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Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Aromatisierung von Lebensmitteln mittels neuer Substanzen, die fähig sind, den Lebensmitteln ein pikantes oder wohlschmeckendes Aroma, z. B. ein Aroma, das demjenigen von gebratenem, gebackenem oder gekochtem Fleisch ähnlich ist, zu erteilen.
Unter Aromatisieren wird die Einverleibung von Verbindungen mit aromatisierenden Eigenschaften an sich, ebenso wie die Einverleibung von Vorläuferverbindungen, die selbst keine aromatisierenden Eigenschaften besitzen, jedoch während der Zubereitung des Lebensmittels Produkte mit aromatisierenden Eigenschaften freigeben oder in Produkte mit solchen Eigenschaften umgewandelt werden, verstanden.
Es ist nun gefunden worden, dass gewisse neue, Schwefel enthaltende heterocyclische Verbindungen Aromaeigenschaften besitzen, die denjenigen von zubereitetem Fleisch oder Fleischprodukten bemerkenswert ähnlich sind und die wertvolle Lebensmittelaromatisierungsmittel darstellen.
Gegenstand der Erfindung ist somit ein Verfahren zur Aromatisierung von Lebensmitteln mit Derivaten fünfgliedriger, ein Heteroatom enthaltender Ringe, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man den Lebensmitteln wenigstens eine neue schwefelhaltige Verbindung der allgemeinen Formel
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Schwefelatom enthält und dass falls-Y-Schwefel darstellt, die jeweilige Verbindung höchstens eine Doppelbindung besitzt bzw. einen Vorläufer hievon, wie einen entsprechenden Ester, beispielsweise ein Acetat, in einer Menge von 0, 1 bis 100 Teilen je Million, gegebenenfalls zusammen mit andern Aroma- bzw. Würz - stoffen u. dgl., zusetzt.
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menden Verbindungen anzeigt, so dass die tatsächlichen Verbindungen oft in mehr als einer Struktur vorkommen.
Gemäss einer Ausführungsform der Erfindung werden Substanzen der allgemeinen Formel (E) verwendet, in der jede der Gruppen ==V-und ==W-ein Sauerstoffatom umfasst. Diese Verbindungen, in denen - Schwefel bedeutet, besitzen an sich verhältnismässig schwache Aromatisierungseigenschaften, sie können jedoch durch Umsetzung mit Schwefelwasserstoff oder zu einem gewissen Ausmass, durch Umsetzung mit Wasser in Verbindungen mit interessanten Aromatisierungseigenschaften, umgewandelt werden.
Im Hinblick auf das Auftreten von verschiedenen tautomeren Strukturen in diesen Verbindungen schliesst dieAnzahl der zu zählenden Doppelbindungen Kohlenstoff-zu-Kohlenstoff-, Kohlenstoff-zu-Sauerstoff-und Kohlenstoff- zu Schwefel-Doppelbindungen ein.
EinAroma, das ähnlich demjenigen von gebratenem oder gebackenem Fleisch ist, wird bei Zusatz von
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Auch eine Variierung in der Gruppe W-hat eine beträchtliche Wirkung auf die Aromaüsierungseigenschaften. So ist gefunden worden, dass, wenn wenigstens eine der Gruppen ==V- oder ---W- ein Schwefelatom umfasst und die andern, oben genannten Massnahmen erfüllt sind, und ferner, wenn =-= W-
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=CCH-darstellt,Die Erfindung sieht insbesondere den Einsatz von Aromatisierungssubstanzen der folgenden allgemeinen Formeln vor, in denen-Y--ein Sauerstoff-oder ein Schwefelatom bedeutet und Bi und B2 ein Wasser- stoffatom oder eine Methylgruppe bedeuten.
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Beispiele von Verbindungen dieser Klasse sind :
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Beispiele von Verbindungen dieser Klasse sind : 3-Mereapto-2-methyl-tetrahydrofuran (eis und trans) 3-Mereapto-5-methyl-tetrahydrofuran (eis und trans)
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Mercapto-5-methyl-tetrahydrothiophen (cis3-Mercapto-5-methyl-2, 3-dihydrothiophen.
Die oben genannten Formeln und systematischen Namen sind in der Form der wahrscheinlichsten tautomeren Struktur dargestellt worden.
Die vorgenannten Aromatisierungsverbindungen können nach verschiedenen Verfahren hergestellt werden, wie z. B. :
I. Ein Diketodithioester der allgemeinen Formel
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bedeutet,n. Ein Diketodithioester, z. B. ein Ditosylat der allgemeinen Formel
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kann mit Dinatriumsulfid in einem wässerigen Medium cyclisiert werden, und das Thiophen kann isoliert werden.
III. Cyclische Verbindungen mit einem Schwefelatom an einem gesättigten Kohlenstoffatom werden da- durch synthetisiert, dass man die entsprechende Halogenverbindung mit Kaliumthiolacetat in Aceton oder Di- methylformamid umsetzt und darauf eine Hydrolysierung mit Natriummethoxyd in Methanol ausführt.
IV. Cyclische Verbindungen mit einem Schwefelstoffatom an einem gesättigten Kohlenstoffatommit we- niger als zwei Doppelbindungen in der Ringstruktur werden nach dem folgenden Reaktionsweg synthetisiert :
Das entsprechende Keton wird durch LiA!H reduziert. In seine p-Toluolsulfonsäureester und da- nach in das Thioacetat umgewandelt. Eine Hydrolysierung ergibt dann die Schwefelverbindung.
V. Cyclische Verbindungen mit einem Schwefelatom an einem ungesättigten Kohlenstoffatom werden durch die Umsetzung des entsprechenden Ketons mit Schwefelwasserstoff in Äthanol, das mit Chlorwasser- stoff und Äther gesättigt ist, bei -800C synthetisiert.
VI. Thioketone oder Verbindungen mit einem Schwefelatom an einemungesättigtenKohlenstoffatom wer- den dadurch erhalten, dass man das entsprechende Keton mit Phosphorpentasulfid in Toluol bei Rückflusstem- peratur umsetzt.
Die gemäss der Erfindung eingesetzten aromatisierenden Substanzen können in flüssiger oder halbflüssi- ger Form, z. B. als Lösungen, Emulsionen oder Pasten, oder in getrockneter Form, z. B. als Pulver, an- gewendet werden. Ein Trocknen der Reaktionsprodukte kann z. B. durch Gefriertrocknen verwirklicht wer- den, das, wie gefunden wurde, zur optimalen Zurückhaltung der flüchtigen Aromastoffe am geeignetsten ist.
