP> : <SEP> C <SEP> H <SEP> N <SEP> F
<tb> Berechnet <SEP> für <SEP> C17H13F3N2O2S: <SEP> 55,73 <SEP> 3,58 <SEP> 7,65 <SEP> 15,56
<tb> Gefunden <SEP> : <SEP> 56, <SEP> 18 <SEP> 3, <SEP> 94 <SEP> 7. <SEP> 45 <SEP> 15, <SEP> 44
<tb> 56. <SEP> 06 <SEP> 3. <SEP> 95 <SEP> 7. <SEP> 52 <SEP>
<tb>
EMI4.7
4, 5-Bis- (4-methoxyphenyl) -2- (2, 2, 2-trifl uorä thy lthio) -imidazol(0. 110 Mol) 2,2,2-Trifluoräthyltrichlormethansulfonat, 11,1 g (0. 110 Mol) Triäthylamin und 300 ml Toluol wird 6 h unter Stickstoff am Rückflusskühler erhitzt. Das Gemisch wird gekühlt, dreimal mit Wasser gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet und eingeengt, wobei 43. 4 g rohes Produkt erhalten werden, das an einer Säule, die 0. 454 kg Kieselgel enthält, chromatographiert wird, wobei mit Chloroform eluiert wird.
Der Rückstand aus der grösseren Fraktion wird aus Methylcyclohexan umkristallisiert, wobei 21, 5 g (55%) der gewünschten Verbindung als fast farblose Kristalle vom Schmelzpunkt 119 bis 120 C erhalten werden. Eine polymorphe Form hat einen Schmelzpunkt von 150 bis 151 C.
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<tb>
<tb>
Elementaranalyse <SEP> : <SEP> C <SEP> H <SEP> N
<tb> Berechnet <SEP> für <SEP> C19H17F3N2O2S: <SEP> 57,86 <SEP> 4,34 <SEP> 7,10
<tb> Gefunden <SEP> : <SEP> 57. <SEP> 96 <SEP> 4, <SEP> 01 <SEP> 7, <SEP> 09 <SEP>
<tb>
Beispiel 5 : 4. 5-Bis- (4-methoxyphenyl)-2- (2, 2, 2-trifluoräthylsulfinyl)-imidazol
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sation des rohen Produktes aus wässerigem Äthanol wird das reine Produkt vom Schmelzpunkt 193, 5 C (Zers.) in einer Ausbeute von 83% erhalten.
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<tb>
<tb>
Elementaranalyse <SEP> : <SEP> C <SEP> H <SEP> N
<tb> Berechnet <SEP> für <SEP> C29H17F3N2O3S: <SEP> 55,60 <SEP> 4,18 <SEP> 6,83
<tb> Gefunden <SEP> : <SEP> 55. <SEP> 52 <SEP> 3. <SEP> 80 <SEP> 6, <SEP> 77 <SEP>
<tb>
Beispiel 6 : 4, 5-Bis- (4-methoxyphenyl)-2- (2, 2, 2-trifluoräthylsulfonyl)-imidazol
Zu einem in einem Eisbad gekühlten Gemisch von 6. 0 g (0. 015 Mol) 4. 5-Bis- (4-methoxyphenyl)- - 2- (2. 2. 2-trifluoräthylthio) -imidazol und 75 ml Chloroform werden tropfenweise 6. 1 g (0. 031 Mol) 86,4%ige m-Chlorperbenzoesäure in 75 ml Chloroform gegeben. Das Gemisch wird über Nacht bei Raumtemperatur gerührt und mit gesättigter Natriumbicarbonatlösung gewaschen, mit Magnesiumsulfat getrocknet und eingeengt, wobei 7, 1 g rohes Produkt erhalten werden.
Durch Umkristallisa-
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<tb>
<tb>
Elementaranalyse <SEP> : <SEP> C <SEP> H <SEP> N
<tb> Berechnet <SEP> für <SEP> CHFNOS <SEP> : <SEP> 53. <SEP> 51 <SEP> 4. <SEP> 02 <SEP> 6. <SEP> 57 <SEP>
<tb> Gefunden <SEP> : <SEP> 53. <SEP> 47 <SEP> 4, <SEP> 06 <SEP> 6. <SEP> 55 <SEP>
<tb> 53. <SEP> 81 <SEP> 3, <SEP> 69 <SEP> 6. <SEP> 59 <SEP>
<tb>
Beispiel 7 : 4,5-Bis-(4-chlorphenyl)-2-(2,2,2-trifluoräthylthio)-imidazol
Ein Gemisch von 32. 1 g (0. 100 Mol) 4,5-Bis-(4-chlorphenyl)-2-mercapoimidazol, 28,1 g (0, 100 Mol) 2,2,2-Trifluoräthyltrichlormethansulfonat, 5,9 g (0,109 Mol) Natriummethoxyd und 300 ml Äthanol wird 3 h am Rückflusskühler erhitzt. Das Reaktionsgemisch wird in Wasser gegossen und der Feststoff abfiltriert. mit Wasser gewaschen und getrocknet. Dieser Feststoff (43, 9 g) wird dann über Nacht in 400 ml Äthylacetat gerührt.
Das Gemisch wird filtriert und das Filtrat vom Lösungsmittel befreit, wobei 21. 7 g eines Rückstandes erhalten werden. Dieser Rückstand wird aus Toluol umkristallisiert, wobei 15. 1 g (37%) der gewünschten reinen Verbindung in Form von farblosen Kristallen vom Schmelzpunkt 212 bis 2130C erhalten werden.
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<tb>
<tb>
Elementaranalyse <SEP> : <SEP> C <SEP> H <SEP> N
<tb> Berechnet <SEP> für <SEP> C17H11Cl2F3N2S: <SEP> 50,63 <SEP> 2,75 <SEP> 6,95
<tb> Gefunden <SEP> : <SEP> 50. <SEP> 87 <SEP> 3, <SEP> 05 <SEP> 6. <SEP> 69 <SEP>
<tb>
Beispiel 8 : 4,5-Bis-(4-chlorphenyl)-2-(2,2,2-trifluoräthylsulfinyl)-imidazol
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azol erhalten. Durch Umkristallisation des rohen Produktes aus Acetonitril wird das reine Produkt vom Schmelzpunkt 214 C (Zers.) in einer Ausbeute von 77% erhalten.
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<tb>
<tb>
Elementaranalyse <SEP> : <SEP> C <SEP> H <SEP> N
<tb> Berechnet <SEP> für <SEP> C <SEP> 17 <SEP> H <SEP> 11 <SEP> Cl <SEP> N2OS <SEP> : <SEP> 48, <SEP> 70 <SEP> 2. <SEP> 64 <SEP> 6. <SEP> 68 <SEP>
<tb> Gefunden <SEP> : <SEP> 48. <SEP> 97 <SEP> 2, <SEP> 89 <SEP> 6, <SEP> 47 <SEP>
<tb>
Beispiel 9 : 4,5-Bis-(4-chlorphenyl)-2-(2,2,2-trifluoräthylsulfonyl)-imidazol
Zu einem in einem Eisbad gekühlten Gemisch von 5, 3 g (0, 013 Mol) 4, 5-Bis- (4-chlorphenyl)- -2-(2,2,2-trifluoräthylthio)-imidazol und 50 ml Chloroform werden tropfenweise 5, 3 g (0, 027 Mol)
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86. 4% ige m-Chlorperbenzoesäure in 60 ml Chloroform gegeben. Das Gemisch wird über Nacht bei Raumtemperatur gerührt, 15 min am Rückflusskühler erhitzt und gekühlt. Der Feststoff wird isoliert und mit kaltem Chloroform gewaschen.
Der Feststoff wird dann in einem Gemisch von Äther und Tetrahydrofuran gelöst und die erhaltene Lösung mit gesättigtem Natriumbicarbonat gewaschen. Die organische Phase wird mit Magnesiumsulfat getrocknet und vom Lösungsmittel befreit, wobei 5. 8 g eines farblosen festen Rückstandes erhalten werden, der aus 125 ml Nitromethan umkristallisiert wird. Hiebei werden 4. 1 g (72%) der gewünschten reinen Verbindung in Form von farblosen Nadeln vom Schmelzpunkt 241 C (Zers.) erhalten.
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<tb>
<tb>
Elementaranalyse <SEP> : <SEP> C <SEP> H <SEP> N
<tb> Berechnet <SEP> für <SEP> C17H11Cl2F3N2O2S: <SEP> 46,91 <SEP> 2,55 <SEP> 6,44
<tb> Gefunden <SEP> : <SEP> 47. <SEP> 13 <SEP> 2. <SEP> 67 <SEP> 6. <SEP> 56 <SEP>
<tb> 47. <SEP> 29 <SEP> 2. <SEP> 58 <SEP> 6. <SEP> 58 <SEP>
<tb>
Beispiel 10: 2-Äthylthio-4,5-bis-(4-methoxyphenyl)-imidazol
Zu einer Suspension von 31. 2 g (0, 100 Mol) 2-Mercapto-4,5-bis-(4-methoxyphenyl)-imidazol in 200 ml Methanol werden auf einmal 6. 5 g (0. 12 Mol) Natriummethoxyd gegeben ; das Gemisch wird 15 min gerührt. Eine Lösung von 17. 1 g (0. 11 Mol) Jodäthan in 50 ml Methanol wird tropfenweise zugesetzt, worauf das Gemisch 4. 5 h am Rückflusskühler erhitzt wird.
