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Die Erfindung bezieht sich auf eine Modell-Montageplatte für Dentalartikulatoren, mit einem mittigen Spannglied, insbesondere einer Schraubenmutter zum Festspannen am Artikulator sowie mit einem Zentrierschlitz zur Aufnahme eines Zentrierzapfens des Artikulators, wobei zur Anpassung an unterschiedliche Zentriersysteme des Artikulators zumindest ein weiterer Zentrierschlitz vorhanden ist, dessen Grösse und bzw. oder Lage vom erstgenannten Zentrierschlitz abweicht, und wobei diese Zentrierschlitze auf durch die Mitte des Spanngliedes verlaufenden Radien liegen, die vorzugsweise miteinander gleiche Winkel einschliessen.
Derartige Montageplatten sind bekannt (US-PS Nr. 3, 844, 040) und dienen dazu, das auf die Montageplatte aufgegossene Gipsmodell, insbesondere für Zahnprothesen od. dgl., am Ober- bzw. Unterteil des Artikulators unverrückbar zu befestigen, auf welchem dann die Funktion des Modells überprüft wird.
Im allgemeinen bleibt die Montageplatte mit dem Abdruck verbunden und gelangt in das Archiv, sie lässt sich jedoch auch theoretisch mehrmals verwenden.
Bei den zumeist verwendeten Montageplatten erweist es sich in der Praxis als nachteilig, dass es zahlreiche verschiedene Artikulatortypen gibt, deren Zentriersysteme voneinander abweichen. Es ist daher bei Übergang von einer Artikulatortype auf eine andere Artikulatortype nicht möglich, bereits vorhandene Montageplatten zu verwenden, sondern es muss auf die dem neuen Artikulator zugeordnete Montageplattentype übergegangen werden. Dies erschwert die Lagerhaltung und den Einkauf der Montageplatten, gibt häufig zu Verwechslungen Anlass und macht es schwieriger, von einer Artikulatortype auf die andere problemlos überzugehen.
Die eingangs erwähnte bekannte Konstruktion vermeidet diese Nachteile, da die einzelnen Zentrierschlitze unterschiedlichen Zentriersystemen des Artikulators zugeordnet sind. Hiebei werden jeweils zwei Zentrierzapfen des Artikulators von jeweils zwei Längsschlitzen der Montageplatte aufgenommen, wobei diese Längsschlitze mit ihren Wänden zu beiden Seiten am Zentrierzapfen anliegen, in der Längsrichtung der Längsschlitze hingegen eine Bewegung des Zentrierzapfens ermöglichen. In dieser Richtung erfolgt die Zentrierung lediglich durch das von einer Gewindemutter gebildete mittige Spannglied der Montageplatte. Dies hat den Nachteil, dass die Zentrierung ungenau wird bzw. verlorengeht, wenn der in die Mutter einzuschraubende Gewindebolzen der Feststellschraube des Artikulators im Muttergewinde ein, wenn auch nur geringes, Spiel hat.
Dies ist aber insbesondere nach längerem Gebrauch des Artikulators zumeist nicht zu vermeiden. Ferner besteht der Nachteil, dass dann, wenn der Sitz der Gewindemutter in ihrer Aufnahme auch nur geringfügig unzuverlässig wird, sich dies auch auf die Zentrierung nachteilig auswirkt. Dies gilt umso mehr, als bei der eingangs beschriebenen bekannten Konstruktion die Fixierung der Gewindemutter in der Aufnahme durch nach innen ragende Vorsprünge derselben erfolgt, die sehr genau gearbeitet sein müssen, um die Gewindemutter mittig in bezug auf die Montageplatte festzulegen und damit eine genau mittige Zentrierung der Montageplatte zu gewährleisten.
Die Erfindung setzt sich zur Aufgabe, diese Nachteile zu vermeiden und eine Montageplatte der eingangs geschilderten Art so zu verbessern, dass sie sowohl für verschiedene Artikulatortypen universell verwendbar ist, als auch stets eine einwandfreie Zentrierung ergibt. Die Erfindung löst diese Aufgabe im wesentlichen dadurch, dass jedem der Zentrierschlitze ein, vorzugsweise konisch verlaufendes, Zentrierrundloch zugeordnet ist, wobei die Zentrierrundlöcher und Zentrierschlitze jeweils einander paarweise zu beiden Seiten des mittigen Spanngliedes gegenüberliegend angeordnet sind.
Während somit bei der eingangs beschriebenen bekannten Konstruktion die Zentrierung einerseits durch den Zentrierschlitz, anderseits durch das mittige Spannglied erfolgt, wird beim Erfindungsgegenstand diese Zentrierung einerseits von einem Zentrierrundloch, anderseits von einem Zentrierschlitz übernommen. Dadurch sind Zentrierung und reine Befestigung der Montageplatte am Artikular völlig voneinander getrennt, da die Mutter nicht mehr zur Zentrierung dient, sondern nur der Festspannung der Montageplatte am Artikulator. Dadurch ist die erfindungsgemässe Konstruktion von einem genauen Sitz der Mutter an der Montageplatte unabhängig, desgleichen von einem gegebenenfalls auftretenden Spiel zwischen Bolzengewinde des Artikulators und Muttergewinde der Montageplatte.
