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Die Erfindung betrifft einen Strumpf, insbesondere therapeutischen Strumpf, mit einem in
Umfangsrichtung elastischen Beinteil, der elastische Garne aufweist, die ein elastomeres Filament enthalten, und einem oberen, aus einem elastischen Gurtbandmaterial bestehenden Abschlussband, das an dem Beinteil angenäht ist.
Strümpfe dieser Art haben üblicherweise ein ziemlich genau definiertes und eingestelltes Druckprofil, um auf die Venen des Beines einen vorbestimmten Druck auszuüben. Dieses Druck- oder Kompressions- profil hat häufig die Form eines Verdichtungsgrades, der vom Fuss zum Oberschenkel hin abnimmt. In gewissen Fällen ist es erwünscht, in bestimmten Bereichen des Druckprofils, beispielsweise um das Knie, eine ausgeprägte Abflachung zu haben, wodurch sich im Bereich unmittelbar oberhalb der Abflachung eine
Erhöhung der Druckkraft ergibt, jedoch die allgemeine Abnahme der Druckkraft von der Stelle oberhalb der Abflachung zum Oberschenkel hin aufrechterhalten bleibt.
Eine Schwierigkeit bei Strümpfen der vorstehend erwähnten Art besteht in einer unerwünschten
Umkehr oder Änderung dieses nach oben abnehmenden Druckprofils im Bereich des am oberen Strumpfende vorgesehenen elastischen Abschlussbandes, das üblicherweise verwendet wird, um den
Strumpf am Bein zu halten. Da diese Strümpfe typischerweise in nur wenigen Grössen angefertigt werden, tritt der unerwünschte Druck am Bein im Bereich des elastischen Abschlussbandes besonders dann stark auf, wenn die Strümpfe für Patienten benutzt werden, deren Oberschenkelumfang nahe oder sogar oberhalb des maximalen Oberschenkeldurchmessers liegt, für den die Strumpfgrösse vorgesehen ist.
Ein grosser Teil dieser Schwierigkeiten wurde bereits dadurch beseitigt, dass man ein unterbrochenes, elastisches Band mit einer zwischen den durchtrennten Enden des Bandes vorgesehenen weichen Gewebe- einlage verwendete.
Bei Strümpfen ohne einen derartigen Einsatz, und in geringerem Umfang auch bei Strümpfen mit einem solchen Einsatz, bewirkt der Strumpfaufbau in dem Bereich, in dem das elastische Abschlussband am Beinteil des Strumpfes befestigt ist, insbesondere bei nicht passendem Strumpf oder grossem Ober- schenkeldurchmesser, eine Aderpressung oder zumindest die Gefahr einer Aderpressung, was durch eine Markierung der Haut angezeigt wird, die durch einen ausgeprägten Wulst an der inneren Strumpffläche im Bereich der Befestigung des elastischen Bandes am Beinteil hervorgerufen wird. Dieser Wulst braucht für einen bestimmten Patienten nicht unbedingt eine Umkehr des Druckprofils zu erzeugen (der örtliche Druck an dem Wulst ist sehr schwer exakt zu messen).
Die Markierung der Haut ist jedoch unerwünscht und beunruhigt sehr häufig den Patienten oder den Arzt, da das Vorhandensein einer gefährlichen Druckumkehr vermutet wird.
Es ist nun Aufgabe der Erfindung, einen Strumpf zu schaffen, der die Markierung der Haut des Patienten und/oder eine Aderpresswirkung im oberen Strumpfbereich verringert. Dabei soll die Herstellung des Strumpfes billig und einfach sein, wobei unerwünschte Druckschwankungen im oberen Strumpfbereich vermieden werden.