Das Gemisch wird über Nacht bei Raumtemperatur gerührt und dann in Wasser gegossen. Der hiebei ausgefällte Feststoff wird isoliert, mit Wasser gewaschen und getrocknet, wobei 33. 0 g rohes Produkt erhalten werden. Durch
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vom Schmelzpunkt 108 bis 109 C erhalten.
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<tb>
<tb>
Elementaranalyse <SEP> : <SEP> C <SEP> H <SEP> N
<tb> Berechnet <SEP> für <SEP> CHNOS <SEP> : <SEP> 67. <SEP> 03 <SEP> 5. <SEP> 92 <SEP> 8. <SEP> 23 <SEP>
<tb> Gefunden <SEP> : <SEP> 66. <SEP> 96 <SEP> 6. <SEP> 10 <SEP> 7, <SEP> 85 <SEP>
<tb>
Beispiel 11 : 2-Allylthio-4, 5-bis- (4-methoxyphenyl)-imidazol
Ein Gemisch von 31. 2 g (0. 100 Mol) 2-Mercapto-4,5-bis-(4-methoxyphenyl)-imidazol, 13,1 g (0. 108 Mol) Allylbromid, 20, 2 g (0. 200 Mol) Triäthylamin und 500 ml Chloroform wird über Nacht am Rückflusskühler erhitzt. Nach Zugabe von 4. 8 g (0, 040 Mol) Allylbromid wird weitere 2 h am Rückflusskühler erhitzt. Zwei weitere Portionen von je 4. 8 g Allylbromid werden zugesetzt, wobei in jedem Fall anschliessend 2 h am Rückflusskühler erhitzt wird.
Die klare Lösung wird gekühlt, dreimal mit Wasser gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet und eingeengt. Der Rückstand wird mit Äther verrieben und der Feststoff isoliert, wobei 31,5 g rohes Produkt erhalten werden. Durch
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vom Schmelzpunkt 167 bis 167, 5 C erhalten.
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<tb>
<tb>
Elementaranalyse: <SEP> C <SEP> H <SEP> N
<tb> Berechnet <SEP> für <SEP> C20H28N2O2S: <SEP> 68,16 <SEP> 5,72 <SEP> 7,95
<tb> Gefunden <SEP> : <SEP> 67, <SEP> 22 <SEP> 5, <SEP> 87 <SEP> 7, <SEP> 81 <SEP>
<tb>
Beispiel 12 : 4,5-Bis-(4-methoxyphenyl)-2-(methylthiomethylthio)-imidazol
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<tb>
<tb>
ClElementaranalyse <SEP> : <SEP> C <SEP> H <SEP> N
<tb> Berechnet <SEP> für <SEP> C29H20N2O2S2: <SEP> 61.26 <SEP> 5.41 <SEP> 7.52
<tb> Gefunden <SEP> : <SEP> 61. <SEP> 32 <SEP> 5. <SEP> 57 <SEP> 7. <SEP> 32 <SEP>
<tb>
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Zu einer in einem Eisbad gekühlten Lösung von 10, 2 g (0, 0300 Mol) 2-Äthylthio-4, 5-bis- - (4-methoxyphenyl) -imidazol in 200 ml Dichlormethan wird tropfenweise eine Lösung von 6, 0 g (0, 030 Mol) 86, 4% iger m-Chlorperbenzoesäure in 100 ml Dichlormethan gegeben. Das Reaktionsgemisch wird über Nacht bei Raumtemperatur gerührt und dann dreimal mit je 75 ml gesättiger Natriumbi-
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carbonatlösung gewaschen. Die organische Phase wird über Magnesiumsulfat getrocknet und das Lösungsmittel auf einem Rotationsverdampfer entfernt.
Das als Rückstand verbleibende Öl wird mit Äther verrieben und der hiebei gebildete Feststoff isoliert und aus 500 ml 1-Chlorbutan umkristallisiert, wobei 7, 5 g (70%) der gewünschten reinen Verbindung vom Schmelzpunkt 161 bis 1620C erhalten werden.
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<tb>
<tb>
Elementaranalyse <SEP> : <SEP> C <SEP> H <SEP> N
<tb> Berechnet <SEP> für <SEP> C19H20N2O3S: <SEP> 64,02 <SEP> 5,66 <SEP> 7,86
<tb> Gefunden <SEP> : <SEP> 63, <SEP> 98 <SEP> 5, <SEP> 59 <SEP> 7, <SEP> 97 <SEP>
<tb>
Beispiel 14 : 2-Äthylsulfonyl-4. 5-bis- (4-methoxyphenyl) -imidazol
Bei Verwendung von 12. 0 g (0, 060 Mol) 86. 4% iger m-Chlorperbenzoesäure an Stelle der in Beispiel 13 verwendeten 6, 0 g dieser Säure werden nach Umkristallisation aus 125 ml 1-Chlorbutan 6. 0 g (54%) der gewünschten Verbindung vom Schmelzpunkt 136 bis 137 C erhalten.
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<tb>
<tb>
Elementaranalyse <SEP> : <SEP> C <SEP> H <SEP> N
<tb> Berechnet <SEP> für <SEP> C18H20N2O4S: <SEP> 61,27 <SEP> 5.41 <SEP> 7.52
<tb> Gefunden <SEP> : <SEP> 61. <SEP> 47 <SEP> 5. <SEP> 47 <SEP> 7. <SEP> 35 <SEP>
<tb>
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am Rückflusskühler erhitzt, worauf das Reaktionsgemisch abgekühlt, dreimal mit Wasser gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet und eingeengt wird. wobei 32. 0 g rohes Produkt erhalten werden. Durch Chromatographie (Kieselgel, Chloroform) werden 27. 0 g (73%) der gewünschten reinen Verbindung vom Schmelzpunkt 115 bis 117. 5 oe erhalten.
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<tb>
<tb>
Elementaranalyse <SEP> : <SEP> C <SEP> H <SEP> N
<tb> Berechnet <SEP> für <SEP> C20H20N2O3S: <SEP> 65.20 <SEP> 5.47 <SEP> 7.60
<tb> Gefunden <SEP> : <SEP> 65. <SEP> 14 <SEP> 5. <SEP> 42 <SEP> 7. <SEP> 36 <SEP>
<tb>
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Zu einer in einem Eisbad gekühlten Lösung von 7. 4 g 90.020 Mol) 4,5-Bis-(4-methoxyphenyl- - 2- (methylthiomethylthio)-imidazol in 100 ml Dichlormethan wird eine Lösung von 4. 0 g (0. 020 Mol) 86, 4% iger m-Chlorperbenzoesäure in 100 ml Dichlormethan gegeben. Das Gemisch wird über Nacht bei Raumtemperatur gerührt und das Reaktionsgemisch dreimal mit gesättigter Natriumbicarbonatlösung gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet und eingeengt.
Der Rückstand (7. 5 g) wird an einer Kieselgelsäule chromatographiert, die mit einem Gemisch von Toluol und Äthylacetat eluiert wird.
Die erste reine Verbindung, die von der Säule eluiert wird, ist 4. 5-Bis- (4-methoxyphenyl)- - 2- (methylthiomethylsulfinyl)-imidazol vom Schmelzpunkt 142. 5 bis 143. 5 C.
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<tb>
<tb>
Elementaranalyse <SEP> : <SEP> C <SEP> H <SEP> N
<tb> Berechnet <SEP> für <SEP> C19H20N2O3S2: <SEP> 58.74 <SEP> 5.19 <SEP> 7.21
<tb> Gefunden <SEP> : <SEP> 59. <SEP> 00 <SEP> 5, <SEP> 13 <SEP> 6, <SEP> 93 <SEP>
<tb>
Durch weitere Elution der Säule wird reines 4,5-Bis-(4-methoxyphenyl)-2-(methylsulfinylmethyl- thio)-imidazol vom Schmelzpunkt 84. 5 bis 86, 5 C erhalten.
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<tb>
<tb>
Elementaranalyse <SEP> : <SEP> C <SEP> H <SEP> N
<tb> Berechnet <SEP> für <SEP> C19H20N2O3S2: <SEP> 58.74 <SEP> 5.19 <SEP> 7.21
<tb> Gefunden <SEP> : <SEP> 58, <SEP> 85 <SEP> 5, <SEP> 36 <SEP> 6. <SEP> 94 <SEP>
<tb>
Beispiel 17 : 4,5-DIphenyl-2-(1,1,2,2-tetrafluoräthylthio)-imidazol
In ein Rohr aus nichtrostendem Stahl werden 5. 0 g (0. 020 Mol) 4. 5-Diphenyl-2-mercapto- imidazol und 50 ml Dimethylformamid, das 0, 5 ml einer 40%igen Lösung von Benzyltrimethyl-ammo-
<Desc/Clms Page number 8>
niumhydroxyd in Methanol enthält, gegeben. Das Rohr wird mehrmals mit trockenem Stickstoff gespült, worauf 2, 2 g (0. 022 Mol) Tetrafluoräthylen zugesetzt werden. Das Rohr wird 7 h bewegt.
Das Reaktionsgemisch wird in Masser gegossen und der Feststoff isoliert und mit Wasser gewaschen, wobei 5. 7 g rohes Produkt erhalten werden. Durch Säulenchromatographie (Kieselgel, Chloroform) werden 3, 5 g der gewünschten reinen Verbindung vom Schmelzpunkt 212 bis 213 C erhalten.
