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Die Erfindung betrifft ein Projektionsgerät mit Sofortbildeinrichtung unter Verwendung eines eine Lichtquelle und ein Objektiv enthaltendes Projektionssystems für Laufbildfilme, Dias, wobei das Bild gegebenenfalls auf eine Wand, einen Durchlichtschirm od. dgl. projizierbar ist.
Oftmals besteht seitens des Benutzers eines Projektionsgerätes für Laufbildfilme, Dias usw. bzw. seitens der Zuschauer der Wunsch, von projizierten Lichtbildern ein Papierbild zu besitzen. Dies trifft sowohl für Laufbildfilme als auch für Dias zu. Grundsätzlich ist es möglich, von diesen Positiven Papierbilder bzw. Abzüge herzustellen, doch ist dieses Verfahren, insbesondere für den Benutzer, relativ zeitraubend, da beispielsweise der Laufbildfilm aus dem Projektionsgerät ausgespannt werden muss und danach recht mühselig das entsprechende Einzelbild aufgesucht werden muss. Fernerhin ist es erforderlich, das entsprechende Einzelbild zu markieren. Die Ausarbeitung wurde dann über den Fachhandel durchgeführt, was wieder eine mehrtägige Wartezeit bedeutete.
Aus der DE-OS 2645588 ist eine Einrichtung bekannt, mit der eine Abbildung eines ersten Filmes auf einen zweiten Film übertragbar ist. Im Strahlengang der optischen Übertragungseinrichtung ist ein Ablenkspiegel angeordnet, über den die Abbildung betrachtbar ist.
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Projektionsgerät zu schaffen, bei dem etwaig gewünschte Papierbilder (Prints, Abzüge,...) unmittelbar während der Projektion bzw. unmittelbar danach hergestellt werden können, ohne dass mühselige Manipulationen mit dem Film durchzuführen sind.
Gemäss der Erfindung wird daher bei einem Projektionsgerät der eingangs erwähnten Art vorgeschlagen, dass eine Aufnahmeeinrichtung für dem projizierten Bild bzw. zumindest einem Teil des projizierten Bildes entsprechende Sofortbilder vorgesehen ist, und dass für die Durchführung der Aufnahme eines jeden Sofortbildes eine lediglich während der Aufnahme bzw.
während der Belichtung wirksame, die Abbildungsschärfe auf der lichtempfindlichen Schichte des zu belichtenden Sofortbildes erhöhende Einrichtung zur Aperturverringerung des Projektionssystems vorgesehen ist, wobei vorzugsweise die lichtempfindliche Schicht des Sofortbildes lediglich während der Aufnahme in der Schärfenebene des Projektionssystems angeordnet ist und dass gegebenenfalls für die Durchführung der Aufnahme eines Sofortbildes ein die Farbtemperatur des Lichtes der Projektionslichtquelle erhöhendes Filter in den Strahlengang, zumindest zur lichtempfindlichen Schichte des Sofortbildes, einbringbar ist.
Der Erfindung lag das Problem zugrunde, dass an ein Projektionssystem für die Abbildung von Laufbildfilmen, Dias, usw. auf eine Projektionswand, einen Durchlichtschirm usw. wesentlich andere Forderungen gestellt werden, als an ein Projektionssystem zur Durchführung von Belichtungen einer lichtempfindlichen Schicht eines Bildes. Für die Projektion auf eine Bildwand und einen Durchlichtschirm werden Abbildungssysteme mit möglichst grosser Lichtstärke bzw. möglichst grosser Apertur gewählt. Bekanntlich zeichnen derartige Abbildungssysteme aber nicht so scharf wie Abbildungssysteme geringerer Öffnung. Beispielsweise werden als Projektionsobjektive für Amateurfilmprojektoren Objektive mit einem Öffnungsverhältnis von 1 : 1, 2 verwendet.
Die Belichtung der lichtempfindlichen Schichte eines Bildes eines Sofortfilmpacks kann zur Erreichung einer möglichst scharfen Abbildung beispielsweise aber eine Öffnung von 1 : 5, 6 besitzen.
