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Die Erfindung betrifft einen Müllsackständer für Einwegpapiersäcke, welcher die Form eines Gestelles besitzend mindestens drei vorzugsweise nach oben zusammenlaufende Standfüsse und einen die oberen Enden der Füsse umschliessenden, mit diesem lösbar verbundenen Auflagering zur Befestigung des oberen Randes des Müllsackes aufweist.
Ständer dieser Art sind durch die US-PS Nr. 2, 503, 118 bekanntgeworden. Sie sind für verschiedene Zwecke bestimmt und ihre Zerlegbarkeit ermöglicht eine leichte Verpackung zu Versandzwecken. In einer Ausführungsform für Säcke mit einer aus einem Sieb bestehenden Wand zur Aufnahme eines abzutropfenden Gutes kann unterhalb des Sackes am Boden eine Tasse zum Auffangen der abgetropften Flüssigkeit aufgestellt werden. Diese Ständer eignen sich jedoch nicht für Müllsäcke, da diese einen Bodenrost zum Abstützen derselben benötigen, welcher mit den Füssen verbunden ist.
Es sind wohl unzerlegbare Müllsackständer bekanntgeworden, bei welchen sowohl der Bodenrost als auch der Auflagering, welcher aus einem Winkeleisen besteht und ein Gelenklager für einen Deckel sowie einen den Sackrand am Ring festhaltenden Trichter trägt, mit den Füssen verschweisst ist. Ständer dieser Art ergeben ein grossvoluminöses Produkt, demzufolge ihr Transport auf Schwierigkeiten stösst. Berücksichtigt man, dass Müllsackständer von Gemeindeverwaltungen, Industrien, Sportvereinigungen usw. in grosser Stückzahl zur Müllabfuhr eingesetzt zum Aufstellort und sodann in bestimmten Zeitabständen ausgetauscht oder in eine Betriebsstätte zur Erneuerung oder Wartung gebracht werden müssen, ist es begreiflich, dass solche Müllsackständer bisher keine ihrem Vorteil entsprechende Verbreitung gefunden haben.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht in der Schaffung von Massnahmen zur rationelleren Verpackung und einfacherem Transport der Müllsackständer.
Um dieses Ziel zu erreichen, wird bei einem Müllsackständer der eingangs erwähnten Art erfindungsgemäss vorgeschlagen, dass die Füsse mit einem dazwischen angeordneten, an sich bekannten Bodenrost zum Abstützen des Bodens des Müllsackes lösbar verbunden sind.
Durch die Zerlegbarkeit des Müllsackständers kann dieser für den Transport auf ein kleines Volumen gebracht werden, wodurch er auch in Kartons verpackbar ist und allenfalls auch an Aufstellorte gebracht werden kann, die dem geschweissten, sperrigen Müllsackständer verschlossen waren.
Für die lösbare Verbindung sind nach einer bevorzugten Ausführungsform des Müllsackständers in den Füssen desselben für den Rost Löcher vorgesehen, deren Achsen im wesentlichen radial durch die lotrechte Mittelachse des Sackständers führen. Anders ausgedrückt müssen die Achsen sowohl der Löcher für die Befestigung des Auflageringes als auch der Löcher für die Befestigung des Rostes jeweils in einer gemeinsamen horizontalen Ebene durch einen gemeinsamen Schnittpunkt führen. Dadurch ist der weitere Vorteil geboten, dass die Füsse untereinander ausgetauscht werden können, wodurch eine einfache Montage und Wartung der Ständer ermöglicht wird.
Zur Erzielung einer mühelosen Verbindung zwischen Rost und Füssen kann der Rost aus radial bzw. sternförmig verlaufenden Streben mit nach unten zu Haken abgebogenen Enden bestehen, welche in die Bohrungen der aus Rohren gebildeten Füsse eingehängt sind.
Schliesslich ist es zweckmässig, die oberen Enden der Füsse im Bereich der Bohrung flach auszubilden.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden an Hand der Zeichnungen näher erläutert, in welchen ein Ausführungsbeispiel des gegenständlichen Müllsackständers dargestellt ist. Es zeigen : Fig. l eine Seitenansicht des Müllsackständers, Fig. 2 eine Draufsicht desselben bei entferntem Deckel und Schütttrichter und Fig. 3 ein Detail in grösserem Massstab.
