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Die Erfindung bezieht sich auf eine Federseilklemme zum An- bzw. Abkuppeln von Gehängen an ein bzw. von einem Förderseil von Seilbahnen, mit aneinander bzw. vorzugsweise in Form einer Hülse und eines diese durchsetzenden Bolzens ineinander geführten und mittels eines Kniehebelgetriebes relativ zueinander verstellbaren Klemmbacken.
Eine derartige Federseilklemme ist aus der AT-PS Nr. 273220 bekannt. Bei dieser bekannten Klemme wird jedoch die zum An- und Abkuppeln dienende Steuereinrichtung mit Hilfe eines einzigen Hebels betätigt. Dies hat den Nachteil, dass die Schliesskraft bzw. die Öffnungskraft einseitig auf die Klemme wirkt, wodurch diese, wenn dies nicht durch eine besondere Massnahme verhindert wird, aus ihrer Normallage herausgeschwenkt wird. Diese bekannte Klemme ist auch insoferne nachteilig, als zu ihrer Betätigung ein hoher Kraftaufwand erforderlich ist, woraus weiters resultiert, dass die Steuerhebel relativ stark ausgebildet werden müssen.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Federseilklemme zu schaffen, bei der diese Nachteile vermieden werden. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erzielt, dass das Kniehebelgetriebe durch mindestens zwei zur horizontalen Mittelebene der Klemme symmetrisch angeordnete, mittels jeweils eines Hebels steuerbare Kniehebel gebildet ist, wobei die beiden Steuerhebel quer zur genannten Mittelebene der Klemme zangenartig verstellbar sind, so dass die Klemme, z. B. durch zwei sich in ihrem gegenseitigen Abstand ändernde, an der Kuppelstelle zur genannten Mittelebene der Klemme symmetrische, ortsfeste Steuerungsschienen betätigbar ist, und wobei weiters die über die Steuerhebel auf die Klemme einwirkenden Drehmomente einander entgegengesetzt und gleich gross sind.
Infolge des Umstandes, dass sich die Betätigungskräfte ausserhalb des Kniehebelgetriebes aufheben, wird ein Verdrehen der Klemme und somit auch des Gehänges vermieden und werden die auf jeden einzelnen der Hebel wirkenden Kräfte stark vermindert. Da sich weiters auch die vertikalen Kräfte innerhalb der Kniehebel aufheben, können bei gleicher Klemmkraft die Steuerhebel schwächer ausgeführt werden. Weiters können die Steuerhebel in ihrer offenen oder geschlossenen Stellung längs Schienen geführt werden, um die Gehänge zu beruhigen. Bei Führung mittels nur eines Steuerhebels besteht demgegenüber die Gefahr einer unbeabsichtigten Betätigung der Klemme.
Gemäss einem bevorzugten Merkmal ist eine Verriegelungseinrichtung vorgesehen, mittels welcher die beiden Steuerhebel in ihrer der Schliessstellung der Klemme entsprechenden Lage, welche vor Erreichung der Totpunktlage der Kniehebel gegeben ist, miteinander verriegelbar sind und die mittels einer Schiene steuerbar ist, wobei im Bereich dieser Steuerschiene weitere, die Steuerhebel in die Schliessstellung der Klemme führende Schienen vorgesehen sind. Bei dieser Bauweise, bei welcher die Steuerhebel vor dem Erreichen der Totpunktlage miteinander verriegelt werden, kann ein wesentlich verringerter Öffungswinkel der Steuerhebel vorgesehen werden.
Der Gegenstand der Erfindung ist nachstehend an Hand zweier in den Zeichnungen dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Es zeigen : Fig. l eine erfindungsgemässe Klemme in Richtung des Seiles gesehen in der Schliessstellung (die Lage der Hebel in der Offenstellung ist gestrichelt dargestellt), Fig. 2 den Grundriss der Klemme gemäss Fig. 1 und Fig. 3 eine Variante in Schliessstellung.