Zur Aperturverringerung des Projektionssystems werden folgende Lösungen vorgeschlagen : Verwendung einer Aperturblende, Austausch des Projektionsobjektivs, Verwendung einer Lichtquelle mit geringerer Apertur. Eine Aperturblende könnte beispielsweise in einfacher Weise durch eine Lochblende gegeben sein, die händisch oder gegebenenfalls auch elektromechanisch in den Strahlengang des Projektionsobjektivs geführt wird. Ist die Blende als verstellbare Aperturblende ausgebildet, so könnte die Steuerung auf einen bestimmten Blendenwert gegebenenfalls auch von einer Belichtungsregeleinrichtung durchgeführt werden, wodurch die Belichtung der lichtempfindlichen Schichte des Sofortbildes optimiert werden könnte.
Die üblicherweise verwendeten Halogenlampen als Projektionslampen weisen neben der relativ grossen Öffnung auch noch eine relativ geringe Farbtemperatur des emittierten Lichtes auf. Es ist daher gegebenenfalls erforderlich, das Licht im Sinne einer Farbtemperaturerhöhung zu filtern, was durch entsprechende Farbfilter durchgeführt werden kann, die ebenfalls für die Durchführung einer Aufnahme in den Strahlengang des Projektionsobjektivs eingebracht werden. Besonders vorteilhaft lassen sich Blitzlampen für die Belichtung des Sofortbildes einsetzen, da deren Licht die optimale Farbtemperatur aufweist. Falls erforderlich, kann hier ebenfalls eine Lochblende, beispielsweise zwischen Blitzröhre und Filmbühne, eingesetzt werden.
Sind Umlenkspiegel im Strahlengang des Projektionssystems vorgesehen, so können diese teildurchlässig ausgebildet sein und beispielsweise rotes Licht reflektieren und blaues Licht
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an die lichtempfindliche Schichte des Sofortbildes durchlassen. Die Anordnung der Aufnahmeeinrichtung für Sofortbilder kann vorteilhaft in einem Durchlichtprojektor angeordnet sein, dessen äussere Masse kaum durch Sofortbildeinrichtungen vergrössert wird. Grundsätzlich ist auch die Anordnung der Sofortbildeinrichtung mit einem sogenannten Monitor für einen üblichen Film-oder Diaprojektor möglich.
Die Erfindung ist in den Zeichnungen in mehreren Ausführungsformen beispielsweise dargestellt.
Fig. 1 zeigt schematisch ein Bildschirmprojektionsgerät für Laufbildfilme, das erfindungsgemäss ausgerüstet ist. Fig. 2 zeigt die Anordnung der Einrichtungen zur Durchführung von Sofortbildern in einem Durchlichtprojektionsgerät. Fig. 3 zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung in Form eines Adapters für einen Laufbildprojektor, wobei Fig. 4 den Adapter im Detail zeigt. Fig. 5 zeigt die elektromechanische Ausrüstung eines Laufbildprojektors, mit dem während der Projektion eines Laufbildfilmes Sofortbilder herstellbar sind. Fig. 6 stellt schematisch die Ausbildung eines Beleuchtungssystems mit verringerter Apertur dar.
In Fig. 1 ist mit --1-- ein Projektionsgerät für Laufbildfilme bezeichnet, bei dem die Laufbilder auf dem Durchlichtschirm --2-- abgebildet werden. Nach Öffnung des Deckels --3-- wird der Laufbildfilm der beispielsweise auf einer Spule oder in einer Kassette gelagert ist, in das Projektionsgerät eingebracht. Die Stromversorgung des Gerätes erfolgt über das Netzkabel--4--. An der Frontseite unterhalb des Durchlichtschirmes --2-- sind die Handhaben zur Bedienung des Gerätes in Form von Drucktasten --5-angeordnet. Mittels dieser Drucktasten werden die einzelnen Betriebsarten des Projektionsgerätes gewählt, beispielsweise Einfädeln des Filmes, Vorlauf, Rücklauf, schneller Vorlauf, schneller Rücklauf und gegebenenfalls auch Zeitlupengänge.