Die neuen aromatisierenden Substanzen können mit einer weiteren Menge eines Ketons der Formel
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worin Ri und R2 die oben angegebene Bedeutung haben, verwendet werden, das selbst in der Lage ist, einen pikanten oder angenehmen Geschmack einem Lebensmittel zu erteilen, oder mit einer oder mehreren der Verbindungen aus den folgenden Klassen von Stoffen :
I. Aminosäuren, die durch Hydrolyse, Autolyse oder Gärung bzw.
Fermentation oder durch Kombination dieser Massnahmen aus pflanzlichen oder tierischen Proteinen, wie Gluten, Casein, Sojabohnenproteinod. dgl., erhalten werden können. ll. Nucleotide, wieAdenosin-5'-monophospbat, Guanosin-5 I -monophosphat, Inosin-S'-monophosphat, Xanthosin-5'-monophosphat, Urtdin-5'-monophosphat, Cytidin-5'-monophosphat oder deren Amide, Desoxyderivate oder deren Salze. Kombinationen von Nucleotide, z. B. Guanosin-5'-monophosphat und Inosin- -5-monophosphat, sind besonders geeignet. m.
Carbonsäuren, wie Milchsäure, Glykolsäure und γ-Hydroxybuttersäure einerseits und Dicarbonsäu- ren, wie Bernsteinsäure und Glutarsäure anderseits, und insbesondere Mischungen von Carbonsäuren, in denen Bernsteinsäure und Milchsäure in Gewichtsverhältnissen von 1 : 30 bis 1:150 vorkommen.
IV. Pyrrolidoncarbonsäure oder Vorläufer davon.
V. Peptide, wie Alanylalanin, Alanylphenylalanin, Alanylaspargin, Carnosin und Anserin.
VI. Süssungsmittel sowohl künstlicher Art, wie Saccharin und Cyclamat, als auch natürlicher Art, wie insbesondere Mono- und Disaccharide.
VII. Substanzen mit dem Aroma von gekochtem oder gebratenem Fleisch oder von Fleischbrühe (ausser solchen, die sich aus der Reaktion eines Ketons mit einer Schwefel enthaltenden Verbindung, wie vorste-
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hend definiert, ergeben), z. B. die Reaktionsprodukte von Aminosäuren, wie Cystein oder Cystin mit reduzierenden Zuckern, oder Ascorbinsäure oder die Reaktionsprodukte von Schwefelwasserstoff mitniedrigen aliphatischen Aldehyden und Ketonen, wie Propionaldehyd, Crotonaldehyd, Methional, Mercaptoacetaldehyd.
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B.Dimethylsulfid und Diallylsulfid.
IX. Guanidlne, wie Creatin und Creatinin.
X. Salze, wie Natriumchlorid, Dinatriumhydrogenphosphat, Mononatrium-dihydrogenphosphat oder andere Alkali- oder Ammoniumphosphate und organische Phosphate, wie Phosphor enthaltende Aminosäuren.
XI. Stickstoff enthaltende Verbindungen, wie Ammoniak, Amine, Harnstoff, Indol und Skatol.
XII. Gesättigte oder ungesättigte Carbonsäuren, z. B. solche, die 2 bis 12 Kohlenstoffatome Im Molekül enthalten.
XIII. Gesättigte oder ungesättigte höhere Hydroxycarbonsäuren und davon abgeleitete y-und d-Lactone, wie Deca- und Dodeca-5-olid und 2, 3-Dimethyl-2, 4-alkadien-4-olide.
XIV. Niedrige gesättigte und ungesättigte Aldehyde, z. B. Acetaldehyd, Propionaldehyd, Isobutyraldehyd und Hepten-4-al.
XV. Niedrige gesättigte und ungesättigte Ketone, wie Aceton, Butanon und Diacetyl.
XVI. Tricholominsäure und Ibotinsäure oder deren Salze.
XVII. Aromatische und/oder heterocyclische Verbindungen, wie 0- Aminoacetophenon, N- Acetonylpyrrol, Isomaltol, Lenthionin, Hypoxanthin, Guanin, Inosin und Guanosin.
XVIII. Niedrige gesättigte und ungesättigte Alkohole, wie Äthanol und Octanol.
XIX. Farbstoffe, wie Curcuma (Gelbwurz) und Caramel.
XX. Verdickungsmittel, wie Gelatine und Stärke.
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von der Art des Lebensmittels, dem sie zusammen mit andern Bestandteilen, wie Kräutern und Gewürzen, zugesetzt werden, abhängig.
Die gemäss der Erfindung eingesetzten Aromatisierungssubstanzen können Lebensmitteln, wie Suppen, Würstchen, umgeformtem, zerkleinertem Fleisch, nachgeahmten Fleischprodukten, wie texturiertem Pflanzenprotein, und Backwaren, wie Pasteten oder Blätterteig, in einer Menge einverleibt werden, die ausreicht, um das gewünschte Aroma zu erteilen oder zu erhöhen. Die aromatisierenden Mengen variieren entsprechend dem Individuellen Geschmack und gemäss der Art der Lebensmittel. Als allgemeine Richtschnur sind die aromatisierenden Substanzen in Mengen von 0,1 bis 100 Teilen je Million In Lebensmitteln einverleibt worden, wobei diese Anteile auf Gewichtsbasis bezogen sind.
Zur Veranschaulichung von geeigneten Mengen der aromatisierenden Substanzen, die besonderen Arten
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setzt wird, können 0,5 bis 50 Teile/Million, vorzugsweise 0, 1 bis 20 Teile/Million (bezogen auf Trockenmasse), zugegeben werden.
Wenn die gemäss der Erfindung eingesetzten Aromasubstanzen einem Lebensmittel zugesetzt werden, Ist anzunehmen, dass eine weitere Reaktion in situ in dem Lebensmittel zu der Entwicklung der gewünschten Aromaeigenschaften beiträgt. Es erscheint wahrscheinlich, dass z. B. Sulfhydrylgruppen, die in Protein vorhanden sind, das in dem Lebensmittel anwesend ist, oder von dem Protein stammen, mit den Ketonderivaten in der Aromasubstanz weiter reagieren, um Verbindungen mit verbesserten Aromaeigenschaften zu erzeugen.
Im folgenden werden einige Synthesen von erfindungsgemäss eingesetzten Verbindungen beschrieben.
1. Herstellung von 4-Mercapto-5-methyl-2, 3-dihydrofuran-3-on
Eine Mischung aus 2 g 4-Hydroxy-5-methyl-2, 3-dihydrothiophen-3-on, 60 ml flüssigem Schwefelwasserstoff und 200 ml Wasser wurde in einen Autoklaven gegeben und das ganzewurdewährend4h beilOOC erhitzt. Nach Kühlen wurde die so erhaltene aromatisierende Mischung fünfmal mitDichlormethan extrahiert und die vereinigten Extrakte wurden gewaschen und über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet, auf etwa 10 ml konzentriert und in einem Kühlschrank über Nacht stehen gelassen. Der gebildete Niederschlag wurde durch Filtrieren gesammelt, gewaschen und getrocknet, so dass sich 0,8 g Ausgangsmaterial ergaben.
