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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Transportieren von Baumstämmen od. dgl. mittels eines Traktors mit einer am Traktor angeordneten Trommel zum Aufwickeln eines mit den Baumstämmen verbindbaren Zugorgans.
Es ist bereits bekannt, in unwegsamem Gelände Holzstämme derart zu befördern, dass sie von einem Traktor mittels sogenannter Streifketten am Boden schleifend nachgezogen werden. Hiebei ist das eine Ende jeder Streifkette mit dem Traktor, beispielsweise mit der durch die Traktorhydraulik heb- und senkbaren Ackerschiene desselben, verbunden, wogegen das andere Ende in der Regel einen Haken aufweist, dessen Spitze in den Holzstamm eingeschlagen wird. An Stelle des Hakens kann aber selbstverständlich auch irgendeine andere Vorrichtung vorgesehen werden, die ein Befestigen der Streifkette an einem Holzstamm od. dgl. ermöglicht. In der Regel sind mehrere Streifketten nebeneinander mit dem Traktor verbunden, wobei bis zu 20 Ketten vorgesehen sein können.
Bei der bekannten Anordnung wird stets die ganze Länge der Streifketten vom Traktor am Boden schleifend nachgezogen, u. zw. auch dann, wenn keine Holzstämme od. dgl. an den Streifketten angehängt sind. Dies bringt wesentliche Nachteile mit sich. So verwickeln sich die unbelastet nachgezogenen Streifketten immer und müssen vor dem Anhängen von Holzstämmen od. dgl. immer erst mühsam entwirrt werden. Weiteres besteht die Gefahr, dass sich die Streifketten an Hindernissen, beispielsweise an Wurzeln, während der Fahrt verhängen und erst wieder gelöst werden müssen. Beim Rückwärtsfahren oder Wenden des Traktors bringen die lose vom Traktor nachgezogenen Schleifketten die Gefahr einer Beschädigung des Traktors und vor allem auch eine beträchtliche Unfallgefahr mit sich.
So fährt häufig der Traktor auf die mit einer Spitze zum Einschlagen in die Holzstämme od. dgl. versehenen Haken am Ende der Streifketten auf, wodurch eine Beschädigung der Reifen des Traktors erfolgt. Ausserdem können sich die Streifketten um die Radachsen des Traktors wickeln, eine Blockierung der Räder bewirken und schliesslich reissen, wobei das abgerissene Stück weggeschleudert werden kann und hiebei herumstehende Personen verletzen kann.
Es ist auch bekannt, an der Rückseite eines Traktors eine Seiltrommel anzuordnen, auf der ein einziges Zugseil aufgewickelt werden kann, mittels welchem über eine spezielle Kupplung mehrere um die zu transportierenden Baumstämme geschlungene Seilschlingen verbindbar sind. Mit dieser bekannten Anordnung ist es aber nicht möglich, in Abständen am Erdboden liegende Baumstämme nach und nach aufzunehmen und gemeinsam zu transportieren. Diese bekannte Anordnung dient lediglich dazu, die Baumstämme mittels der motorisch angetriebenen Seiltrommel in den Bereich des Traktors heranzuziehen.
Es sind weiters Vorrichtungen zum Verladen von Baumstämmen od. dgl. auf die Ladefläche eines Fahrzeuges bekannt, bei welchem mittels über Umlenkrollen geführter Seile, die auf motorisch angetriebenen Seilwinden aufwickelbar sind, die Baumstämme auf die Höhe der Ladefläche angehoben werden können.
Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, eine Vorrichtung zum Transportieren von Baumstämmen od. dgl. mittels eines Traktors zu schaffen, bei der mehrere Baumstämme mittels gesonderter Zugorgane am Boden schleifend nachgezogen werden können, wobei Beschädigungen oder Verletzungen durch die nicht benötigten Zugorgane mit Sicherheit vermieden werden. Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, dass mehrere mit den Baumstämmen verbindbare Streifketten vorgesehen sind, von welchen jede unmittelbar an einer Trommel befestigt ist, die durch eine Feder in Drehrichtung belastet ist. Eine derartige Ausbildung der erfindungsgemässen Vorrichtung bringt den Vorteil mit sich, dass die unbelasteten Streifketten sofort durch die Feder auf die Trommel aufgewickelt werden und daher nicht mehr lose über ihre ganze Länge vom Traktor nachgezogen werden.