Die Taste --6-- ist als Suchtaste für ein bestimmtes Einzelbild vorgesehen, wobei die Steuereinrichtungen für den Antriebsmotor der Filmtransporteinrichtungen derart ausgebildet sind, dass durch kurzes Andrücken der Taste --6-- ein Transportfeld um ein Bild vorwärts und durch langes Betätigen der Taste --6-- ein Transportschritt um ein Bild rückwärts durchgeführt wird. Hiedurch kann jedes beliebige Einzelbild des Laufbildfilmes in einfacher Weise aufgesucht und zur Projektion gebracht werden, von dem gegebenenfalls ein"Papierbild" (Print) in Form eines Sofortbildes herstellbar ist. Derartige sogenannte Sofortbilder oder Selbstentwickelbilder stehen dem Benutzer in Form eines Filmpacks zur Verfügung und können über das Ladefach --7-- in das Projektionsgerät eingebracht werden.
Hat der Benutzer des Projektionsgerätes durch Betätigung der Tasten --5-- und insbesondere der Suchtaste --6-- jenes Laufbild am Schirm --2-- zur Abbildung gebracht, von dem er ein Sofortbild wünscht, so ist der Knopf --8-- zu betätigen. Hiedurch wird die Aufnahmeeinrichtung für Sofortbilder aktiviert. Die Auslösung der Aufnahme erfolgt durch Betätigung des Drucktasters --9--. Nach Ablauf der Belichtung und der Entwicklung des Sofortbildes wird dieses durch den Auswurfschlitz --10-- aus dem Projektionsgerät ausgeworfen und steht dem Benützer zur Verfügung. Aus Fig. 2 ist die Aufnahmeeinrichtung zur Herstellung von Sofortbildern entnehmbar. In Fig. 2 sind nur jene mechanischen bzw. optischen Elemente eingezeichnet, die zum Verständnis der Erfindung erforderlich sind.
Für den normalen Laufbildfilmbetrieb ist die Lichtquelle in Form der Glühlampe --11-- zur Durchleuchtung des Laufbildfilmes - vorgesehen. Das Wärmefilter --13-- schützt den Laufbildfilm --12-- vor Überhitzung. Vor dem Bildfenster --14-- ist das Projektionsobjektiv --15-- angeordnet. Der Verschluss --16-- in Form einer dreiflügeligen Blende wird vom Elektromotor --17-- angetrieben, der auch für den Antrieb der nicht dargestellten Transporteinrichtungen, wie Greifer, Zahnrollen, Wickelantriebe usw. vorgesehen ist. Um das Filmbild auf dem Durchlichtschirm --2-- projizieren zu können, ist im Strahlengang des Projek- tionsobjektivs --15-- der Spiegel --18-- angeordnet.
Der Antriebsmotor --17-- wird von der Steuereinrichtung --19-- mit Spannung versorgt. Die gewünschte Betriebsart wird wieder über die Tasten --5 und 6-- als Bedienungselement für die Steuereinrichtung --10-- gewählt.
Das Wärmeschutzfilter --13--, das Projektionsobjektiv --15-- und der Umlenkspiegel --18-- sind auf der Halteplatte --20-- montiert, die im Projektionsgerät-l-verschiebbar gelagert ist. Die Verschiebung der Halteplatte --20-- erfolgt mittels des Handgriffes --8--, der in Richtung des Pfeiles --21-- in die strichliert gezeichnete Position gezogen wird. Hiedurch wird das Wärmefilter --13--, das Projektionsobjektiv --15-- und der Umlenkspiegel --18-- aus dem Bereich des Bildfensters --14-- gebracht und gleichzeitig das zweite Objektiv --22-- vor das Bildfenster --14-- geführt. Hiezu ist das zweite Objektiv - ebenfalls auf der Halteplatte --20-- befestigt.
