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Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Anbringen eines Bandes um einen Gegenstand oder einen Stapel von Gegenständen, bei welchem Verfahren ein aus zwei von je einer eigenen Vorratsrolle stammenden, mit den Enden aneinander befestigten Bändern bestehendes, sich zwischen diesen Vorratsrollen erstreckendes Band U-förmig um den gegen das Band bewegten Gegenstand oder Stapel gelegt wird, worauf die dann sich zwischen-dem Gegenstand oder dem Stapel und den Vorratsrollen erstreckenden Bandteile auf der Rückseite des Gegenstandes oder des Stapels in Richtung aufeinander hingedrückt, an zwei Stellen eingeklemmt und zwischen diesen Stellen zuerst geschnitten und dann derart miteinander verbunden werden, wobei der Gegenstand oder der Stapel von einem geschlossenen Band umgeben wird und von diesem getrennt wieder ein sich zwischen den Vorratsrollen erstreckendes,
aus den mit den Enden aneinander befestigten Bandteilen bestehendes Band gebildet wird, wobei die zweite Klemmstelle von der ersten Klemmstelle aus gesehen in einer senkrecht von der Rückseite des Gegenstandes oder Stapels weg weisenden Richtung liegt.
Dieses Verfahren ist der vorveröffentlichten DE-OS 2165103 zu entnehmen. Nach diesem bekannten Verfahren werden die zwei Bandteile nach ihrer Umlegung um den Gegenstand oder um den Stapel von Gegenständen durch Bandspanner an zwei in der Bewegungsrichtung der Gegenstände oder Stapel in einiger Entfernung voneinanderliegenden Klemmstellen so gegeneinander gedrückt und aneinander geleimt, geschmolzen oder geschweisst oder in anderer Weise miteinander verbunden, dass nach dem Durchschneiden der aneinander befestigten Bandteile in der Mitte zwischen den Klemmstellen die miteinander verbundenen Bandenden quer zur Bandebene gerichtet sind, so dass der von einem aus zwei Teilen bestehenden Band umwickelte Gegenstand oder Stapel an zwei Stellen hervorragende aneinander befestigte Bandenden aufweist.
Solche vorragende Bandenden sind hinderlich und, wenn das Bandmaterial steif und dünn ist, z. B. aus scharfem Metallblech besteht, auch beim weiteren Transport der umwickelten Gegenstände oder Stapel von Gegenständen gefährlich. Diese Gefahr kann nur teilweise dadurch vermieden werden, dass die miteinander verbundenen Bandenden in die Bandebene abgebogen oder umgeschlagen werden. Ein anderer Nachteil der bekannten Bandverbindung ist, dass die Verbindung der Bandenden auf Zug belastet wird, so dass dieses Verfahren zur Herstellung von nicht oder wenig zugfesten Verbindungen, wie Leim- und Schmelzverbindungen von Bändern aus Papier und durch Glas- oder andere Fasern verstärktem Kunstharz nicht geeignet ist. Schliesslich ist für die Verbindung dieser quer zur Bandebene gerichteten Bandenden zusätzliches Bandmaterial nötig.
Ein ähnliches Verfahren zum Umwickeln eines Stapels von Gegenständen ist aus der DE-GBM 1992453 bekannt. Obwohl dieser Patentschrift nicht zu entnehmen ist, wie die durch die Bandspanner gegeneinander gedrückten Bandteile eingeklemmt, durchgeschnitten und örtlich miteinander verbunden werden, ist auch hier das Ergebnis des Verfahrens ein aus zwei Teilen bestehendes, den Stapel der Gegenstände umgebendes Band, bei dem die miteinander verbundenen Enden dieser Bandteile quer zur Bandebene gerichtet sind, d. h. quer zur Oberfläche dieses Stapels vorragen.
Die Erfindung löst die Aufgabe, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen, wobei die erwähnten Nachteile des bekannten Verfahrens und der bekannten Vorrichtung vermieden werden, wobei sie sich nicht nur zum Anbringen von Metallbändern sondern auch zum Anbringen nicht-zusammenschmelzbarer Bänder um Gegenstände oder Stapel von Gegenständen eignen.