Diese Streifketten können sich daher weder verwickeln noch an irgendwelchen Hindernissen verhängen und werden im eingerollten Zustand auch nicht beschmutzt, so dass stets ein sauberes Arbeiten möglich ist. Sollen Holzstämme od. dgl. an die Streifketten angehängt werden. so ist es lediglich nötig, jede Streifkette von der Trommel entgegen der Kraft der Feder auszuziehen. wobei diese Federkraft so bemessen ist, dass das Ausziehen der Streifkette durch eine Bedienungsperson möglich ist. Es ist daher auch bei Anordnung einer grossen Anzahl von Streifketten nebeneinander nicht erforderlich, diese Streifketten vor dem Verbinden mit Holzstämmen od. dgl. erst zu entwirren, wodurch eine beträchtliche Unfallgefahr mit sich gebracht wird.
So besteht die Gefahr, dass der Traktor auf die mit einer Spitze zum Einschlagen in die Holzstämme od. dgl. versehenen Haken am Ende der Streifketten auffährt, wodurch eine Beschädigung der Reifen des Traktors erfolgt. Ausserdem können sich die Streifketten um die Radachsen des Traktors wickeln, eine Blockierung der Räder bewirken und schliesslich
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reissen, wobei das abgerissene Stück weggeschleudert werden kann und hiebei herumstehende Personen verletzen kann.
Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, diese Nachteile zu vermeiden. Die Erfindung besteht hiebei im wesentlichen darin, dass das Ende jeder Streifkette auf einer am Traktor drehbar gelagerten Trommel befestigt ist, die durch eine Feder in Drehrichtung belastet ist. Eine derartige Ausbildung der erfindungsgemässen Vorrichtung bringt den Vorteil mit sich, dass die unbelasteten Streifketten sofort durch die Feder auf die Trommel aufgewickelt werden und daher nicht mehr lose über ihre ganze Länge vom Traktor nachgezogen werden. Diese Streifketten können sich daher weder verwickeln noch an irgendwelchen Hindernissen verhängen und werden im eingerollten Zustand auch nicht beschmutzt, so dass stets ein sauberes Arbeiten möglich ist.
Sollen Holzstämme od. dgl. an die Streifketten angehängt werden, so ist es lediglich nötig, jede Streifkette von der Trommel entgegen der Kraft der Feder auszuziehen, wobei diese Federkraft so bemessen ist, dass das Ausziehen der Streifkette durch eine Bedienungsperson möglich ist. Es ist daher auch bei Anordnung einer grossen Anzahl von Streifketten nebeneinander nicht erforderlich, diese Streifketten vor dem Verbinden mit Holzstämmen od. dgl. erst zu entwirren, wodurch eine beträchtliche Einsparung an Arbeitszeit erzielt werden kann. Eine Beschädigung des Traktors oder eine Verletzung von Personen durch die nicht mit den Holzstämmen od. dgl. verbundenen lose nachgezogenen Streifketten ist bei der erfindungsgemässen Vorrichtung unmöglich, da diese Streifketten nach dem Entfernen, der Haken od. dgl. aus den Holzstämmen sofort aufgewickelt werden.
Zweckmässig ist jede Streifkette auf einer eigenen Trommel befestigt, wobei die Trommeln um eine gemeinsame Achse drehbar gelagert sind. Eine solche Anordnung ermöglicht es, bei Verwendung einer grösseren Anzahl von Streifketten auch nur einige dieser Streifketten für den Transport von Holzstämmen od. dgl. zu verwenden, wobei dann die nicht verwendeten Streifketten auf ihren Trommeln aufgewickelt bleiben.
Um ein exaktes Aufwickeln jeder Streifkette auf der Trommel sicherzustellen und um ein Durchdrehen der Trommel bei bereits aufgewickelter Streifkette durch die Feder zu verhindern, ist gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung jede Trommel mit einem Führungsorgan für die Streifkette ausgestattet.
Vorteilhaft ist es hiebei, wenn jede Trommel in einem Gehäuse angeordnet ist, das mit einer Öffnung zum Hindurchführen der Streifkette versehen ist. Das Gehäuse schützt nicht nur die Trommel und die auf der Trommel aufgewickelte Streifkette, sondern die Gehäuseöffnung bildet auch gleichzeitig das Führungsorgan für die Streifkette, so dass ein gesondertes Führungsorgan entfallen kann.
Um zu verhindern, dass die Streifkette zur Gänze in das Gehäuse hineingezogen wird, kann erfindungsgemäss die Streifkette an ihrem freien Ende ein vergrössertes Kettenglied aufweisen, dessen Abmessungen grösser sind als die Gehäuseöffnung. Es wird dann die Streifkette nur so lang in das Gehäuse hineingezogen und auf der sich durch die Feder verdrehenden Trommel aufgewickelt, bis das vergrösserte Kettenglied an der Aussenseite der Gehäuseöffnung anliegt.