An Stelle des Wärmeschutzfilters --13-- ist durch die
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Verschiebung der Halteplatte --20-- die Blitzröhre --23-- hinter den Laufbildfilm --12-- geführt worden. Auch die Blitzröhre --23-- ist mit der Halteplatte --20-- starr verbunden. Das zweite Objektiv --22-- ist in seinen optischen Parametern derartig ausgebildet, dass die Abbildung auf dem Laufbildfilm auf die lichtempfindliche Schichte eines unbelichteten Sofortbildes des Filmpacks --24-- projiziert wird. Der Filmpack --24-- wurde, wie an Hand der Fig. 1 beschrieben, durch das Ladefach --7-- in das Projektions- gerät --1-- eingebracht.
Die Blitzröhre --23-- dient zur Durchleuchtung des Laufbildfilmes --12-- bei der Anfertigung eines Sofortbildes. Grundsätzlich ist es möglich, auch das Licht der Lampe --11-- zur Belichtung des Sofortbildes zu verwenden, doch ist dann die Farbtemperatur des Projektionslichtes an die Erfordernisse der lichtempfindlichen Schichte der Bilder des Filmpacks --24-- anzupassen. Hiezu wäre ein Filter usw. zu verwenden, das beispielsweise im Bereich des Filmfensters --14-- angeordnet werden könnte. Das Licht einer Blitzröhre hingegen (Xenonlicht od. dgl.) weist die richtige Farbtemperatur auf, wie sie für die Belichtung des Bildes des Filmpacks erforderlich ist. In vorteilhafter Weise ist vor der Blitzröhre --23-eine Blende --25-- vorgesehen, um eine zufriedenstellend scharfe Abbildung des Lichtbildes zu erreichen.
Die Lichtmenge, die zur Belichtung des Sofortbildes erforderlich ist, ist bei ordnungsgemäss erstelltem Laufbildfilmbild im wesentlichen konstant. Bei von der durchschnittlichen Helligkeit abweichender
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zutreffendeBlitzdauer der Blitzlampe --23-- gegeben. Hiezu ist der Steuereinrichtung --26-- ein Photowiderstand - zugeordnet, der vom Licht des auf dem Durchlichtschirm --2-- projizierten Bildes beaufschlagt wird. Es kann sich hiebei auch um das vom Durchlichtschirm --2-- reflektierte Licht handeln. Je nach der Grösse der gemessenen Helligkeit wird die Blitzdauer länger oder kürzer eingestellt. Die Auslösung des Blitzes erfolgt durch Betätigung des Tasters --9--.
Von der Belichtungsregeleinrichtung --26-- wird auch der Elektromotor --28-- in Gang gesetzt, der für den Antrieb der Entwicklungseinrichtung des Filmpacks - vorgesehen ist bzw. der nach Abschluss des Entwicklungsvorganges das Bild durch den Auswurfschlitz --10-- aus dem Projektionsgerät --1-- schiebt.
Grundsätzlich sind derzeit zwei Arten von sogenannten Sofortbildern bzw. Selbstentwickelbildern bekannt. Bei der ersten Art wird die lichtempfindliche Schichte im Auflichtverfahren belichtet ; bei der zweiten Art hingegen erfolgt die Belichtung im Durchlichtverfahren. Bei der Konstruktion der Aufnahmeeinrichtung eines Projektionsgerätes ist also insoweit Rechnung zu tragen, dass etwaige optische Systeme bzw. Umlenkspiegel derart angeordnet werden, dass im Hinblick auf den zu verwendenden Sofortbildtyp ein gegebenenfalls spiegelverkehrtes Bild am Film abgebildet werden muss. Beiden Arten von Sofortbildern ist im wesentlichen gemeinsam, dass die Entwicklungschemikalien in Form einer Paste unter einer relativ elastischen Deckschicht in einer Art Beutel gelagert sind.