Aus der Mutterlauge wurden 0,5 g der betreffenden Verbindungen durch präparative Gaschromatographie unter Verwendung einer Säule von 600 x 0, 4 cm und einem Träger aus einem silanierten Siliciumdioxydgel, das mit 1% eines Polyäthylenglykoläthers mit einem Molekulargewicht von oberhalb 20000 und 10%einer Mischung von stabilen Alkanen geladen war, isoliert. Stickstoff wurde als Trägergas mit einer Geschwindig- keit von 40 ml/min verwendet. Die Temperatur wurde programmiert : Anfangstemperatur 600C ; Tempera-
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turanstieg 4oC/min. Die ermittelte V erweilzeit betrug für 4-Mercapto-5-methyl-2, 3-dihydrofuran-3-on34, 0 min verglichen mit 27, 2 bzw. 32, 5 min für Decan und Undecan.
Infrarot-Absorptions-Charakteristiken für 4-Mereapto-5-methyl-2, 3-dihydrofuran-3-on : Maxima bei 2920,2850, 2530 (schwach), 1510,1435, 1375,1175, 1090,890, 855,715 cm-1. i Massenwerte :
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<tb>
<tb> m/e <SEP> i. <SEP> % <SEP> m/e <SEP> i. <SEP> % <SEP> ) <SEP>
<tb> 132 <SEP> 10 <SEP> 96 <SEP> 10
<tb> 131 <SEP> 14 <SEP> 85 <SEP> 14
<tb> 130 <SEP> 100 <SEP> 59 <SEP> 12
<tb> 129 <SEP> 46 <SEP> 52 <SEP> 39
<tb> 98 <SEP> 10 <SEP> 51 <SEP> 36
<tb> 97 <SEP> 51 <SEP> 50 <SEP> 27
<tb> 45 <SEP> 28
<tb>
+) i. = Intensität 2.
Herstellung von cis-3-Mercapto-2-methyl-tetrahydrofuran
2, 38 g (19, 75 mMol) von trans-3-Chlor-2-methyl-tetrahydrofuran (Kp. 1300C bei Atmosphärendruck,
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benen Arbeitsweise) wurden in 20 ml Dimethylformamid gelöst. 3, 42 g (30 mMol) Kaliumthiolacetat wurden der Lösung zugegeben und die Mischung wurde 1 h am Rückflusskühler gekocht. Nach Kühlen wurde die Mischung unter Vakuum abdestilliert und der Rückstand wurde in 50 ml Wasser gelöst. Die wässerige Lösung wurde dreimal mit Chloroform extrahiert und die vereinigten Extrakte wurden mit Wasser gewaschen, über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und verdampft.
Der Rückstand wurde durch eine 10 cm-Vigreux- Säule destilliert, wobei 1, 71 g cis-3-Thioacetoxy-2-methyl-tetrahydrofuran (54%), Kp. = 52 bis 530C bei 0, 2 mm Hg gewonnen wurde.
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von 0,4 M Natriummethoxyd gelöst und die Mischung wurde bei Raumtemperatur über Nacht stehen gelassen.
Danach wurde die Reaktionsmischung mit wässeriger Schwefelsäure angesäuert und mehrere Male mit Chloroform extrahiert. Die vereinigten Chloroformextrakte wurden mit Wasser gewaschen, über Natrium-
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650CMassenwerte :
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<tb>
<tb> m/e <SEP> i. <SEP> % <SEP> +) <SEP> m/e <SEP> i. <SEP> % <SEP>
<tb> 84 <SEP> 30 <SEP> 55 <SEP> 40
<tb> 74 <SEP> 100 <SEP> 46 <SEP> 30
<tb> 73 <SEP> 20 <SEP> 45 <SEP> 80
<tb> 59 <SEP> 20 <SEP> 43 <SEP> 90
<tb> 56 <SEP> 25 <SEP> 41 <SEP> 100
<tb>
+) i. = Intensität Die relative Verweilzeit, verglichen mit 43, 1 min, die für Dodecan ermittelt wurden, betrug 29, 2 min.
3. Herstellung von trans-3- Mercapto-2-methyl-tetrahydrofuran
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92thiolacetat behandelt, wobei 2, 34g (45%) trans-3-Thio-acetoxy-2-methyl-tetrahydrofuran (Kp. 49 bis 50 C bei 3 mm Hg) erhalten wurden. Dieses Produkt (1, 8 g) wurde mit Natriummethoxyd, wie in dem vorstehenden Beispiel beschrieben, hydrolysiert, wobei eine Ausbeute von 0, 85 g an trans-3-Mercapto-2-methyl-te-
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= 1, 4798)Infrarot-Absorptions-Charakteristiken : Maxima bei 2975,2930, 2870,2540, 1453,1385, 1355,1195, 1140,1120, 1075,1018 und 860 cm t.
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Massenwerte :
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<tb>
<tb> m/e <SEP> Intensität% <SEP> m/e <SEP> Intensität <SEP> %
<tb> 84 <SEP> 30 <SEP> 55 <SEP> 40
<tb> 74 <SEP> 100 <SEP> 46 <SEP> 30
<tb> 73 <SEP> 20 <SEP> 45 <SEP> 80
<tb> 59 <SEP> 20 <SEP> 43 <SEP> 90
<tb> 56 <SEP> 25 <SEP> 41 <SEP> 100
<tb>
Die relative Verweilzeit verglichen mit 43, 1 min, die für Dodecan ermittelt wurde, betrug 25,5 min.
4. Herstellung von cis- und trans-3- Mercapto-5-methyl-tetrahydrofuran
5 g (50 mMol) 3-Hydroxy-5-methyl-tetrahydrofuran (Kp. 92 C bei 23 mm Hg, hergestellt nach der von F. C. Hartman und R.Baker in J. Org.Chem. 29 [1964], S. 873 beschriebenen Arbeitsweise) wurden in 30 ml Pyridin gelöst, und es wurden 11,5 g (60 mMol) p-Toluol-sulfonylchlorid bei -1000 zugegeben. Die Mischung wurde 18 h bei Raumtemperatur stehen gelassen. Die Reaktionsmischung wurde in der üblichen
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worden war, wurde das Aceton durch Verdampfen entfernt. Der Rückstand wurde in Wasser gelöst und die wässerige Lösung wurde dreimal mit Dichlormethan extrahiert. Die vereinigten Extrakte wurden gewaschen, getrocknet und bis zur Trockne verdampft.
Destillation des Rückstandes ergab 5,55 g (89%) 3-Thioacetoxy- - 5-methyl-tetrahydrofuran, Kp. 62 bis 63 C bei 1, 3 mm Hg.