EMI8.1
<tb>
<tb>
Elementaranalyse <SEP> : <SEP> C <SEP> H <SEP> N
<tb> Berechnet <SEP> für <SEP> CH <SEP> P <SEP> N2S <SEP> : <SEP> 57, <SEP> 95 <SEP> 3. <SEP> 43 <SEP> 7, <SEP> 95 <SEP>
<tb> Gefunden <SEP> : <SEP> 57, <SEP> 71 <SEP> 3, <SEP> 70 <SEP> 7, <SEP> 89 <SEP>
<tb>
Beispiel 18 : 4, 5-Bis- (4-methoxyphenyl)-2-vinylthioimidazol
In ein Rohr aus nichtrostendem Stahl werden 15, 0 g (0, 05 Mol) 4, 5-Bis- (4-methoxyphenyl)- - 2-mercaptoimidazol. 0. 75 g Kupfer (II)-chlorid und 100 ml Dimethylformamid gegeben. Das Rohr wird gekühlt, evakuiert und dann mit 1. 3 g Acetylen aufgedrückt. Es wird 8 h bei 1500C geschüt-
EMI8.2
Die vereinigten Ätherextrakte werden mit Wasser gewaschen (3 x 300 ml) und dann getrocknet und auf einem Rotationsverdampfer eingeengt.
Der Rückstand wird an einer Säule, die 600 g Kieselgel enthält, chromatographiert. Das Produkt wird mit Chloroform eluiert (Schnitt 6 bis 8, je 1 l), wobei nach Einengung 2. 9 g Kristalle erhalten werden. Durch Umkristallisation aus 1-Chlorbutan/He- xan werden 2, 8 g reines Produkt vom Schmelzpunkt 114 bis 1150C erhalten.
EMI8.3
<tb>
<tb>
Elementaranalyse <SEP> : <SEP> C <SEP> H <SEP> N
<tb> Berechnet <SEP> für <SEP> C19H18n2O2S: <SEP> 67.43 <SEP> 5.36 <SEP> 8.28
<tb> Gefunden <SEP> : <SEP> 67, <SEP> 17 <SEP> 5, <SEP> 40 <SEP> 8. <SEP> 42 <SEP>
<tb>
EMI8.4
EMI8.5
<tb>
<tb>
4, <SEP> 5-Bis- <SEP> (4-fluorphenyl)-2- <SEP> (1. <SEP> 1. <SEP> 2, <SEP> 2-tetrafluoräthylsulfonyl)-imidazol-natriumsalzElementaranalyse <SEP> : <SEP> C <SEP> H <SEP> N
<tb> Berechnet <SEP> für <SEP> C <SEP> 17 <SEP> HgF6 <SEP> N,02SNa <SEP> : <SEP> 46. <SEP> 16 <SEP> 2, <SEP> 05 <SEP> 6, <SEP> 33 <SEP>
<tb> Gefunden <SEP> : <SEP> 45. <SEP> 98 <SEP> 2. <SEP> 19 <SEP> 6. <SEP> 07 <SEP>
<tb>
Beispiel 20 : 4,5-Diphenyl-2-(1,1,2,2-tetrafluoräthylsulfonyl)-imidazol-natriumsalz Auf die in Beispiel 19 beschriebene Weise wird unter Verwendung von 4. 5-Diphenyl-2- (1. 1. 2. 2-
EMI8.6
5-Diphe-ten.
Beispiel 21 4,5-Diphenyl-2-(1,1,2,2)-tetrafluoräthylthio)-imidazol-hydrochlorid
Eine Lösung von 5. 0 g 4,5-Diphenyl-2-(1,1,2,2-tetrafuoräthylthio)-imidazol (Beispiel 17) in einem Gemisch von Äther und Tetrahydrofuran wird mit trockenem Chlorwasserstoffgas behandelt ; der gebildete Niederschlag wird abfiltriert und ergibt 4. 7 g 4, 5-Diphenyl-2- (1, 1, 2, 2)-tetrafluor- äthylthio)-imidazol-hydrochlorid vom Schmelzpunkt 192 bis 202 C.
EMI8.7
<tb>
<tb>
Elementaranalyse <SEP> : <SEP> C <SEP> H <SEP> N
<tb> Berechnet <SEP> für <SEP> C17H12F4N2SHCl: <SEP> 52.51; <SEP> 3,34 <SEP> 7,21
<tb> Gefunden <SEP> : <SEP> 52, <SEP> 06 <SEP> 3, <SEP> 39 <SEP> 7, <SEP> 25 <SEP>
<tb>
Unter Verwendung der entsprechenden Ausgangsmaterialien können nach dem in Beispiel 10 beschriebenen Verfahren die in Tabelle I genannten Verbindungen hergestellt werden. Typische Lösungsmittel, die verwendet werden können, sind Methanol. Äthanol und Toluol.
Unter Verwendung der entsprechenden Ausgangsmaterialien können nach dem in Beispiel 17 beschriebenen Verfahren die in Tabelle II genannten Verbindungen hergestellt werden. Typische Katalysatoren, die verwendet werden können, sind Diisopropylamin und Benzyltrimethyl-ammonium-
<Desc/Clms Page number 9>
hydroxyd.
Unter Verwendung der entsprechenden Ausgangsmaterialien können nach den in Beispiel 13 und 14 beschriebenen Verfahren die in Tabelle III genannten Verbindungen hergestellt werden.
Arzneiformen und Dosierung
Die antiarthritischen Mittel, welche einen gemäss der Erfindung erhältlichen Wirkstoff enthalten, können zur Behandlung dieser Krankheit auf alle Weisen verabreicht werden, denen zufolge der Wirkstoff mit seinem Wirkungsort im Körper eines Säugetieres in Berührung gebracht wird. Sie können auf allen üblichen Wegen, die für die Anwendung in Verbindung mit Arzneimitteln verfügbar sind, entweder als einzelne therapeutische Mittel oder in einer Kombination von therapeutischen Mitteln verabreicht werden. Sie können allein verabreicht werden, jedoch erfolgt die Verabreichung im allgemeinen mit einem pharmazeutischen Träger, der auf der Grundlage des gewählten Darreichungsweges und pharmazeutischer Standardpraxis gewählt wird.
Die verabreichte Dosis ist natürlich unterschiedlich in Abhängigkeit von bekannten Faktoren wie pharmakodynamische Eigenschaften des jeweiligen Mittels und Art der Verabreichung und Verabreichungsweg. Alter. Gesundheitszustand und Gewicht des Empfängers, Art und Schwere der Symptome. Art einer gleichzeitigen Behandlung, Häufigkeit der Behandlung und gewünschte Wirkung.
Die Tagesdosis des aktiven Ingrediens kann gewöhnlich etwa 0. 001 bis 40 mg/kg Körpergewicht betragen. Gewöhnlich werden mit 0. 005 bis 20 vorzugsweise mit 0. 01 bis 4 mg/kg pro Tag, die in geteilten Dosen zweimal bis viermal täglich gegeben werden, oder in einer Form mit verzögerter Freigabe des Wirkstoffes. die gewünschten Ergebnisse erhalten.
Die für die innere Verabreichung geeigneten Dosierungsformen (Zubereitungen) enthalten etwa 0, 1 bis 500 mg aktives Ingrediens pro Einheit. In diesen Arzneimittelzubereitungen ist das aktive Ingrediens gewöhnlich in einer Menge von etwa 0, 5 bis 95 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung, vorhanden.
Das aktive Ingrediens kann oral in Form von festen Zubereitungen wie Kapseln, Tabletten und Pulvern oder in Form von flüssigen Zubereitungen, z. B. in Form von Elixieren, Sirupen und Suspensionen, verabreicht werden. Es kann auch parenteral in Form von sterilen flüssigen Zubereitungen verabreicht werden.
Gelatinekapseln enthalten das aktive Ingrediens und pulverförmige Träger, z. B. Lactose, Saccharose, Mannit, Stärke, Cellulosederivate, Magnesiumstearat und Stearinsäure. Ähnliche Verdünnungs-und Streckmittel können zur Herstellung von gepressten Tabletten verwendet werden. Sowohl die Tabletten als auch die Kapseln können als Produkte mit Freigabe des Wirkstoffes über einen
EMI9.1
einen etwaigen unangenehmen Geschmack zu maskieren und die Tablette gegen die Atmosphäre zu schützen, oder sie können mit einem resistenten Überzug für den selektiven Zerfall im Magendarmkanal versehen werden.
Flüssige Arzneimittelzubereitungen für die orale Verabreichung können Farbstoffe und Geschmacksstoffe enthalten, um dem Patienten die Einnahme zu erleichtern.
Im allgemeinen sind Wasser, geeignete Öle. Kochsalzlösung, wässerige Dextrose (Glucose) und verwandte Zuckerlösungen und Glykole. z. B. Propylenglykol und Polyäthylenglykol, als Träger für parenterale Lösungen geeignet. Lösungen für die parenterale Verabreichung enthalten vorzugsweise ein wasserlösliches Salz des aktiven Ingrediens. geeignete Stabilisierungsmittel und. falls erforderlich. Puffersubstanzen. Antioxydationsmittel, z. B. Natriumbisulfit, Natriumsulfit und Ascorbinsäure. entweder allein oder in Kombination, sind geeignete Stabilisierungsmittel. Citronensäure und ihre Salze und Natrium-EDTA werden ebenfalls verwendet. Zusätzlich können Lösungen für die parenterale Verabreichung Konservierungsmittel wie Benzalkoniumchlorid. Methyl- oder Propylparaben und Chlorbutanol enthalten.
Geeignete pharmazeutische Träger werden in Remington's Pharmaceutical Sciences von E. W.
Martin, einem Standard-Nachschlagewerk auf diesem Gebiet, beschrieben.