Nach der Belichtung wird der Entwickelvorgang dadurch eingeleitet, dass nicht dargestellte Walzen, die vom Elektromotor --28-- gemäss Fig. 2 angetrieben werden, die Entwicklungspaste gleichmässig aus dem Beutel quetschen und über die belichtete Schichte schieben. In relativ kurzer Zeit erscheint danach die vom Laufbildfilm oder auch gegebenenfalls von dem Dia oder von einer sonstigen Vorlage abgeleitete Abbildung. Die Entwicklungspaste verbleibt stets innerhalb der Schichten des Sofortbildes.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 wird als Umlaufblende --16-- für die Laufbildprojektion eine Mehrflügelblende verwendet. Für die Durchführung einer Sofortbildaufnahme sind hiebei konstruktive Massnahmen zu setzen, die gewährleisten, dass die Umlaufblende stets in einer derartigen Position angehalten wird, dass der Strahlengang des Projektionslichtes tatsächlich freigegeben ist.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 ist das Projektionsgerät in Form eines Adapters mit einem Laufbildprojektor --29-- zusammengestellt, der an sich zur Projektion von Laufbildern im Auflichtverfahren auch an eine Projektionswand od. dgl. vorgesehen ist. Der Projektor --29-- besitzt einen Betriebs- artenschalter mit dem wieder die Betriebsart schneller Vorlauf, langsamer Vorlauf, Rückspulen usw. des Laufbildfilmes --12-- einstellbar ist. Der Laufbildfilm --12-- ist auf Spulen --31-- gelagert.
Durch die an Hand der Fig. 1 beschriebene Betätigung der Taste --6-- kann in einfacher Weise jedes beliebige Einzelbild zur Stehbildprojektion gebracht werden.
Das Projektionsgerät --1-- mit dem Filmpack --24-- ist auf einem flanschartigen Winkel --32-befestigt und weist eine Mattscheibe --33-- auf, auf der der Laufbildfilm bzw. seine Einzelbilder betrachtet werden kann bzw. können. In Fig. 4 ist das Projektionsgerät-l-in schematischer Draufsicht
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dargestellt, wobei ersichtlich ist, dass das durch das Projektionsobjektiv --15-- in das Projektionsgerät projizierte Bild auf den Umlenkspiegel --34-- fällt. Der Umlenkspiegel --34-- führt dann das Bild an die Rückseite der Mattscheibe --33--.
Der Umlenkspiegel --34-- ist als teildurchlässiger Spiegel ausgebildet, so dass ein Teil des Lichtes bzw. die Abbildung auch auf die lichtempfindliche Schichte eines Bildes des Filmpacks --24-- fällt. Vor dem Filmpack --24-- ist der Verschluss --35-- angeordnet, der als Rollverschluss ausgebildet ist. Die Belichtungszeit, d. h. die Dauer der Öffnungsphase des Rollverschlusses - -35--, ist im wesentlichen vorbestimmt. Für Korrekturen ist wieder die Belichtungsregeleinrichtung - -36--, der der Photowiderstand --27-- zugeordnet ist, vorgesehen, die gegebenenfalls den Rollverschluss steuert. Die Auslösung einer Aufnahme erfolgt ebenfalls über den Taster --9--.
Der Elektromotor --37-ist für den Antrieb des Rollverschlusses vorgesehen und ebenfalls von der Belichtungsregeleinrichtung - gesteuert. Es wäre denkbar, an Stelle eines elektrischen Antriebes für den photographischen Verschluss auch ein Federwerk mit Aufzugshebeln od. dgl. vorzusehen, wie es bei photographischen Stehbildkameras üblich ist. Die Antriebseinrichtungen für die Quetschwalzen zum Auftragen der Entwicklungspaste sind bei der Ausführungsform nach Fig. 3 bzw. 4 nicht dargestellt. Das Gehäuse des Projektionsgerätes --1-- ist mit dem kragenartigen Flansch --38-- zweiteilig ausgebildet und in diesem verschiebbar (Teil a). Ebenso ist der Kragen --38-- am winkelförmigen Flansch --32-- in Richtung des Pfeiles b verschiebbar gehalten.