Der als Ausführungsbeispiel gewählte Müllsackständer der erfindungsgemässen Bauart weist drei in gleichen Winkelabständen angeordnete Steher oder Füsse--1--auf, die aus Rohren, vorzugsweise feuerverzinkten Eisenrohren bestehen, welche nach oben zusammenlaufen und am Aufstellende Gummistollen - aufweisen. Am oberen Ende sind die Füsse-l-durch einen Auflagering --3--, nahe dem Boden
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Zur Verbindung der Füsse-l-mit) dem Auflagering-3-- sind diese am oberen Ende, wie der Fig. 3 zu entnehmen ist, abgeflacht und mit einer Bohrung versehen, deren Achse radial zum Ständer verläuft, so dass sich die Achsen aller Bohrungen '--5-- der Füsse --1-- in der lotrechten Mittelachse des Ständers schneiden. Der Auflagering --3--, welcher die abgeflachten oberen Enden der Füsse --1-- umschliesst, besitzt mit den Bohrungen--5--fluchtende Bohrungen--6--zum Einsetzen von Verbindungsschrauben, die mit Muttern fixiert werden.
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schneiden. Zum Einhängen der Streben --4a-- in die Bohreungen --7-- sind die Enden dieser Streben zu Haken --4c-- nach unten abgebogen, welche ihrerseits zur Erleichterung des Einführens in die Bohrungen --7-- konisch verjüngt sind.
Im Bereich eines der drei Füsse--1--ist der Auflagering--3--mit einem Lager --8-- versehen, an welchem ein Schütttrichter--9-und ein über diesem zu liegen kommender Deckel --10-- um eine
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Der beschriebene Müllsackständer besteht demnach in zerlegtem Zustand aus einem Rost, drei Füssen und dem Auflagering mit dem daran angelenkten Deckel und Trichter. Diese in einen flachen Karton verpackbaren Bestandteile können in folgender Weise zusammengebaut werden : In jeden Haken --4c-- des Rostes --4-- wird ein Fuss --1-- eingehängt. Auf dieses Grundgestell wird der Auflagering --3--, an dem
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Das Einhängen von Papiersäcken in diesen so zusammengebauten Müllsackständer erfolgt wie bei den bekannten geschweissten Ausführungen. Nachdem Deckel --10-- und Trichter --9-- in die in Fig. 1 strichliert dargestellte Lage hochgeklappt wurden, wird der Sack von unten in den Auflagering--3-- eingeführt und der obere Sackrand über den Ring gestülpt. Hierauf wird der Trichter niedergeklappt, so dass der Sackrand zwischen Trichter und Auflagering festgeklemmt wird.
Das Zerlegen des Müllsackständers erfolgt in umgekehrter Reihenfolge als der oben beschriebene Zusammenbau. Durch die Zerlegbarkeit des Müllsackständers ist die Austauschbarkeit aller Einzelteile gegeben.
Selbstverständlich können, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen, zahlreiche konstruktive Abänderungen vorgenommen werden. So ist es beispielsweise möglich, den Rost--4--ähnlich wie den Auflagering--3--mit den Füssen--1--zu verschrauben. Weiters kann jede Strebe --4a-- mit einem Bund zur Begrenzung der Tiefe des Einführens der Strebenenden in das Rohr des Fusses --1-- versehen sein.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Müllsackständer, welcher die Form eines Gestelles besitzend mindestens drei vorzugsweise nach oben zusammenlaufende Standfüsse und einen die oberen Enden der Füsse umschliessenden, mit diesem lösbar verbundenen Auflagering zur Befestigung des oberen Randes des Müllsackes aufweist, da- d u r c h g e k e n n z e i c h n e t dass die Füsse (1) mit einem dazwischen angeordneten, an sich bekannten Bodenrost (4) zum Abstützen des Bodens des Müllsackes lösbar verbunden sind.