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wurden.
Infrarot-Absorptions-Charakteristiken : Maxima bei 2970,2925, 2860,2540, 1440,1380, 1350. 1080, 1050,1015, 890 und 810 cm-1.
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<tb>
<tb> :m/e <SEP> Intensität <SEP> % <SEP> m/e <SEP> Intensität <SEP> %
<tb> 85 <SEP> 46 <SEP> 54 <SEP> 21
<tb> 73 <SEP> 33 <SEP> 47 <SEP> 20
<tb> 60 <SEP> 20 <SEP> 45 <SEP> 48
<tb> 59 <SEP> 17 <SEP> 43 <SEP> 72
<tb> 55 <SEP> 100 <SEP> 41 <SEP> 100
<tb>
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Die relative Verweilzeit, verglichen mit 43, 1 min, die für Dodecan ermittelt wurden, betrug für die trans-Verbindung 27, 3 min und für die cis-Verbindung 27,7 min.
5. Herstellung von 3-Mercapto-2-methyl-4, 5-dihydrofuran
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se, wurden mit 18, 6 g (0, 15 Mol) Kaliumthiolacetat in 100 ml Aceton während etwa 2 h unter Rückfluss gehalten. Nach Kühlen wurde die Reaktionsmischung filtriert und das Filtrat wurde bis zur Trockne verdampft und der Rückstand wurde in Wasser gelöst, Die wässerige Lösung wurde fünfmal mit Chloroform extrahiert und die vereinigten Extrakte wurden gewaschen, getrocknet und verdampft. Die Destillation des Rückstandes ergab 3-Thioacetoxy-2-methyl-4,5-dihydrofuran, Kp. 57 bis 590C/0, 6 mm Hg.
5 g (31, 6 Mol) 3-Thioacetoxy-2-methyl-4,5-dihydrofuran wurden in 156 ml eines 0,4 n Natriummeth- oxyds in Methanol gelöst und bei Raumtemperatur 24 h stehen gelassen. Das Reaktionsprodukt wurde in der üblichen Weise gereinigt, wobei die 3-Mercaptoverbindung erhalten wurde, die durch präparative Gaschromatographie isoliert werden konnte.
Infrarot-Absorptions-Charakteristiken : Maxima bei 2960,2920, 2890,2860, 1740,1663, 1635,1480, 1435, 1400,1380, 1365,1220, 1060,1030, 980,960, 905 und 680 cm-1.
Massenwerte :
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<tb>
<tb> m/e <SEP> Intensität <SEP> % <SEP> m/e <SEP> Intensität <SEP> %
<tb> 116 <SEP> 70 <SEP> 60 <SEP> 24
<tb> 84 <SEP> 22 <SEP> 45 <SEP> 55
<tb> 83 <SEP> 20 <SEP> 43 <SEP> 100
<tb> 73 <SEP> 36 <SEP> 42 <SEP> 20
<tb> 71 <SEP> 19 <SEP> 41 <SEP> 20
<tb>
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Die relative Verweilzeit, verglichen mit 43, 1 min, die für Dodecan ermittelt wurden, betrug 30,6 min.
6. Herstellung von 3-Mercapto-5-methyl-4,5-dihydrothiophen
2 g 5-Methyl-tetrahydrothiophen-3-on (Kp. 68 bis 69, 5 C bei 11 mmHg ; n = 1, 5062), hergestellt nach der von M. A. Gianturco, c. s., Tetrahedron, 20 [1964], S.1763 beschriebenen Arbeitsweise, wurden in 25 ml Äthanol (gesättigt mit Chlorwasserstoff) gelöst und mit Schwefelwasserstoff bei-80 C gemäss der von S. Bleisch und Mayer in Chem. Ber. 100 [19 67], S. 100 beschriebenen Arbeitsweise behandelt. Nach Reinigung der Reaktionsmischung konnte die betreffende Verbindung durch präparative Gaschromatographie isoliert werden.
Infrarot-Absorptions-Charakteristiken: Maxima bei 2960,2920, 2860, 2510,1540, 1445,1425, 1400, 1375,1260, 1205,1080, 930,825, 790,720 und 680 cm.
Massenwerte :
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<tb>
<tb> m/e <SEP> Intensität <SEP> % <SEP> m/e <SEP> Intensität <SEP> % <SEP>
<tb> 132 <SEP> 100 <SEP> 84 <SEP> 36
<tb> 117 <SEP> 95 <SEP> 59 <SEP> 38
<tb> 99 <SEP> 58 <SEP> 58 <SEP> 28
<tb> 97 <SEP> 38 <SEP> 45 <SEP> 100
<tb> 85 <SEP> 37 <SEP> 41 <SEP> 42
<tb>
EMI7.2
1Massenwerte :
EMI7.3
<tb>
<tb> m/e <SEP> Intensität <SEP> % <SEP> m/e <SEP> Intensität <SEP> % <SEP> m/e <SEP> Intensität <SEP> %
<tb> 116 <SEP> 17 <SEP> 55 <SEP> 11 <SEP> 42 <SEP> 50
<tb> 73 <SEP> 13 <SEP> 45 <SEP> 32 <SEP> 41 <SEP> 26
<tb> 72 <SEP> 22 <SEP> 43 <SEP> 100 <SEP> 39 <SEP> 25
<tb> 71 <SEP> 34
<tb>
Die relative Verweilzeit, verglichen mit 43, 1 min, die für Dodecan ermittelt wurden, betrug 29, 0 min.
8. Herstellung von 3-Mercapto-2,5-dimethyl-4,5-dihydrofuran 2, 0 g 2, 5-Dimethyl-tetrahydrofuran-3-on (Kp. 143 C/atm nu 1, 4240), hergestellt nach der von
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wurden in die betreffende Verbindung wie unter 7 beschrieben mit Schwefelwasserstoff übergeführt. Aus dem Reaktionsprodukt wurde die betreffende Verbindung durch präparative Gaschromatographie isoliert.
Infrarot-Absorptions-Charakteristiken : Maxima bei 2975,2925, 2862,2540, 1610,1460, 1450,1378, 1330,1262, 1218,938, 875,830 cm¯t.
Massenwerte :
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<tb>
<tb> m/e <SEP> Intensität <SEP> % <SEP> m/e <SEP> Intensität <SEP> % <SEP> m/e <SEP> Intensität <SEP> % <SEP>
<tb> 130 <SEP> 14 <SEP> 55 <SEP> 10 <SEP> 43 <SEP> 100
<tb> 88 <SEP> 10 <SEP> 53 <SEP> 14 <SEP> 41 <SEP> 13
<tb> 87 <SEP> 12 <SEP> 45 <SEP> 20 <SEP> 39 <SEP> 14
<tb> 71 <SEP> 24
<tb>
Die relative Verweilzeit, verglichen mit 43, 1 min, die für Dodecan ermittelt wurden, betrug 28,5 min.
