AT336074B - Flachiges tragwerk, insbesondere bruckentragwerk, sowie verfahren zu dessen herstellung - Google Patents

Flachiges tragwerk, insbesondere bruckentragwerk, sowie verfahren zu dessen herstellung

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AT336074B
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    • E01D19/00Structural or constructional details of bridges
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    • E01D2101/20Concrete, stone or stone-like material
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung betrifft ein flächiges Tragwerk, insbesondere ein Brückentragwerk mit einer Anzahl längsverlaufender nebeneinander verlegter und miteinander durch querverlaufende Spannbewehrungen zu einer
Platte vereinigter, vorzugsweise untereinander gleicher, beispielsweise T-förmig profilierter Träger, die jeweils nur im Bereich ihrer Obergurte (Druckgurte) mit annähernd kongruenten Längsseitenflächen aneinanderstossend miteinander verbunden sind. 



   Ein solches Tragwerk ist beispielsweise in der deutschen Auslegeschrift 1256671 beschrieben. Bei der
Herstellung dieses vorbekannten Tragwerkes war man darauf bedacht, die aneinanderliegenden Flanken der
Druckgurte genau aufeinanderpassend auszubilden, um sie möglichst satt aneinanderliegen zu lassen und die
Notwendigkeit eines Vermörtelns oder Ausbetonierens der Stossfugen zu vermeiden. Die Erfüllung dieser
Massgenauigkeit bedingte jedoch ein überaus   zeit-und müheaufwendiges Herstellungsverfahren ;   ausserdem mussten die Träger in jener Aneinanderreihung verlegt werden, in welcher sie-nebeneinanderliegend durch Stahlbleche voneinander getrennt-gefertigt worden waren. 



   Ziel der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden, eine   mühe-und kostenaufwendige   Präzision bei der
Herstellung der Träger zu ersparen und dennoch keinen Fugenverguss im Tragwerk zu benötigen. 



   Dieses Ziel der Erfindung wird ihrem wesentlichsten Merkmal zufolge dadurch erreicht, dass die Träger im
Bereich ihrer Obergurte über eine Kleber- oder Kittschicht mittelbar miteinander verbunden sind. 



   Die Verbindung von Betonfertigteilen durch Flächenhaftung, insbesondere Klebung, ist an sich bereits seit geraumer Zeit bekannt, und es wurden hiefür auch schon hochqualifizierte Kleber entwickelt. Die Erfindung beruht auf der für die Praxis überaus wertvollen Erkenntnis, dass es bei einem Tragwerk der eingangs bezeichneten Gattung wesentlich vorteilhafter ist, vergleichweise kleine Kontaktflächen der zu verklebenden Träger mit einer besonderen Sorgfalt und mit einem vergleichsweise grösseren Materialaufwand zu einer innigen
Verbindung benachbarter Träger heranzuziehen und auszubilden, als etwa massive Träger über ihre gesamten
Längsseitenflächen, also über verhältnismässig grosse Kontaktflächen, miteinander zu verkleben.

   Die erfindungsgemässe Lösung gestattet es, mit nur wenig Klebefläche und dementsprechend wenig Klebstoff aus einer Anzahl günstig profilierter Einzelträger sinnvoll, gegliederte und dementsprechend sehr wiertschaftlich profilierbare Tragwerksplatten zu bilden, welche zwar-dank der Klebung-trotz ihrer Gliederung echt monolithisch wirken, anderseits aber, wegen des nur geringen Klebstoffaufwandes, mit vergleichsweise geringem   Mühe- und   Zeitaufwand sowie (auch bei Verwendung hochwertiger Kleber) mit nur geringem Kostenaufwand hergestellt werden können. Dabei ergibt sich als weiterer wichtiger Vorteil des Tragwerkes, dass die aus einzelnen Trägern zusammengefügte Tragplatte absolut dicht ist, weil die Haftung der Träger längs ihrer Flanken jedwede Vorkehrung für eine zusätzliche Abdichtung der Längsstossfugen von vornherein überflüssig macht.

   Somit lohnt sich der höhere Kostenaufwand für die hochwertige Haftverbindung mittels eines Klebers insofern, als sich im Rahmen der Erfindung, diese haftend miteinander zu verbindenden Flanken nur über einen relativ geringen Anteil der gesamten Nutzhöhe der Träger erstrecken, demnach nur einen geringen Anteil der gesamten Flankenfläche der Träger ausmachen. 



