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Die Erfindung betrifft einen Eis- oder auch Asphaltschiessstock mit einer kreisförmigen Grundplatte und einer an deren Unterseite befestigten Laufsohle aus Gummi- oder Kunststoff, die in der Nähe ihres Umfanges einen über ihre der Grundplatte zugewandten Anlagefläche vorstehenden ringförmigen Rand aufweist, wobei der Umfang der Grundplatte von dem Stossrand des Schiessstockkörpers glockenartig umfasst ist.
Ein Eisschiessstock unterscheidet sich von einem Asphaltschiessstock im wesentlichen nur durch die Ausgestaltung der Laufsohle. Während bei einem Eisschiessstock, der im Winter auf einer Eisbahn verwendet wird, die Unterseite der Laufsohle glatt ist und diese aus Gummi oder einem gummiähnlichen Kunststoff besteht, ist bei einem Asphaltschiessstock, der im Sommer auf Asphaltbahnen verwendet wird, die Laufsohle ausschliesslich aus Kunststoff hergestellt und weist radial verlaufende Vertiefungen auf. Bei beiden Arten von Schiessstöcken besteht jedoch die Grundplatte aus Sperrholz und trägt in ihrer Mitte ein Gewinde, in welches das untere Ende des Griffes des Schiessstockes einschraubbar ist. Mittels dieses Griffes wird gleichzeitig die Grundplatte mit dem Schiessstockkörper verbunden, der einen aus Metall bestehenden Stossrand aufweist.
Der Stossrand umfasst die Grundplatte an ihrem Aussenumfang, wobei jedoch zwischen dem Innenumfang des Stossrandes und dem Aussenumfang der Grundplatte ein Ringspalt vorhanden ist. Durch diesen Ringspalt können Wasser und Schmutz eindringen, und insbesondere das Wasser kann zu einer Beschädigung der aus Sperrholz bestehenden Grundplatte führen. Ausserdem ist die aus Kunststoff bestehende und die mit radialen Vertiefungen versehene Asphaltlaufsohle in ihrem an der Grundplatte anliegenden Randbereich niemals vollkommen eben, was auf die unterschiedliche Materialstärke im Bereich der Vertiefungen und im Bereich der übrigen Teile der Laufsohle zurückzuführen ist.
Infolgedessen liegen diese Kunststofflaufsohlen in ihrem Randbereich nicht vollkommen eben an der Grundplatte an und es kann hier Wasser zwischen Grundplatte und Laufsohle eindringen.
Weiterhin ist es auch bekannt, die Laufsohlen im Durchmesser grösser zu gestalten als die Grundplatte. Der vorstehende Abschnitt der Lauf sohle soll sich beim Verschrauben der Grundplatte mit dem Schiessstockkörper an die untere Fläche des Stossrandes anlegen. Dies ist jedoch nur dann möglich, wenn der Schiessstockkörper und die Grundplatte mit grosser Präzision gefertigt werden. Die Höhe der in dem Schiessstockkörper vorgesehenen Ausnehmung muss genau dem Abstand zwischen der oberen Endfläche der Grundplatte und dem vorstehenden Teil der Laufsohle entsprechen.
Werden die Teile nicht mit sehr grosser Genauigkeit gefertigt, was erheblich höhere Herstellungskosten zur Folge hätte, so liegt entweder der vorstehende Abschnitt der Laufsohle nicht an dem Schiessstockrand an oder die Anlage des vorstehenden Abschnittes am Schiessstockrand ist zu stark und er wird dann nach unten gedrückt. Ist die Laufsohle mit der Grundplatte verklebt, so kann sich hiedurch die Verklebung lösen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Eis- oder Asphaltschiessstock der eingangs erwähnten Art zu schaffen, bei dem die Umfangsfläche der Grundplatte sicher vor Wasser und Verschmutzung geschützt ist.
Dies wird nach der Erfindung dadurch erreicht, dass die Höhe des Ringrandes - gemessen von der Anlagefläche der Laufsohle - 3/4 bis 1/1 der Dicke der Grundplatte entspricht, dass der Ringrand zumindest in seinem oberen Abschnitt dicht an der Umfangsfläche der Grundplatte anliegt und dass die Grundplatte im Bereich des Ringrandes einen Durchmesser besitzt, der mindestens um die doppelte Dicke des Ringsrandes kleiner ist als der Innendurchmesser des Stossrandes des Schiessstockkörpers.
Dank dieser neuartigen Ausgestaltung der Laufsohle umschliesst deren Ringrand praktisch die ganze Umfangsfläche der Grundplatte. Es können also Wasser und Schmutz nicht mehr an die Umfangsfläche gelangen. Da der Ringrand zumindest an seinem oberen Teil dicht an der Umfangsfläche der Grundplatte anliegt, kann Wasser auch nicht zwischen beide Teile eindringen. Trotzdem können alle Teile des Eisoder Asphaltstockes mit den bisher üblichen Toleranzen hergestellt werden, so dass keine erhöhten Fertigungskosten entstehen. Der Ringrand verstärkt ausserdem die Lauf sohle in ihrem besonders gefährdeten Randbereich.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den übrigen Unteransprüchen gekennzeichnet.
