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Die Erfindung betrifft ein Liegemöbelgestell, bestehend aus einem Tragrahmen und quer zu dessen
Längsträgern im Abstand voneinander angeordneten federnden Latten, wobei die beiden Längsträger des
Tragrahmens zur Aufnahme und Fixierung der Federlatten angeformte Stege aufweisen, zwischen die die Enden der Latten eingeschoben sind.
In der brit. Patentschrift Nr. 416, 620 (Müller) wird ein Tragrahmen eines Liegemöbelgestells beschrieben, dessen Längsteile mit Ausnehmungen versehen sind, in welchen die federnden Querleisten mit Hilfe von nagel- oder schraubenähnlichen Befestigungsmitteln sowohl in ihrer Längs- als auch in ihrer Querbewegung begrenzt werden sollen. Es hat sich bei dieser Ausführung gezeigt, dass einesteils durch die Ausnehmungen an den
Querlatten diese so geschwächt werden, dass sie oftmals ersetzt werden müssen, während anderseits die bei jeder
Bewegung der ruhenden Person sich an den Befestigungsteilen reibenden Querlatten unangenehme und dem
Ruheeffekt abträgliche Geräusche hervorrufen.
Aus der österr. Patentschrift Nr. 292948 ist ein Liegemöbelgestell mit einem Tragrahmen bekannt, bei dem die Querlatten mit Kunststoffschuhen versehen, auf einem an der Innenseite der Längsträger angebrachten Falz aufliegen, und in ihrer Querbewegung durch an den Kunststoffschuhen angebrachte Fortsätze, die in Bohrungen der Längsträger eingreifen, gehindert werden.
In der Praxis hat sich gezeigt, dass die für eine sichere Fixierung der Latten notwendige Grösse der
Fortsätze an den Kunststoffteilen und damit Ausnehmungen an den Längsträgern, diesen nicht unerheblich schwächen, und bei der heutigen Entwicklung zum Stahl- oder Leichtmetallrahmen wesentlich höhere Wandstärken erforderlich machen.
Dazu kommt noch, dass die Vielzahl der erforderlichen Bohrungen eine erhebliche Verteuerung der Konstruktion mit sich bringt, während sich beim Metallrahmen zusätzlich der Nachteil gezeigt hat, dass die durch beim Gebrauch ständig entstehende Bewegung der Fortsätze der Kunststoffschuhe in den scharfen Bohrungskanten die Kunststoffschuhe oft ersetzt werden müssen. Ebenso ist das Einführen der unter
Vorspannung stehenden Latten mit den Kunststoffschuhen in die notgedrungen genau passenden Bohrungen bei der Montage schwierig und führt zu erhöhtem Ausschuss.
In der Schweizer Patentschrift Nr. 518078 ist eine Ausführung eines Liegemöbelgestells beschrieben, bei dem die federnden Querleisten in mit Aussparungen versehenen Hohlprofilen gelagert sind. Dabei hat sich gezeigt, dass bei starrer Ausbildung dieser Hohlprofile eine unerwünschte Übertragung der Bewegung einer beanspruchten Querlatte auf die andern weniger belasteten erreicht wird ; wird anderseits dieses Hohlprofil so elastisch ausgeführt, dass es die Relativbewegung der einzelnen Latten gestattet, so ist eine erforderliche sichere Fixierung der Querlatten in Längsrichtung des Liegerahmens ebensowenig wie eine unbedingt notwendige Sicherung dieser Querlatten bei ungünstiger Belastung möglich, womit diese aus ihrem Sitz rutschen bzw. ausgehoben werden können.
Auch das Einführen der unter Spannung stehenden Latten in diese Ausnehmungen eines elastischen Profils ist nur schwierig möglich.
Die Erfindung versucht, die aufgezeigten Nachteile zu verhindern und eine bestmögliche Federwirkung bei geringsten Fertigungskosten zu ermöglichen.
Dies wird, ausgehend von einem aus einem Tragrahmen und quer zu dessen Längsträgern im Abstand voneinander angeordneten federnden Latten bestehenden Liegemöbelgestell, bei dem die beiden Längsträger des Bettrahmens mit angeformten Stegen ausgestattet sind, zwischen die die Enden der federnden Latten eingeschoben werden, erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass zur Aufnahme der Enden der Federlatten zwischen den Stegen, wie bekannt, Kunststoffhülsen bzw. ein in Rahmenlängsrichtung durchgehendes Plastikprofil oder - band vorgesehen sind. Durch die erfindungsgemässe Kombination ist es möglich, ein für die elastische Lagerung und absolute Geräuschfreiheit der einzelnen Latten bestmöglich geeignetes flexibles Kunststoffmaterial zu
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In einer erfindungsgemässen Ausführung dieses Rahmens wird die Verschiebung der Latten in Längsrichtung des Rahmens dadurch verhindert, dass einer oder beide angeformten Stege jeweils im Bereich zwischen den die Federlatten tragenden Kunststoffhülsen zum andern Steg hin verformt ist bzw. sind, während im Bereich der Federlatten keine Verformung stattfindet. Dadurch werden zwischen den Stegen im Bereich der Federlatten Taschen gebildet, während im Bereich zwischen den Federlatten die Stege durch die Verformung sich annähernd berühren und damit eine Verschiebung der Querlatten in Längsrichtung zuverlässig blockieren.