Dadurch wird die Zentrierung viel sicherer und unabhängig von der Mutter gestaltet, so dass es möglich wird, die Mutter austauschbar zu machen, ohne damit verbundene Nachteile hinsichtlich der Zentrierung in Kauf nehmen zu müssen. Zwar ist auch bei der eingangs geschilderten bekannten Konstruktion bereits daran gedacht, die Mutter durch eine mit einem andern Gewinde versehene Mutter zwecks Anpassung an verschiedene Artikulatortypen austauschbar zu machen, jedoch ist diese Forderung mit der Forderung nach einem
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sicheren Sitz der Mutter in der Montageplatte zwecks guter Zentrierung derselben unvereinbar. Beim Erfindungsgegenstand muss hingegen auf eine genaue Lage der Mutter relativ zur Montageplatte keine Rücksicht mehr genommen werden, so dass keine Schwierigkeiten beim Ersatz der Mutter gegen eine andere Mutter auftreten.
Es besteht im Rahmen der Erfindung auch die Möglichkeit, auf beiden Seiten der Platte Zentrierrundlöcher und Zentrierschlitze vorzusehen, wobei zwei, vorzugsweise voneinander verschiedene, Spannglieder, insbesondere zwei Gewindemuttern mit voneinander verschiedenen Gewinden, Rücken an Rücken an den beiden Plattenseiten vorhanden sind. Durch die Anordnung der Zentrierlöcher bzw.
Zentrierschlitze an beiden Seiten der Platte lässt sich die Anzahl der erfassbaren Zentriersysteme erheblich steigern, ohne dass die Zentrierlöcher bzw. Zentrierschlitze zu gedrängt angeordnet werden. Durch die Anordnung zweier voneinander verschiedener Spannglieder lässt sich das erfindungsgemässe System auch ohne Austauschbarkeit des Spanngliedes auf verschiedene Spannsysteme der Artikulatoren, z. B.
Feststellschrauben verschiedener Grösse oder Gewindetype, erweitern. Wenn der Montageplatte verschiedene Einsatztypen des Spanngliedes beigegeben werden, die z. B. verschiedenen Gewindedurchmessern entsprechen, lässt sich eine Vielzahl verschiedener Spannsysteme der Artikulatoren erfassen.
Zweckmässig haben im Rahmen der Erfindung die Zentrierrundlöcher unterschiedliche Grösse und bzw. oder Entfernung vom mittigen Spannglied, wodurch der auf der Montageplatte vorhandene Platz am gleichmässigsten ausgenutzt und örtliche Materialschwächungen vermieden werden können, so dass die Stabilität der Montageplatte erhalten bleibt. Ausserdem ergibt sich dadurch die günstigste Anpassung an verschiedene Artikulatortypen. Konisch verlaufende Zentrierrundlöcher ergeben eine bessere Zentrierung.
Je nachdem, welches Zentriersystem gerade zur Anwendung gelangt, hat die Montageplatte am Artikulator eine andere Winkelstellung. Dies könnte bei bestimmten Artikulatortypen dazu führen, dass für die Montageplatte nicht genügend Platz vorhanden ist. Um diesen möglichen Nachteil zu beseitigen, kann die Montageplatte an ihrem Umfang zumindest eine Ausnehmung haben, die, in der Draufsicht auf die Montageplatte gesehen, symmetrisch zu einem von der Spanngliedmitte ausgehenden Radiusvektor der Montageplatte liegt, auf welchem ein Zentrierrundloch liegt.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf die Montageplatte, während die Fig. 2, 3 und 4 Schnitte nach den Linien II-II bzw. III-III bzw. IV-IV der Fig. 1 sind.
Die Montageplatte-l-hat einen etwa kreisförmigen Grundkörper --2--, welcher an einer Stelle seines Randes mit einer Abschrägung --3-- und an eienr andern Stelle mit einer Ausnehmung --4-versehen ist, um die Anpassung an verschiedene Artikulatorbauarten zu ermöglichen. Der Grundkörper - weist mittig ein von einer Schraubenmutter --5-- gebildetes Spannglied auf, in welches die Feststellschraube des Artikulators eingeschraubt werden kann. Diese Schraubenmutter --5-- ist in das Kunststoffmaterial des Grundkörpers --2-- eingegossen.
Der Grundkörper --2-- trägt auf gegeneinander um jeweils 60 versetzten Radien Zentrierrundlöcher --6, 7, 8-- und diesen Zentrierrundlöchern zugeordnete Zentrierschlitze --9, 10,11--. Die Zentrierrund- löcher --6, 7, 8--sind zur Verbesserung der Zentrierung des in sie eingesetzten Zentrierzapfens des Artikulators geringfügig konisch ausgebildet, welche Konizität in den Fig. 2 bis 4 übertrieben dargestellt ist. Ferner weisen diese Zentrierrundlöcher verschiedene Durchmesser auf, entsprechend den Durchmessern der in sie einzusetzenden Zentrierzapfen. Auch die Weite der Zentrierschlitze --9, 10, 11-- kann entsprechend den Durchmessern der in sie einzusetzenden Zentrierzapfen unterschiedlich sein.
Zur Materialeinsparung und zur Verbesserung der Haftung des an die Montageplatte-langegossenen Abgusses sind am Grundkörper --2-- Aussparungen --12, 14-- vorgeshen, deren Wände konisch verlaufen und von denen die Aussparungen --14-- durch die Plattenstärke durchgehen.
Das Spannglied --5-- kann von einem auswechselbaren Einsatzkörper gebildet sein, so dass von einer Type des Muttergewindes --13-- auf eine andere Gewindetype übergegangen werden kann.
Unter Artikulatoren sollen in diesem Zusammenhang zahnmedizinische Geräte verstanden werden, die der möglichst genauen Registrierung der Condylenbahn der Okklusion sowie der Kieferbewegung usw. dienen.