Dies wird erfindungsgemäss bei einem Verfahren der eingangs genannten Art dadurch erreicht, dass jeder Bandteil in einem festen Abstand vom andern Bandteil eingeklemmt wird, wobei die zweite Klemmstelle jedes Bandteiles von der ersten Klemmstelle etwa um das Doppelte des genannten festen Abstandes entfernt ist, worauf in der verwendeten Reihenfolge der eine Bandteil an einer Stelle in der Mitte zwischen seinen zwei Klemmstellen durchgeschnitten wird, die dadurch zwischen den Klemmstellen entstandenen, gegeneinander gerichteten Bandenden auf den andern Bandteil gerichtet werden, der andere Bandteil ebenfalls an einer Stelle zwischen den zwei Klemmstellen durchgeschnitten wird und die dadurch entstandenen, gegeneinander gerichteten Bandenden des andern Bandteiles abgebogen, gegen die Bandenden des erstgenannten Bandteiles gedrückt und mit diesen verbunden werden,
worauf die Klemmung der Bandteile gelöst wird.
In diesem Falle werden die Paare miteinander zu verbindender Bandenden in der Ebene jedes der betreffenden Bänder zusammengeheftet, so dass die Verbindung nur auf Abscherung beansprucht wird und sich infolgedessen besonders gut zum Verleimen eignet. Ein weiterer Vorteil ist der, dass an keiner der Schweissstellen aus der Ebene des Bandes herausragende Teile vorhanden sind. Es ist weiter von
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Bedeutung, dass weniger Material zum Umschnüren des Gegenstandes oder des Stapels von Gegenständen erforderlich ist.
Die Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach der Erfindung unterscheidet sich von der erwähnten, bekannten Vorrichtung dadurch, dass ein zwischen beide Bandspanner setzbares Anschlagorgan mit zwei Backen angeordnet ist, welche Backen je durch eine mit einer Klemmfläche des einen und durch eine mit einer Klemmfläche des andern Bandspanners zusammenarbeitende Klemmfläche und eine sich dazwischen in der Bewegungsrichtung der Bandspanner erstreckende, der andern Ecke zugekehrte Stützfläche begrenzt sind, wobei die Abmessung dieser Stützfläche in dieser Bewegungsrichtung etwa die Hälfte des Abstandes zwischen beiden Klemmflächen jedes Bandspanners ist, dass zwischen beiden Klemmflächen jedes Bandspanners ein Bandstreiforgan angeordnet ist, das vom betreffenden Bandspanner getragen wird, mindestens um eine Strecke,
gleich der Abmessung der Stützflächen des Anschlagorganes in der Bewegungsrichtung des Bandspanners, in bezug auf den betreffenden Bandspanner in Richtung auf den andern Bandspanner hin bewegbar ist und während seiner Bewegung sich mit seinen wirksamen Streifflächen nahe längs dieser Stützflächen bewegt, dass das oder jedes Schneidorgan an einem Bandstreiforgan angebracht ist, dass Mittel zur Verbindung der sich auf den Stützflächen des Anschlagorganes erstreckenden, einander überlappenden Bandenden miteinander vorhanden sind und dass Antriebsmittel zum Bewegen der Bandspanner, des Anschlagorgans des oder jedes Schneidorganes, der Bandstreiforgane und der Verbindungsmittel in einer bestimmten Reihenfolge vorgesehen sind.
Bei dieser Vorrichtung können vorteilhafterweise die Klemmflächen der Bandspanner und die zu diesen parallelen Klemmflächen des Anschlagorgans in bezug auf die Stirnflächen bzw. Stützflächen schräg nach aussen und in bezug auf die effektive Bewegung der Bandspanner schräg nach hinten gerichtet sein.
In diesem Falle legen sich die Bandteile steif um die Stirnflächen und die Klemmflächen der Bandspanner.
Eine einfache Konstruktion und Betätigung des Anschlagorgans ergeben sich, wenn dieses Organ schwenkbar um eine quer zur Bewegungsrichtung der Bandspanner gerichtete Achse an einem der beiden Bandspanner angebracht wird. Die Bewegung des Anschlagorgans lässt sich dann leicht von der des betreffenden Bandspanners ableiten.
Eine Vorrichtung zum Umlegen von Bändern und zum Zusammenleimen der sich überlappenden Bandenden lässt sich vorteilhaft derart ausbilden, dass das mit dem Schneidorgan versehene Bandstreiforgan mit einem in einem Zylinderhohlraum des Kopfes des betreffenden Bandspanners bewegbaren Kolben gekuppelt ist und der Zylinderraum auf der von der Stirnfläche des Bandstreiforgans abgewandten Seite des Kolbens mit in die den Stützflächen der Backen des Anschlagorgans zugewandten wirksamen Streifflächen des Bandstreiforgans mündenden Leimabfuhrkanälen und über ein in Richtung auf diesen Raum öffnendes Rückschlagventil mit einer Leimzufuhrleitung in Verbindung steht. Es ist dabei empfehlenswert, mindestens eines der Bandstreiforgane und/oder jede Backe des Anschlagorgans mit einem Heizelement zu versehen. Dieses Heizelement dient zum schnellen Trocknen der Leimverbindung.
