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Die Erfindung betrifft eine Pumpe axialer oder halbaxialer Bauart, insbesondere vertikale Hauptkühlmittelpumpe, bei der das aus dem Leitapparat austretende Fördermedium zum seitlich angeordneten Druckstutzen durch einen das Tragrohr umgebenden Umlenkraum hindurchgeführt ist, dessen stetig gekrümmte Umlenkflächen zumindest teilweise von einem am Tragrohr befestigten, ringförmig geschlossenen Umlenkschild gebildet sind, das an der dem Druckstutzen abgekehrten Seite einen zum Leitapparat weisenden, den Umlenkraum in zwei Strömungskanäle unterteilenden keilförmigen Vorsprung besitzt.
Bei diesem bekannten Pumpentyp, der hauptsächlich als Hauptkühlmittelpumpe für Druckwasser- oder Siedewasserreaktoren eingesetzt wird, ist es zur Erzielung eines hohen Pumpenwirkungsgrades notwendig, das axial aus dem Leitapparat austretende Fördermedium mit geringen Verlusten in den horizontalen Druckstutzen der Pumpe umzulenken. Diesem Zweck dient der Umlenkschild, der mittels seines Keiles den Förderstrom in zwei Teilströme aufteilt, diese beiden Teilströme um das im Zentrum des Pumpengehäuses befindliche Tragrohr herumführt und in den Druckstutzen leitet, wobei dessen eigentliche, vom Fördermedium berühte Umlenkfläche stetig in die in das Pumpengehäuse eingegossenen beiden Strömungkanäle übergeht.
Dabei ist die eigentliche Umlenkfläche eine stetige Fläche von allgemeiner Gestalt, welche nur durch händisches Schleifen, u. zw. unter Zuhilfenahme von Blechschablonen, hergestellt werden kann.
Bei den ersten bekannten Pumpenausführungen, die sich solcher Umlenksehilde bedienten, war es von Nachteil, dass ausser der eigentlichen Umlenkfläche auch die Innen- und Aussenfläche des Umlenkschildes händisch geschliffen werden mussten, da sie ebenfalls eine Gestalt besassen, die einer maschinellen Bearbeitung nicht zugänglich war. Die Herstellung dieser Umlenkschilde war dementsprechend aufwendig und teuer.
Aus der DE-AS 1942762, der CH-PS Nr. 523428 und der US-PS Nr. 3, 732, 029 sind Pumpenausführungen mit Umlenkschilden der eingangs genannten Art bekanntgeworden, bei welchen zwar gewisse Teile der inneren und äusseren Mantelfläche der Umlenkschilde als Rotationsflächen ausgebildet sind, welche aber durch Flächenbereiche unterbrochen sind, die nicht aus Rotationsflächen bestehen, so dass auch nur gewisse Teile der Mantelflächen dieser Umlenkschilde einer maschinellen Bearbeitung zugänglich sind. Es fällt daher auch bei diesen bekannten Konstruktionen eine aufwendige händische Schleifarbeit an.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Pumpe der eingangs genannten Art zu schaffen, welche die Nachteile der bekannten Konstruktionen vermeidet und sich gegenüber diesen durch einen wesentlich verringerten Bearbeitungsaufwand auszeichnet. Zu diesem Zweck ist erfindungsgemäss vorgesehen, dass die innere und die äussere Mantelfläche des Umlenkschildes je als zusammenhängende, über die gesamte axiale Höhe des Umlenkschildes sich erstreckende, einer rotierenden spanabhebenden Bearbeitung zur Gänze zugängliche Rotationsflächen ausgebildet sind. Dadurch besteht die Möglichkeit, die gesamten Mantelflächen des Umlenkschildes in einer einzigen Einspannung auf einer Karusselldrehbank bzw. einem Bohrwerk zu bearbeiten, wobei jegliche händische Schleifarbeit an diesen Flächen entfällt.
In der Praxis bedeutet dies beispielsweise bei einem Umlenkschild von 1 bis 1, 2 m Durchmesser eine Ersparnis an händischer Schleif arbeit von etwa 150 bis 200 Arbeitsstunden je Pumpe, was etwa der Hälfte der früheren Gesamtbearbeitungszeit entspricht. In Anbetracht der hohen Lohnkosten für händische Schleifarbeiten sind also gegenüber den früheren Pumpenkonstruktionen beträchtliche Kostensenkungen zu erzielen. Durch die wesentlich verminderte Bearbeitungsdauer ergibt sich auch ein rationellerer Einsatz des vorhandenen Maschinenparks.
