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Die Erfindung betrifft eine gewellte Seitenwand aus Gummi, Kunststoff od. dgl. für Förderbänder. Um die Förderleistung von Förderbändern zu erhöhen, ist es üblich, Seitenwände anzubringen, die auch seitli- ches Anhäufen von Fördergut gestatten. Um die Umlenkbarkeit des Förderbandes trotz der Seitenwände zu sichern, müssen diese dehn-bzw. aufweitbar ausgebildet sein. Im einfachsten Fall weist die Seitenwand eine von oben nach unten gleichbleibende sinusförmige Wellung auf. Bei derartigen Förderbändern besteht die Gefahr, dass sich in den Wellentälern in Förderbandnähe Ablagerungen des geförderten Gutes festset- zen. Um das zu vermieden, wurde bereits vorgeschlagen, die Seitenwände in diesem Bereich teilweise mit
Gummi aufzufüllen, so dass eine Abschrägung des Übergangsbereiches vom Förderband zur Seitenwand er- reicht ist.
Der Nachteil dieser bekannten Seitenwand besteht darin, dass sie infolge der Materialanhäufung im Wellental in diesem Bereich nur eine verminderte Aufweitbarkeit besitzt. Infolge der Umlenkung muss aber auf jeden Fall eine gewisse Aufweitung erzielt werden, die diesfalls nur durch Dehnung des Materials erreicht werden kann. Infolge der Forderung, dass bei der Umlenkung die Seitenwand möglichst abgeflacht sein soll, um Materialabsetzungen zu vermeiden, muss jedoch die ausgefüllte Innenseite des Wellentales eine bestimmte Geometrie haben, die mit der Forderung der möglichst dehnungsfreien Aufweitbarkeit nicht in
Einklang zu bringen ist. Daraus resultiert jedoch eine erhöhte DefektanfÅa1ligkeit derartiger Seitenwände.
Die Erfindung hat sich zum Ziel gesetzt, diese Nachteile zu beseitigen und eine gewellte Seitenwand für Förderbänder zu schaffen, die einerseits den Vorteil der Abflachung bei Umlenkung aufweist, die aber an- derseits in bezug auf ihre Defektanfälligkeit optimal konstruiert ist.
Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass im unteren, an das Förderband angrenzenden, etwa einem Drittel der Seitenwandhöhe entsprechenden Bereich - von innen gesehen-die Wellentäler nach innen, vorzugsweise bis etwa zu der durch Wellenberg und Förderband gebildeten Kante vorspringen und dass die Wellenberge eine - von innen gesehen - nach aussen in Richtung zum Förderband zunehmende Wandstärke aufweisen. Durch diese Ausbildung kann bei der Umlenkung eine gewünschte Aufweitung der Wellentäler auch in dem Bereich, wo die Wandstärke vorspringt, d. h. die Abflachung bewirkt, erfolgen. Um trotz dieser
Materialschwächung die erforderliche Stabilität der gewellten Seitenwand zu erhalten, sind die Wellenberge unten dicker ausgebildet.
Diese erhöhte Wandstärke der Wellenberge spielt jedoch nicht diese negative Rolle wie die bekannte Materialverdickung der Wellentäler, da gemäss der Erfindung die Erhöhung der Wand- stärke der Wellenberge genau den Erfordernissen der Umlenkung angepasst werden kann, ohne zugleich auch geometrisch auf die sonst erforderliche Abflachung Rücksicht nehmen zu müssen. Wesentlich ist auch, dass die erfindungsgemässe Ausbildung es ermöglicht, den vorspringenden Wellentalbereich so weit nach oben hin auszubilden, dass eine echte Abflachung bei Umlenkung erreicht wird. Dies ist deshalb möglich, weil gleichzeitig mit der Erreichung dieses Vorteiles nicht der Nachteil der Versteifung durch Verdickung der Wandstärke der Wellentäler eingehandelt wird.