Hiedurch ist der an der Mattscheibe --33-- bzw. an der lichtempfindlichen Schichte des Filmpacks --24-- abgebildete Ausschnitt der Abbildung frei wählbar.
Der teildurchlässige Umlenkspiegel --34-- kann an seiner Rückseite mit einer Filterschicht versehen sein, die die Farbtemperatur des Projektionslichtes des Laufbildprojektors --29-- erhöht bzw. an die Parameter des Filmpacks anpasst.
Das Projektionsgerät --1-- nach Fig. 3 bzw. 4 ist nicht nur mit einem Laufbildprojektor zusammenbaubar, sondern es ist auch denkbar, einen Diaprojektor, ein Episkop od. dgl. mit dem Aufnahmeteil zu versehen.
Auch bei der Ausführungsform nach Fig. 3 ist es erforderlich, die Umlaufblende des Laufbild- projektors'-29-in Offenstellung anzuhalten, um die ordnungsgemässe Belichtung des Stehbildes zu gewährleisten. Es ist aber gegebenenfalls wünschenswert, während der Projektion eines Filmes unverzüglich und spontan eine Stehbildaufnahme des gerade projizierten Bildes durchzuführen. Hiebei ist aber Sorge zu tragen, dass bei angetriebener beispielsweise dreiflügeliger Umlaufblende sichergestellt ist, dass lediglich Belichtungsphasen mit gleichem Bildinhalt zur Belichtung der lichtdurchlässigen Schichte des Sofortbildpacks herangezogen werden. Eine derartige elektromechanische Steuereinrichtung ist in Fig. 5 dargestellt.
Die dreiflügelige Umlaufblende --39-- ist drehfest mit der Hauptwelle --40-- des Projektors gekuppelt. Ebenso ist die Nocke --41-- drehfest mit der Hauptwelle --40-- verbunden. Die Nocke --41-wirkt mit dem Nockenfolger --42-- zusammen, der am Greiferarm --43-- befestigt ist. Durch die Nocke - wird der Transporthub der Greiferzähne --44-- gesteuert. Die Nocke --41-- ist derart in ihrer Drehstellung positioniert, dass bei Ende der Transportphase eines Einzelbildes --45--, d. h. also in der tiefsten Position des Greiferarmes --43-- bzw.
der Greiferzähne-44-, der Laufbildfilm --12-- angehalten und der Blendenflügel --46-- des Bildfensters --14-- freigibt. Vor dem Beginn eines neuerlichen Transportschrittes passieren noch die Blendenflügel --47 und 48-- das Bildfenster --14-- bzw. wird die Projektion des sich im Bildfenster --14-- befindlichen Bildes je dreimal unterbrochen.
Es sei angenommen, dass je nach Helligkeit des projizierten Bildes 1, 2 oder 3 Hellphasen eines Umlaufs der Blende --39-- zur ordnungsgemässen Belichtung erforderlich sind. Die Auswahl der Anzahl der Belichtungsphasen für ein Sofortbild kann in praktikabler Weise durch den Benutzer des Projektionsgerätes erfolgen, indem er bei der Betrachtung auf einer Mattscheibe auf einem Durchlichtschirm od. dgl. feststellt, ob das Bild beispielsweise dunkel, hell oder sehr hell ist. Je nach der Helligkeit wird er die Anzahl der Belichtungsphasen mittels der Handhabe --49-- wählen. Ist das Bild sehr dunkel, so werden, wie gesagt, drei Belichtungsphasen erforderlich sein, und die Handhabe --49-- ist in die gezeichnete Position zu setzen.