9. Herstellung von 3-Mereapto-2, 5-dimethyl-4, 5-dihydrothiophen
2, 5-Dimethyl-tetrahydrothiophen-3-on (Kp. 72 bis 82 C bei 12 mm Hg ; nid = 1, 4908) wurde gemäss der von H. A. Gianturco, Tetrahedron 64 (19641, S. 1763 beschriebenen Arbeitsweise aus 4,6 g (0,2 Mol) Natrium, 26 g (0,2 Mol) Methyl-alpha;-mercaptopropionat und 22 g (0,22 Mol) Methylorotonat hergestellt. Nach Reinigung ergab des Reaktionsprodukt 39 g eines öligen Rückstandes, welcher nach Destillation 21,7 g (58%) 2,5-Di-
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methyl-3-carbomethaxy-tetrahydrothiophen-4-on, Kp. 80 bis 84 C bei 0,2 mm Hg, ergab.
Die decarboxyla- tive Hydrolyse des ss-Ketoesters wurde unter Rückfluss während 1 h in 10%iger wässeriger H2SO4 ausgeführt. Nach Reinigung ergab des Reaktionsprodukt 2, 5-Dimethyl-tetrahydrothiophen-3-on in nahezu quantitativer Ausbeute ; Kp. 8000 bei 12 mm Hg.
Das wie beschrieben hergestellte Keton gemäss Beispiel 8 wurde in die betreffende Verbindung umgewandelt und konnte durch präparative Gaschromatographie isoliert werden.
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Massenwerte :
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<tb>
<tb> m/e <SEP> Intensität <SEP> % <SEP> m/e <SEP> Intensität <SEP> %
<tb> 146 <SEP> 90 <SEP> 61 <SEP> 25
<tb> 131 <SEP> 44 <SEP> 59 <SEP> 100
<tb> 113 <SEP> 60 <SEP> 45 <SEP> 55
<tb> 98 <SEP> 38 <SEP> 41 <SEP> 28
<tb> 85 <SEP> 24 <SEP> 39 <SEP> 36
<tb>
Die relative Verweilzeit, verglichen mit 43, 1 min, die für Dodecan ermittelt wurden, betrug 43, 1 min.
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ten, in einem Eisbad gekühlt und es wurde eine Mischung aus 30 ml Äthylacetat und 100 ml Äther zugegeben. Nach Filtrieren wurde die organische Schicht mit Wasser gewaschen, getrocknet und verdampft. Aus dem Rückstand konnte die cis/trans-Mischung von 3-Hydroxy-2-methyl-tetrahydrothiophen isoliert werden.
Die cis/trans-Mischung der Alkohole, die wie vorstehend beschrieben hergestellt worden war, wurde in deren p-Toluolsulfonate durch eine eingangs beschriebene Arbeitsweise umgewandelt.
Die p-Toluolsulfonester wurden, wie für die Herstellungsweise In Beispiel 4 beschrieben, mit Kaliumthiolacetat in Aceton behandelt und in der üblichen Weise gereinigt.
Nach Hydrolysierung des Thiolacetats mit Natriummethoxyd In Methanol während 18 h bei Raumtemperatur wurde Wasser zugegeben und die Flüssigkeit wurde mit CH Cl2 extrahiert. Nach Ansäuerung wurde die wässerige Phase wieder mit CH2 Cl2 extrahiert. Die organische Schicht wurde mit Na2 SO 4 getrocknet und verdampft, wobei cis/trans-3-Mercapto-2-methyl-tetrahydrothiophen erhalten wurde. Die Isomeren wurden, wie vorstehend beschrieben, durch Gaschromatographie isoliert.
Infrarot-Absorptions-Charakteristiken : cis : Maxima bei 2962,2920, 2895,2865, 1456,1442, 1376, 1315,1260, 1200,1170, 1020,960, 680. trans : Maxima bei 2962,2925, 2880,2850, 1450,1440, 1379, 1330,1270, 1200, 670 .
Massenwerte :
EMI8.4
<tb>
<tb> cis- <SEP> Verbindung <SEP> trans- <SEP> Verbindung <SEP>
<tb> m/e <SEP> Intensität <SEP> % <SEP> m/e <SEP> Intensität <SEP> %
<tb> 134 <SEP> 32 <SEP> 134 <SEP> 82
<tb> 85 <SEP> 19 <SEP> 74 <SEP> 70
<tb> 74 <SEP> 38 <SEP> 69 <SEP> 54
<tb> 69 <SEP> 20 <SEP> 67 <SEP> 35
<tb> 59 <SEP> 27 <SEP> 59 <SEP> 26
<tb> 55 <SEP> 28 <SEP> 55 <SEP> 48
<tb> 47 <SEP> 28 <SEP> 47 <SEP> 26
<tb> 45 <SEP> 52 <SEP> 45 <SEP> 36
<tb> 41 <SEP> 100 <SEP> 41 <SEP> 100
<tb> 39 <SEP> 47 <SEP> 39 <SEP> 45
<tb>
EMI8.5
Die relative Verweilzeit, verglichen mit 43, 1 min, die für Dodecan ermittelt wurden, betrug für die cis-Verbindung 41,6 und für die trans-Verbindung 43, 8 min.
11. Synthese von cis/trans-3-Mercapto-5-methyl-tetrahydrothiophen
EMI8.6
<Desc/Clms Page number 9>
Aus dieser Alkoholmischung wurden die p-Toluolsulfonester in der üblichen Weise hergestellt und die letzteren durch Hydrolysierung mit Natriummethoxyd in Methanol in die Thiolacetate und nachfolgend in die betreffende Verbindung umgewandelt. Die Isolierung von 3-Mercapto-5-methyl-tetrahydrothiophen wurde
EMI9.1
l,Massenwerte :
EMI9.2
<tb>
<tb> m/e <SEP> Intensität <SEP> % <SEP> m/e <SEP> Intensität <SEP> % <SEP>
<tb> 134 <SEP> 100 <SEP> 49 <SEP> 88
<tb> 86 <SEP> 42 <SEP> 45 <SEP> 45
<tb> 85 <SEP> 46 <SEP> 43 <SEP> 46
<tb> 84 <SEP> 62 <SEP> 41 <SEP> 52
<tb> 61 <SEP> 36
<tb> 59 <SEP> 38
<tb>
EMI9.3
schriebenen Arbeitsweise mit LiAIH4 reduziert, wobei eine Mischung von Stereoisomeren des 3-Hydro- xy-2, 5-dimethyl-tetrahydrofurans erhalten wurde.
