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Die Erfindung betrifft eine gekapselte Brennkraftmaschine zum Antrieb von Kraftfahrzeugen, deren
Wasserkühler einen als Axialgebläse ausgebildeten, vor einer stirnseitigen Luftübertrittsöffnung in die
Kapsel angeordneten Lüfter aufweist. Es ist bekannt, die Kapsel der Brennkraftmaschine bis zum
Wasserkühler heranzuführen, so dass dieser die stirnseitige Kapselöffnung bildet und der Lüfter innerhalb der Kapsel angeordnet ist (DE-OS 2403254). Dabei muss die gesamte durch den Wasserkühler tretende Luft die Brennkraftmaschinenkapsel durchströmen.
Da insbesondere bei stärkeren Brennkraftmaschinen grosse
Luftmengen erforderlich sind, anderseits aber die die Brennkraftmaschine umschliessende Kapsel den freien
Strömungsquerschnitt beträchtlich verengt, ergeben sich hohe Leistungsverluste, und es ist auch mit einer gesteigerten Geräuschentwicklung zu rechnen, weil die notwendige grosse Luftmenge nur durch ein entsprechend hohes Druckgefälle erreicht werden kann.
Es ist zwar auch schon bekannt, den Wasserkühler und den als Axialgebläse ausgebildeten Lüfter vor der Stirnseite der Brennkraftmaschine anzuordnen und dabei in der Kapselstirnwand eine Luftübertritts- öffnung vorzusehen (DE-OS 2632167). Der Lüfter liegt dabei aber mit ganz geringem Abstand vor der lotrechten Stirnwand der Brennkraftmaschinenkapsel, und die mit einem kurzen, scharfkantigen Kragen versehene Luftübertrittsoffnung dieser Stirnwand hat im Vergleich zur Lüfternabe einen so geringen
Innendurchmesser, dass sie bloss den Durchtritt der Lüfterwelle vom Motor her ermöglicht, aber kaum für einen genügenden Lufteintritt in die Kapsel zu dienen vermag.
Die Brennkraftmaschinenkapsel bleibt daher ohne ausreichende Belüftung, und es ergeben sich auch für das Wasserkühler-Lüfteraggregat ungünstige Verhältnisse, weil die lotrechte Kapselstirnwand wie eine Prallwand wirkt und sich keine strömungsgünstige Luftumlenkung um die Kapsel ergibt.
Schliesslich ist es bekannt, die Kühlluft für den Wasserkühler zur Gänze ausserhalb der Kapsel der
Brennkraftmaschine abzuführen und zur Belüftung des Kapselinneren ein eigenes Gebläse mit einem zusätzlichen Luftzuführungskanal vorzusehen (AT-PS Nr. 308475), dessen Eintrittsöffnung in der Regel unterhalb des Wasserkühlers liegt. Hier ergeben sich zwar verhältnismässig günstige Verhältnisse für die Wasserkühlung einerseits und die Kapselbelüftung anderseits, es ist aber der erforderliche technische
Aufwand wegen des zusätzlichen Gebläses mit dem eigenen Luftzuführungskanal beträchtlich erhöht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Mängel zu beseitigen und eine gekapselte Brennkraftmaschine der eingangs geschilderten Art zu schaffen, bei der einerseits eine gute Schall- dämmung und Belüftung der Brennkraftmaschine, anderseits aber eine Absenkung des Leistungsbedarfs für die Kühlung ohne wesentliche Erhöhung des technischen Aufwandes erreichbar sind.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass die Brennkraftmaschinenkapsel zur stirnseitigen Luftübertrittsöffnung mit gerundetem Übergang sich halsartig verengend vorgezogen ist und dass diese Luftübertrittsöffnung zur ausreichenden Belüftung der Brennkraftmaschinenkapsel einen den Durchmesser der Lüfternabe wesentlich übersteigenden, aber kleiner als der Aussendurchmesser des Lüfters bemessenen Innendurchmesser besitzt.