Die nötige Festigkeit der Seitenwand wird dabei durch Erhöhung der Wandstärke der Wellenberge in derem unteren Bereich sichergestellt. Der Längsschnitt der Wellen kann dabei eventuell von oben nach unten kontinuierlich zunehmend ausgeführt sein, so dass eine erhöhte Belastbarkeit beim Rückführen des Förderbandes gegeben ist. Dabei wird das Förderband nämlich häufig nur über Rollen geführt, wobei das Gewicht von den gewellten Seitenwänden getragen wird. Diese sollen dabei nicht nach aussen weggebogen werden und sollen natürlich auch nicht einknicken, um einerseits Beschädigungen hintanzuhalten und anderseits auch zu vermeiden, dass die gegebenenfalls zwischen den Seitenwänden auf das Förderband aufgesetzten Querstollen mit den Rollen in Konflikt geraten.
Um bei Verwendung von Querstollen eine möglichst lückenlose Anpassung an die Seiten der gewellten Seitenwand zu erreichen, ist es zweckmässig, wenn die Wandstärke der Wellenberge nur nach aussen zu- nimmt, während die Innenseite der Wellenberge in einer Normalebene auf das Förderband liegt. Es ergibt sich dadurch die Möglichkeit zu einer 100% i n Einpassung von Querstollen. Gegebenenfalls können dieWellungen der Seitenwand auch in einem gewissen Winkel zur Förderrichtung des Förderbandes ausgeführt sein, d. h. sie müssen nicht unbedingt normal auf das Förderband stehen. In diesem Fall können dann die Querstollen in demselben Winkel an der Scheitelerzeugenden der Wellenberge anliegen, wodurch eine besonders vorteilhafte Ausführung erreicht ist.
Bei besonders adhäsionsfreudigem Fördergut ist es zweckmässig, wenn der vorspringende Bereich der Wellentäler im Querschnitt einer vom ursprünglich auf das Förderband normalen Verlauf abweichenden konkaven Kurve folgt. Dadurch ergibt sich bei der Umlenkung eine relativ günstige Streckung und schon allein durch diese Streckbewegung ein Abschütteln von haftendem Fördergut.
Bei gröberem, weniger adhäsionsfreudigem Fördergut ist es jedoch auch möglich, dass der vorspringende Bereich der Wellentäler im Querschnitt gegenüber dem ursprünglich auf das Förderband normalen Vorlauf einen dazu stumpfwinkelig ausgebildeten, etwa geraden Verlauf aufweist.
Für höhere Förderleistungen werden auch höhere Seitenwände benötigt. Um dann die erforderliche Stei- figkeit noch zu gewährleisten, sollen die Förderbandmaterialien von vornherein härter sein. Gleichzeitig empfiehlt es sich dann, was auch die Lebensdauer günstig beeinflusst, wenn der Wellenzug der Seitenwand etwa einen sinusförmigen Verlauf hat. Es ist auch möglich, dass sich die Amplitude der Wellung von unten
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nach oben zu vom Förderband weg vergrössert. Ebenso ist es auch möglich, dass der Wellenzug der Seitenwand aus rechteckigen Wellen mit abgerundeten Kanten besteht. Eine derartige Ausführungsform eignet sich mehr für niedrigere Seitenwände.
Sie birgt gewisse Vorteile bezüglich der Herstellung, da derartig herge- stellte Formen in der Anschaffung wirtschaftlicher sind.
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zunimmt, weniger Einfluss entfalten zu lassen im bezug auf die Aufweitbarkeit im Umlenkbereich, ist es zweckmässig, wenn, gegebenenfalls in periodischen Abständen von mehr als einer Wellenlänge, die Breite der Wellentäler grösser ist als die der Wellenberge.
Wie bereits angedeutet, kann die Verringerung der
Breite der Wellenberge im Vergleich zu der der Wellentäler auch nur jeden zweiten, dritten oder vierten Wellenberg stattfinden, so dass eine Anpassung an die von der Förderanlage hergestellten Erfordernisse mög- lich ist, Ebenso ist es auch möglich, die Breite etwa zweier benachbarter Wellenberge zu verringern, die nachfolgenden Wellenberge jedoch in derselben Breite auszuführen wie die Wellentäler und erst dann wieder zwei Wellenberge verkleinerter Breite vorzusehen. Auch jede andere entsprechende Variationsmöglichkeit
Ist Im Sinne der Erfindung möglich.