Letztere wurden in die p-Toluolsulfonester umgewandelt und nachfolgend mit Kaliumthioacetat behandelt. Nach Hydrolyse des Thioessigsäureesters mit Natriummethanolat wurde die betreffende Verbindung durch präparative Gaschromatographie isoliert.
Infrarot-Absorptions-Charakteristiken : Maxima bei 2975, 2930,2870, 2540,1458, 1448,1380, 1165, 1125,1100, 1083,951, 916 und 880 cm¯t.
Massenwerte :
EMI9.4
<tb>
<tb> m/e <SEP> Intensität <SEP> % <SEP> m/e <SEP> Intensität <SEP> % <SEP> m/e <SEP> Intensität <SEP> %
<tb> 99 <SEP> 26 <SEP> 73 <SEP> 26 <SEP> 43 <SEP> 53
<tb> 98 <SEP> 19 <SEP> 60 <SEP> 24 <SEP> 39 <SEP> 14
<tb> 88 <SEP> 50 <SEP> 55 <SEP> 100
<tb> 83 <SEP> 8 <SEP> 45 <SEP> 18
<tb>
Die relative Verweilzeit, verglichen mit 43, 1 min, die für Dodecan ermittelt wurden, betrug 20,0 min.
13. Synthese von 3-Mercapto-2, 5-dimethyl-tetrahydrothiophen
EMI9.5
für die entsprechende Sauerstoffverbindung beschriebenen Arbeitsweise mit LiAlH reduziert, in die p-Toluolsulfonester und die Thioacetate umgewandelt und schliesslich in die betreffende Verbindung übergeführt.
Die betreffende Verbindung wurde durch präparative Gaschromatographie isoliert.
Infrarot-Absorptions-Charakteristiken : cis-Verbindung : Maxima bei 2965,2925, 2865,1458, 1450, 1380,1310, 1250,1168, 1025, 1000,992, 938, 680 ; trans-Verbindung : Maxima bei 2965, 2920,2860, 1455, 1448,1378, 1270, 1190, 1168,1020, 997 und 985 cm.
Massenwerte :
EMI9.6
<tb>
<tb> cis-Verbindung <SEP> trans-Verbindung <SEP>
<tb> m/e <SEP> Intensität <SEP> % <SEP> m/e <SEP> Intensität <SEP> %
<tb> 148 <SEP> 36 <SEP> 148 <SEP> 48
<tb> 99 <SEP> 33 <SEP> 99 <SEP> 29
<tb> 67 <SEP> 40 <SEP> 67 <SEP> 46
<tb> 61 <SEP> 90 <SEP> 61 <SEP> 88
<tb> 60 <SEP> 39 <SEP> 60 <SEP> 39
<tb> 59 <SEP> 70 <SEP> 59 <SEP> 67
<tb> 55 <SEP> 100 <SEP> 55 <SEP> 100
<tb> 45 <SEP> 68 <SEP> 45 <SEP> 53
<tb> 41 <SEP> 80 <SEP> 41 <SEP> 70
<tb> 39 <SEP> 72 <SEP> 39 <SEP> 58
<tb>
Die relative Verweilzeit, verglichen mit 43, 1 min, die für Dodecan ermittelt wurden, betrug für die cis-Verbindung 42,4 min und für die trans-Verbindung 44, 7. min.
14. Synthese von 3-Mercapto-2-methyl-4, 5-dihydrothiophen
<Desc/Clms Page number 10>
EMI10.1
stellt nach der von P. Karrer und H. Schmid in Helv. Chim. Acta 27, f1944], S. 124 beschriebenen Arbeitweise, wurden in 25 ml Äthanol (gesättigt mit Chlorwasserstoff) gelöst und bei-80 C wie von R. Mayer in Angew. Chem., Intern. Auflage 3 (1964], 8. 277 beschrieben mit Schwefelwasserstoff behandelt. Aus dem Reaktionsprodukt konnte 3-Mercapto-2-methyl-4, 5-dihydrothiophen durch präparative Gaschromatographie isoliert werden.
Infrarot-Absorptions-Charakteristiken : Maxima bei 2960,2930, 2910,2840, 1585,1435, 1400,1375, 1300,1265, 1149,1020, 850,750, 685,675 cm.
Massenwerte :
EMI10.2
<tb>
<tb> m/e <SEP> Intensität <SEP> % <SEP> m/e <SEP> Intensität <SEP> % <SEP> m/e <SEP> Intensität <SEP> %
<tb> 132 <SEP> 100 <SEP> 98 <SEP> 28 <SEP> 65 <SEP> 19
<tb> 131 <SEP> 29 <SEP> 97 <SEP> 34 <SEP> 59 <SEP> 70
<tb> 99 <SEP> 90 <SEP> 71 <SEP> 23 <SEP> 58 <SEP> 18
<tb> 45 <SEP> 41
<tb>
Die relative Verweilzeit, verglichen mit 43, 1 min, die fürDodecan ermittelt wurden, betrug 48,0 min.
EMI10.3
stellt nach der von 1. 1. Nazarova, B. P. Gusev und V. F. Kucherov in Izv. Akad. Nauk SSSR, Ser Khim [1967], (7) S. 1580 ; Chem. Abstr. 68 2549 P, beschriebenen Arbeitsweise, wurde mit 111 ring Phosphorpentasulfid in 10 ml Toluol während 2 h unter Rückfluss gehalten.
Die betreffende Verbindung wurde durch präparative Gas- chromatographie isoliert.
EMI10.4
EMI10.5
EMI10.6
<tb>
<tb> m/e <SEP> Intensität <SEP> % <SEP> m/e <SEP> Intensität <SEP> %
<tb> IM <SEP> 4, <SEP> 5 <SEP> 95 <SEP> 10
<tb> 128 <SEP> 65 <SEP> 85 <SEP> 25
<tb> 127 <SEP> 22 <SEP> 45 <SEP> 10
<tb> 113 <SEP> 8 <SEP> 43 <SEP> 100
<tb> 96 <SEP> 4, <SEP> 5 <SEP> 39 <SEP> 9
<tb>
Die relative Verweilzeit, verglichen mit 43, 1 min, die für Dodecan ermittelt wurden, betrug 42 min.
16. Synthese von 2, 5-Dimethyl-4-mercapto-tetrahydrofuran-3-on
Eine Lösung von 936 mg 2, 5-Dimethyl-4-benzylthio-2, 3-dihydrofuran-3-on in 50 ml trockenem Äther wurde tropfenweise zu einer verrührten Lösung von 670 mg Natrium in 30 ml flüssigem Ammoniakzugegeben. Während 1 h wurde diesem Gemisch eine zusätzliche Menge von 670 mg Natrium zugesetzt und anschliessend wurde das Gemisch in Wasser ausgegossen, mit Essigsäure angesäuert und mit Chloroform extrahiert. Verdampfung des Lösungsmittels ergab 440 mg eines hellgelben Öls, woraus die betreffende Verbindung durch präparative Gaschromatographie isoliert werden konnte. Die relative Verweilzeit, verglichen mit 43, 1 min, die für Dodecan ermittelt wurden, betrug 22,6 min.