Es wird also die vom radial inneren Teil des Lüfterrades geförderte Kühlluftmenge durch die Luftübertrittsöffnung in die Brennkraftmaschinenkapsel gedrückt und gleichzeitig die vom übrigen Bereich des Lüfterrades geförderte Kühlluftmenge an der Kapselaussenseite abgeführt, wobei sich durch das halsartige Vorziehen der Kapselstirnwand günstige Strömungsverhältnisse ergeben. Obwohl eine ausreichende Belüftung der Brennkraftmaschinenkapsel stattfindet, wird kein zusätzliches Gebläse benötigt und es erfolgt auch keine Erhöhung der Leistungsverluste des Lüfters, weil nur jene relativ geringe Luftmenge in die Brennkraftmaschinenkapsel strömt, die zur Wärmeabfuhr von der Brennkraftmaschine ausreicht und kein hohes Druckgefälle benötigt.
Die beträchtlich grössere, aussen um die Brennkraftmaschinenkapsel abströmende Kühlluftmenge findet keinen unzulässig hohen Widerstand.
Um die Strömungsverluste im Kapselinneren zu verringern, ist die Brennkraftmaschinenkapsel innen mit einer in den die Luftübertrittsöffnung bildenden Hals vorragenden, etwa der Halsform angepassten Luftleitwand versehen. Besonders zweckmässig ist es, wenn der gegebenenfalls aus zwei oder mehreren Blöcken bestehende Wasserkühler in Strömungsrichtung hinter dem Lüfter in einem um die Brennkraftmaschinenkapsel bzw. deren Hals gebildeten, ringförmigen Luftkanal angeordnet ist, dessen grösserer Eintrittsdurchmesser dem Aussendurchmesser des Lüfters entspricht. In diesem Fall tritt in die Brennkraftmaschinenkapsel Frischluft und nicht bereits durch den Wasserkühler vorgewärmte Luft ein.
Dazu kommt noch eine Diffusorwirkung im ringförmigen Luftkanal, auf Grund deren Energierückgewinn die Lüfterleistung herabgesetzt werden kann. Ausserdem lässt sich auf diese Weise die Gesamtbaulänge der Brennkraftmaschine mit dem Kühlaggregat verkürzen.
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In den Zeichnungen sind in den Fig. l und 2 zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes im vertikalen Längsschnitt schematisch dargestellt.
Unter dem Fussboden --1-- des Fahrerhauses eines Lastkraftwagens ist eine wassergekühlte Brennkraftmaschine --2-- in einer eigenen Kapsel --3-- angeordnet. Gemäss Fig.1 befindet sich hinter dem Kühlergrill --4-- ein Wasserkühler --5-- mit einem als Axialgebläse ausgebildeten Lüfter --6--. Die Brennkraftmaschinenkapsel --3-- bildet einen zum Lüfter --6-- hin vorgezogenen Hals --7-- mit entsprechend abgerundetem Übergang, wobei die stirnseitige Luftübertrittsöffnung --8-- des Halses --7--
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etwa der Halsform angepasste Luftleitwand --9-- vorgesehen.
Der vom Lüfter --6-- erzeugte Luftstrom wird zum grösseren Teil um die Brennkraftmaschinenkapsel --3-- herum abgeführt und dringt zum kleineren Teil durch ie Luftübertrittsöffnung --8-- in die Brennkraftmaschinenkapsel --3-- ein, wobei sich jeweils strömungsgünstige Übergänge ergeben.
Nach Fig. 2 ist der ringförmige oder in zwei oder mehrere Blöcke aufgeteilte Kühler-Sa-hinter dem Lüfter --6-- in einem um die Brennkraftmaschinenkapsel --3-- bzw. deren Hals --7-- gebildeten ringförmigen Kanal --10-- angeordnet, dessen grösserer Eintrittsdurchmesser dem Aussendurchmesser des Lüfters --6-- entspricht. Die Lufteintrittsöffnung an der Fahrzeugfront kann mit schallabsorbierenden Einsätzen --11-- ausgestattet sein. Es empfiehlt sich auch, bei beiden Ausführungsbeispielen den Hals - und die Luftleitwand --9-- mit schallabsorbierenden Belägen zu versehen.