Eine weitere Möglichkeit um die Steifigkeit bzw. Aufweitbarkeit der erfindungsgemässen Seitenwand zu beeinflussen, besteht darin, dass, gegebenenfalls in periodischen Abständen von mehr als einer Wellenlänge, die Grösse der Amplitude der Wellentäler bzw. der Wellenberge schwankend ausgeführt wird. Bei kleinerer Amplitude der Wellenberge kann deren grössere Wandstärke dazu ausgenutzt werden, um die nötigen stati- schen Gegebenheiten sicherzustellen, um eine Rückführung des Förderbandes stehend auf denSeitenwän- den ohne zusätzliche Rollenunterstützung noch zu sichern.
Um eine einfache und möglichst dichte Befestigung von Querstollen auf dem Förderband zwischen den erfindungsgemässen Seitenwänden zu ermöglichen, ist es von Vorteil, wenn sie innen unten auf der Höhe der Scheitel der Wellenberge gerade abschliessen. Es kann daher der Querstollen einfach rechteckig ausgebil- det sein und braucht nicht gesondert eingepasst zu werden. In Fällen, wo eine besonders feste Verbindung der Seitenwand mit dem Förderband gefordert wird, kann jedoch der innere Fuss der Seitenwand auch vorspringen, um eine grössere Kontaktfläche zu bieten.
Um für das nachträgliche Ankleben der erfindungsgemässen gewellten Seitenwand an ein Förderband eine genügend grosse Kontaktfläche zur Verfügung zu haben, ist es zweckmässig, wenn sie aussen unten eine die Scheitel der Wellentäler überragende Fussleiste aufweist, in die die sich unten verdickende Wand der Wellenberge ausläuft.
Um dieRissanfälligkeit, die infolge der Aufweitung bei Umlenkung gegeben ist, möglichst herabzusetzen, kann der über dem vorspringenden Bereich der Wellentäler liegende Teil der Seitenwand eine fortlaufende Gewebeverstärkung besitzen. Auch der Abrieb der Oberkante der Seitenwand ist dann besonders gering.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand der Zeichnungen beispielhaft näher erläutert :
Es zeigen: Fig.1 eine perspektivische Ansicht eines Förderbandes mit erfindungsgemässen gewellten Seitenwänden, Fig. 2 eine Seitenwand im Querschnitt, und die Fig. 3 bis 6 in Aufsicht.
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gewellt ausgebildet und weisen von der Innenseite her gesehen Wellentäler --3-- und Wellenberge --4-- auf.
Die Wellentäler besitzen unten einen vorspringenden konkaven Bereich --5--. Die Wellenberge --4-- besitzen aussen einen Bereich zunehmender Wandstärke, während sie innen in einer senkrechten Ebene zum För- derband--2-verlaufen. Während die Seitenwand --1-- innen mit der Scheitelerzeugenden der Wellenberge --4-- direkt an das Förderband --2-- unter Ausbildung eines rechten Winkel anschliesst, besitzt die Seitenwand aussen eine Fussleiste-7-. Dadurch wird eine verbreiterte Kontaktfläche zum Förderband --2-- geschaffen, wodurch die Verbindung zwischen Seitenwand-l-und Förderband --2-- begünstigt ist.
Sowohl die Seitenwände --1-- als auch das Förderband--2--weist eine Gewebeverstärkung --8,9-- auf, wobei die Gewebeverstärkung --8-- der Seitenwände --1-- nur im geraden Bereich der Seitenwände vorliegt.
Die Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch eine Seitenwand --1-- mit Wellental --3-- und Wellenberg --4--, wobei der vorspringende Bereich --10-- gerade ausgebildet ist.
Die Seitenwand-l-gemäss Fig. l besitzt eine sinusförmige Wellung mit einem innen vorspringenden Bereich --11-- und einem äusseren Bereich --12-- zunehmender Wandstärke der Wellenberge.
Bei der in Fig. 4 dargestellten Seitenwand --1-- weist jeder Wellenberg --14-- eine geringere Breite als jedes Wellental--13-- während laut Fig. 5 nur jeder zweite Wellenberg --14-- eine geringere Breite als die Wellentäler --13-- aufweist. Dazwischen liegt immer ein Wellenberg der die gleiche Breite wie das Wellental--13-- aufweist.
Bei der in Fig. 6 dargestellten Seitenwand ist die Amplitude jedes zweiten Wellentales geringer, wodurch eine verbesserte Höhensteifigkeit erreicht werden kann.