Um zu verhindern, dass der Beginn des Belichtungszyklus nicht in der Mitte oder am Ende der Bildprojektion beginnt, ist mit dem Greiferarm-43-- der Schalter-50-- gekuppelt, der den tatsächlichen Beginn der Projektion, also den Beginn der"Stehzeit"des Laufbildfilmes an die elektronische Belichtungssteuereinrichtung weiterleitet. Sieht nun der Betrachter beispielsweise auf der Mattscheibe --33-- eine Abbildung, von der er ein Sofortbild wünscht, so betätigt er den Taster --9--. Das
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Signal des Tasters --9-- bzw. der Wunsch nach einem Sofortbild wird im Flip-Flop --51-- gespeichert, dessen Ausgangssignal an das UND-Gatter --52-- geführt ist.
Wird dann der Kontakt --50-- durch den Greiferarm-43-- geschlossen, so schaltet das UND-Gatter --52-- durch und setzt das zweite Flip-Flop - -53--, dessen Q-Ausgang über die Verstärkerstufe --54-- das Relais --55-- erregt, das zur Auslösung eines von der lichtempfindlichen Schichte des Filmpacks angeordneten Verschlusses vorgesehen ist.
Jedem der Flügel --46, 47 und 48-- der Blende --39-- ist eine Nocke --56, 57 und 58-- zugeordnet, die über den Stössel-59-den Tastkontakt-60-betätigt. Die Nocken --56 bis 58-- sind in Drehrichtung der Blende --39-- stets am Beginn einer Dunkelphase an den Flügeln-46 bis 48-- angeordnet und steuern den Zähler --61--. Ist beispielsweise gemäss dem dargestellten Ausführungsbeispiel der Zählerstand 3 erreicht, so wird das Ausgangssignal des Zählers über den Leitungszug --62-- an den Rücksetzeingang der Flip-Flops --51 und 55-- geführt, wodurch das Relais --55-- entregt wird. In der Zählstufe --61-- ist eine interne Rücksetzungsleitung angeordnet.
Wurden aber beispielsweise nur zwei Belichtungsphasen vorgesehen, so wird das Relais für den Verschluss bereits nach zwei Hellphasen, also durch die Nocke - und den mit ihr zusammenwirkenden Tastkontakt-60-entregt. Wird eine Belichtungsdauer lediglich auf die Dauer einer Belichtungsphase eingestellt, so wird der Verschluss durch die Nocke --57-zugesteuert.
An Stelle der Nocken --56 bis 58-- könnte auch die Anzahl der Hellphasen durch einen in den
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dass nicht nur die Anzahl der Phasen durch den Photodetektor erfasst wird, sondern auch gleichzeitig die Szenenhelligkeit und aus der Szenenhelligkeit durch eine elektronische Recheneinrichtung die Anzahl der erforderlichen Hellphasen für die ordnungsgemässe Belichtung ermittelt wird. Würde der Beginn der Belichtung des Sofortbildpacks erst beispielsweise nach dem Passieren des Blendenflügels --47-- beginnen, so könnte bei einer erforderlichen Anzahl von drei Hellphasen eine Belichtung mit unterschiedlichen Abbildungen erfolgen, was zu einer unbrauchbaren Aufnahme führen würde.
Es ist denkbar, eine mechanische bzw. elektronische oder elektromechanische Speichereinrichtung vorzusehen, in die während der Projektion eines Filmes od. dgl. durch den Benutzer des Gerätes nur eingegeben wird, von welchen Bildern Sofortaufnahmen gewünscht werden, so dass ein kontinuierlicher Projektionsablauf, d. h. ungestört durch die Photoaufnahmen, erzielt wird. Bei einem neuerlichen Durchlauf können dann gemäss den gespeicherten Befehlen die Einzelbilder selbsttätig zur Projektion gebracht, gegebenenfalls länger angehalten und die Sofortaufnahmen durchgeführt werden. Insbesondere um den Film thermisch nicht zu überlasten, kann die Projektionslampe relativ knapp vor Beginn der Aufnahme, also einige Einzelbilder vor der Aufnahme, aktiviert und nachher wieder abgeschaltet werden.