Nachstehend werden geeignete pharmazeutische Zubereitungen für die Verabreichung der Verbindungen gemäss der Erfindung beschrieben.
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Kapseln
Eine grosse Zahl von Einheitskapseln wird durch Füllen von üblichen zweiteiligen Hartgelatinekapseln mit je 50 mg des pulverförmigen aktiven Ingrediens. 110 mg Lactose. 32 mg Talkum und 8 mg Magnesiumstearat hergestellt.
Kapseln
Weichgelatinekapseln, die 50 mg des aktiven Ingrediens enthalten, werden hergestellt, indem ein Gemisch des aktiven Ingrediens in Sojabohnenöl hergestellt und mit einer Verdrängerpumpe in Gelatine gespritzt wird. Die Kapseln werden in Petroläther gewaschen und getrocknet.
Tabletten
Eine grosse Zahl von Tabletten wird nach üblichen Verfahren so hergestellt, dass die Dosierungseinheit 50 mg des aktiven Ingrediens. 7 mg Äthylcellulose, 0, 2 mg kolloidales Siliciumdioxyd.
7 mg Magnesiumstearat. 11 mg mikrokristalline Cellulose. 11 mg Maisstärke und 98. 8 mg Lactose enthält. Geeignete Überzüge können aufgebracht werden, um die Schmackhaftigkeit zu erhöhen oder die Resorption zu verzögern.
Injektionslösung
Eine für die Verabreichung durch Injektion geeignete parenterale Zubereitung wird hergestellt, indem 1. 5 Gew.-% des aktiven Ingrediens in 10 Vol.-% Propylenglykol und Wasser gerührt und die Lösung durch Filtration sterilisiert wird.
Suspension
Eine wässerige Suspension für die orale Verabreichung wird so hergestellt, dass 5 ml je 10 mg feinteiliges aktives Ingrediens. 500 mg Gummiarabikum. 5 mg Natriumbenzoat. 1. 0 g Sorbitlösung U. S. P.. 5 mg Natriumsaccharin und 0. 025 ml Vanillintinktur enthalten.
Injektionslösung
Eine für die Verabreichung durch Injektion geeignete parenterale Zubereitung wird hergestellt. indem 1 Gew.-% des aktiven Ingrediens in physiologischer Kochsalzlösung U. S. P. XV gelöst, der PH-Wert der Lösung auf 6 bis 7 eingestellt und die Lösung durch Filtration sterilisiert wird.
Anwendung
Um die entzündungshemmenden und immunoregulativen Wirkungen von Verbindungen dieser Reihe und von Standardmedikamenten festzustellen und zu vergleichen, wurde eine Reihe von Versuchen auf der Grundlage eines Standardmodells durchgeführt, bei dem eine gute Übereinstimmung mit der Wirksamkeit im Menschen besteht. Das Modell ist die mit einem Adjuvans hervorgerufene Arthritis bei Ratten. In Federation Proceedings. Band 32.
Nr. 2. 1973 "Models Used for the Study and Therapy of Rheumatoid Arthritis"-Symposium of the American Society for Pharmacology and Experimental Therapeutics wird festgestellt :"Die durch intradermale Injektion einer Suspension von Mycobacterium tuberculosis in Mineralöl (Adjuvans) bei Ratten hervorgerufene Polyarthritis wird in grossem Umfange für die Auswahl von Medikamenten von potentiellem Nutzen bei rheumatoider Arthritis ausgenutzt."
Mit Adjuvans hervorgerufene etablierte Arthritis bei Ratten
Dieser Rest dient in erster Linie zur Bestimmung der entzündungshemmenden Wirkung.
Männliche Charles River-Lewis-Ratten (130 bis 150 g) erhalten durch subkutane Injektion im plantaren Bereich der rechten Hinterpfote 0. 1 ml Adjuvans (Difco-hitzegetötetes gefriergetrocknetes Mycobacterium butyricum in Mineralöl suspendiert 5 mg/ml). 20 Vergleichstieren ohne Arthritis wird nur das Mineralöl injiziert. Die Tiere werden 2 Wochen gehalten, damit die Arthritis sich entwickeln kann. Das Volumen der Pfote (linke Hinterpfote, die keine Injektion erhielt) wird gemessen und die Ratten, denen das Adjuvans injiziert wurde, werden sortiert und in Behandlungsgruppen von je 10 Tieren mit gleicher Schwere der Krankheit eingeteilt. Die Vergleichstiere ohne Arthritis werden in zwei Gruppen von je 10 Tieren eingeteilt.
Die Ratten erhalten orale Dosen der Verbin-
EMI10.1
nach der letzten Dosis wird das Volumen der Pfoten (linke Hinterpfote, die keine Injektion erhielt) mit einem Volumendifferentialmessgerät gemessen.
<Desc/Clms Page number 11>
EMI11.1
prozentuale Verminderung auf Basis des mittleren Pfotenvolumens der Vergleichstiere.
Dosis-Wirkung-Regressionslinien der prozentualen Volumenverminderung werden auf halblogarithmischem Papier mit visueller Anpassung gezeichnet, und die ED50. d. h. die Dosis, die eine 50%ige Verminderung des Volumens auf Basis des Pfotenvolumens der Vergleichstiere bewirkt, wird nach dem Augenmass bestimmt.
Nicht etablierte, durch Adjuvans hervorgerufene Arthritis bei Ratten
Dies ist ein Versuch, der in erster Linie dazu dient, die Wirkungen der Verbindungen auf die beim Induktionsprozess stattfindenden immunologischen Reaktionen zu ermitteln und die Entwicklung von Arthritis zu verhindern.
Männliche Charles-River-Lewis-Ratten (130 bis 150 g) erhalten durch subkutane Injektion in den plantaren Bereich der rechten Hinterpfote 0. 1 ml Adjuvans (Difco-hitzegetötetes. gefriergetrocknetes Mycobacterium butyricum als Suspension in Mineralöl, 5 mg/ml). 40 Vergleichstieren, die frei von Arthritis sind. wird nur Mineralöl injiziert. Gruppen von je 20 Ratten erhalten oral einzelne Tagesdosen der Verbindung (in PVA-Gummiarabikum-Träger. 10 ml/kg) oder nur den Träger mit dem Trinkwasser, beginnend unmittelbar nach der Injektion in die Pfote. Insgesamt 14 Dosen werden verabreicht. Das Volumen der Pfote, die keine Injektion erhielt (linke Hinterpfote) wird 24 h nach der letzten Dosis mit einem Volumendifferentialmessgerät gemessen.
Die EDso. d. h. die Dosis, die eine 50%ige Volumenverminderung auf der Grundlage der Vergleichstiere bewirkt, wird in der oben beschriebenen Weise ermittelt.
Um die immunoregulativen Eigenschaften dieser Verbindungen weiter zu bewerten, wurden zwei zusätzliche Versuche, die nachstehend beschrieben werden, durchgeführt. Mit Hilfe der hämolytischen Plaque-Bestimmung nach Jerne wird die Wirkung der Verbindungen auf spezielle antikörperbildende Zellen (Lymphozyten B) ermittelt.
Der relative Anteil der Lymphozyten B und Lymphozyten T (die an der durch die Zellen vermittelten Immunität beteiligt sind) wird durch Fluoreszenzfärbung der Antikörper bestimmt.
Modifizierte hämolytische Plaque-Bestimmungsmethoden an Milzzellen nach Jerne
Eine Modifikation der von N. K. Jerne und A. A. Nordin (Science. 140 [1963] 450) beschriebenen Methode wurde bei diesen Untersuchungen angewendet. Ratten (Charles River Lewis) mit durch Adjuvans hervorgerufener Arthritis (und nicht-arthritische Vergleichstiere) erhielten oral einmal täglich den PVA-Gummiarabikum-Träger (Polyvinylalkohol 1%, Gummiarabikum 5%. Methylparaben 0. 5% in Wasser) bzw. die Verbindungen im Träger vom Tag 14 (nach der Injektion des Adjuvans) bis zum Tag 20. Die Tiere wurden mit roten Schafsblutzellen (SRBC) (0. 2 ml einer 10% igen Suspension = = 2 bis 3 x 10 Zellen) intravenös am Tag 17 sensibilisiert.
Die SRBC (Micobiological Associates) wurden vor der Injektion dreimal in 0. 9% figer Natriumchloridlösung gewaschen. Am Tag 21 wurden die Ratten mit l% igem Natriumpentobarbital intraperitoneal narkotisiert, worauf die Milz entfernt wurde. Jede Milz wurde auf ein Sieb aus nichtrostendem Stahl gelegt, das über einem Kunststoffecher in einem Eisbad aufgehängt war. und mit dem Kolben einer Glasspritze sachte mazeriert. Die Zellen wurden unter Verwendung einer Pasteurpipette durch das Sieb gewaschen, wobei etwa 10 ml Eagle's Minimal Essential Medium (MEM) während des Mazerationsprozesses aufgebracht wurden, bis nur Fasermaterial auf dem Sieb zurückblieb. Grosse Teilchen liess man etwa 5 min absitzen, und etwa 5 ml Überstand wurden in ein Kunststoffröhrchen überführt. Verdünnungen von 1 : 10 und 1 : 20 wurden in kaltem MEM hergestellt.