Es wird klar sein, dass in dieser Ausführungsform der Bandstreiforgane der Leim automatisch zwischen die zu verleimenden Bandenden geführt wird.
Für Bänder aus Metall oder anderm zusammenschmelzbarem Material können, wenn das Verleimen der sich überlappenden Bandenden nicht durchführbar ist, Punktschweissen oder andere Heizelektroden in den durch die Backen des Anschlagorgans und die Stirnflächen der gegen das Anschlagorgan gedrückten Bandspanner begrenzten Raum geführt und in diesem Raum gegen die sich überlappenden, von den Stützflächen abgestützten Bandenden gedrückt werden.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen : Fig. l eine Mehrfach-Bandumlegevorrichtung nach der Erfindung in einer perspektivischen Ansicht, Fig. 2 eine Draufsicht auf die in dieser Vorrichtung benutzten Bandspanner. Fig. 3 eine Vorderansicht dieser Bandspanner, Fig. 4 in vergrössertem Massstab einen horizontalen Schnitt durch Teile der Bandspanner nach den Fig. 2 und 3 in einer Lage, in der sie gegen ein zwischen den Bandspannern angeordnetes Anschlagorgan gedrückt werden.
Fig. 5 einem horizontalen Schnitt durch einen Teil der Bandspanner nach Fig. 4 in einer Lage, in der ein Bandstreiforgan eines Bandspanners halbwegs herausgeschoben ist, Fig. 6 einen horizontalen Schnitt entsprechend dem nach Fig. 5 in einer Lage, in der das Bandstreiforgan von einem Bandspanner in die Ausgangslage zurückgedrückt wird und gleichzeitig das Bandstreiforgan des andern Bandspanners herausgeschoben wird, Fig. 7 eine Vorderansicht des Bandspanners mit einem Streiforgan und einem
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Schneidorgan und Fig. 8 ein Schema eines hydraulischen Antriebssystems für die Bandspanner, die Streiforgane und das Schneidorgan der Bandumlegevorrichtung nach den Fig. 1 bis 7.
In den Zeichnungen bezeichnet --1-- einen feststehenden Grundrahmen, --2-- eine Rollenbahn zum Transportieren von Ladebrettern --3-- (Paletten) und --4-- beiderseits der Rollenbahn --2-- in der Höhenrichtung verschiebbare, auf dem Grundrahmen --1-- stehende Säulen. Jede Säule --4-- trägt vier Bandumleger --5--, von denen einige weggelassen sind. Jeder Bandumleger-5-- besteht aus einem längs einer Säule verschiebbaren und an dieser festsetzbaren Halter mit einer Bandvorratsrolle --6--, einer Führungsrolle --7-- und einem zusammengesetzten Bandspanner Ein Bandumleger --5-- einer Säule - wirkt stets mit einem Bandumleger der andern Säule zusammen. Die zwei in Wirkverbindung stehenden Bandumleger befinden sich in gleicher Höhe über der Rollenbahn --2--.
Anfangs ist zwischen den zwei Vorratsrollen --6-- in nicht dargestellter Weise ein Band gespannt, das aus den mit ihren Enden aneinander gehefteten, von den Vorratsrollen --6-- stammenden Bändern - besteht. Wird ein Ladebrett --3-- mit einem Gegenstand oder einem Stapel von Gegenständen --10-in Richtung des Pfeils --11-- über die Rollenbahn --2-- verschoben, so wird das Band --9-- in der in Fig. l dargestellten Weise U-förmig um diesen Stapel von Gegenständen --10-- gelegt. Die Vorratsrollen drehen sich nur entgegen einer grossen Reibkraft, so dass die Bänder --9-- straff gespannt werden.
Ist das Ladebrett --3-- mit den Gegenständen --10-- in die Stellung nach Fig. 1 gelangt, so wird das Ladebrett --3-- kurzzeitig stillgehalten, wobei in der in den Fig. 2 und 3 dargestellten Weise die Bandspanner --8-- in Richtung aufeinander hin bewegt werden. Infolgedessen werden die sich zwischen dem Stapel von Gegenständen --10-- und den Vorratsrollen --6-- erstreckendem Bandteile längs dieses Stapels einander näher geführt. Es sei bemerkt, dass der rechte Bandspanner schneller in seine wirksame Endstellung geführt wird als der linke Bandspanner.
