AT35051B - Künstliches stickstoffhaltiges Düngemittel. - Google Patents

Künstliches stickstoffhaltiges Düngemittel.

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AT35051B
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 für Zwecke der Pflanzenernährung, d. h. als   Stickstoffdüngmittel   in der Landwirtschaft zu verwerten. 



   Die Wirkung und der Nutzungswert der Cyanamid-Verbindungen im Vergleich zu den anderen, bisher in der Landwirtschaft verwendeten Stickstoffdüngmitteln wurden von Professor   Dr. Wagner-Darmstadt   und von Dr. Gerlach-Posen durch eine grosse Reihe vergleichender Versuche festgestellt, die sowohl in Vegetationsgefässen, wie auf dem Felde ausgeführt wurden. 



   Behufs Orientierung über das chemische und physikalische Verhalten. der Cyanamidverbindungen im Boden und unter Einwirkung der atmosphärischen Einflüsse machte Professor Wagner-Darmstadt zunächst eine Reihe von   Laboratoriumsversuchen.   Das für die Versuche angewendete Kalziumcyanamid hatte einen Gehalt von 20, 41% Stickstoff und 40, 75% Kalzium. 



  Es wurde festgestellt, dass zum Teil sehr bedeutende Stickstoffverluste unter Entwicklung von   Ammoniak   auftreten, wenn man das Kalkstickstoffpräparat angefeuchtet oder mit wenig feuchtem Sande vermengt, auf flachen Schalen ausgebreitet, längere Zeit der Luft aussetzt. Dagegen trat ein Verlust an Stickstoff nicht ein, wenn dem feuchten Gemisch Superphosphat zugefügt wurde. 



  Die Umwandlung des aus dem Kalkstickstoff gebildeten Ammoniaks in Salpetersäure (Nitrifikation) erfolgt in durchaus genügender Weise bis zu 96% des Gesamtstickstoffes, wenn man das Präparat mit ausreichenden Mengen Ackererde vermengte bezw.   verdünnte.   100 Teile Stickstoff in Form von Kalkstickstoff lieferten in diesem Falle   ebensoviel Salpetersäure,   wie 100 Teile in Form von Ammoniaksalzen gegebenen Stickstoffes. 



   Die analytischen Vorversuche fanden durch die Ergebnisse der in   Vegetationsgefässen   und auf freiem Felde angestellten   DÜngungsversucÌ1e   ihre volle Bestätigung. Die Vegetations- 
 EMI2.2 
 mitteln :   salpetersaurem   Natron, schwefelsaurem   Ammoniak,   Damaralandguano, Liitzeler Fleisch-   dünger,     Klärbeckenschlamm   und dem als Kalkstickstoff bezeichneten rohen   Kalziumcyanamid   gleiche Mengen Stickstoff für gleich grosse und auch im übrigen gleichmässig behandelte Flächen aufgebracht wurden : daneben   wurden   dann auch Kulturen   ohne htickstoffzugabe   durchgeführt. Der Boden war leichter Sand ;   für die Vegetationsversuche wurden Rüben.

   Gerste   und Hafer   verwendet.   



   Das Ergebnis der Vegetationsversuche war, dass der Kalkstickstoff ein für die   Landwirt-     schaft brauchbares Düngemittel   ist, welches fast so gut ausgenutzt wird wie   Ammonsulfat, Be-   
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 Am besten tritt die Wirkung bei nicht zu trockenem sandigen Boden hervor : zur Kopfdüngung   ist Kalkstickstoff nicht geeignet.  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Die Anwendung der durch Einwirkung von Stickstoff auf Carbide oder Carbidbildung. s- gemische der alkalischen Erden in der Hitze erhältlichen Produkte als Düngemittel.
AT35051D 1901-04-30 1904-05-27 Künstliches stickstoffhaltiges Düngemittel. AT35051B (de)

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