Diese geformten Taschen bilden eine sichere Fixierung des Abstandes der einzelnen Latten und eine zuverlässige Auflage, ohne deren Längsbewegung und damit Federung, die durch die Kunststoffhülsen der Latten absolut geräuschlos erfolgt, zu beeinträchtigen.
Daneben hat sich aber auch herausgestellt, dass durch den Wegfall sämtlicher Bohrungen und damit unerwünschten Materialschwächungen die Längsträger bei gleicher Festigkeit mit geringerer Wandstärke ausgeführt werden müssen und die Fertigung durch wegfallende Bohrvorgänge einfacher und schneller durchgeführt werden kann. Ebenfalls hat sich gezeigt, dass auch die Montage der Federleisten, die bei andern Ausführungen oft erhebliche Schwierigkeiten mit sich bringt, unerreicht einfach erfolgen kann. Dabei werden auf
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einer Montagevorrichtung die einzelnen Federlatten in die Rahmenlängsteile eingelegt, wobei nicht auf genau passende Bohrungen, Einschubteile usw. geachtet werden muss, wobei vorerst der Abstand der Latten gegeneinander durch Anschläge in der Montagevorrichtung gegeben ist.
Nachdem nunmehr alle Latten eingelegt sind, werden mit einem Pressvorgang alle zwischen den Latten befindlichen Stege eingedrückt, und damit ohne Bohren, Schrauben, Nageln, der Rahmen fertiggestellt. Nachdem die Kunststoffteile keinerlei Kräfte zur Fixierung der Latten aufnehmen müssen, ist auch eine Langlebigkeit der Konstruktion gesichert.
Gemäss der vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung können hiebei die an den Längsträgern angeordneten Stege mit angeformten Nasen versehen sein, die sowohl die zur Aufnahme der Lattenenden vorgesehenen Kunststoffhülsen als auch zwischen diesen angeordnete Distanzkörper gegen Verschiebung in Längsrichtung der Latten sichern, wodurch ein Herausfallen einzelner Distanzkörper und in weiterer Folge eine Veränderung des Abstandes der einzelnen Latten voneinander verhindert wird.
In den Zeichnungen ist die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen : Fig. l einen Schnitt durch einen Längsträger eines Liegemöbelgestells nach einer ersten Ausführungsform der Erfindung, Fig. 2 eine Seitenansicht der Fig. l, die Fig. 3 und 4 in ähnlicher Weise wie Fig. l Schnitte durch einen Längsträger eines Liegemöbelgestells gemäss zweier weiterer Ausführungsformen und Fig. 5 eine Seitenansicht der Fig. 4.
Wie aus dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. l und 2 ersichtlich ist, weisen die Längsträger--l--eines erfindungsgemässen Liegemöbelgestells zwei angeformte parallele Stege--la und Ib--zur Aufnahme der Enden federnder Querlatten --3-- auf. Zur Montage des erfindungsgemässen Liegemöbelgestells werden zunächst die beiden Längsträger--l--auf einer einfachen Montagevorrichtung angeordnet und sodann die mit Kunststoffhülsen--2--ohne jegliche Ansätze versehenen Latten--3--zwischen die Stege--la und Ib-des Längsträgers eingelegt, wobei der Abstand der Latten zueinander durch Ansätze an der Montagevorrichtung bestimmt wird.
Nach dem Einlegen der letzten Latte werden mit einem Presswerkzeug beide oder auch nur ein Steg--la und/oder Ib--, im dargestellten Fall nur der untere, bei der Benutzung des Gestells unsichtbare Steg --1b-- verformt und damit eine absolut sichere Fixierung der Latten --3-- gegeneinander erreicht, trotzdem aber eine Längsbewegung der Latten ermöglicht.
Bei der in Fig. 3 gezeigten Ausführungsform ist an Stelle der einzelnen Kunststoffhülsen-2--ein dem
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das U-Profil ebenfalls verformt wird, um einerseits den gegenseitigen Abstand der Latten sicher zu fixieren, anderseits aber eine ungehinderte Bewegung derselben in Längsrichtung zu gestatten.
Die in den Fig. 4 und 5 dargestellte Ausführungsform sieht ein geringfügig verändertes Profil der Längsträger --1-- vor, bei dem die beiden angeformten Stege--la, Ib--mit zusätzlichen Nasen --7-- versehen sind.
Bei der Montage des Liegemöbelgestells wird in das Profil zunächst wieder eine einfach geformte Kunststoffhülse --2-- zur Aufnahme der Latten eingeschoben, wonach ein ebenso einfacher aber entsprechend grösserer Teil - -6-- als Distanzkörper, danach wieder eine Kunststoffhülse --2-- usw. eingeschoben wird, bis alle Kunststoffhülsen zur Aufnahme der Latten eingebracht sind. Durch die an die Stege angeformten Nasen--7-- sind sodann die Kunststoffhülsen--2-sowie die Distanzkörper --6-- gegen Verschiebung in Längsrichtung der Querlatten gesichert.
Anschliessend wird das Liegemöbelgestell durch Einsetzen der Latten sowie Montage der beiden Querträger (nicht gezeigt) des Rahmens, die gleichzeitig das offene Längsprofil der Längsträger --1-schliessen und damit die Hülsen--2--und Distanzkörper--6--auch gegen Verschiebung in Längsrichtung der Längsträger--l--sichern, fertiggestellt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Liegemöbelgestell, bestehend aus einem Tragrahmen und quer zu dessen Längsträgern im Abstand voneinander angeordneten federnden Latten, wobei die beiden Längsträger des Tragrahmens zur Aufnahme und
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