Gerade bevor der rechte Bandspanner seine Endstellung erreicht hat, wird ein um einen Querstift --12-- schwenkbar an diesem Bandspanner befestigtes Anschlagorgan --13-- mit zwei Backen --14-- von einem feststehenden Nocken --15-- aus der schräg nach unten gerichteten Lage in die horizontale Lage geschwenkt und mit den Backen-14- fluchtrecht zum Kopf --16-- des Bandspanners --8-- geführt. Der Kopf des Bandspanners hat zwei schräg verlaufende Klemmflächen --17-- und eine quer zur Bewegungsrichtung gerichtete Stirnfläche - zwischen diesen Klemmflächen --17--. Das linke Bandspanner --8-- hat einen Kopf --19-- mit schräg verlaufenden Klemmflächen --20-- und einer zwischen diesen liegenden, quer zur Bewegungsrichtung des Bandspanners gerichteten Stirnfläche --21--.
Die Backen --14-- des Anschlagorgans weisen mit den Klemmflächen --17-- zusammenwirkende Klemmflächen --22--, mit den Klemmflächen-20zusammenwirkende Klemmflächen --23-- und zwischen den Klemmflächen --22 und 23-- in der Bewegungsrichtung der Bandspanner verlaufenden Stützflächen --24-- auf.
Während der Bewegung der Bandspanner --8-- aufeinander hin wird das Anschlagorgan --13-- von dem Nocken --15-- zunächst mit den Klemmflächen --22-- mit einem bestimmten Spiel vor die Klemmflächen --17-- des Kopfes --16-- d.h. frei von dem um den Kopf --16-- gelegten Bandteil --9-- horizontal geschwenkt und darauf mit den Klemmflächen --22-- zu den Klemmflächen --17-- hingezogen, so dass der zwischenliegende Bandteil --9-- an zwei Stellen festgeklemmt wird. Etwas später wird der linke Bandspanner mit den Klemmflächen --20-- seines Kopfes --19-- gegen die Klemmflächen --23-- der Backen --14-- des Anschlagorgans-13-- gedrückt, so dass auch der linke Bandteil --9-- an zwei Stellen festgeklemmt wird.
Die Stirnfläche --18-- des rechten Bandspanners --8-- wird durch die Stirnfläche eines in Form eines Kolbens ausgebildeten, im Kopf --16-- axial bewegbaren Bandstreiforgans --25-- gebildet, das sich mit wirksamen Streifflächen --26-- in kurzem Abstand den Stützflächen --24-- der Backen --14-- des Anschlagorgans --13-- entlang bewegen lässt. In der Mitte zwischen den Streifflächen --26-- ist das Bandstreiforgan --25-- mit einem aus der Stirnfläche --18-- herausführbaren, von einem Kolben --27-angetriebenen Messer --28-- zum Durchschneiden der über die Stirnflächen --18 und 21-- gespannten Bandteile versehen. Der Kopf --19-- des linken Bandspanners --8-- ist mit einem von einem Kolben --29-bewegbaren Bandstreiforgan --30-- versehen.
Dieses Bandstreiforgan hat in der Mitte seiner Stirnfläche --21-- einen Spalt --31--, in den das Messer --28-- beim Durchschneiden des linken Bandteils --9-hineindringt.
Sobald die Bandspanner --8-- mit noch zurückgezogenen Bandstreiforganen --25, 30-- in der Stellung nach Fig. 4 gegen das inzwischen vom Nocken --15-- horizontal geschwenkte Anschlagorgan --13--
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gedrückt sind, wird das Messer --28-- vom Kolben --27-- zunächst nach links bewegt, so dass der rechte Bandteil --9-- durchgeschnitten wird, worauf das Bandstreiforgan --25-- auch nach links bewegt wird.
Die beim Durchschneiden entstandenen, getrennten Bandenden des rechten Bandteils --9-- werden in der in Fig. 5 dargestellten Weise gegen die Stützflächen --24-- der Backen --14-- des Anschlagorgans --13-- geschmiegt. Darauf wird von dem sich mit dem herausragenden Messer --28-- weiter nach links bewegenden Bandstreiforgan --25-- der über die Stirnfläche --21-- des Bandstreiforgans --30-- gespannte, linke Bandteil --9-- in der Mitte durchgeschnitten, wobei das Messer --28-- in den Spalt - hineindringt. Darauf werden die zwei Bandstreiforgane --25 und 30-- gemeinsam nach rechts bewegt.
