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Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Druckverminderung von Gasen mit einem durch eine nachstellbare Feder belastbaren Fühlerbalg und einer über ein Übertragungsglied mit der ersten Feder zusammenwirkenden Gegenfeder, die ein Absperrorgan für das Einlassrohr betätigt.
Eine derartige Einrichtung zur Druckverminderung ist aus der FR-PS Nr. 1. 055. 673 bekannt. Bei dieser Konstruktion wird der federbelastete Fühlerbalg einschliesslich der gesamten Regeleinrichtung von einem vakuumdichten und druckfesten Gehäuse umgeben. Durch die Verwendung eines festen Gehäuses wird die Druckverminderungseinrichtung aufwendig, und ausserdem wird durch die konstruktiv begrenzte Fühlerbalggrösse die Empfindlichkeit des Druckminderer herabgesetzt.
Die Erfindung bezweckt die Vermeidung dieser Nachteile und Schwierigkeiten und stellt sich die Aufgabe, eine Einrichtung der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, welche einen breiten Druckbereich erfasst und durch hohe Empfindlichkeit eine genaue Druckeinstellung ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die Einrichtung aus einer festen Grundplatte, die das Einlass- und Auslassrohr trägt, und dem die Grundplatte haubenförmig übergreifenden Fühlerbalg besteht, wobei die den Gasdruck innerhalb des Fühlerbalges regelnde nachstellbare Feder und Gegenfeder im Inneren des Fühlerbalges angeordnet sind und das Übertragungsglied zwischen den beiden Federn als Hebelarm ausgebildet ist, dessen freies Ende einen Ventilteller zum Verschluss des Einlassrohres trägt.
Durch den Wegfall eines festen Gehäuses bei der erfindungsgemässen Konstruktion können Bauvolumen und Gesamtgewicht wesentlich reduziert werden, wodurch Kosten bei der Herstellung gespart werden.
Vorzugsweise ist die Gegenfeder an einem ortsfesten, vorteilhaft mit der Grundplatte fest verbundenen Bügel befestigt und beispielsweise mittels einer Mutter unter konstanter Vorspannung gehalten.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Vorspannung der Feder mittels einer an der Grundplatte durch eine Balgmembran vakuumdicht befestigte Stellschraube regelbar. Dadurch ist es möglich, einen besonders breiten Druckbereich zu erfassen.
Eine weitere Ausführung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Vorspannung der Gegenfeder über eine an einem ortsfesten, vorteilhaft mit der Grundplatte fest verbundenen Bügel befestigte Stellschraube regelbar ist.
Vorzugsweise liegt die vorgespannte Gegenfeder mittels einer Abstützspitze, die durch eine zylindrische Hülse mit dem Fühlerbalg in Verbindung steht, auf dem Hebelarm auf.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden an Hand der Zeichnungen an bevorzugten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigt Fig. 1 die Schnittzeichnung einer Ausführungsform der erfindungsgemässen Druckverminderungseinrichtung und Fig. 2 die Schnittzeichnung einer andern Ausführungsform der erfindungsgemässen Lösung.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Druckminderer mit einem Hebelarm --2-- herrscht im Einlassrohr --14-- hoher Gasdruck ; dieser wird von dem durch die Balgmembrane --1-- begrenzten Niederdruckraum --19-durch einen an das Ende des sich um die an die Grundplatte --12-- befestigte Achse --4-- verdrehenden Hebelarmes --2-- befestigten Ventilteller --3-- getrennt. Der Ventilteller --3-- liegt auf dem am Ende des Einlassrohres-14-ausgebildeten Ventilsitz-15-auf.
Die Grösse des im Niederdruckraum --19-- herrschenden Druckes wird durch die Bewegung des Ventiltellers --3-- bestimmt, welche durch eine Krafteinwirkung hervorgerufen wird, die aus der auf die Balgmembran-l-wirkende Druckdifferenz aus Atmosphärendruck und im Niederdruckraum --19-herrschendem Druck und aus der resultierenden Federkraft gebildet wird. Diese Federkraft setzt sich aus der, mittels einer Stellschraube --6-- durch die vakuumdichte Balgmembran-7-vorgespannte auf dem linksseitigen Ende des Hebelarmes --2-- unmittelbar wirkende Feder --5-- und aus der mittels Bolzen - in einem Punkt am Hebelarm --2-- wirkende Gegenfeder --8-- zusammen, welche Gegenfeder-8sich an dem an der Grundplatte --12-- befestigten Bügel --10-- abstützt und mittels der Mutter --11-vorgespannt ist.
Zum Austritt des Gases aus dem Niederdruckraum dient das Auslassrohr --13--, welches mit dem zu füllenden Raum verbunden ist.
In Fig. 2 ist die Gegenfeder --8-- in der in der Membrane-l-ausgebildeten zylindrischen Hülse - -16-- ausserhalb des Niederdruckraumes --19-- angeordnet. Die Gegenfeder-8-wird durch die an dem an der Grundplatte --12-- starr befestigten Bügel --10-- angeordnete Stellschraube --18-- vorgespannt.
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Die Vorspannung der Feder --5-- wird in diesem Falle durch die gegenseitige Lage der Grundplatte --12-und des linksseitigen Endes des durch die Abstützspitze --17-- belasteten Hebelarmes --2-- bestimmt.
Aus den vorgeführten Beispielen geht klar hervor, dass der erfindungsgemässe Gasdruckregler eine ausserordentlich einfache Konstruktion aufweist und dass die Balgmembrane zugleich auch das Gehäuse des Reglers bildet.
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wendeten Spülgase, sowie die Regelung der Drücke der auf zahlreichen Gebieten der chemischen Industrie zur Verwendung gelangenden Gase hohen Reinheitsgrades.
Die Ausführung verfügt im Vergleich zu den herkömmlichen Gasdruckregler-Konstruktionen über zahlreiche Vorteile, so gewährleistet diese Ausführung eine maximale Grösse der Fühlerfläche und dadurch eine mit dem Druckminderer erreichbare maximale Empfindlichkeit.
Die erfindungsgemässe Ausführung bietet ausserdem die Möglichkeit, nach Belieben die Vorspannung der einen, der andern oder beider Federn verstellbar vorzusehen (s. die Zeichnungen), was die Erfassung eines breiten Druckbereiches sichert.
Die Ausführung kann vorteilhaft in Steuerschränken, jedoch auch ohne Einbau verwendet werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Druckverminderung von Gasen mit einem durch eine nachstellbare Feder belastbaren Fühlerbalg und einer über ein Übertragungsglied mit der ersten Feder zusammenwirkenden Gegenfeder, die ein Absperrorgan für das Einlassrohr betätigt, d a d u r c h g e k e n n z e i c h - net, dass die Einrichtung aus einer festen Grundplatte (12), die das Einlass- und Auslassrohr (14,13)
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Inneren des Fühlerbalges (1) angeordnet sind und das Übertragungsglied zwischen den beiden Federn (5,8) als Hebelarm (2) ausgebildet ist, dessen freies Ende einen Ventilteller (3) zum Verschluss des Einlassrohres (14) trägt.
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