AT337946B - Verfahren und vorrichtung zum isolieren von hohlraumen in bauwerken - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum isolieren von hohlraumen in bauwerkenInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F16L—PIPES; JOINTS OR FITTINGS FOR PIPES; SUPPORTS FOR PIPES, CABLES OR PROTECTIVE TUBING; MEANS FOR THERMAL INSULATION IN GENERAL
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und auf Vorrichtungen zum Isolieren von Hohlräumen bzw. darin verlegten Kabeln, Rohrleitungen u. dgl. in Bauwerken, unter Einbringung von Schaumkunststoffen auf Polystyrolbasis. Vorgefertigte Formkörper aus diesem Werkstoff in Form von Halbzylinderschalen zur Isolierung von in Kabelschächten oder Kanälen verlaufenden Rohrsträngen sind bekannt ; ihr Einsatz erfordert jedoch eine grosse Vorratshaltung im Hinblick auf die breit gestreuten Rohrdurchmesser, und ihr Einbau ist arbeitsintensiv. Das Ausfüllen von Hohlräumen in Bauwerken mit Schäumen auf der Basis von Polyurethan, Harnstoffharzen, Phenolharzen u. dgl. ist bekannt, jedoch hat man dabei sowohl Verarbeitungsschwierigkeiten als auch Materialnachteile, wie das Schwinden der meist verwendeten Zweikomponentensysteme, in Kauf zu nehmen. Erfindungsgemäss werden diese Nachteile beseitigt, indem man so verfährt, dass der rohe oder bzw. vorgeschäumte Schaumkunststoff, gegebenenfalls in Mischung mit andern Isolierstoffen, in die Hohlräume geschüttet und durch eine fortschreitende ortsveränderliche Wärmebehandlung, z. B. mittels eines Strahles von Sattdampf oder überhitztem Wasserdampf oder von Heissluft, die vollständige Aufschäumung des eingeschütteten Materials herbeigeführt wird. Nach dem Wesen der Erfindung erfolgt somit die Verarbeitung von blähfähigem Schaumkunststoff auf Basis von Polystyrol direkt auf der Baustelle, u. zw. in der Weise, dass das blähfähige Polystyrol entweder als Rohstoff oder als vorgeschäumtes Material oder als Mischung beider in Hohlräume eingefüllt wird, wobei das Aufschäumen und Verschweissen durch Einführen einer den örtlichen Gegebenheiten angepassten Lanze erfolgt, durch welche die für die Verschweissung notwendige Wärmeenergie eingebracht wird. Als Wärmeenergieträger kommen in Anwendung Sattdampf, überhitzter Wasserdampf oder Heissluft. Nach einem weiteren Mermal der Erfindung ist es vorteilhaft, dass die Hohlräume vor dem Einbringen des Schaumkunststoffes vorgewärmt werden, z. B. durch Dampfstrahl, Warmluft, Infrarotstrahlen oder durch direkte Flammeneinwirkung. Eine bevorzugte Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung besteht darin, dass sie eine den örtlichen Gegebenheiten anpassbare rohrförmige Lanze aufweist, die an einem Ende mit einer Quelle für Wasserdampf oder Heissluft verbunden ist und deren Spitze an ihrem andern Ende mit vorzugsweise quer zur Längsachse liegenden Austrittsöffnungen für den Wärmeträger versehen ist, wobei die Lanze gegebenenfalls an der Spitze mit Sprühdüsen für das Einpressen von Klebstoffen zum Verkleben der Füllstoffe versehen ist, so dass durch die anschliessende Wärmebehandlung die Reaktion einleitbar bzw. beschleunigbar ist. Die Lanze besteht sohin im Prinzip aus einem Zuleitungsrohr, das entweder frei, wärmeisoliert oder wärmeisoliert und beheizbar ausgestaltet ist, wobei die Art der Beheizung durch elektrische Energie, Dampf oder Warmluft erfolgen kann. Bevorzugt ist das Lanzenende als Spitze in Form eines Kegels oder einer Pyramide oder als auswechselbar montierter Sprühkopf in Form eines Ringes od. dgl. ausgebildet, wobei die Form der Lanzenspitze dem jeweilig auszuschäumenden Hohlraum entsprechend vorgesehen wird. Die Lanzenspitze, in welche die jeweils erforderliche Anzahl Öffnungen für den Austritt des Wärmeträgers gebohrt ist, dient dazu, den Wärmeträger möglichst rasch, gleichmässig und tief in den aufzuschäumenden, bzw. nachzuschäumenden und zu verschweissenden