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Die Erfindung bezieht sich auf eine Antriebsanordnung für einen Feldhäcksler, mit einem
Keilriemen-Reibrad-Getriebe, bei dem durch Achsabstandsveränderung die Drehrichtung umkehrbar ist und die Antriebsseite des Keilriemen-Reibrad-Getriebes mit einem Reduzier- und Verteilergetriebe eine
Getriebeeinheit bildet, die mehrere Abtriebswellen für den Antrieb der Einzugsorgane des Feldhäckslers aufweist.
Eine derartige Antriebsanordnung ist bekannt (DD-PS Nr. 66982). Das Keilriemen-Reibrad-Getriebe besteht dabei aus zwei Riemenscheiben, die über einen Keilriemen verbunden sind. Die getriebene
Riemenscheibe kommt zum Stillstand, wenn der Keilriemen entspannt wird. Sie kehrt ihre Drehrichtung um, wenn sie schliesslich als Reibrad in Kontakt mit der treibenden Riemenscheibe kommt. Für diese
Verstellbewegung dient eine von einer Feder belastete Verstelleinrichtung. Diese greift in Richtung der
Verbindungslinie der Achsen der beiden Riemenscheiben an Schwenkhebeln an, die an ihrem frei schwenkbaren Ende die Welle der auch als Reibrad dienenden Riemenscheibe tragen und an ihrem andern
Ende um eine hiezu parallele Achse schwenkbar sind. Auf dieser ortsfesten Achse sitzt ein über einen
Kettentrieb angetriebenes Zahnrad.
Die gesamte Anordnung ist unmittelbar neben der einen Seitenwand des Feldhäckslers angeordnet.
Bekannt ist auch eine Antriebsanordnung für einen Feldhäcksler mit einem Keilriemen-Reibrad-Ge- triebe (DE-OS 2011420), bei der das Keilriemen-Reibrad-Getriebe mit Mehrstufenriemenscheiben versehen ist, die zwischen sich einen Keilriemen ausspannen. Dabei laufen die Mehrstufenriemenscheiben in gleicher
Drehrichtung um. Auf den Achsen der Mehrstufenriemenscheiben sind überdies Reibräder befestigt.
Vermindert man nun den Achsabstand auf die oben erläuterte Weise, so wird auch hier der Keilriemen entspannt und die Reibräder kommen mit ihren Umfangsflächen in Reibkontakt. Dadurch wird die Drehrichtungsumkehr bewirkt. Hiefür ist nur das Reibrad schwenkbar angeordnet. Das Verteilergetriebe macht die Schwenkbewegung nicht mit. Weiter ist die Abtriebswelle des Keilriemen-Reibrad-Getriebes über Kettentriebe mit den Einzugwalzen des Feldhäckslers verbunden.
Solche Kettentriebe sind aber ungünstig, weil sie besonders Verschmutzung und Verschleiss ausgesetzt sind und deshalb ständiger Wartung bedürfen. Ausserdem wird durch die Kettentriebe die Zugänglichkeit zu den Einzugs-und Presswalzen, sowie zur Gegenschneidenverstellung erschwert.
Es ist auch schon bekannt (AT-PS Nr. 307783), sämtliche Antriebselemente eines Feldhäckslers in einem geschlossenen Ölbadgehäuse unterzubringen. Dabei handelt es sich jedoch nicht um ein Verteilergetriebe, das Bestandteil eines Reibradgetriebes ist.
Bekannt ist auch schon ein Feldhäcksler (AT-PS Nr. 275225), bei dem ebenfalls Kettentriebe die Antriebsfunktionen übernehmen und die gesamte Antriebseinheit unmittelbar neben den Einzugs- und Presswalzen des Feldhäckslers angeordnet ist. Das Reibradgetriebe besteht dabei aus einem stationären, getriebenen Reibrad und einem treibenden Reibrad. Dieses ist Bestandteil eines schwenkbaren Umkehrgetriebes. Die Drehrichtung der Antriebswelle stimmt mit der Schwenkrichtung des Umkehrgetriebes überein, so dass die Antriebsmomente das Andrücken der Reibrolle unterstützen. Die Keilriemenscheiben werden jedoch nicht mit verschwenkt.
Wegen des unmittelbaren Anbaus der gesamten Antriebseinheit an die Seitenwand des Feldhäckslers ist auch die Verwendung von Gelenkwellen nicht möglich. Überdies treten die oben angegebenen Nachteile der Verwendung von Kettentrieben auch hiebei ein.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Konstruktion vorzuschlagen, die auf Grund der verwendeten Konstruktionselemente und ihrer Anordnung die Wartung vereinfacht und die Zugänglichkeit verbessert. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die aus einem Reibrad, einer Keilriemenscheibe und dem Verteilergetriebe bestehende Getriebeeinheit mit seitlichem Abstand von den Einzugs- und Presswalzen des Feldhäckslers angeordnet ist, und als Ganzes um eine am Maschinenrahmen angeordnete, horizontal und quer zur Umlaufebene des Keilriementriebes liegende Schwenkachse schwenkbar ist, und dass die Antriebsverbindung zwischen Verteilergetriebe und Einzugsorgane durch Gelenkwellen gebildet ist.