Plattierung : 2 ml 0, 7% ige Agarose (1, 4%, mit 2X Eagles MEM auf 1 : 2 verdünnt) und 0. 2 ml einer 10%igen SRBC-Suspension wurden in einem bei 450C gehaltenen Wasserbad vorgewärmt. 20 X Milzzellenverdünnung wurden zugesetzt, sachte gemischt und in eine tragende Schicht von 2 ml
<Desc/Clms Page number 12>
1,4%iger Agarose in einer Petrischale aus Kunststoff von 60 x 15 mm gegossen. Die Platten wurden 1, 5 h bei 37 C in einem befeuchteten Inkubator bebrütet. Nach Zugabe von 1, 5 ml Meerschweinchenkomplement (mit MEM auf 1 : 10 verdünnt) wurde eine weitere Stunde bebrütet.
Die Hämolysezonen (Plaques) pro Platte wurden ohne Vergrösserung gegen eine diffuse Lichtquelle gezählt. Unter der Annahme, dass jeder Plaque durch Hämolysin entstand, das durch eine einzelne Milzzelle gebildet wurde, wurde die Zahl von plaque-bildenden Zellen (plaque forming cells = PFC) pro Million Milzzellen für jede Verdünnung berechnet. Die statistische Berechnung (Mittelwert, Standardfehler und "t"-Test) schlossen die PFC-Million-Zählung für jede Verdünnung jeder Milz ein.
Immunofluoreszenz-Antikörperfärbung von B-Zellen in der Rattenmilz
Methode
Für die Bestimmungen des prozentualen Anteils der B-Zellen wurden Ratten (Charles River Lewis-Stamm) beim Prozess der Entwicklung der Adjuvans-Arthritis verwendet. Die Ratten erhielten oral einmal täglich den PVA-Gummiarabikum-Träger (Polyvinylalkohol 1%. Gummiarabikum 5%, Methylparaben 0. 5% in Wasser) oder das Medikament im Träger. Die Behandlung begann am Tag-3 vor Verabreichung des Adjuvans. Am Tag 0 erhielten die Ratten durch subkutane Injektion in die linke Hinterpfote 0. 1 ml (5 mg/ml) Mycobacterium butyricum (Difco-getrocknet, durch Hitze abgetötet) in Mineralöl. Die Behandlung mit dem Medikament wurde bis zum Tag 7 fortgesetzt. Die Milz wurde am Tag 8 nach Verabreichung des Adjuvans entnommen.
Milzzellensuspensionen wurden durch Mazeration der Milz auf einem Sieb aus nichtrostendem Stahl in das Medium RPMI 1640 hergestellt. Grosse Teilchen liess man absitzen, und der Überstand wurde in reine Röhrchen überführt und 10 min bei 800 Umdr/min mit der Zentrifuge zentrifugiert.
Das Zellsediment (cell button) wurde in O. 83%igem NH. Cl (mit NaOH auf PH 7. 0 eingestellt) zur Lyse der roten Zellen erneut suspendiert (etwa 1 Teil verdichtete Zellen auf 3 Teile NH4 Cl). Diese Suspensionen wurden 5 bis 7 min in Eis gehalten und dann 10 min bei 800 Umdr/min zentrifugiert.
Die Zellen wurden zweimal in phosphatgepufferter Dulbecco-Kochsalzlösung (PBS) gewaschen und abschliessend in Dulbecco-PBS suspendiert. Die endgültige Zellenkonzentration war so hoch. dass ein Tropfen der Zellsuspension auf einem Mikroskop-Objektträger, der mit einem Deckglas abgedeckt war, 10 bis 15 Zellen für jedes lichtstarke Feld (high power field) ergab. Unter Beurteilung der Grösse des Zellsediments aus Erfahrung wurden 8 bis 10 ml Dulbecco-PBS pro Milz dieser endgültigen Zellsuspension zugesetzt.
Für die Immunofluoreszenzfärbung wurden 0. 2 ml Zellsuspension mit 0. 2 ml einer 1 : 4-Verdünnung von mit Fluoresceinisothiocyanat konjugiertem Kaninchen-Anti-Ratte-IgG gemischt. Die Zellen wurden 1 h bei 2 bis 40C bebrütet, 10 min bei 800 Umdr/min zentrifugiert. zweimal in 2 ml Dulbecco-PBS gewaschen und erneut in 0. 2 ml Dulbecco-PBS suspendiert. Ein Tropfen der Zellsuspension wurde auf einen Mikroskop-Objektträger gegeben, mit einem Deckglas bedeckt und mit dem optischen Mikroskop und Fluoreszenzmikroskop untersucht. Insgesamt 200 bis 300 Zellen wurden für jede Milzsuspension gezählt. Die Zahl der fluoreszierenden Lymphozyten oder B-Zellen wurde in Prozent ausgedrückt.
Die Daten, die die Wirkungen einiger Verbindungen aus dieser Reihe bei den vorstehend beschriebenen Versuchen betreffen, sind in den Tabellen V. VI und VII genannt.
Wie die Werte in Tabelle V zeigen, hatten die erfindungsgemäss erhältlichen Verbindungen die gleiche Wirkung bei der Behandlung der etablierten Arthritis bei Ratten (entzündungshemmende Wirkung) und in der Verhütung der Entwicklung der Arthritis bei Ratten (nicht etablierte Arthri- tis). Die üblichen entzündungshemmenden Medikamente. z. B. Indomethacin und Phenylbutazon, waren bei der Verhinderung der Entwicklung der Arthritis von Ratten weniger wirksam als bei der Behandlung der Entzündung bei etablierter Arthritis. Ein immunosuppressives Medikament, Cyclophosphamid, war bei der Verhinderung der Entwicklung der Arthritis von Ratten wirksamer als bei der Behandlung der etablierten Arthritis von Ratten. Die Verbindungen dieser Reihe zeigten bei diesen Versuchen einmalige Eigenschaften.
Ratten mit durch Adjuvans hervorgerufener Arthritis haben stark veränderte immunologische Systeme, wie die erhöhte Zahl von plaque-bildenden (antikörperbildenden) Zellen (PFC) in Milzzellsuspensionen zeigen (hämolytische Plaque-Bestimmung, Tabelle VI). Durch die Behandlung von
<Desc/Clms Page number 13>
arthritischen Ratten mit den neuen Verbindungen wurde die Zahl von plaque-bildenden Zellen auf den Normalwert verringert. Die Behandlung mit Indomethacin hatte keine Wirkung auf die Zahl von plaque-bildenden Zellen, während durch Behandlung mit Cyclophosphamid die Zahl der plaquebildenden Zellen weit unter den Normalwert verringert wurde. Die neuen Verbindungen zeigten einmalige Aktivität bei diesem Test.
Milzzellsuspensionen von Ratten mit durch Adjuvans hervorgerufener Arthritis haben im Vergleich zu Zellen von normalen Ratten einen höheren Anteil von B-Lymphozyten (Antikörper bildende Lymphozyten) als T-Lymphozyten (Vermittler der Zellimmunität) (Tabelle VII). Durch Behandlung der arthritischen Ratten mit Verbindungen der Formel (I) wurde der Anteil der B-Lymphozyten auf den Normalwert gesenkt. Die Behandlung mit Indomethacin hatte keine Wirkung auf die Lymphozytenpopulation, während die Behandlung mit Cyclophosphamid den Anteil der B-Lymphozyten unter den Normalwert senkte.
Tabelle I
4,5-Diaryl-2-(substituiert-thio)-imdazole und ihre Wirkung auf die mit Adjuvans bei Ratten hervorgerufene Arthritis
EMI13.1
EMI13.2
<tb>
<tb> AdjuvansSchmelz-Arthritis
<tb> Beisipel <SEP> X <SEP> Y <SEP> R <SEP> punkt, <SEP> C <SEP> (ED50%)2
<tb> 22 <SEP> 4-Cl <SEP> 4-CI <SEP> CH, <SEP> 241-242 <SEP> 3, <SEP> 0 <SEP>
<tb> 23 <SEP> 4-CH2O <SEP> 4-CH3O <SEP> CH3CH2CH2 <SEP> 152 <SEP> - <SEP> 153 <SEP> 9,0
<tb> 24 <SEP> 4-F <SEP> 4-F <SEP> CH, <SEP> 222 <SEP> - <SEP> 223,5 <SEP> 3,5
<tb> 25 <SEP> 4-CH3O <SEP> 4-CH3O <SEP> CHF2 <SEP> 170.5 <SEP> - <SEP> 172 <SEP> 1,8
<tb> 26 <SEP> H <SEP> H <SEP> CHF. <SEP> 227 <SEP> - <SEP> 2280 <SEP> 21
<tb> 27 <SEP> 4-Cl <SEP> 4-Cl <SEP> CHEF, <SEP> 222 <SEP> - <SEP> 2230 <SEP> 0, <SEP> 35 <SEP>
<tb> 28 <SEP> 4-F <SEP> 4-F <SEP> CHF2 <SEP> 192.
<SEP> 5 <SEP> - <SEP> 1940 <SEP> 0, <SEP> 42 <SEP>
<tb> 29 <SEP> 4-CI <SEP> 4-F <SEP> CH, <SEP> 222-223 <SEP> 3, <SEP> 8 <SEP>
<tb> 30 <SEP> 4-CF, <SEP> H <SEP> CH, <SEP> 176 <SEP> - <SEP> 1770 <SEP> 20
<tb> 31 <SEP> 4-F <SEP> 4-CF, <SEP> CH, <SEP> 196 <SEP> - <SEP> 197 <SEP> 17
<tb> 32 <SEP> 4-Cl <SEP> 4-CF, <SEP> CH, <SEP> 214 <SEP> - <SEP> 215 <SEP> 3,6
<tb> 33 <SEP> 3, <SEP> 4-OCH <SEP> O <SEP> 3. <SEP> 4-OCH2O <SEP> CH, <SEP> 201-202 <SEP> 20
<tb> 4 <SEP> 4-CH3O <SEP> 4-CH3O <SEP> CF3CH2 <SEP> 150 <SEP> - <SEP> 151 <SEP> 20
<tb>
<Desc/Clms Page number 14>
Tabelle I (Fortsetzung)
EMI14.1
<tb>
<tb> AdjuvansSchmelz- <SEP> Arthritis <SEP>
<tb> Beispiel <SEP> Y <SEP> R <SEP> punkt. <SEP> C <SEP> (ED50%)2
<tb> 7 <SEP> 4-Cl <SEP> 4-Cl <SEP> CF3CH2 <SEP> 212 <SEP> - <SEP> 213 <SEP> 5.
