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Verfahren zur Herstellung von hölzernen Bauelementen
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Die Mörtelschichte bildet beim erfindungsgemässen Verfahren eine Art Überzug der Holzlage und reicht daher nicht über diese hinaus, wodurch sich die Konstruktion grundsätzlich von bekannten unterscheidet, bei denen z. B. eine Betondecke mit einzelnen Holzbalken armiert ist. Es ist auch bekannt, einzelne Bretter allseitig mit einem Zementüberzug zu versehen, um die wetterfest und feuersicher zu machen, wobei es sich aber nicht um grossflächige, aus mehreren Hölzern zusammengesetzte Verbundkörper handelt.
Um das Anhaften der Zwischenschichte an der ganzen Holzfläche zu sichern, wird diese Schichte zweckmässig ohne Zuschlagstoffe aufgebracht.
Diese Zuschlagstoffe sollen in Form von scharfkantigem Sand od. dgl. knapp vor Erhärtung der Zwischenschichte aufgestreut werden und erst nach völliger Erhärtung der Zwischenschichte wird die Betonmörtelschichte selbst aufgebracht, wobei die aus der Zwischenschichte herausragenden Zu- schlagstoffe in vorteilhafter Weise als Verankerung wirken. Für eine einwandfreie Verbundwirkung ist es ferner wichtig, dass die Mörtelschichte nicht zu schwach gewählt wird, um ein Schmäler- bzw. Breiterwerden der Bretter zu verhindern.
Wird beispielsweise für Fichten-oder Tannenholz die Stärke der Mörtelschichte zur Brettdicke mit 1 : 4 angenommen, so ist die durch den fest- haftenden Mörtel erzielte Einspannung genügend, um Änderungen des Holzes in Richtung der
Brettbreite hintanzuhalten.
Das geringste zu- lässige Verhältnis zwischen Mörtel-und Holz- stärke lässt sich im praktischen Anwendungsfall jeweils durch einen Versuch unschwer feststellen.
Durch die anhaftende Mörtelschichte wird ge- meinsam mit den dieser gegenüberliegenden
Querhölzern ein statisch bestimmter Verband ge- schaffen, bei dem auch bei quer zu den Lang- hölzern der Holzlage auftretenden Biegungs- beanspruchungen die Druckspannungen von dem durch die Betonschichte geschaffenen Druckgurt aufgenommen werden. Auf diese Weise wird ein Werfen und Krümmen der Hölzer verhindert, vorausgesetzt, dass die Querhölzer in genügend kleinen Abständen verlegt werden und die Ver- nagelung fachgemäss erfolgt. Im übrigen ist das
Holz auf der Seite der Betonschichte als ein-
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gespannt zu betrachten, so dass ein Schwinden und Quellen bloss senkrecht zu dieser Schichte zugelassen wird, was aber die Verbundwirkung der Konstruktion nicht beeinträchtigt.
In der Zeichnung sind einige beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Die Fig. 1, 3 und 5 zeigen im Schnitt drei verschiedene Ausführungsformen, die Fig. 2, 4 und 6 sind zugehörige, im rechten Winkel hiezu geführte Schnitte und die Fig. 7 und 8 zeigen die Anwendung an gekrümmten Flächen.
Gemäss den Fig. l und 2 ist eine Lage von aneinander gereihten Brettern oder Bohlen 1 unter Zwischenschaltung einer Bindemittelschicht mit einem druckfesten Mörtel 2 belegt. Auf der gegenüberliegenden Seite sind die Bretter 1 durch ein oder mehrere, in Abstand angeordnete, quer zur Faserrichtung der Bretter 1 verlaufende Hölzer 3 durch Nagelung od. dgl. miteinander verbunden. Durch diese Querhölzer 3 werden Zuggurten geschaffen, durch welche das Bauelement auch quer zur Längsrichtung der Bretter 1 biegungsfest gemacht wird.
Nach den Fig. 3,4 sind zwei Holzlagen aus parallelen Brettern oder Bohlen 1 bzw. l'an ihren Aussenseiten mit Mörtelschichten 2 versehen und innen durch in Abstand angeordnete Querhölzer 3 miteinander verbunden. Eine solche Verbundplatte ist in jeder Richtung biegungsfest und kann als Deckenplatte oder tragende Wandplatte (mit aufrecht stehenden Brettern 1, 1') oder sonstige Stützkonstruktion Verwendung finden.
Nach Fig. 5,6 ist von den in Abstand liegenden Querhölzern Abstand genommen, vielmehr sind zwei Lagen aus Brettern oder Bohlen 1 und f unmittelbar aufeinander genagelt, wobei die
Hölzer beider Lagen einen rechten Winkel miteinander einschliessen.
Gemäss der Erfindung können auch gekrümmte
Holzwände, z. B. zur Ummantelung von Gefässen,
Schiffen usw., hergestellt werden, die durch den
Mörtelbelag nicht nur widerstandsfähiger, sondern auch wasserdicht gemacht werden. Nach Fig. 7 ist eine einfache Holzlage 1 einseitig, nach Fig. 8 eine doppelte Lage aus rechtwinkelig zueinander verlaufenden Hölzern 1, l'beiderseitig mit Mörtelschichten 2 belegt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von hölzernen Bauelementen, insbesondere tragenden Wänden oder Deckenplatten, bei dem eine oder zwei Lagen aus nebeneinander gereihten und der Länge nach aneinanderstossenden Langhölzern auf der einen Seite durch quer zu diesen verlaufende Hölzer mittels Nagelung od. dgl. verbunden werden, dadurch gekennzeichnet, dass eine Holzlage (1) auf der den Querhölzern (3) gegenüberliegenden Seite mit einer druckfesten Mörtelschichte (2) versehen wird, die auf der Holzlage entlang einer durchwegs glatten Fläche aufliegt und deren Wandstärke geringer ist als jene der Holzlage, wobei zwischen Holzlage und Mörtelschichte ein an sich bekanntes, am Holz und am Mörtel festhaftendes Bindemittel geschaltet wird.