Durch den seitlichen Abstand der Gesamtanordnung von den Einzugs-und Presswalzen sind nunmehr Kettentriebe mit ihrer Wartungsanfälligkeit und der Behinderung der Zugänglichkeit nicht mehr erforderlich. Es können vielmehr die angegebenen Gelenkwellen zwischen Verteilergetriebe und Einzugsorgane eingesetzt sein. Diese Gelenkwellen erlauben auch die notwendige Verschwenkbarkeit der als Ganzes verschwenkbaren Getriebeeinheit. Mit Kettentrieben wäre eine solche Beweglichkeit ausgeschlossen. Die Wartungsanfälligkeit ist vermindert. Die Zugänglichkeit in jedem Fall gegeben.
Dennoch
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undMehrstufenriemenscheiben --16 und 17--, von denen die Mehrstufenriemenscheibe --16-- koaxial zum
Reibrad --13-- auf der Antriebswelle des Verteilergetriebes --12-- angeordnet ist, wogegen die
Mehrstufenriemenscheibe --17-- auf der Achse des Reibrades --14-- sitzt. Ein Hauptgetriebe --18-- weist zwei zueinander parallele Abtriebswellen --19 und 20-- auf. Die Abtriebswelle --19-- trägt die Mehrfachriemenscheibe-17-- und das Reibrad --14-- und dient überdies zum Antrieb der Messertrommel - über die Gelenkwelle --10--. Die Gelenkwelle --10-- kann zur Umkehr der Drehrichtung der
Messertrommel auf die Abtriebswelle-20-- umgesteckt werden. Das Getriebe --18-- treibt überdies unmittelbar das Gebläserad --21-- des Feldhäckslers an.
Es ist selbst über die Antriebswelle --22-- vom
Zugfahrzeug her angetrieben, wie das in Fig. 3 angedeutet ist.
Wesentlich ist nun, dass das Verteilergetriebe --12-- mit dem Reibrad --13-- und der Mehrstufen- riemenscheibe --16-- eine Getriebeeinheit bildet. Diese Getriebeeinheit weist mehrere Abtriebswellen auf, nämlich eine Abtriebswelle --23-- für die Gelenkwelle --7-- bzw. die Einzugswalze --2--, eine Abtriebs- welle --24-- für die Gelenkwelle --8-- bzw. die Presswalze --3-- und eine Abtriebswelle --25-- für die
Gelenkwelle --9-- bzw. die Glattwalze --5--, die ihrerseits zugleich das Vorsatzgerät-l-, also beispielsweise ein Maisgebiss antreibt. Das Verteilergetriebe --12-- weist ein geschlossenes Gehäuse auf, in dem die Untersetzungen für die erläuterten Antriebe in einem Ölbad wartungsfrei laufen.
Die Getriebeeinheit aus Verteilergetriebe --12--, Reibrad --13-- und Mehrfachriemenscheibe --16-- stellt eine in sich starre Einheit dar. Diese Getriebeeinheit ist am Maschinenrahmen nicht starr befestigt.
Vielmehr ist am Ölbadgehäuse des Verteilergetriebes --12-- ein Auge vorgesehen, das auf einer Schwenkachse --26-- sitzt, die ihrerseits am Maschinenrahmen befestigt ist. Die Schwenkachse --26-- liegt horizontal. Sie ist überdies quer zur Umlaufebene des Keilrimentriebes bzw. quer zur Fahrtrichtung des
Feldhäckslers angeordnet. Die Schwenkachse --26-- liegt weiter bezüglich des Schwerpunktes der
Getriebeeinheit exzentrisch. Sie ist vom Schwerpunkt aus in Richtung auf die Welle des Reibrades --14-- versetzt.
Die die Schwenkachse --26-- enthaltende Vertikalebene liegt somit zwischen der die Welle des
Reibrades --14-- enthaltenden Vertikalebene und derjenigen zu den vorgenannten Vertikalebenen parallelen Vertikalebene, die den Schwerpunkt der Getriebeeinheit enthält. Auf diese Weise hat die im
Schwerpunkt der Getriebeeinheit angreifende Schwerkraft die Tendenz, die Getriebeeinheit um die
Schwenkachse --26-- von dem Reibrad --14-- weg, in Fig. 4a also im Sinn des Uhrzeigers zu verschwen- ken. Dadurch spannt sich der Keilrimen --15--.
Weiter greift an der Getriebeeinheit, u. zw. am Ölbadgehäuse des Verteilergetriebes --12-- ein Stellglied --27-- an. In den Zeichnungen ist ein Hydraulikzylinder als Stellglied --27-- gezeigt. Der
Zylinder ist dabei in einem Anlenkpunkt --28-- am Maschinenrahmen angelenkt. Die Kolbenstange des
Hydraulikzylinders ist mit ihrem freien Ende in einem Anlenkpunkt-29-am Ölbadgehäuse des Verteilergetriebes --12-- angelenkt, u. zw. unter Ausbildung eines Hebels bezüglich der Schwenkachse - -26--. Durch Betätigen des Stellgliedes --27-- ist es nun möglich, die Getriebeeinheit gegen die Wirkung der Schwerkraft im Gegenuhrzeigersinn von Fig. 4a bzw. 4b zu verschwenken.
Dadurch entspannt sich der
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Die in den Fig. 4a und 4b eingezeichneten Pfeile geben die Drehrichtung an. Man erkennt, dass für die Drehrichtungsumkehr der Antriebswelle der Getriebeeinheit und damit ihrer Abtriebswellen --23 bis 25-ein Übergang aus der Stellung nach Fig. 4a in die Stellung nach Fig. 4b genügt, was eine direkte Umschaltung von Vorlauf auf Rücklauf darstellt.
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