Für das Verdrehen der Trommeln können verschiedene Federn verwendet werden. Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist jedoch der Grund der Trommel in Abstand von der feststehenden Lagerachse der Trommel angeordnet, wobei zwischen der Lagerachse und dem Trommelgrund eine die Lagerachse umgebende Spiralfeder angeordnet ist, deren eines Ende mit der Lagerachse und deren anderes Ende mit der Trommel verbunden ist. Eine solche Spiralfeder, welche zirka 15 Windungen aufweisen kann, sichert eine so grosse Verdrehung der Trommel, dass die ganze Länge der Streifkette auf der Trommel aufgewickelt wird. Durch die besondere Anordnung wird die Spiralfeder gleichzeitig gegen Beschädigung und Verschmutzung geschützt.
In den Zeichnungen ist die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles schematisch veranschaulicht. Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf eine erfindungsgemässe Vorrichtung und Fig. 2 stellt einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1 dar.
Eine feststehende Achse --1-- ist über einen Bügel --2-- und eine Öse --3-- mit der nicht dargestellten Anhängevorrichtung eines Traktors, vorzugsweise mit der durch die Traktorhydraulik hebund senkbaren Ackerschiene des Traktors verbunden. Hiebei muss dafür Sorge getragen werden, dass eine
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werden sollen. Jede Trommel --4-- ist von einem Gehäuse --5-- umgeben, das mit der Achse-l-fest verbunden ist. Jedes Gehäuse --5-- weist eine Gehäuseöffnung --6-- auf, durch die eine Streifkette --7-hindurchtritt.
Das eine Ende der Streifkette --7-- ist mit dem Grund --8-- der Trommel --4-- verbunden, das andere, freie Ende der Streifkette --7-- trägt einen Haken --9--, dessen Spitze --10-- in einen Holzstamm od. dgl. eingeschlagen werden kann. Im Bereich dieses Endes weist die Streifkette weiters ein vergrössertes Kettenglied --11-- auf, welches so bemessen ist, dass es durch die Gehäuseöffnung --6-- nicht hindurchtreten kann. Zweckmässig weisen die Streifketten --7-- verschiedene Längen auf, so dass bei einem näher liegenden Holzstamm eine kürzere und bei einem weiter entfernten Holzstamm eine längere Kette benutzt werden kann.
Der Grund --8-- der Trommel ist in Abstand von der Achse-l-angeordnet. In dem dadurch entstehenden Zwischenraum zwischen der Achse --1-- und dem Grund --8-- ist eine Spiralfeder --12-angeordnet, die etwa 15 Windungen aufweist und deren eines Ende mit der feststehenden Achse-l-und deren anderes Ende mit der Trommel --4-- verbunden ist. Diese Spiralfeder ist so bemessen, dass sie die auf der Achse-l-drehbar gelagerte Trommel --4-- so lange verdreht, bis die unbelastete Streifkette - auf der Trommel --4-- aufgewickelt ist, bis somit das vergrösserte Kettenglied --11-- an der Aussenseite der Gehäuseöffnung --6-- anliegt. Die unbelastete Streifkette --7-- ist daher auf der Trommel - aufgewickelt und durch das Gehäuse --5-- geschützt, wobei lediglich das vergrösserte Kettenglied - und der Haken aus dem Gehäuse herausragt.
Bei aufgewickelter Streifkette gelangen aber auch diese herausragenden Teile nicht mit dem Boden in Berührung und können sich somit nicht verhängen oder eine Beschädigung des Traktors verursachen. Die Spiralfeder --12-- ist aber auch so bemessen, dass die Streifkette durch eine einzige Bedienungsperson aus dem Gehäuse herausgezogen werden kann, wobei sich die Trommel --4-- entgegen der Federkraft verdreht. Soll somit ein Holzstamm od. dgl. mit einer Streifkette verbunden werden, so ist es lediglich nötig, eine Streifkette aus dem Gehäuse --5-- herauszuziehen, wobei die andern Streifketten auf ihren Trommeln --4-- aufgewickelt bleiben.
Es können so nacheinander alle Streifketten mit Holzstämmen od. dgl. gekuppelt werden, es ist aber auch möglich, lediglich einige Streifketten mit Holzstämmen zu verbinden und die andern Streifketten in aufgewickeltem Zustand zu belassen.
PATENTANSPRüCHE :
1. Vorrichtung zum Transportieren von Baumstämmen od. dgl. mittels eines Traktors, mit einer am Traktor angeordneten Trommel zum Aufwickeln eines mit den Baumstämmen verbindbaren Zugorgans, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere mit den Baumstämmen verbindbare Streifketten (7) vorgesehen sind, von welchen jede unmittelbar an einer Trommel (4) befestigt ist, die durch eine Feder (12) in Drehrichtung belastet ist.