Dies wird bei einem Strumpf, insbesondere einem therapeutischen Strumpf, mit einem in Umfangsrichtung elastischen Beinteil, der elastische Garne aufweist, die ein elastomeres Filament enthalten, und einem oberen, aus einem elastischen Gurtbandmaterial bestehenden Abschlussband, das an dem Beinteil angenäht ist, erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass am oberen Rand des Beinteiles ein einlagiger Befestigungsstreifen vorgesehen ist, an dessen nach aussen umgeschlagenem innenseitigem Randbereich das ebenfalls mit seinem innenseitigem Randteil anliegende Abschlussband mittels einer Überwendlichnaht befestigt ist.
Vorzugsweise ist der Befestigungsstreifen einstückig mit dem Beinteil ausgebildet und in Umfangsrichtung elastisch. Er kann einen ein elastomeres Garn enthaltenden elastischen Faden enthalten. In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung bilden die Überwendlichstiche eine zweifädige Naht bzw. einen zweifädigen Saum, die bzw. der mit Hilfe eines grossen Stichfingers und auf einer sogenannten Merrow-Nähmaschine hergestellt ist. Die Fäden können aus bauschigem Garn oder aus Stretch-Garn bestehen.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Figuren näher erläutert. Fig. 1 zeigt in einer Vorderansicht einen typischen therapeutischen Strumpf, Fig. 2 in einer Teilansicht schematisch einen vergrösserten Bereich eines typischen vorbekannten therapeutischen Strumpfes, Fig. 3 in einer Darstellung ähnlich Fig. 2 einen Strumpf gemäss der Erfindung im entlasteten Zustand, und Fig. 4 die Veränderung des Strumpfes gemäss Fig. 3 im gestreckten Zustand, etwa am Bein eines Patienten.
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des Strumpfes leichter in eine Ebene ziehen lässt, wie dies schematisch durch die ovale Form bei --18a-in Fig. 4 angedeutet ist. Wie bekannt, kann die Stichgrösse zweckmässigerweise durch Änderung der Stichfingergrösse verändert werden.
Der Grad dervergrösserung der Stichgrösse in einem erfindungs- gemässen Aufbau gemäss Fig. 3 gegenüber einem typischen vorbekannten Aufbau gemäss Fig. 2 ergibt sich beispielsweise aus den nachfolgenden Angaben über den Garnverbrauch bei Herstellung einer Naht zur Befestigung eines 30, 5 cm Bandes --14-- an einem Beinteil-12--. Bei Verwendung eines üblichen kleinen Stichfingers wurden 485 m Nadelfaden und 341, 6 m Greiferfaden verwendet, während bei Benutzung eines grossen Stichfingers zur Erzeugung von Stichen, wie sie schematisch in Fig. 3 dargestellt sind, 660, 4 m Nadelfaden und 449, 6 m Greiferfaden benötigt wurden.
Während in den Figuren angedeutet ist, dass sich die elastischen Fäden --20-- sowohl im Streifen - als auch im übrigen Beinteil --12-- und gegebenenfalls auch im Fussteil befinden, ist es klar, dass sie im Streifen --26-- auch fehlen können, so dass das Nähen in einem verhältnismässig unelastischen, einlagigen Saum erfolgt, der sich entlang des oberen Umfangs des Beinteils --12-- erstreckt.
Obwohl die Erfindung vorstehend an Hand eines Ausführungsbeispiels beschrieben wurde, ist es klar, dass sie nicht auf dieses Ausführungsbeispiel beschränkt ist, sondern dass auch andere Ausführungsbeispiele unter die Erfindung fallen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Strumpf, insbesondere therapeutischer Strumpf, mit einem in Umfangsrichtung elastischen Beinteil, der elastische Garne aufweist, die ein elastomeres Filament enthalten, und einem oberen, aus einem elastischen Gurtbandmaterial bestehenden Abschlussband, das an dem Beinteil angenäht ist, da-
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Befestigungsstreifen (26) vorgesehen ist, an dessen nach aussen umgeschlagenem innenseitigem Randbereich das ebenfalls mit seinem innenseitigem Randteil anliegende Abschlussband (14) mittels einer Überwendlichnaht (18) befestigt ist.
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