Während letzterer Bewegung geben die in die Streifflächen --26-- des Bandstreiforgans --25-- mündenden Kanäle --32-- Leim aus dem Raum --33-- hinter dem Kopf des Organs --25-- an die gegen die Stützflächen --24-- gedrückten Enden des rechten Bandteills --9-- ab, während gleichzeitig die Enden des linken Bandteills --9-- auf die des rechten Bandteils gedrückt und an diesen festgeleimt werden. (Fig. 6).
Das Band um den Stapel von Gegenständen --10-- ist dann geschlossen und ausserdem von den gleichzeitig mit ihren Enden aneinander befestigten, von den Vorratsrollen --6-- stammenden Bandteilen --9-- getrennt, so dass der mit dem Band umschnürte Stapel von Gegenständen weitergefördert werden kann, worauf ein neues Band für den nächstfolgenden Gegenstand oder Stapel von Gegenständen fertig ist. Der Raum --33-- wird jeweils durch eine Leimzufuhrleitung --34-- mit einem Saugventil --35-- mit Leim gefüllt, wenn das Bandstreiforgan --25-- nach links bewegt wird.
Das hydraulische System nach Fig. 8 dient zur Steuerung der Bandumlegevorrichtung nach den Fig. 1 bis 7. Dabei sind die Bandspanner in Form von in bezug auf feststehende Kolben --36a, 36b-bewegbaren, doppelwirkenden Zylindern-8a, 8b-ausgebildet. Diese Zylinder sind mit ihren Zylinder- räumen --8a', 8a", 8b', 8b"-- durch Leitungen --37a', 37a", 37b" bzw. 37"-- an leitungen --38 und 39-angeschlossen, die durch einen Umkehrschieber --40-- entweder mit der Druckseite einer Pumpe --41-oder mit einem Flüssigkeitsvorratsbehälter --42-- in Verbindung stehen. Die Saugseite der Pumpe --41-ist auch mit dem Behälter --42-- verbunden. In der Leitung --37b'-- ist eine Drossel --43-- untergebracht.
Der mit dem Bandstreiforgan --25-- gekuppelte Kolben --27-- unterliegt dem Druck im Zylinderraum --8a'-- und dem der freien Luft. Der mit dem Bandstreiforgan --30-- gekuppelte Kolben --29--, der einen grösseren Durchmesser als der Kolben --27-- aufweist, ist einerseits dem Druck im Zylinderraum --8b'-- und anderseits dem Druck im Zylinderraum --44-- ausgesetzt. Dieser Zylinderraum - ist durch eine Leitung --45-- mit einem hydraulisch betätigten Verschlussorgan --46-- an die Leitung --39-- angeschlossen.
Der Zylinderraum --46'-- des Absperrorgans --46-- ist durch zwei parallele Leitungen --47a, 47b-- mit entgegengesetzt gerichteten, belasteten Rücklaufventilen --48a, 48b-- an die Leitung --38-- und der Zylinderraum --46"-- des Absperrorgans ist durch zwei parallele Leitungen - -49a, 49b-- mit entgegengesetzt gerichteten, belasteten Rückschlagventilen --50a, 50b-- an die Leitung - angeschlossen. Zwischen der Druckseite und der Saugseite der Pumpe --41-- ist eine Umlaufleitung - mit einem belasteten, in Richtung auf die Saugseite öffnenden Sicherheitsventil --52-- angebracht.
Die Belastung des Sicherheitsventils --51-- ist höher als die der Rückschlagventile --48a und 50a-- und die Belastung letzterer Ventile ist wieder höher als die der Rückschlagventile --48b und 50b--.
Die Wirkungsweise dieses hydraulischen Antriebsystems ist folgende.
In der dargestellten Lage des von aussen her betätigbaren Umkehrschiebers --4--- unterliegt die Leitung --38-- einem Druck und werden die Bandspanner --8a und 8b-- einander geführt. Infolge der verzögernden Wirkung der Drossel --43-- gelangt der Bandspanner --8a-- früher in seine wirksame Endstellung als der Bandspanner --8b--. Hat der Bandspanner --8a-- diese Endstellung erreicht und ist infolgedessen das Anschlagorgan --13-- in seine Stellung zwischen den Bandspanner geführt, so erhöht sich der Druck im Zylinderraum --8a'-- einigermassen, wodurch das Bandstreiforgan --25-- vom Kolben - entgegen der Feder --27a-- nach links gedrückt wird sobald das Messer --28-- herausgedrückt ist und den rechten Bandteil --9-- durchgeschnitten hat (Fig. 4).
