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Die Erfindung betrifft eine elektronische Zeitschaltung mit einem Schwellwertschalter, einem Kondensator und einem diesen Kondensator ladenden Transistor mit Emitterwiderstand, die wie ein
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Durch die AT-PS Nr. 351850 wurde bereits ein elektronisches, mit einem RC-Kreis arbeitendes Frequenz-bzw. Drehzahlrelais bekannt, mit einer frequenzlinearen Skala für das Einstellorgan, bei welchem der Kondensator ebenfalls mittels eines einstellbaren Konstantstromes aufgeladen wird.
Weiters wurde durch die DE-OS 2051628 eine elektronische Kippschaltungsanordnung für zwei Kreise bekannt mit einem aus Widerstand, Kondensator und elektronischem schaltungspunktdefinierten Halbleiterschalter gebildeten zeitbestimmenden Glied, insbesondere für Zeitschalter, wobei zu dem Widerstands-Kondensator-Netzwerk ein zweiter, einen Spannungsteiler bildender, einstellbarer Widerstand geschaltet ist, der das Widerstands-Kondensator-Netzwerk beaufschlagt, und der durch eine einstellbare, zeitbestimmende Ladepotentialverschiebung am Kondensator einerseits einen eigenbestimmten Kurzzeitbereich und anderseits mit dem Widerstand des Netzwerkes einen Langzeitbereich im Zeitkreis bildet. Diese Zeitschaltung weist somit einen Knick auf und ermöglicht daher einen Langzeit- und einen Kurzzeitbereich.
Der Kurzzeitbereich wird hier durch einen Transistor
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jedoch dabei mit zeitlinearer eichbarer Einstellskala regelbar zu sein.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine elektronische Zeitschaltung oben zitierter Art vorzuschlagen, welche mit zeitlinearer, eichbarer Einstellskala regelbar ist.
Die Erfindung betrifft eine elektronische Zeitschaltung der eingangs erwähnten Art, bei der erfindungsgemäss die Basis des vorerwähnten Transistors an einem Spannungsteiler hängt, dessen eines Ende mit dem Pol der Hilfsspannung verbunden ist, an dem auch der Emitterwiderstand des Transistors hängt und dessen anderes Ende mit dem Pol der Hilfsspannung verbunden ist, an den der "kalte" Anschluss des Kondensators geschaltet ist.
Diese Schaltung stellt gegenüber dem bisher bekannt gewordenen Stand der Technik einen technischen Fortschritt insoferne dar, als sie eine Kombination aus eichbarem linearen Zusammenhang zwischen Drehwinkel des Regelwiderstandes und der Ansprechzeit bei gleichzeitiger Unabhängigkeit der Eigenschaften von der Versorgungsspannung der Schaltung und auch der Umgebungstemperatur mit einfachem Schaltungsaufbau aufweist. Die Vorteile dieser Schaltung kommen vor allem bei der industriellen Serienfertigung mit Einsatz von gedruckten Zeitskalen zum Tragen.
Gemäss einer Weiterbildung des Erfindungsgedankens kann der Teilzweig des Spannungsteilers, der die Basis des Transistors mit dem "kalten" Anschluss des Kondensators verbindet, einen Regelwiderstand mit linearer Einstellskala enthalten.
Hiedurch kann eine Veränderung der Verzögerungszeit in Stufen erreicht werden (Grossregelung). Es genügt, die Spannung, der der Strom proportional sein soll, an die Basis des Transistors und das vom Emitter abgewandte Ende des Regelwiderstandes (Emitterwiderstandes) zu legen.
In Weiterbildung des Erfindungsgedankens kann ein Justierwiderstand im äusseren BasisEmitter-Kreis des Ladetransistors vorgesehen sein.
Hiedurch ist eine kontinuierliche Verschiebung des Einstellbereiches (Feinregelung) erreichbar.
Nach einem weiteren Erfindungsgedanken kann in Reihe mit dem linearen Regelwiderstand ein fixer Widerstand geschaltet sein. Hiedurch kann eine Spreizung der Einstellskala erreicht werden.
Gemäss einem weiteren Vorschlag der Erfindung kann eine die Spannung am Kondensator begrenzende Diode (Zenerdiode) an den Kondensator angeschlossen sein.
Hiedurch werden die an den Kondensator angeschlossenen Schaltungsteile vor Beaufschlagung mit zu hoher Spannung geschützt. Die genannte Diode kann in Reihe mit der Spannung, die die obere Spannungsbegrenzung des Kondensators bestimmt, diesem parallel geschaltet sein oder es wird ihm einfach eine Zenerdiode parallel geschaltet.
Schliesslich kann erfindungsgemäss eine Diode im äusseren Stromkreis dieser Emitter-BasisStrecke geschaltet sein, wodurch der Temperaturgang der Emitter-Basis-Strecke des Transistors
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wenigstens zum Teil kompensiert werden kann.
Die nähere Erläuterung der Erfindung erfolgt an Hand der Zeichnungen, in der die Fig. 1 und 2 zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung darstellen.
Fig. 1 zeigt eine Grundschaltung. L-Signal am Eingang --E-- gibt die Aufladung des Kondensators --C-- mit dem vom Ladetransistor --T-- gelieferten Konstantstrom frei. Dieser Strom ist dem Wert des Emitterwiderstandes-R,-und der Spannung am Miderstand-R :- (Spannung am einen Spannungsteilerabschnitt) proportional, da ja der Spannungsabfall an-rider Spannung an-R t-entsprechen muss. Der Schwellwertschalter --Tg-- springt mit einem Ausgang --A-- auf L, wenn die Spannung am Kondensator --C-- den Schwellwert erreicht hat. Die zeitlineare Einstellskala (bei einem Einstellbereich von z. B. 1 bis 10 s ist der Drehwinkel des linearen Regelwiderstandes bzw. Potentiometers --R1-- von 1 nach 2 s gleich dem von z.
B. 9 nach 10 s) ergibt sich gemäss dem früher Gesagten aus dem Laden des Kondensators --C-- mit einem dem Verhältnis von R. zu R ; + R proportionalen Strom, wobei die Reihenschaltung --R1 und R2-- an der konstanten Speisespannung liegt und der lineare Widerstand-Ri-variiert wird.
Bei der Schaltung nach Fig. 2 gestattet die Umschaltung des Emitterwiderstandes-Rs-des
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3', R 3"-usw.zögerung, der Widerstand-Re-die Spreizung der Einstellskala und der veränderliche Widerstand - R -die kontinuierliche Verschiebung des Einstellbereiches, ähnlich wie sie mit der Umschaltung von-R 3-in groben Stufen erfolgt. Die Diode --D. -- kompensiert den Temperaturgang der Emitter-Basis-Strecke des Transistors --T--. Die Zenerdiode --Z-- begrenzt die Spannung am Kodensator --C--, also die Eingangsspannung des Schwellwertschalters --Tg--.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Elektronische Zeitschaltung mit einem Schwellwertschalter, einem Kondensator und einen diesen Kondensator ladenden Transistor mit Emitterwiderstand, dadurch gekennzeichnet, dass die Basis des vorerwähnten Transistors an einem Spannungsteiler hängt, dessen eines Ende mit dem Pol der Hilfsspannung verbunden ist, an dem auch der Emitterwiderstand des Transistors hängt und dessen anderes Ende mit dem Pol der Hilfsspannung verbunden ist, an den der "kalte" An- schluss des Kondensators geschaltet ist.