<SEP> 0
<tb> 10 <SEP> 4-CH, <SEP> 4-CH3O <SEP> CH3CH2 <SEP> 108 <SEP> - <SEP> 109 <SEP> 4.7
<tb> 11 <SEP> 4-CH3 <SEP> 4-CH3O <SEP> CH2=CHCH2 <SEP> 167 <SEP> - <SEP> 167.5 <SEP> 22
<tb> 15 <SEP> 4-CH, <SEP> 4-CH3O <SEP> CH3COCH2 <SEP> 115 <SEP> - <SEP> 117.5 <SEP> 9.4
<tb> 16 <SEP> 4-CH, <SEP> 4-CH3O <SEP> CH3SOCH2 <SEP> 84.5 <SEP> - <SEP> 86.5 <SEP> 52
<tb>
1 Dieses biologische System wurde oben beschrieben.
EMI14.2
Einheiten4 Eine polymorphe Form hatte einen Schmelzpunkt von 146 C.
Tabelle II
4,5-Diaryl-2- (polyhalogenalkylthio)-imidazole und ihre Wirkung auf die mit Adjuvans bei Ratten hervorgerufene Arthritis 1
EMI14.3
EMI14.4
<tb>
<tb> AdjuvansSchmelz-Arthritis
<tb> Beispiel <SEP> X <SEP> Y <SEP> Z <SEP> punkt, <SEP> C <SEP> ( 50% <SEP>
<tb> 34 <SEP> 4-CH <SEP> O <SEP> 4-CH2O <SEP> F <SEP> 134 <SEP> - <SEP> 1360 <SEP> 4. <SEP> 2 <SEP>
<tb> 35 <SEP> 4-CI <SEP> 4-Ci <SEP> F <SEP> 222. <SEP> 5 <SEP> - <SEP> 223.5 <SEP> 0.3
<tb> 36 <SEP> 4-F <SEP> 4-F <SEP> F <SEP> 220 <SEP> - <SEP> 221.5 <SEP> 0.075
<tb> 37 <SEP> H <SEP> H <SEP> Cl <SEP> 187 <SEP> - <SEP> 1880 <SEP> 3.
<SEP> 9 <SEP>
<tb> 38 <SEP> 4-Cl <SEP> 4-F <SEP> F <SEP> 206, <SEP> 5 <SEP> - <SEP> 207, <SEP> 50 <SEP> 0, <SEP> 18 <SEP>
<tb> 39 <SEP> 4-CH3 <SEP> 4-CH3 <SEP> F <SEP> 204 <SEP> - <SEP> 205 <SEP> 18
<tb> 40 <SEP> 4-CH, <SEP> 0 <SEP> H <SEP> F <SEP> 175 <SEP> - <SEP> 175.5 <SEP> 20
<tb> 41 <SEP> 4-Ci <SEP> H <SEP> F <SEP> 205 <SEP> - <SEP> 206 <SEP> 0.3
<tb> 42 <SEP> 3,4-OCH2O <SEP> 3,4-OCH2O <SEP> F <SEP> 204 <SEP> - <SEP> 205.5 <SEP> 10
<tb> 43 <SEP> 4-CF, <SEP> H <SEP> F <SEP> 202-204 <SEP> 4, <SEP> 5 <SEP>
<tb>
<Desc/Clms Page number 15>
Tabelle II (Fortsetzung)
EMI15.1
<tb>
<tb> AdjuvansSchmelz-Arthritis
<tb> Beispiel <SEP> X <SEP> Y <SEP> Z <SEP> punkt, <SEP> C <SEP> ( <SEP> ED50% <SEP> ) <SEP>
<tb> 44 <SEP> 4-F <SEP> 4-CF2 <SEP> F <SEP> 182, <SEP> 5 <SEP> - <SEP> 183.5 <SEP> 1.5
<tb> 45 <SEP> 4-F <SEP> H <SEP> F <SEP> 196 <SEP> - <SEP> 197.
<SEP> 50 <SEP> 0. <SEP> 2 <SEP>
<tb> 46 <SEP> 3-Cl <SEP> 3-Cl <SEP> F <SEP> 208 <SEP> - <SEP> 2090 <SEP> 1, <SEP> 2 <SEP>
<tb> 47 <SEP> 4-CH3O <SEP> 4-CH3O <SEP> Br <SEP> 151 <SEP> - <SEP> 153 <SEP> 10
<tb> 48 <SEP> H <SEP> H <SEP> Br <SEP> 184 <SEP> - <SEP> 186 <SEP> 11
<tb> 49 <SEP> 4- <SEP> (CH,), <SEP> N <SEP> H <SEP> F <SEP> 189-192, <SEP> 5 <SEP> 2. <SEP> 5 <SEP>
<tb> 17 <SEP> H <SEP> H <SEP> F <SEP> 218 <SEP> - <SEP> 219.5 <SEP> 0.75
<tb> 21 <SEP> H <SEP> H <SEP> F <SEP> 192-202 <SEP> 2. <SEP> 0 <SEP>
<tb>
1 Dieses biologische System wurde oben beschrieben.
EMI15.2
EMI15.3
EMI15.4
<tb>
<tb> AdjuvansBei- <SEP> Schmelz- <SEP> Arthritis <SEP>
<tb> spiel <SEP> X <SEP> Y <SEP> R <SEP> n <SEP> punkt.
<SEP> C <SEP> (ED50%)2
<tb> 2 <SEP> H <SEP> H <SEP> CF2CH2 <SEP> 1 <SEP> 198 <SEP> (Zers.) <SEP> 48
<tb> 3 <SEP> H <SEP> H <SEP> CF, <SEP> CH2 <SEP> 2 <SEP> 226.5 <SEP> (Zers. <SEP> ) <SEP> 12
<tb> 5 <SEP> 4-CH3O <SEP> 4-CH3O <SEP> CF3CH2 <SEP> 1 <SEP> 193.5 <SEP> (Zers. <SEP> ) <SEP> 10
<tb> 6 <SEP> 4-CH, <SEP> 4-Ch3O <SEP> CF3CH2 <SEP> 2 <SEP> 173.
<SEP> 5-174, <SEP> 50 <SEP> 3, <SEP> 8 <SEP>
<tb> 8 <SEP> 4-C1 <SEP> 4-Cl <SEP> CF3CH2 <SEP> 1 <SEP> 214 <SEP> (Zers.) <SEP> 3,0
<tb> 9 <SEP> 4-Cl <SEP> 4-Cl <SEP> CF3CH2 <SEP> 2 <SEP> 2410 <SEP> (Zers.) <SEP> 4, <SEP> 5 <SEP>
<tb> 13 <SEP> 4-CH3O <SEP> 4-CH3O <SEP> CH3CH2 <SEP> 1 <SEP> 161 <SEP> - <SEP> 162 <SEP> 10
<tb> 14 <SEP> 4-CH, <SEP> 0 <SEP> 4-CH, <SEP> 0 <SEP> CH, <SEP> CH, <SEP> 2 <SEP> 136 <SEP> - <SEP> 137 <SEP> 5.2
<tb>
<Desc/Clms Page number 16>
EMI16.1
EMI16.2
<tb>
<tb> AdjuvansBei- <SEP> Schmelz- <SEP> Arthritis <SEP>
<tb> spiel <SEP> X <SEP> Y <SEP> R <SEP> n <SEP> punkt.
<SEP> C <SEP> (ED50%)2
<tb> 50 <SEP> 4-CH2O <SEP> 4-CH2O <SEP> CH2=CHCH2 <SEP> 1 <SEP> 118 <SEP> - <SEP> 119 <SEP> (Zers.) <SEP> 11
<tb> 51 <SEP> 4-CH3O <SEP> 4-CH3O <SEP> CH2=CHCH2 <SEP> 2 <SEP> 162 <SEP> - <SEP> 163 <SEP> 11
<tb> 52 <SEP> 4-CH3O <SEP> 4-CH3O <SEP> CH2 <SEP> 1 <SEP> 167 <SEP> - <SEP> 168.5 <SEP> 6,2
<tb> 53 <SEP> 4-CH3O <SEP> 4-CH3 <SEP> 0 <SEP> CH3 <SEP> 2 <SEP> 142 <SEP> - <SEP> 143 <SEP> 6, <SEP> 4
<tb> 54 <SEP> 4-Cl <SEP> 4-Cl <SEP> CF3CH2 <SEP> 1 <SEP> 214 <SEP> (Zers.) <SEP> 3,0
<tb> 55 <SEP> 4-Cl <SEP> 4-Cl <SEP> CH, <SEP> 1 <SEP> 2020 <SEP> (Zers. <SEP> ) <SEP> 2, <SEP> 3 <SEP>
<tb> 56 <SEP> H <SEP> H <SEP> HCF.
