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Die Erfindung betrifft einen Vergaser für Brennkraftmaschinen, insbesondere Otto-Motoren, der mit einer Kraftstoff-Zuführleitung und einem Luftfilter verbunden ist, wobei in dem Luftfilter eine Einspritzdüse zur Kaltstartverbesserung angeordnet ist, die an eine absperrbare Kraftstoff-Zuführleitung angeschlossen ist.
Beim Anlassen eines kalten Motors im sogenannten Kaltstart muss der Vergaser ein sehr fettes Kraftstoff-Luftgemisch liefern, welches beim Startvorgang leichter zündet. Um dieses fette Gemisch zu erhalten, wurden bisher in der Praxis aufwendige und kostspielige elektrische Steuerungen mit zusätzlichen Hubmagneten für die Betätigung der Luftklappe und des Gaszuges am Vergaser benutzt.
Diese komplizierte Elektronik, die aufwendige elektrische Verdrahtung und die diversen Zusatzteile wie Hubmagneten u. dgl. machen die Steuerung störanfällig und somit in der Funktionsfähigkeit unsicher.
Aus der DE-OS 1940812 ist eine Vorrichtung zur Kaltstartverbesserung von Verbrennungsmotoren durch Einspritzung eines Anlasskraftstoffes bekannt. Bei dieser Vorrichtung erhält die Einspritzdüse den Anlasskraftstoff von einem besonderen, im Handschuhfach des Kraftwagens untergebrachten Behälter. Das Anlasskraftstoffgemisch kann durch manuelles Betätigen einer Verschlussklappe an dem Behälter in die Einspritzdüse und somit in den Luftfilter einströmen. Diese bekannte Anordnung hat den Nachteil, dass für die Kaltstartverbesserung immer ein zusätzlicher Handgriff durchgeführt werden muss.
Aus der DE-OS 2129634 ist ein Einspritzvergaser für Brennkraftmaschinen bekannt, dessen Einspritzdüse ein federbelastetes Ventil aufweist, dem Brennstoff mit pulsierendem Druck zugeführt wird.
Dieser Vergaser benötigt immer einen Impulsgenerator, der von einer Brennstoffpumpe Brennstoff aus einem Brennstofftank über Rohrleitungen zugeführt erhält und der eine Rückführleitung in den Brennstoffbehälter benötigt. Erst von dem Impulsgenerator wird dann der Brennstoff in den eigentlichen Vergaser weitergeleitet. Diese Anordnung ist wegen des zusätzlich erforderlichen Impulsgenerators sehr aufwendig.
Aus der FR-PS Nr. 2. 103. 160 ist ein Verbrennungsmotor bekannt, in dessen Brennstoff-Zufuhr-System eine zusätzliche Mischkammer für die Herstellung eines angereicherten Startgemisches eingebaut ist.
Diese Mischkammer ist jedoch parallel zu dem Kraftstoffweg vom Luftfilter über die Drosselklappe zu den Verbrennungsräumen der Zylinder geschaltet u. zw. erhält sie aus dem Luftfilter ihre Frischluft und fördert das zusätzliche Kraftstoffgemisch über Rohrleitungen unmittelbar an die Eintrittsstelle der Hauptbrennstoffleitungen in die Brennräume.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen nach der eingangs genannten Art aufgebauten Vergaser für Brennkraftmaschinen mit einer einfach und kostensparend aufgebauten und sicher wirkender Kaltstarthilfe auszustatten, mit der ein fettes, leicht entzündbares Kraftstoff-Luftgemisch beim Startvorgang hergestellt wird. Die Kaltstarthilfe soll dauerhaft funktionsfähig sein, geringe Herstellungskosten erfordern und aufwendige Reparatur- und Wartungskosten vermeiden. Weiterhin soll die Kaltstarthilfe aus wenigen, dauerhaft haltbar ausgeführten Einzelteilen gebildet sein.
Gemäss der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die einen Gemischnebel als Kaltstarthilfe erzeugende Einspritzdüse im oberen Bereich des Luftfilters in ein im Luftfilter angeordnetes und zum Vergaser führendes Ansaugrohr hineinragt und dass die zur Einspritzdüse führende Zuführleitung als Nebenleitung über ein Verbindungsstück an die von einer Fördereinrichtung zum Vergaser geführte Kraftstoff-Zuführleitung angeschlossen ist.
Bevorzugt ist in der Zuführleitung vor der Düse ein Absperrorgan, vorzugsweise ein Magnetventil, eingesetzt, das über eine elektrische Leitung mit einem die Absperrwirkung des Magnetventiles bei beendetem Startvorgang verzögernden Zeitrelais verbunden ist.
Es ist vorteilhaft, dass die Einspritzdüse unmittelbar im Ansaugrohr angeordnet ist. Die Zuführleitung ist vorteilhaft von einer flexiblen Schlauchleitung gebildet, die durch einen Schlauchanschluss mit Nippel an das Magnetventil und an das von einem T-Rohrstück gebildete Verbindungsstück angeschlossen ist.
Der erfindungsgemässe Vergaser ist mit einer einfach und kostensparend aufgebauten, sicher und dauerhaft wirkenden, sowie reparatur-und wartungsarm ausgeführten Kaltstarthilfe ausgestattet, die beim Starten des Motors automatisch in Tätigkeit gesetzt wird und dabei ein fettes und leicht entzündbares Kraftstoff-Luftgemisch liefert, mit dem der Motor schnell und sicher angelassen werden kann.