   Somit ist der Erfindungsgegenstand einerseits von jenen vorbekannten Tragwerken distanziert, bei denen die Träger mit ihren Obergurten über trockene Kontaktflächen aneinanderliegend miteinander verbunden waren, anderseits aber auch von jenen vorbekannten Tragwerken, bei denen die Obergurtplatte aus Trägerobergurten und Ortbetonstreifen zusammengesetzt war, also aus einem Verbundkörper bestand. Bei dem erfindungsgemässen Tragwerk braucht die Kongruenz der Trägerflanken bloss so weit gewährleistet sein, dass Unstimmigkeiten durch eine vergleichsweise dünne Kleberschicht oder Kittschicht ausgeglichen werden können, welche dann auch für die Abdichtung der Längsstossfugen und für die Übertragung der Druck- und Schubbeanspruchungen in diesem Bereich des Tragwerkes zu sorgen vermag. 



   Die Erfindung erstreckt sich des weiteren auf ein Verfahren zur Herstellung eines Tragwerkes mit den eingangs bezeichneten Erfindungsmerkmalen. Diesem Verfahren zufolge werden die Träger zunächst mit einem geringen Abstand der einander zugewendeten Längsseitenflächen voneinander verlegt, sodann werden die zwischen den kongruenten Längsseitenflächen der Träger gebildeten längsverlaufenden Stossfugenräume abgedichtet und sodann mit einem flüssigen oder teigigen Kleber, einer Kittmasse   od. dgl. gefullt   und sodann erfolgt die Querverspannung der Trägerschar mittels der querverlaufenden Spannbewehrungen. 



   Die Querverspannung der Trägerschar erfolgt zweckmässigerweise noch vor der endgültigen Erstarrung (Erhärtung) der zwischen den Längsseitenflächen benachbarter Träger eingebrachten Kleber- oder Kittschichten. 



   Vorteilhafterweise werden die Stossfugenräume von ihrem unteren Bereich ausgehend mit einer allmählich aufwärtssteigenden flüssigen Kleber- oder Kittmasse verfüllt, so dass hiedurch die beste Gewähr für eine wirklich vollständige, luftblasenfreie Verfüllung der gesamten Stossfugenräume gegeben ist. Dieses Verfüllen der Stossfugenräume kann mittels einer in die Stossfugen einführbaren, sich von oben her bis in den unteren Bereich des Stossfugenraumes erstreckenden Düse geringen Durchmessers erfolgen, die allmählich fortschreitend entlang der Stossfuge geführt wird. 



   In den Zeichnungen ist als Ausführungsbeispiel für den Erfindungsgegenstand ein Brückentragwerk 
 EMI1.1 
 eine der längsverlaufenden Stossfugen nach II-II der Fig. 1 und die Fig. 3 und 4 zeigen die in den Fig. 2 und 1 mit III bzw. IV bezeichneten Details in grösserem Massstab. 

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   Das Brückentragwerk besteht im wesentlichen aus den längsverlaufend nebeneinander verlegten und miteinander durch querverlaufende Spannbewehrungen zu einer Platte vereinigten, untereinander gleichen, mit T-förmigem Profil ausgebildeten   Trägern--l   bzw. l'--, die nur im Bereich ihres Obergurtes, nämlich nur im Bereich der Flanken der von den querverlaufenden   Spannbewehrungen --2-- durchsetzten   T-Balken miteinander haftend verbunden sind. Diese Spannbewehrungen--2--, von denen nur die Enden angedeutet sind, befinden sich in hiefür vorgesehenen fluchtenden   Ausnehmungen--3-der Träger-l-,   wie sie aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich sind. 



   Beim dargestellten Ausführungsbeispiel sind die miteinander haftend verbundenen Längsseitenflächen der   Träger--l--eben,   doch können diese kongruenten Flächen im Rahmen der Erfindung zur Erzielung der gewünschten Haftung und/oder zur Förderung des Verbundes innerhalb der aus den   Trägern--l-gebildeten   Platte auch profiliert ineinandergreifend,   z. B.   verzahnt, gestaltet und solcherart haftend miteinander verbunden sein. Es mag fallweise auch tunlich sein, diese Träger mit rauhen kongruenten Längsseitenflächen aneinanderliegend miteinander haftend zu verbinden, wobei natürlich stets die Querverspannung der Träger mittels der   Spannbewehrungen--2--zur   innigen Verbindung der Träger untereinander entscheidend beiträgt. 



   Beim dargestellten und erläuterten Ausführungsbeispiel erfolgt die Verbindung der   Träger--l--   vermittels einer Kleberschicht-4--, bestehend aus einem hochwertigen Kunststoffkleber, wie solche für die Verklebung von Betonfertigteilen bereits seit geraumer Zeit in bewährter Weise eingesetzt werden. Zur Herstellung des Tragwerkes werden die Träger --1-- zunächst mit einem geringen Abstand voneinander verlegt, so dass sich zwischen den Längsseitenflächen der Träger Stossfugenhohlräume bilden. Diese Stossfugenhohlräume werden nun abgedichtet : Beispielsweise können diese Hohlräume unten durch Leisten, Streifen od. dgl. aus elastischem Material abgedichtet werden, die man nach dem Verlegen benachbarter Träger mittels vorher befestigter Zugelemente aufwärtszieht und gegen die Unterkanten der benachbarten Träger presst. 