Es können auch Massnahmen gesetzt werden, den Kontrast der belichteten Sofortbildaufnahme während der Entwicklung zu beeinflussen. Dies ist durch Temperaturveränderung, insbesondere Temperaturerhöhung zur Kontrasterhöhung möglich.
Fig. 6 zeigt schematisch die Anordnung der Projektionslampe --11-- eines Laufbild- oder Diaprojektors, deren Lichtstrahlen über den Umlenkspiegel --63-- an die Filmbühne geführt werden. Die Lampe - besitzt eine grosse Öffnung, was für die angestrebte grosse Helligkeit der Projektion auf einer Bildwand von Vorteil ist. Die Belichtung der lichtempfindlichen Schichte eines Sofortbildes erfolgt aber mittels der Blitzröhre --23--, die hinter der zentralen Öffnung --64-- des Umlenkspiegels --63-- angeordnet ist. Durch geeignete Bemessung der Grösse der Öffnung-64-- kann die Abbildungsschärfe des Filmbildes optimiert werden. Grundsätzlich ist es denkbar, dass für die Durchführung einer Sofortbildaufnahme die Projektionslampe --11-- nicht abgeschaltet werden muss.
Das Licht der Blitzröhre - besitzt darüber hinaus die geeignete hohe Farbtemperatur.
Vorteilhaft kann ein Rahmen zur Begrenzung der Abbildung in den Strahlengang des Projektionssystems eingebracht werden. Ist dieser Rahmen lagemässig veränderbar, so kann zumindest in gewissen Grenzen ein beliebiger Bildausschnitt zur Abbildung gebracht werden. So ist es beispielsweise bei einem als Interferenzspiegel ausgebildeten Umlenkspiegel des Projektionssystems denkbar, ihn (am Rand) mit einer Maske zu versehen. Dieser Umlenkspiegel sollte teildurchlässig sein und den durch die Maske gebildeten Rahmen auch auf der lichtempfindlichen Schichte abbilden. Durch Justierung des Spiegels mit der Maske kann dann der beliebige Bildinhalt zur Abbildung gebracht werden.
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Zu allen dargestellten Ausführungsbeispielen sei hervorgehoben, dass die Belichtungsregeleinrichtung nicht zwingend für die Herstellung brauchbarer Abbildungen mittels eines Sofortbildes erforderlich ist. Im wesentlichen wird man mit einer konstanten Belichtungsdauer das Auslangen finden. Je nach den gestellten Ansprüchen an die Sofortbilder wird man vielleicht in Abhängigkeit von der Helligkeit des Laufbildfilmes, Dias od. dgl. eine Lichtmengenkorrektur vornehmen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Projektionsgerät mit Sofortbildeinrichtung unter Verwendung eines eine Lichtquelle und ein Objektiv enthaltendes Projektionssystems für Laufbildfilme, Dias, wobei das Bild gegebenenfalls auf eine Wand, einen Durchlichtschirm od. dgl. projizierbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Aufnahmeeinrichtung für dem projizierten Bild bzw. zumindest einem Teil des projizierten Bildes entsprechende Sofortbilder (24) vorgesehen ist, und dass für die Durchführung der Aufnahme eines jeden Sofortbildes (24) eine lediglich während der Aufnahme bzw.
während der Belichtung wirksame, die Abbildungsschärfe auf der lichtempfindlichen Schichte des zu belichtenden Sofortbildes erhöhende Einrichtung (22,25, 63,64) zur Aperturverringerung des Projektionssystems vorgesehen ist, wobei vorzugsweise die lichtempfindliche Schichte des Sofortbildes (24) lediglich während der Aufnahme in der Schärfenebene des Projektionssystems angeordnet ist und dass gegebenenfalls für die Durchführung der Aufnahme eines Sofortbildes (24) ein die Farbtemperatur des Lichtes der Projektionslichtquelle (11) erhöhendes Filter (34) in den Strahlengang zumindest zur lichtempfindlichen Schichte des Sofortbildes (24) einbringbar ist.