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Kniehebelgetriebe, das z. B. durch aus der AT-PS Nr. 273220 bekannte Kniehebel gebildet ist, wobei zwei Paare von jeweils zwei zur horizontalen Mittelebene der Klemme symmetrisch angeordnete Kniehebel --3a, 3b-- (obere Kniehebel) bzw. --4a, 4b-- (untere Kniehebel) vorgesehen sind. Die Kniehebel wirken in bekannter Weise auf die Klemmbacken--2, 2a-zur Klemmung bzw. Freigabe des Seiles --1--. Die
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--3a- -5, 6-- durch Leitschienen --11 und 12-- dienen.
Die Presskraft der Klemmbacken-2, 2a-kann mit Hilfe einer Klemmenmutter-13-eingestellt werden.
An dem Steuerhebel --5-- ist an einem Zapfen --15-- ein Verriegelungshebel --14-- gelagert. An dem Steuerhebel --6-- ist ein Bolzen --16-- vorgesehen und vom Verriegelungshebel --14-- ist eine Rolle
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- getragen. Sobald diese Rolle auf eine Leitschiene-18-aufläuft, wird der Hebel --14-- entgegen der Wirkung einer Blattfeder durch die er in der Normallage gehalten wird, verschwenkt, wodurch dessen Entriegelung erfolgt. Die Normallage wird durch einen Anschlag-20-, von dem auch ein Ende der Blattfeder --19-- gehalten wird, bestimmt.
Die Wirkungsweise dieser Klemme ist wie folgt : Sobald die Klemmbacken --2, 2a-- vom seil --1-gelöst werden sollen, werden die Rollen --9, 10-- auf den Schienen-11, 12-- zum Auflaufen gebracht und werden die Steuerhebel --5 und 6-- geringfügig gegeneinander verschwenkt.
Hiedurch wird der Verriegelungshebel --14-- entlastet, so dass er, sobald seine Rolle-17-auf die Schiene --18-- aufläuft, vom Steuerhebel-6-entriegelt werden kann, worauf, sobald die Schienen-11, 12-- die Rollen --9, 10-freigeben, die Betätigungshebel n5 und 6-durch den vorgespannten Federspeicher und weiters mittels keilförmig verlaufender Schienen--21, 22--auseinandergeschwenkt und die Klemmbacken - -2, 2an unter Freigabe des Seiles-l-auseinander geschoben werden.
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wodurch in den Stationen nach dem Abkuppeln der Gehänge ein Schwanken der Klemme und damit auch des Gehänges samt Wagenkasten weitgehend vermieden wird und somit die Fahrgäste bei ruhig stehendem Gehänge einsteigen können.
Weiters wird durch die symmetrische Anordnung der Steuerhebel --5 und 6-gegenüber der bisher üblichen Anordnung die zur Erzeugung der Klemmwirkung benötigte Kraft halbiert. Schliesslich erfolgt die gegenseitige Verriegelung der Steuerhebel --5 und 6-- vor dem Erreichen der Totpunktlage der zugehörigen Kniehebel, was deshalb vorteilhaft ist, weil der Öffnungswinkel der beiden Steuerhebel wesentlich kleiner wird. Durch einen Anschlag --8a-- kann verhindert werden, dass die Totpunktlage erreicht wird.
Bei der Verwendung einer erfindungsgemässen Federseilklemme für Zweiseil-Umlaufbahnen wird der Klemmbacken --2a-- um 180 um seine Längsachse gewendet eingebaut, weil bei den Auflagestützen der Zweiseil-Bahnen das Zugseil von den Stützenrollen abgehoben wird und daher kein Klemmenstoss auftreten kann. Bei Niederhaltungen, insbesondere in der Talstation, läuft die Klemme mit der dünnwandigen Seite über die Rollen und erzeugt daher keinen nennenswerten Klemmenstoss. Gleichzeitig wird erreicht, dass die hohen Auflagerdrücke des Zugseiles auf die Klemme während des Überfahrens der Auflagestützen von Zweiseil-Umlaufbahnen von der beliebig verstärkbaren Klemmenseite aufgenommen werden.