Infrarot-Absorptions-Charakteristiken in CCl : Maxima bei 2990,2940, 2880, 2570, 1775, 1453,1395, 1380,1340, 1288,1220, 1157,1120, 1090,1010, 930,857, 690, 505 cm.
Massenwerte :
EMI10.7
<tb>
<tb> m/e <SEP> Intensität <SEP> % <SEP> m/e <SEP> Intensität <SEP> %
<tb> 102 <SEP> 83 <SEP> 55 <SEP> 19
<tb> 74 <SEP> 100 <SEP> 45 <SEP> 22
<tb> 73 <SEP> 8 <SEP> 43 <SEP> 27
<tb> 69 <SEP> 18 <SEP> 42 <SEP> 9
<tb> 57 <SEP> 15 <SEP> 41 <SEP> 85
<tb>
17. Synthese von 2, 5-Diäthyl-4-mercapto-2, 3-dihydrofuran-3-on 7, 8 g (0, 05 Mol) 2, 50-Diäthyl-4-hdyroxy-2, 3-dihydrofuran-3-on wurden über dessen Benzylmercaptal In die betreffende Verbindung umgewandelt. Die betreffende Verbindung wurde durch präparative Gaschromatographie aus dem Reaktionsprodukt isoliert.
Die relative Verweilzeit, verglichen mit 43, 1 min, die für Dodecan ermittelt wurden, betrug 57, 6 min.
Infrarot-Absorptions-Charateristiken in CCl4: Maxima bei 2970, 2940,2880, 2550,1708, 1600, 1466,
<Desc/Clms Page number 11>
1390,1370, 1160,1013, 942 cm¯t.
Massenwerte :
EMI11.1
<tb>
<tb> m/e <SEP> Intensität <SEP> % <SEP> m/e <SEP> Intensität <SEP> % <SEP>
<tb> 172 <SEP> 60 <SEP> 55 <SEP> 17
<tb> 157 <SEP> 24 <SEP> 53 <SEP> 22
<tb> 115 <SEP> 43 <SEP> 45 <SEP> 33
<tb> 71 <SEP> 19 <SEP> 43 <SEP> 28
<tb> 57 <SEP> 100 <SEP> 41 <SEP> 16
<tb>
18. Synthese von 2,5-Diäthyl-4-mercapto-tetrahydrofuran-3-on
Eine Lösung von 1, 4 g 2,5-Diäthyl-4-benzylthio-2,3-dihydrofuran-3-on in 50 ml trockenem Äther wurde mit 0, 88 g Natrium in flüssigem Ammoniak behandelt. Nach Aufarbeitung des Reaktionsgemisches konnte die betreffende Verbindung durch präparative Gaschromatographie isoliert werden. Die relative Verweilzeit, verglichen mit 43, 1 min, die für Dodecan ermittelt wurden, betrug 51, 9 min.
EMI11.2
:Massenwerte :
EMI11.3
<tb>
<tb> m/e <SEP> Intensität <SEP> % <SEP> m/e <SEP> Intensität <SEP> %
<tb> 116 <SEP> 75 <SEP> 60 <SEP> 31
<tb> 102 <SEP> 30 <SEP> 55 <SEP> 100
<tb> 88 <SEP> 62 <SEP> 54 <SEP> 39
<tb> 74 <SEP> 77 <SEP> 45 <SEP> 28
<tb> 73 <SEP> 42 <SEP> 41 <SEP> 45
<tb>
19. Synthese von 3-Mercapto-2-propyl-tetrahydrofuran
Eine Lösung von 2, 3-Dichlortetrahydrofuran (40 g, 0, 28 Mol) in 80 ml trockenem Äther wurde langsam und tropfenweise zu einem gut verrührten, eiskalten, aus 1-Brompropan (57 g, 0, 46 Mol) und kleinen Magnesiumstreifen hergestellten Grignard-Reagens zugegeben. Nach Lagerung bei Raumtemperatur während einer Nacht wurde das zurückgebliebene Grignard-Reagens unter Rühren und durch äussere Kühlung mittels schonender Zugabe einer kalten Lösung von Ammoniumchlorid zerlegt.
Die ätherische Schicht wurde abgetrennt und die wässerige Schicht wurde mit konz. Salzsäure angesäuert und anschliessend mit Äther ex-
EMI11.4
Destillation(3, 76 g) wurde mit Natriummethoxyd hydrolysiert, wobei 2, 5 g der gemischten eis-und trans-3-Mercapto- - 2-propyltetrahydrofurane, Kp. 600C/3, 5 mm Hg, erhalten wurden.
Infrarot-Absorptions-Charakteristiken (flüssig) : Maxima bei 2950,2930, 2870,2540, 1463,1450, 1378, 1355,1116, 1065,1040, 955,830 cm-i. Massenwerte :
EMI11.5
<tb>
<tb> m/e <SEP> Intensität <SEP> % <SEP> m/e <SEP> Intensität <SEP> %
<tb> 112 <SEP> 8 <SEP> 55 <SEP> 18
<tb> 103 <SEP> 20 <SEP> 45 <SEP> 12
<tb> 84 <SEP> 11 <SEP> 43 <SEP> 20
<tb> 74 <SEP> 100 <SEP> 41 <SEP> 68
<tb> 73 <SEP> 15
<tb> 71 <SEP> 16
<tb>
20. 4-Hydroxy-5-methyl-2, 3-dihydrofuran-3-on (0, 5 g) wurden in Wasser (30 ml) gelöstund mit Schwefelwasserstoff (15 g) während 4 h bei 95 bis 100 C in einem mit Glas ausgekleideten Autoklaven umgesetzt. Am Ende der Reaktionszeit wurde die Mischung gekühlt und in Eiswasser (100 ml) gegossen und fünfmal mit Dichlormethan extrahiert.
Die vereinigten Extrakte (125 ml) wurden bei Atmosphärendruck auf 10 ml konzentriert und der konz. Dichlormethanextrakt wurde durch Gas-Flüssigkeits-Chromatographie in einer 600 x 0, 4 cm Glassäule mit einem silanierten Siliziumdioxydgel als Träger analysiert. Diestationäre. Phase bestand zu 10% aus einer Mischung von beständigen Alkanen und zu 1% aus einem Polyäthylenglykoläther mit einem Molekulargewicht von oberhalb 20000 ; die Temperatur war wie folgt programmiert :
von 60 bis 220 C
<Desc/Clms Page number 12>
EMI12.1
EMI12.2
<Desc/Clms Page number 13>
EMI13.1
EMI13.2
<Desc/Clms Page number 14>
EMI14.1
EMI14.2
EMI14.3
<Desc/Clms Page number 15>
21. 4-Hydroxy-2, 5-dimethyl-2, 3-dihydrofuran-3-on (0, 5g) wurde mit Schwefelwasserstoff (15 g) behandelt und wie unter 20. beschrieben analysiert.