Diese Kaltstarthilfe wird in einfacher Weise durch eine im Luftfilter angeordnete Einspritzdüse gebildet, die zusätzlich zu dem Vergaser Kraftstoff in das Ansaugrohr des Vergasers einspritzt und dadurch ein sattes Gemisch zum Kaltstart herstellt.
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Nur beim Starten des Motors arbeitet die Einspritzdüse, die nach erfolgtem Start automatisch, jedoch mit Verzögerung abgestellt wird, und dann arbeitet der Vergaser in bekannter Weise weiter.
Die Kaltstarthilfe besteht aus wenigen Einzelteilen wie Düse, Rohrleitung bzw. flexible Schlauchleitung, Absperrvorgang, Zeitrelais und Verbindungsstück. Sie ist äusserst kostensparend herstellbar und hat eine gute Funktionsfähigkeit.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel gemäss der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung zeigt eine Seitenansicht mit teilweisem Schnitt eines Vergasers mit Luftfilter, Kraftstoff-Zuführleitung und im Luftfilter angeordneter Einspritzdüse für ein zusätzliches Kraftstoff-Luftgemisch.
Mit --10-- ist ein Vergaser für eine Brennkraftmaschine (Ottomotor) an Kraftfahrzeugen bezeichnet, der mit einem Luftfilter --11-- und einer Kraftstoff-Zuführleitung --12-- verbunden ist. In dem Luftfilter - ist eine, einen Gemischnebel (Kraftstoff-Luft-Gemisch) als Kaltstarthilfe erzeugende Einspritzdüse - angeordnet, die an eine absperrbare Kraftstoff-Zuführleitung --14-- angeschlossen ist. Die
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und ist in bevorzugter Weise an die von einer Fördereinrichtung --16--, beispielsweise einer Pumpe, zum Vergaser --10-- geführte Kraftstoff-Zuführleitung --12-- asgeschlossen.
Beide Leitungen --12 und 14-sind durch ein Verbindungs- und Verteilerstück --17--, vorzugsweise ein T-Rohrstück, verbunden, so dass die Zuführleitung --12-- über das Verbindungsstück --17-- zum Vergaser --10-- weiterläuft und gleichzeitig das Verbindungsstück --17-- die Verbindung mit der Nebenleitung --14-- herstellt. In beiden Leitungen --12 und 14-befindet sich ständig der Kraftstoff und wird unter Druck zum Vergaser --10-bei freigegebener Düse --13-- zu dieser Düse geführt.
In die Nebenleitung --14-- ist vor der Einspritzdüse --13-- ein Absperrorgan --18--, vorzugsweise ein Magnetventil, eingesetzt, welches der Kraftstoffluss zur Düse --13-- und aus dieser heraus freigibt bzw. zur Douse --13-- han unterbricht. Das Magnetventil --18-- steht über eine elektrische Leitung --19-mit einem Zeitrelais --20-- in Verbindung, welches die geöffnete Stellung des Magnetventiles --18-zeitlich bestimmt. Die Einspritzdüse --13-- ist auswechselbar im Düsenhalter --21-- befestigt.
Beim Startvorgang der Brennkraftmaschine wird das Magnetventil --18-- geöffnet, so dass durch die Düse Kraftstoff direkt in das Luftansaugrohr-15-- gesprüht wird. Der erforderliche Druck zur Vernebelung des Kraftstoffes wird durch die Kraftstoffpumpe --16-- aufgebaut. Das Magnetventil --18-- bleibt während des Startvorganges geöffnet und wird darüber hinaus zeitverzögert, beispielsweise um zirka 15 s. Nach erfolgtem Start wird es geschlossen. Dadurch wird erreicht, dass auch in der Anlaufphase bei noch unrundem Lauf des Motors ein stabileres Anlaufen gewährleistet ist.
Bei Nennstromabgabe der Lichtmaschine, die bei laufendem Motor wirksam wird, wird der Startvorgang automatisch über das Relais --20-- abgeschaltet. Das Relais --20-- arbeitet jedoch mit Verzögerung und schaltet erst nach einer gewissen Zeit, beispielsweise nach den vorerwähnten 15 s, das Magnetventil - ab. Dieses sperrt dann die Nebenleitung --14-- ab und unterbricht den Zufluss des Kraftstoffes zur Düse --13--. Der Motor arbeitet jetzt mit der normalen Wirkung des Vergasers --10-- weiter, da der Kraftstoff von der Pumpe --16-- über die Leitung --12-- und das eingesetzte Verbindungsstück-17- zum Vergaser strömen kann.
Sollte der Motor nach dem ersten Startversuch von zirka 1 min nicht anspringen, so kommt ein Warnsignal und der Startvorgang wird unterbrochen. Ist der Motor bei einem Startversuch schon einmal kurzzeitig angelaufen und fällt dann noch einmal ab, so wird ein neuer Startversuch mit der Düse --13-- eingeleitet, der wieder die eingestellte Zeit, beispielsweise 1 min, dauert.
Im Rahmen der Erfindung kann die Nebenleitung --14-- auch direkt zur Pumpe --16-- geführt werden, sie ist dann nicht an die Zuführleitung --12-- anzushliessen. Es ist auch möglich, eine eigene Fördereinrichtung anzulegen.
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