Die Erfindung ist an Hand von mehreren in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
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einen Asphaltschiessstock mit verklebter Kunststofflaufsohle im Querschnitt und Fig. 3 einen Asphaltschiessstock mit verschraubter Kunststofflaufsohle im Querschnitt.
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In den Zeichnungen ist mit --1-- ein üblicher Schiessstockkörper bezeichnet, der einen aus Metall bestehenden Stossrand --2-- aufweist. Dieser Stossrand --2-- umfasst glockenartig eine aus Sperrholz bestehende Grundplatte --3--, an deren Unterseite --3a-- die Laufsohle --4-- befestigt ist. Diese Laufsohle --4-- besteht bei dem in Fig. 1 dargestellten Eisschiessstock aus Gummi oder einem gummi- ähnlichen Kunststoff. Die der Unterseite --3a-- zugekehrte Anlagefläche --4a-- der Laufsohle ist mit der Unterseite --3a-- verklebt. Die Laufsohle --4-- weist in der Nähe ihres Umfanges einen nach oben vorstehenden Ringrand --5-- auf, dessen Höhe --H1-- zirka 3/4 der Dicke --D-- der Grundplatte --3-entspricht.
Der Ringrand --5-- liegt bei diesem Ausführungsbeispiel an der ganzen Umfangsfläche --6-- der Grundplatte --3-- an. Die Grundplatte --3-- besitzt im Bereich des Ringrandes --5-- einen Durchmesser --D1--, der mindestens um die doppelte Dicke --d-- des Ringrandes --5-- kleiner ist als der Innendurchmesser --D2-- des Stossrandes --2--. Auf diese Weise schützt der Ringrand --5-- die gesamte Aussenfläche --6-- der Grundplatte vor Wasser und Verschmutzung. Trotzdem können die Grundplatte - und die aufgeklebte Laufsohle --4-- ohne Einhaltung enger Toleranzen mit dem Schiessstockkörper zusammengefügt werden, denn zwischen dem Ringrand --5-- und dem Innenumfang des Stossrandes --2-- kann ein genügend grosser Spalt verbleiben.
Bei Laufsohlen --4--, die aus Gummi bestehen, ist es vorteilhaft, wenn die Grundplatte --3-- an ihrer oberen Endfläche --3b-- einen über ihre Umfangsfläche --6-- um die Dicke --d-- des Ringrandes - -5-- vorstehenden Flansch --7-- aufweist, der selbst nur eine geringe Höhe --h-- von etwa 3 mm besitzt. Die obere Stirnfläche --5a-- des Ringrandes --5-- ist mit diesem Flansch --7-- verklebt. Auf diese Weise wird eine besonders haltbare Verklebung von Grundplatte --3-- und Laufsohle --4-- im besonders beanspruchten Randbereich erreicht.
Bei Laufsohlen aus einem steiferen Kunststoff, wie sie für Asphaltschiessstöcke verwendet werden, ist eine derartige zusätzliche Verklebung im Randbereich nicht erforderlich. Ein Asphaltschiessstock mit einer derartigen Kunststofflaufsohle --4'--, die ebenfalls mit der Grundplatte --3'-- verklebt ist, ist in Fig. 2 dargestellt. Die Ausbildung des Ringrandes --5'-- und aller übrigen Teile entspricht im wesentlichen der oben beschriebenen Ausbildung, mit dem einzigen Unterschied, dass der Ringrand --5'-- eine Höhe --H2-- aufweist, die nur ganz geringfügig kleiner ist als die Dicke --D-- der Grundplatte --3'--. Damit sich die
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obere Teil --5'b-- des Ringrandes --5'-- liegt dann an der Umfangsfläche --6'-- der Grundplatte an.
Auf diese Weise wird einerseits eine gute Abdichtung zwischen der Umfangsfläche --6'-- und dem Ringrand - erreicht, und anderseits kann sich die Kunststofflaufsohle bei Temperaturunterschieden gegenüber der Grundplatte --3'-- zusammenziehen oder ausdehnen, ohne von dem Ringrand behindert zu werden.
Das in Fig. 3 dargestellte Ausführungsbeispiel betrifft ebenfalls einen Asphaltschiessstock, bei dem die Kunststofflaufsohle --4"-- mittels Schrauben --8-- mit der Grundplatte --3"-- verbunden ist. Die übrige Ausgestaltung entspricht den vorangegangenen Ausführungsbeispielen, so dass sich hier eine nochmalige Beschreibung erübrigt.
Allen Ausführungsbeispielen ist gemeinsam, dass die Laufsohle --4, 4', 4"-- einen über den Ringrand --5, 5', 5"-radial nach aussen vorstehenden keilartigen Abschnitt --9-- aufweist, dessen Aussendurchmesser etwas kleiner ist als der Aussendurchmesser des Stossrandes. Es ist an sich üblich, die Laufsohlen im Durchmesser so gross zu machen, dass sie sich annähernd bis zum Aussendurchmesser des Stossrandes erstrecken. Da jedoch bei den erfindungsgemässen Laufsohlen der nach oben vorstehende Ringrand vorgesehen ist, ist es in diesem Zusammenhang wesentlich zu erwähnen, dass die Laufsohle auch noch einen über diesen Ringrand radial nach aussen vorstehenden Teil --9-- aufweist.
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