  Die fluchtenden   Ausnehmungen --3-- benachbarter   Träger kann man durch Ringe aus elastischem Material, z. B. Styropor od. dgl., abdichten. Nun werden die Stossfugenhohlräume mit einem flüssigen oder teigigen Kleber, einer Kittmasse od. dgl. gefüllt und sodann erfolgt die Querverspannung und-Vorspannung der Trägerschar mittels der querverlaufenden Spannbewehrungen--2-- ; diese Querverspannung kann noch vor endgültiger Erstarrung der Kleberschicht erfolgen. 



   Aus den Zeichnungen sind noch verschiedene Details des Brückentragwerkes ersichtlich, die für das Wesen der Erfindung ohne Belang sind, so etwa die   Randbalken-5-an   den oberseitigen Rändern des Tragwerkes, die auf den   Stützen--6--lagernden Unterzüge--7-,   an denen jeder zweite   Träger--l-mittels   der Verankerungen--8--verankert ist, und schliesslich die   Fundamente--9--der   genannten   Stützen--6--   und das Widerlager--10--des Brückentragwerkes. 
 EMI2.1 
 werden, auf welcher eine aus Beton od. dgl. bestehende   Schicht--14--zu   liegen kommt. 



   Wie schon erwähnt, zeichnet sich die erfindungsgemässe Lösung unter anderem dadurch aus, dass die zusammengespannten   Träger--l--mit   der die Stossfugen füllenden Masse, den Kleberschichten-4--, eine absolut dichte Oberfläche bilden und einen nicht nur monolithischen, sondern auch absolut flüssigkeitsdichten Verbund- und Tragkörper ergeben, so dass auf alle andern, einer Abdichtung dienende Hilfsmassnahmen verzichtet werden kann, wodurch sich eine Ersparnis ergibt, die den für die haftende Verbindung der Träger erforderlichen Aufwand bei weitem wettmacht, zumal ja diese haftende Verbindung in einem flächenmässig vergleichsweise geringen Bereich hergestellt werden braucht. 



   Selbstverständlich gibt es im Rahmen der Erfindung noch zahlreiche weitere, an Hand des Ausführungsbeispieles nicht erläuterte bzw. dargestellte Möglichkeiten. Abgesehen von der bereits erwähnten Möglichkeit einer Profilierung und verbundfördernden Verzahnung der kongruent ausgebildeten Trägerlängsseiten, besteht etwa auch noch die Möglichkeit einer Reibungsvergrösserung in den Längsseitenstossfugen durch Aufrauhung der Flächen u. dgl. die Reibung erhöhenden und eine Haftung bewirkenden Massnahmen. 



   In allen Fällen ergibt sich neben dem Vorteil der monolithischen Verbindung der Träger der für die Praxis überaus wertvolle Vorteil, dass das aus den Trägern zusammengesetzte Tragwerk eine einwandfreie Dichte aufweist, welche zusätzliche aufwendige Massnahmen zur Abdichtung von Fugen usw. von vornherein überflüssig macht. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Flächiges Tragwerk, insbesondere Brückentragwerk, mit einer Anzahl längsverlaufender nebeneinander verlegter und miteinander durch querverlaufende Spannbewehrungen zu einer Platte vereinigter, vorzugsweise untereinander gleicher, beispielsweise T-förmig profilierter Träger, die jeweils nur im Bereich ihrer Obergurte <Desc/Clms Page number 3> EMI3.1 dass die Träger zunächst mit einem geringen Abstand der einander zugewendeten Längsseitenflächen voneinander verlegt werden, dass sodann die zwischen den kongruenten Längsseitenflächen der Träger gebildeten längsverlaufenden Stossfugenräume abgedichtet und sodann mit einem flüssigen oder teigigen Kleber, einer Kittmasse od. dgl. gefüllt werden und dass sodann die Querverspannung der Trägerschar mittels der querverlaufenden Spannbewehrungen erfolgt.
    EMI3.2 Trägerschar noch vor der endgültigen Erstarrung (Erhärtung) der zwischen den Längsseitenflächen benachbarter Träger eingebrachten Kleber- oder Kittschichten erfolgt. EMI3.3 Stossfugenräume mittels einer in die Stossfugen eingeführten, sich von oben her bis in den unteren Bereich erstreckenden Düse erfolgt, die allmählich fortschreitend entlang der Stossfuge geführt wird.
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