Schaumkunststoff einzubringen. Die Form der Lanze ist zweckmässigerweise so auszubilden, dass sie nach erfolgter Verschweissung ohne Zerstörung der Isolierschichten wieder herausgezogen und entfernt werden kann, z. B. durch konische Formgebung. Dieser Vorgang des Herausziehens kann auch durch kontinuerliche Wärmezufuhr unterstützt werden. Eine andere Ausführungsform der Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung kann darin bestehen, dass an den Wandungen des Hohlraumes lösbare Anschlussstutzen mit den Hohlraum beaufschlagenden Blasdüsen für den Wärmeträger vorgesehen sind, durch die Wasserdampf oder Heissluft in den Hohlraum einführbar sind. Mit diesen Verfahren und Vorrichtungen nach der Erfindung ist es nun möglich geworden, dass im Hochbau das vielfach verwendete und bestens bewährte schaumfähige Polystyrol auch dort verwendet wird, wo eine Anbringung in Form von Platten oder Halbzylinderschalen bisher unmöglich war. Im Rahmen der Erfindung sind weitere Abänderungen an den beschriebenen Ausführungsformen möglich. So kann nach der Erfindung die Lanze auch dazu verwendet werden, aufschäumfähiges Rohmaterial (z. B. bei Polyurethan ein Gemisch von Isozynaten und Polyolen, bei Harnstoffsächumen von kondensiertem Harnstoff und Stabilisatoren und Detergentien oder von andern aufschäumfähigen Flüssigkeiten) in die mit aufschäumbaren oder mit aufgeschäumten oder mit Mischungen beider oder mit sonstigem elastischem Füllmaterial, z. B. Korkschrot, gefüllten Hohlraum einzubringen, wobei durch die feine Verteilung des aufschäumfähigen Rohmaterials eine gute und möglichst gleichmässige Vermischung zwischen schaumfähigem Material und Füllstoff eintritt und ausserdem durch den elastischen Füllstoff der Schaumdruck teilweise aufgenommen wird, so dass die Wandstärke der Hohlräume oder Formen schwächer bleiben kann. Es kann diese Lanze aber auch dazu dienen, dass durch die Lanze mit z. B. durch Sprühdüsen angepasster Lanzenspitze geeignete Klebstoffe zum Verkleben der Füllstoffe eingepresst werden, wobei durch die anschliessende Wärmebehandlung die Reaktion eingeleitet bzw. beschleunigt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Isolieren von Hohlräumen bzw. darin verlegten Kabeln, Rohrleitungen u. dgl., in EMI2.1 gekenn-andern isolierstoffen, lose in die Hohlräume geschüttet und durch eine fortschreitend ortsveränderliche Wärmebehandlung, z. B. mittels eines Strahles von Sattdampf oder überhitztem Wasserdampf oder von Heissluft, EMI2.2 oder Flammeneinwirkung.3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn zeichnet, dass sie eine den örtlichen Gegebenheiten anpassbare rohrförmige Lanze aufweist, die an einem Ende mit einer Quelle für Wasserdampf oder Heissluft verbunden ist und deren Spitze an ihrem andern Ende mit vorzugsweise quer zur Längsachse liegenden Austrittsöffnungen für den Wärmeträger versehen ist, wobei die Lanze gegebenenfalls an der Spitze mit Sprühdüsen für das Einpressen von Klebstoffen zum Verkleben der Füllstoffe versehen ist, so dass durch die anschliessende Wärmebehandlung die Reaktion einleitbar bzw. beschleunigbar ist. EMI2.3 Form eines Kegels oder einer Pyramide oder als auswechselbar montierter Sprühkopf in Form eines Ringes od. dgl. ausgebildet ist. EMI2.4 Zuleitung für den Wärmeträger beheizbar ist.6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn- zeichnet, dass an den Wandungen des Hohlraumes lösbare Anschlussstutzen mit den Hohlraum beaufschlagenden Blasdüsen für den Wärmeträger vorgesehen sind, durch die Wasserdampf oder Heissluft in den Hohlraum einführbar ist.
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| ATA85875A ATA85875A (de) | 1976-11-15 |
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1975
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| ATA85875A (de) | 1976-11-15 |
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