<SEP> CF, <SEP> 2 <SEP> 239 <SEP> - <SEP> 240 <SEP> 0.13
<tb> 57 <SEP> 4-CH3O <SEP> 4-CH3O <SEP> CH3CH2CH2 <SEP> 1 <SEP> 143 <SEP> - <SEP> 144.5 <SEP> 13
<tb> 58 <SEP> 4-CH3O <SEP> 4-CH3O <SEP> CH3(CH2)2 <SEP> 2 <SEP> 152 <SEP> - <SEP> 153 <SEP> 9
<tb> 59 <SEP> 4-CH3O <SEP> 4-CH3O <SEP> (CH3)2CH <SEP> 2 <SEP> 175 <SEP> - <SEP> 176 <SEP> 30
<tb> 60 <SEP> 4-CH2 <SEP> 0 <SEP> 4-CH3O <SEP> HCF3CF2 <SEP> 2 <SEP> 156 <SEP> - <SEP> 157 <SEP> 2.4
<tb> 61 <SEP> 4-CH2O <SEP> 4-CH3O <SEP> HCF2CF2 <SEP> 1 <SEP> 162.5 <SEP> - <SEP> 163.5 <SEP> 2.4
<tb> 62 <SEP> H <SEP> H <SEP> HCF2CF2 <SEP> 1 <SEP> 181 <SEP> - <SEP> 182 <SEP> 0.18
<tb> 63 <SEP> 4-Cl <SEP> 4-C1 <SEP> CH, <SEP> 2 <SEP> 255-2560 <SEP> 2, <SEP> 0 <SEP>
<tb> 64 <SEP> 4-Cl <SEP> 4-Cl <SEP> HCF. <SEP> C <SEP> 1 <SEP> 198 <SEP> (Zers.) <SEP> 0, <SEP> 2
<tb> 65 <SEP> 4-Cl <SEP> 4-Cl <SEP> HCF.
<SEP> CF, <SEP> 2 <SEP> 235-236, <SEP> 50 <SEP> 0, <SEP> 2
<tb> 66 <SEP> 4-F <SEP> 4-F <SEP> CF3CH2 <SEP> 2 <SEP> 2470 <SEP> (Zers.) <SEP> 3, <SEP> 5
<tb> 67 <SEP> 4-F <SEP> 4-F <SEP> HCF2CF2 <SEP> 2 <SEP> 241, <SEP> 5 <SEP> - <SEP> 242 <SEP> 0, <SEP> 025
<tb> 68 <SEP> 4-F <SEP> 4-F <SEP> CH, <SEP> 2 <SEP> 239 <SEP> - <SEP> 240 <SEP> 4,5
<tb> 69 <SEP> H <SEP> H <SEP> ClFCHCF2 <SEP> 2 <SEP> 213 <SEP> - <SEP> 214 <SEP> 0, <SEP> 25
<tb> 70 <SEP> 4-CH3O <SEP> 4-CH3O <SEP> CHF2 <SEP> 2 <SEP> 186 <SEP> - <SEP> 187 <SEP> 0,5
<tb> 71 <SEP> H <SEP> H <SEP> CHF, <SEP> 2 <SEP> 2650 <SEP> 0,35
<tb> 72 <SEP> H <SEP> H <SEP> HCl2CF2 <SEP> 2 <SEP> 223 <SEP> - <SEP> 223.5 <SEP> 1,5
<tb> 73 <SEP> 4-Cl <SEP> 4-Cl <SEP> CHF2 <SEP> 2 <SEP> 244 <SEP> - <SEP> 245 <SEP> 0,35
<tb> 74 <SEP> 4-F <SEP> 4-F <SEP> CHF, <SEP> 2 <SEP> 246, <SEP> 5 <SEP> - <SEP> 2470 <SEP> 0,
<SEP> 1 <SEP>
<tb> 75 <SEP> 4-Cl <SEP> 4-F <SEP> CH, <SEP> 2 <SEP> 226 <SEP> - <SEP> 227 <SEP> 2,8
<tb> 76 <SEP> 4-Cl <SEP> 4-F <SEP> HCFCF, <SEP> 2 <SEP> 212 <SEP> - <SEP> 213 <SEP> 0.09
<tb> 77 <SEP> 4-CH3 <SEP> 4-Ch3 <SEP> HCF2CF2 <SEP> 2 <SEP> 225 <SEP> - <SEP> 226 <SEP> 0. <SEP> 35
<tb> 78 <SEP> 4-CH, <SEP> 0 <SEP> H <SEP> HCF2CF2 <SEP> 2 <SEP> 169 <SEP> - <SEP> 170 <SEP> 1.1
<tb> 79 <SEP> 2-Cl <SEP> 4-CH. <SEP> O <SEP> HCF2CF2 <SEP> 2 <SEP> 176 <SEP> - <SEP> 177 <SEP> 7, <SEP> 2
<tb> 80 <SEP> 3-CH. <SEP> 0 <SEP> 3-CH, <SEP> 0 <SEP> HCF2 <SEP> CF2 <SEP> 2 <SEP> 155, <SEP> 5-156.
<SEP> 50 <SEP> 4, <SEP> 0 <SEP>
<tb> 81 <SEP> 4-Cl <SEP> H <SEP> CH, <SEP> 2 <SEP> 169 <SEP> - <SEP> 170 <SEP> 30
<tb> 82 <SEP> 4-Cl <SEP> H <SEP> HCF2CF2 <SEP> 2 <SEP> 208 <SEP> - <SEP> 207,5 <SEP> 0, <SEP> 065
<tb> 82 <SEP> 4-F <SEP> 4-CF, <SEP> CH, <SEP> 2 <SEP> 189 <SEP> - <SEP> 190 <SEP> 3,7
<tb> 83 <SEP> 4-Cl <SEP> 4-CF3 <SEP> CH3 <SEP> 2 <SEP> 224 <SEP> - <SEP> 225 <SEP> 2, <SEP> 2
<tb>
<Desc/Clms Page number 17>
Tabelle III (Fortsetzung)
EMI17.1
<tb>
<tb> AdjuvansBei- <SEP> Schmelz- <SEP> Arthritis <SEP>
<tb> spiel <SEP> X <SEP> Y <SEP> R <SEP> n <SEP> punkt. <SEP> C <SEP> (ED50%)2
<tb> 84 <SEP> 4-CF3 <SEP> H <SEP> HCF2CF2 <SEP> 2 <SEP> 188 <SEP> - <SEP> 189 <SEP> 2,4
<tb> 85 <SEP> 4-Cl <SEP> 4-CF3 <SEP> HCF2CF2 <SEP> 2 <SEP> 208 <SEP> - <SEP> 209 <SEP> 1,8
<tb> 86 <SEP> 2-Cl <SEP> 2-CI <SEP> HCFCF <SEP> 2 <SEP> 183 <SEP> - <SEP> 1840 <SEP> 0.
<SEP> 8 <SEP>
<tb> 87 <SEP> 4-F <SEP> H <SEP> HCF2CF2 <SEP> 2 <SEP> 228 <SEP> - <SEP> 229 <SEP> 0,027
<tb> 88 <SEP> 3-Cl <SEP> 3-CI <SEP> HCF2CF2 <SEP> 2 <SEP> 208 <SEP> - <SEP> 209 <SEP> 0,16
<tb> 89 <SEP> 4-Cl <SEP> 4-Cl <SEP> CHEF. <SEP> 1 <SEP> 203 <SEP> - <SEP> 2060 <SEP> 0. <SEP> 19 <SEP>
<tb> 90 <SEP> 4-CH3O <SEP> 4-CH3O <SEP> BrFCHCF2 <SEP> 2 <SEP> 187 <SEP> - <SEP> 188 <SEP> 2,4
<tb> 91 <SEP> 4-CH, <SEP> H <SEP> HCF2CF2 <SEP> 2 <SEP> 202 <SEP> - <SEP> 203 <SEP> 0.6
<tb> 92 <SEP> 3,4-OCH2O <SEP> 3,4-OCH2O <SEP> HCF2CF2 <SEP> 2 <SEP> 212 <SEP> - <SEP> 214 <SEP> 1,0
<tb> 16 <SEP> 4-CH3O <SEP> 4-CH3O <SEP> CH3SCH2 <SEP> 1 <SEP> 142,5 <SEP> - <SEP> 143.5 <SEP> 28
<tb> 93 <SEP> 4-CH3O <SEP> 4-CH3O <SEP> CH3COCH2 <SEP> 1 <SEP> 138 <SEP> - <SEP> 140 <SEP> 56
<tb> 94 <SEP> 4-CH3O <SEP> 4-CH3O <SEP> CH3SO2CH2 <SEP> 2 <SEP> 202 <SEP> - <SEP> 203 <SEP> 54
<tb> 95 <SEP> 4-CH,
<SEP> 0 <SEP> 4-CH, <SEP> 0 <SEP> CH3 <SEP> COCH2 <SEP> 2 <SEP> 134 <SEP> - <SEP> 135 <SEP> 18
<tb> 96 <SEP> H <SEP> H <SEP> CF, <SEP> 2 <SEP> 292 <SEP> - <SEP> 293.5 <SEP> 0,03
<tb> 97 <SEP> 4-F <SEP> 4-F <SEP> CF <SEP> 2 <SEP> 264 <SEP> - <SEP> 265 <SEP> 0,015
<tb>
1 Dieses biologische System wurde oben beschrieben
EMI17.2
Tabelle V Mit Adjuvans bei Ratten hervorgerufene Arthritis
EMI17.3
<tb>
<tb> ED50%. <SEP> mg/kg
<tb> Verbindung <SEP> von <SEP> Ausgebrochene <SEP> Nicht <SEP> ausgebrochene
<tb> Beispiel <SEP> Nr. <SEP> Arthritis <SEP> Arthritis
<tb> 18 <SEP> 1, <SEP> 5 <SEP> 2, <SEP> 3 <SEP>
<tb> 39 <SEP> 0.