Aus der DE-OS 2231128 ist zwar noch eine Hauptkühlmittelpumpe für Druck- oder Siedewasserreaktoren bekannt, bei welcher jeweils ein ausgeprägter Zuströmraum und ein ebensolcher Abströmraum gemeinsam in einem zylinder- oder kugelähnlichen Druckgehäuse untergebracht sind, wobei wenigstens einer dieser Räume als Rotationsraum gestaltet ist. Zweck dieser Ausbildung ist hauptsächlich eine Verkleinerung des Containments eines Druckwasserreaktors sowie eine Verringerung des Wasserinhaltes des Reaktorkreislaufes. Die rotationssymmetrische Ausbildung der Zu- und Abströmräume ist wohl dazu vorgesehen, um die Innenflächen dieser Räume maschinell bearbeiten zu können, das Problem der Bearbeitung eines ringförmig in sich geschlossenen Umlenkschildes tritt aber im bekannten Fall nicht auf, weil die dort vorhandenen Umlenk- bzw.
Abströmschilde als einzeln in den Abströmraum eingesetzte Strömungsleitkörper ausgebildet sind.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen : Fig. 1 einen Axialschnitt einer Hauptkühlmittelpumpe nach der Erfindung, Fig. 2 einen Axialschnitt des Umlenkschildes der Pumpe nach Fig. l, gemäss der Schnittlinie A-B
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in Fig. 4, Fig. 3 einen gegenüber der Fig. 2 um 90 verdrehten Axialschnitt des Umlenkschildes, entsprechend der Linie C-D in Fig. 2, und Fig. 4 eine Draufsicht des Umlenkschildes gemäss der Linie E-F in Fig. 2.
Das mit einem axialen Saugstutzen --1-- versehene Gehäuse --2-- der Pumpe enthält die koaxial angeordnete Pumpenwelle --3--, an deren unterem Ende das Laufrad --4-- sitzt und die vom äusseren Tragrohr --5-- umgeben ist, das an seinem unteren Ende den Leitapparat --6-- trägt. Das äussere Tragrohr --5-- ist seinerseits am Pumpendeckel-- ?-- befestigt.
Am äusseren Tragrohr --5-- ist auch ein im wesentlichen ringförmiger Umlenkschild-8-angeschraubt, welcher an der dem seitlichen Druckstutzen --9-- der Pumpe gegenüberliegenden Seite einen Keil --10-- besitzt. Mittels dieses Keiles --10-- wird das über den Saugstutzen-l-in das Pumpengehäuse --2-- eintretende Fördermedium nach Durchströmen des Laufrades --4-- und des Leitapparates --6-- in zwei Teilströme aufgespalten, welche die beiden in das Pumpengehäuse --2--
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--11-- durchströmen.symmetrisch zu der durch die Längsachse der Pumpe und die Achse des Druckstutzens--9--bestimmten Vertikalebene und münden im Druckstutzen --9-- aus.
Wie aus den Fig. 2 bis 4 ersichtlich, ist die eigentliche Umlenkfläche --12-- des Umlenkschildes --8-eine stetige Fläche allgemeiner Gestalt, die allerdings aus zwei symmetrisch zueinander angeordneten Hälften besteht.
Hingegen sind die innere Mantelfläche --13-- und die äussere Mantelfläche --14-- des Umlenkschildes - je als zusammenhängende, über die gesamte axiale Höhe des Umlenkschildes --8-- sich erstreckende Rotationsflächen ausgebildet, die einer rotierenden spanabhebenden Bearbeitung zur Gänze zugänglich sind. Die betreffenden Flächen können leicht auf einer Karusselldrehbank in einer Einspannung hergestellt werden. Die obere Begrenzungsfläche --15-- des Umlenkschildes --8-- ist eine ebene Kreisringfläche.
Der Umlenkschild --8-- kann erforderlichenfalls auch aus mehreren Teilen zusammengesetzt sein.