Ergänzend wird bemerkt, dass die geschilderte Federseilklemme in ihrer Kinematik beliebig variiert werden kann. So können die Kniehebel-3a, 3b und 4a, 4b-- auf Druck oder Zug beansprucht sein und die Steuerhebel --5 und 6n können während der Fahrt geschlossen oder geöffnet sein. Zudem kann an Stelle eines Zughakens auch ein Druckstössel vorgesehen sein.
In Fig. 3 ist eine andere Ausführungsform einer erfindungsgemässen Federseilklemme dargestellt : Die Klemmung am Seil-l--erfolgt wieder mittels zweier Klemmbacken-2, 2a-, wobei die Klemmbacke --2an als Zughaken ausgebildet ist. Von der Klemmbacke --2-- ist eine Hülse --26-- getragen, die vom Zughaken --2a-- durchsetzt wird. An die Hülse --26-- schliesst ein Federgehäuse --22-- an, in dem Tellerfedern --32n vorgesehen sind und von dem Gelenkbolzen --23n ab ragen. Das Federgehäuse --22-- ist von einem Deckel --25n, von dem weitere Gelenkbolzen --23a-- abragen, abgeschlossen. An den Gelenkbolzen --23, 23a-- greifen doppelte Kniegelenke --29--, die durch Hebel --30-- betätigbar sind, an.
Hiebei sind die zwei Kniehebelpaare um 90 in die Zeichenebene geklappt dargestellt, wobei die Schliessstellung voll ausgezogen und die Offenstellung strichpunktiert dargestellt ist. Durch die Federn - werden das Gehäuse --22-- und der Deckel --25-- auseinandergeschoben und werden somit die Klemmbacken 2a-gegeneinander gepresst. Der Pressdruck kann dabei mittels einer auf dem Bolzen des Klemmhakens sitzenden Mutter --27-- eingestellt werden. Die Kniegelenke --29, 30-- befinden sich etwas ausserhalb der Totpunktlage.
Um die Federklemme vom Seil-l-zu lösen, werden die Hebel --30-- mit Hilfe von Rollen --31--, die auf nicht dargestellte Schienen auflaufen, auseinander geschwenkt. Dadurch werden die Kniehebelgelenke --29n geknickt, wodurch der Deckel --25-- des Federgehäuses --22-- in dieses hinein verschoben und die Feder --32-- soweit zusammengedrückt wird, bis das Seil-l-freigegeben wird.
Diesen und andern kinematisch gleichwertigen Ausführungen kommt der Vorteil zu, dass während der Fahrt die Kniehebelpaare-30, 29-keine Kraft ausüben. Die Hebel --30-- werden lediglich zum An- und Abkuppeln betätigt. Dabei erhöht sich allerdings der Druck auf die Federn --32-- sehr stark, was als
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Nachteil zu werten ist. Jedoch ist hiebei keine Verriegelung erforderlich. Wenn kein Seil geklemmt ist, liegt der Haken --2a-- an Anschlägen --33-- an.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Federseilklemme zum An- und Abkuppeln von Gehängen an ein bzw. von einem Förderseil von Seilbahnen, mit aneinander bzw. vorzugsweise in Form einer Hülse und eines diese durchsetzenden Bolzens ineinander geführten und mittels eines Kniehebelgetriebes relativ zueinander verstellbaren
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zwei zur horizontalen Mittelebene der Klemme symmetrisch angeordnete, mittels jeweils eines Hebels (5,6) steuerbare Kniehebel (3a, 3b ; 4a, 4b) gebildet ist, wobei die beiden Steuerhebel (5,6) quer zur genannten Mittelebene der Klemme zangenartig verstellbar sind, so dass die Klemme z. B. durch zwei sich in ihrem gegenseitigen Abstand ändernde, an der Kuppelstelle zur genannten Mittelebene der Klemme
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