Inzwischen hat auch der Bandspanner - seine wirksame Endstellung erreicht, so dass sein Kopf --19-- gegen das Anschlagorgan --13-- ge- drückt wird. Sobald das Bandstreiforgan --25-- mit dem Messer --28-- den Kopf des Bandspanners --8b-erreicht, wird auch der linke Bandteil --9-- durchgeschnitten. Da während der Bewegung des Bandspanners --8b-- nach rechts der Zylinderraum --44-- vom Sperrorgan --46-- geschlossen gehalten wird, bleibt das Bandstreiforgan --30-- während dieser Bewegung im Kopf --19-- des Bandspanners - stehen. Hat auch der Bandspanner --8a-- seine wirksame Endstellung erreicht, so erhöht sich der Druck in der Leitung --38-- in dem Masse, dass das Rückschlagventil --48a-- und das Sperrorgan --46--
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geöffnet werden.
Dies hat zur Folge dass im Zylinderraum --44-- der Druck abfällt und der Kolben --29-mit dem grösseren Querschnitt die Bandstreiforgane --30 und 25-- und den Kolben --27-- nach rechts treibt. Während dieser Bewegung werden die Bandenden paarweise aneinander festgeleimt.
Nach Beendigung letzterer Bewegung wird der Umkehrschieber --40-- umgeschaltet, so dass die Leitung --39-- einem Druck unterworfen wird. Dies hat zur Folge, dass die Zylinderräume --8a", 8b" und 44-- einem Druck unterworfen werden, wodurch die Bandspanner--8a, 8b-- voneinander wegbewegt werden und das Bandstreiforgan --30-- im Kopf --19-- des Bandspanners --8b-- zurückgedrückt wird. Haben die Bandspanner-8a und 8b-- ihre unwirksame rechte und linke Endstellung erreicht, so erhöht sich der Druck in der Leitung --39-- hinreichend, um das Rückschlagventil --50a-- zu öffnen und das Sperrorgan --46-- in die geschlossene Lage zurückzuführen.
Zum Durchführen eines neuen Bandumlegezyklus muss der Umkehrschieber --40-- in die dargestellte Stellung zurückgeführt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Anbringen eines Bandes um einen Gegenstand oder einen Stapel von Gegenständen, wobei ein aus zwei von je einer eigenen Vorratsrolle stammenden, mit den Enden aneinander befestigten Bandteilen bestehendes, sich zwischen diesen Vorratsrollen erstreckendes Band U-förmig um den gegen das Band bewegten Gegenstand oder Stapel gelegt wird, worauf die dann sich zwischen dem Gegenstand oder dem Stapel und den Vorratsrollen erstreckenden Bandteile auf der Rückseite des Gegenstandes oder des Stapels in Richtung aufeinander hin gedrückt, an zwei Stellen eingeklemmt und zwischen diesen Stellen zuerst geschnitten und dann derart miteinander verbunden werden, dass der Gegenstand oder der Stapel von einem geschlossenen Band umgeben wird und von diesem getrennt wieder ein sich zwischen den Vorratsrollen erstreckendes,
aus den mit den Enden aneinander befestigten Bandteilen bestehendes Band gebildet wird, wobei die zweite Klemmstelle von der ersten Klemmstelle aus gesehen in einer senkrecht von der Rückseite des Gegenstandes oder Stapels weg weisenden Richtung liegt, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Bandteil (9) in einem festen Abstand vom andern Bandteil eingeklemmt wird, wobei die zweite Klemmstelle jedes Bandteiles von der ersten Klemmstelle etwa um das Doppelte des genannten festen Abstandes entfernt ist, worauf in der verwendeten Reihenfolge der eine Bandteil an einer Stelle in der Mitte zwischen seinen zwei Klemmstellen durchgeschnitten wird, die dadurch zwischen den Klemmstellen entstandenen, gegeneinander gerichteten Bandenden auf den andern Bandteil gerichtet werden,
der andere Bandteil ebenfalls an einer Stelle zwischen den zwei Klemmstellen durchgeschnitten wird und die dadurch entstandenen, gegeneinander gerichteten Bandenden des andern Bandteiles abgebogen, gegen die Bandenden des erstgenannten Bandteiles gedrückt und mit diesen verbunden werden, worauf die Klemmung der Bandteile gelöst wird.