<SEP> 2 <SEP> 0.06
<tb> 71 <SEP> 0, <SEP> 03 <SEP> 0, <SEP> 03 <SEP>
<tb> Phenylbutazon <SEP> 10 <SEP> 35
<tb> Indomethacin <SEP> 0.3 <SEP> 3
<tb> Cyclophosphamid <SEP> 10 <SEP> 1.5
<tb>
<Desc/Clms Page number 18>
Tabelle VI
Bestimmung von hämolytischen Plaques in Milzzell- suspensionen von arthritischen, nicht arthritischen und mit Medikamenten behandelten arthritischen Ratten
EMI18.1
<tb>
<tb> Durchschnitt <SEP> der
<tb> Plaque-bildenden
<tb> Verbindung <SEP> von <SEP> Orale <SEP> Tages-Zellen <SEP> pro <SEP> Million
<tb> Beispiel <SEP> Nr. <SEP> dosis, <SEP> mg/kg <SEP> Milzzellen <SEP> (N <SEP> = <SEP> 20) <SEP>
<tb> 17 <SEP> 1, <SEP> 5 <SEP> 197
<tb> 15 <SEP> 320
<tb> 35 <SEP> 0. <SEP> 1 <SEP> 788 <SEP>
<tb> 1, <SEP> 0 <SEP> 488
<tb> 67 <SEP> 0. <SEP> 03 <SEP> 499
<tb> 0.
<SEP> 3 <SEP> 439
<tb> Arthritische
<tb> Vergleichstiere <SEP> *-863 <SEP>
<tb> Nicht <SEP> arthritische
<tb> Vergleichstiere <SEP> *-323 <SEP>
<tb> Indomethacin <SEP> ** <SEP> 1. <SEP> 0 <SEP> 720
<tb> Cyclophosphamid <SEP> 5, <SEP> 0 <SEP> 25
<tb>
* Werte aus drei Versuchen gemittelt ** Werte aus zwei Versuchen gemittelt
<Desc/Clms Page number 19>
Tabelle VII
Anteil von B-Lymphozyten in Milzzellsuspensionen von arthritischen, nicht arthritischen und mit Medikamenten behandelten Ratten. bestimmt durch Fluoreszenz-
Antikörperfärbung
EMI19.1
<tb>
<tb> Verbindung <SEP> von <SEP> Orale <SEP> Tages-Durchschnitt <SEP> der
<tb> Beispiel <SEP> Nr. <SEP> dosis, <SEP> mg/kg <SEP> B-Zellen. <SEP> %
<tb> 17 <SEP> 1. <SEP> 5 <SEP> 37
<tb> 15 <SEP> 33
<tb> 35 <SEP> 0. <SEP> 2 <SEP> 39
<tb> 2. <SEP> 0 <SEP> 38
<tb> 67 <SEP> 0, <SEP> 03 <SEP> 40 <SEP>
<tb> 0.
<SEP> 3 <SEP> 43
<tb> 82 <SEP> 0. <SEP> 1 <SEP> 48
<tb> 1. <SEP> 0 <SEP> 42
<tb> Arthritische
<tb> Vergleichstiere <SEP> *-57 <SEP>
<tb> Nicht-arthritische
<tb> Vergleichstiere <SEP> *-42 <SEP>
<tb> Phenylbutazon <SEP> 20 <SEP> 53
<tb> Indomethacin <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> 57
<tb> Cyclophosphamid <SEP> 5 <SEP> 25 <SEP>
<tb>
* Gemittelte Werte von 7 Versuchen.
Zusätzlich zur entzündungshemmenden und immunoregulativen Wirksamkeit zeigten erfindungsgemäss hergestellte Verbindungen in einem Testverfahren analgetische Wirksamkeit. Diese zusätzliche Eigenschaft ist für die Behandlung von Arthritis und verwandten Erkrankungen erwünscht ; solche Verbindungen können jedoch auch allein zur Schmerzlinderung verwendet werden.
Die folgenden Verbindungen werden wegen ihrer analgetischen Wirksamkeit bevorzugt :
EMI19.2
worin R C1-C4-Alkyl, Mono- oder Polyhalogen-C1-C4-alkyl; X und Y, die gleich oder verschieden
EMI19.3
<Desc/Clms Page number 20>
der Massgabe, dass X und Y nicht für Wasserstoff stehen, wenn R, C 1-4-Alkyl oder C3-C4-Halogenalkyl bedeutet, wobei das Halogen in 3-oder 4-Stellung steht, und mit der weiteren Massgabe, dass X und Y nicht für p-OCH, stehen, wenn n den Wert 0 hat und R, für CH, steht.
Noch mehr bevorzugt sind jene Verbindungen, in denen R, = Polyhalogen-C -C,-alkyl ; X und Y, die gleich oder verschieden sind, = H, 2-Methoxy. 4-Methoxy. 2-Äthoxy, 4-Äthoxy, 2-Chlor oder 4-Chlor ; vorausgesetzt, dass mindestens eine der Gruppen X und Y = 4-Methoxy oder 4-Äthoxy ; n = 0, 1 oder 2.
Spezielle, für ihre analgetische Wirksamkeit bevorzugte Verbindungen sind die folgenden :
4, 5-bis-(4-methoxyphenyl)-2-(1,1,2-trifluoräthylsulfonyl)-i8midazol
4, 5-bis- (4-Methoxyphenyl)-2-(1,1,2,2-tetrafluoräthylsulfonyl)-imidazol
EMI20.1
(4-Methoxyphenyl)-2- (2. 2. 2-trifluoräthylthio)-imidazolPhenylchinon-Krümmtest
Ein Standardverfahren zur Feststellung und zum Vergleich der analgetischen Wirkung von Verbindungen dieser Reihe, bei welchem eine gute Übereinstimmung mit der Wirksamkeit beim Menschen besteht, ist der Standard-Phenylchinon-Krümmtest in der Modifikation von Siegmund, et al.. Proc.
Soc. Exp. Biol. Med. 95. 729 [1957]. Die Testverbindung, in l% iger Methylcellulose suspendiert, wurde fastenden (17 bis 21 h) weiblichen weissen Mäusen oral gegeben, u. zw. 5 bis 20 Tieren je doppeltem Blindversuch. 24 min danach wurde den Versuchstieren Phenylchinon (0, 01% iges wässeriges Phenyl-p-benzochinon) in einer Menge von 0. 20 ml je Maus intraperitoneal injiziert. Ab der 30. Minute nach Verabreichung der Testverbindung wurden die Mäuse während 10 min bezüglich des charakteristischen Streck- oder Krümmsyndroms beobachtet. das ein Anzeichen für den durch Phenylchinon hervorgerufenen Schmerz ist. Die wirksame analgetische Dosis für 50% der Mäuse (ED so) wurde nach der Methode der durchschnittlichen Bewegung gemäss W. R. Thompson. Bact. Rev.
11, 115 bis 145 [1947] berechnet ; für viele Verbindungen wurde auch die Zeit der Wirkungsspitze bestimmt. Die Werte sind nachstehend zusammengefasst :
EMI20.2
EMI20.3
<tb>
<tb> Spitze, <SEP> Zeit
<tb> R <SEP> n <SEP> ED <SEP> * <SEP> (min)
<tb> CHF2 <SEP> 2 <SEP> 1. <SEP> 5 <SEP>
<tb> CF <SEP> 2 <SEP> 0. <SEP> 045 <SEP> 240
<tb> CH <SEP> CF, <SEP> 1 <SEP> 0, <SEP> 86 <SEP> 60 <SEP>
<tb> CH2CF3 <SEP> 0 <SEP> 1. <SEP> 2 <SEP> 240
<tb> EH <SEP> CL <SEP> 2 <SEP> 0, <SEP> 58 <SEP> 60
<tb> CF2CH2F <SEP> 2 <SEP> 0, <SEP> 25 <SEP> 160
<tb> CF <SEP> 2 <SEP> CHF2 <SEP> 1 <SEP> 0. <SEP> 8 <SEP>
<tb> CF2CHF2 <SEP> 2 <SEP> 0. <SEP> 11 <SEP> IM <SEP>
<tb> CF2CHBrF <SEP> 2 <SEP> 2. <SEP> 8 <SEP>
<tb>
EMI20.4
<Desc/Clms Page number 21>
EMI21.1
EMI21.2
<tb>
<tb> Spitze.
<SEP> Zeit
<tb> X <SEP> y <SEP> R <SEP> n <SEP> ED50* <SEP> (min)
<tb> 4-CHO <SEP> 2-C1 <SEP> CF <SEP> CHF2 <SEP> 2 <SEP> 0. <SEP> 56 <SEP> 60
<tb> 4-CH3O <SEP> 0 <SEP> CF2CHF2 <SEP> 2 <SEP> 0. <SEP> 33 <SEP> 240
<tb> 4-C2 <SEP> Hs <SEP> 0 <SEP> H <SEP> CF2CHF2 <SEP> 2 <SEP> 0. <SEP> 95 <SEP> IM <SEP>
<tb> H <SEP> H <SEP> CF2CHF2 <SEP> 2 <SEP> 0,48 <SEP> 120
<tb>