Aus dem Reaktionsprodukt wurden die folgendenKomponen- ten isoliert und Identifiziert :
EMI15.1
EMI15.2
EMI15.3
<tb>
<tb> In <SEP> Ig
<tb> getrocknetes <SEP> Fleisch <SEP> 5
<tb> Salz <SEP> 8
<tb> Mononatriumglutamat <SEP> (MSG) <SEP> 2
<tb> Proteinhydrolysat <SEP> 1
<tb> getrocknete <SEP> Zwiebel <SEP> 5
<tb> geröstet <SEP> Zwiebel <SEP> 5
<tb> Tomatenpulver <SEP> 4
<tb> Paprikapulver <SEP> 3
<tb> Rindertalg <SEP> 10
<tb> Maisstärke <SEP> 25
<tb> Kräuter <SEP> und <SEP> Gewürze <SEP> 4
<tb>
Gemäss diesemRezept wurden 2 Teilmengen hergestellt, und jede Teilmenge wurde dazu benutzt, um 11 Gulaschsuppe durch Kochen mit 11 Wasser während 20 min herzustellen.
Zu der ersten Teilmenge wurde 0, 5 ml Äthanol zugegeben, während zu der zweiten Teilmenge 0, 5 ml Äthanol mit einem Gehalt von 5 mg 3- Mercapto-2-methyl-tetrahydrofuran (vgl. 3. ) zugegeben wurde. Beide Suppen wurden durch eine Prüfergruppe aus 12 Personen verglichen. Die Mehrheit der Prüfergruppe bevorzugte die Suppe, in der das 3-Mercapto-2-methyl-tetrahydrofuran einverleibt worden war. Die Prüfergruppe gab als Grund für diese Bevorzugung das ausgesprochenere fleischartige Aroma des betreffenden Produktes an.
Beispiel 2 : Es wurde eine Hühnersuppe aus den folgenden Bestandteilen hergestellt :
<Desc/Clms Page number 16>
EMI16.1
<tb>
<tb> g
<tb> Salz <SEP> 7
<tb> Mononatriumglutamat <SEP> (MSG) <SEP> 1
<tb> Fleischextrakt <SEP> 2
<tb> Proteinhydrolysat <SEP> 1 <SEP>
<tb> Hühnerstuckchen <SEP> 4
<tb> Nudeln <SEP> 25
<tb> Hühnerfett <SEP> 7
<tb> Kräuter <SEP> und <SEP> Gewürze <SEP> 4
<tb>
Diese Bestandteile wurden mit 11 Wasser 10 min gekocht, wonach eine Lösung von 0, 1 mg 3-Mercapto- - 5-methyltetrahydrofuran (vgl. 4. ) in 0, 5 ml Äthanol zugegeben wurde.
Dies ergab eine Suppe mit einem volleren, ausgesprocheneren Hühneraroma im Vergleich mit der Suppe ohne zugesetzten Aromastoff.
EMI16.2
EMI16.3
<tb>
<tb> 3 <SEP> :g
<tb> Kartoffelstärke <SEP> 15
<tb> Zwiebelpulver <SEP> 2, <SEP> 5 <SEP>
<tb> Mononatriumglutamat <SEP> (MSG) <SEP> 3
<tb> Rindertalg <SEP> 20
<tb> Mehl <SEP> 15
<tb> Caramel <SEP> 1,6
<tb> Pfeffer <SEP> 0, <SEP> 02 <SEP>
<tb> Lorbeerblätter <SEP> 0, <SEP> 02 <SEP>
<tb> Nelke <SEP> 0, <SEP> 02 <SEP>
<tb> Natriumchlorid <SEP> 8
<tb> Proteinhydrolysat <SEP> 4
<tb> Rindfleischextraktpulver <SEP> 2
<tb> Tomatenpulver <SEP> 1
<tb>
Die Kartoffelstärke und das Mehl wurden zu dem geschmolzenen Rindertalg unter dauerndem Rühren zugegeben. Die andern Bestandteile wurden gemischt und in gleicher Weise zu dem Rindertalg zugesetzt.
Die ganze Mischung wurde in 11 Wasser gekocht. Die so erhaltene Sauce wurde in 2 Teilmengen von 500 ml geteilt. Zu der ersten Teilmenge wurde 0, 5 ml Äthanol zugegeben und zu der zweiten Teilmenge wurden 2, 5 mg 3-Mereapto-2-methyl-4, 5-dihydrofuran (vgl. 5.), gelöst in 0, 5 ml Äthanol, zugesetzt.
Beide Saucen wurden durch eine Prüfergruppe aus 14 Personen verglichen. Die Sauce, welche 3-Mer- capto-2-methyl-4, 5-dihydrofuran enthielt, wurde von 12 Personen wegen ihres ausgesprocheneren fleischartigen Aromas bevorzugt.
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EMI16.5
<tb>
<tb> 4 <SEP> : <SEP> Es <SEP> wurde <SEP> eine <SEP> pulverformige <SEP> Würze <SEP> mit <SEP> den <SEP> folgenden <SEP> Bestandteilen <SEP> hergestellt <SEP> :g
<tb> Fleischextraktpulver <SEP> 4
<tb> Salz <SEP> 5
<tb> Mononatriumglutamat <SEP> (MGS) <SEP> 3
<tb> 5- <SEP> Ribonucleotide <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP>
<tb> Proteinhydrolysate <SEP> 2
<tb> Zwiebelpulver <SEP> 0, <SEP> 2 <SEP>
<tb> Selleriesalz <SEP> 0, <SEP> 2 <SEP>
<tb> Pfeffer <SEP> 0, <SEP> 02 <SEP>
<tb> Maltodextrin <SEP> 0, <SEP> 3 <SEP>
<tb>
Ein zweites Gewürzpulver wurde gemäss diesem Rezept hergestellt.
Der einzige Unterschied bestand darin, dass in diesem Fall das Maltodextrin 10 mg 3-Thioacetoxy-2-methyl-4,5-dihydrofuran je Gramm (vgl. 5. ) enthielt. 12 g von beiden Würzpulvern wurden in 11 heissem Wasser gelöst und durch eine Prüfergruppe aus 12 Personen geprüft. Das Würzpulver, welches das 3-Thioacetoxy-2-methyl-4, 5-dihydrofuran enthielt, wurde einstimmig wegen seines ausgesprocheneren fleischartigen Aromas bevorzugt.