AT335496B - Warmfester, niobhaltiger feinkornbaustahl und dessen verarbeitung - Google Patents

Warmfester, niobhaltiger feinkornbaustahl und dessen verarbeitung

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AT335496B AT792373A AT792373A AT335496B AT 335496 B AT335496 B AT 335496B AT 792373 A AT792373 A AT 792373A AT 792373 A AT792373 A AT 792373A AT 335496 B AT335496 B AT 335496B
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C38/00Ferrous alloys, e.g. steel alloys
    • C22C38/18Ferrous alloys, e.g. steel alloys containing chromium
    • C22C38/40Ferrous alloys, e.g. steel alloys containing chromium with nickel
    • C22C38/48Ferrous alloys, e.g. steel alloys containing chromium with nickel with niobium or tantalum

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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung betrifft einen warmfesten niobhaltigen Feinkornbaustahl für Grobbleche und Schmiede- stücke zur Herstellung von Kesseltrommeln und andern Druckbehältern. Es ist bekannt, derartigen Stählen zur Verfeinerung des   Primär- und   Sekundärgefüges Niob in der Grössenordnung von 0, 03 bis   0, 06% zuzuge-   ben. Niob-Gehalte   dieser Grössenordnung   bewirken eine wesentliche Verbesserung der Zähigkeit und eine Erhöhung der Warmstreckgrenze. Sie verursachen jedoch eine Empfindlichkeit des Stahles   gegenüber "stress   relief cracking".

   Hiebei handelt es sich um Risse, die durch   Lösungsvorgänge   beim Schweissen und durch   Ausscheidungsvörgänge,   bevorzugt auf den Primärkorngrenzen beim Spannungsfreiglühen, im   Schweissnaht-   übergangsgebiet entstehen. 



   Die Empfindlichkeit eines Stahles gegenüber dieser Rissart kann durch einen Relaxationsversuch nach Murray geprüft werden. Das Prüfverfahren ist beschrieben in "British Welding Journal", Aug. 1967, S. 447 und folgende. Die warmfesten Stähle mit Niobgehalten zwischen 0,03 bis 0, 06% haben bei dieser Prüfung eine Standzeit von nur wenigen Sekunden. 



   Zum Stand der Technik gehört durch die franz. Patentschrift Nr.   1. 515. 961   ein schweissbarer Feinkornbaustahl mit erhöhter Kerbschlagzähigkeit. Dieser Stahl, der im wesentlichen 0, 09 bis 0, 16% C ; 0, 02 bis 0, 06% Nb ; 0, 4 bis 0, 7%   Mo ; 0, 3   bis   0, 8%   Ni und 1, 0 bis   l, 6% mon   enthält, muss im Anschluss an das Abschrecken oberhalb von 6000C angelassen werden. Ausserdem ist für Hochleistungsketten durch die deutsche Auslegeschrift 1608155 ein schweissbarer Stahl mit   u. a. 0, 15   bis   0, 35% C ; 0, 01   bis 0, 06% Nb und 0, 01 bis 0, 06% Ta bekannt. Bei diesem Stahl wird ein Mindestkohlenstoffgehalt von 0, 15%, vorzugsweise   0, 25%,   als ausschlaggebend angesehen. Der Stahl wird im vergüteten Zustand verwendet. 



   Bei den bekannten warmfesten   Stählen Bir Kesseltrommeln   werden die optimalen mechanischen Eigenschaften durch eine Luft- oder auch Wasservergütung erreicht. Dabei werden die Stähle normalgeglüht und nach Luftabkühlung   oder Wasserabschreckung anschliessend   angelassen. In diesem Zustand weisen sie ihre günstigste Schweiss eignung auf, so dass sie normalerweise vor dem Schweissen in der genannten Weise wärmebehandelt werden. Nach dem Schweissen ist in der Regel ein Spannungsfreiglühen erforderlich, das unter Umständen mehrfach wiederholt werden muss. 



   Ausgehend von diesem Stand der Technik wird die Aufgabe der Erfindung darin gesehen, bei einem warmfesten, feinkörnigen, nioblegierten Baustahl für Grobbleche und Schmiedestücke zur Herstellung von Kesseltrommeln und andern Druckbehältern sehr gute Zähigkeitseigenschaften und eine hohe Warmstreckgrenze mit einer Unempfindlichkeit gegenüber dem stress relief cracking zu verbinden und die Wärmebehandlung zu vereinfachen. 



   Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass der Stahl die folgende Zusammensetzung auf- 
 EMI1.1 
 Mo 0, 20 bis   0, 40%,   Cr 0, 20 bis   0, 40%,   Nb 0, 005 bis 0, 015%, Rest Eisen und übliche Verunreinigungen. 



   Überraschenderweise hat der geringe Nib-Gehalt von 0, 005 bis   0, 015%   wohl die Wirkung, dass er die Zähigkeit und   die Warmstreckgrenze   wesentlich verbessert ; jedoch wird die Empfindlichkeit des Stahles ge- 
 EMI1.2 
 Stahl Standzeiten von etwa 30 min. 



     DieAnlassbehandlung   der bekannten   Vergütungsstähle   erfolgt bei Temperaturen zwischen 580 und 750 C, 
 EMI1.3 
 kommt es zu einer unzulässigen Beeinträchtigung der Schweissverbindung bzw. des eingebrachten Schweissgutes. Ausserdem sind die bekannten   Vergütungsstähle   in aller Regel im nicht angelassenen Zustand kaum schweissgeeignet. Durch die Abstimmung der einzelnen Legierungsbestandteile des erfindungsgemässen Stahles aufeinander wurde einmal erreicht, dass die Temperatur für die Anlassbehandlung und das Spannungsfreiglühen nach   demSchweissen   übereinstimmen können.

   Zum andern bewirken   der niedrige Kohlenstoffgehalt,   die Feinkörnigkeit und die Zähigkeit des Werkstoffs und auch seine Widerstandsfähigkeit gegen stress relief cracking, dass seine Schweiss eignung ausreicht, um ein Schweissen im lediglich normalgeglühten, nicht angelassenen Zustand zu ermöglichen. 



   Diese beiden Eigenschaften, nämlich gleiche Temperatur für Anlassen und Spannungsfreiglühen und 
 EMI1.4 
 sparen und mit dem ohnehin erforderlichen Spannungsfreiglühen nach dem Schweissen zusammenzulegen. Auf diese Art kann mit dem erfindungsgemässen Stahl unter Einsparung eines ganzen Arbeitsganges ein preisgünstigeres, gleichwertiges Produkt als mit den Stählen nach dem Stand der Technik hergestellt werden. Bei dem erfindungsgemässen Stahl wird die Schweiss eignung dadurch optimal eingestellt, dass nur geringe Mengen von sich gegenseitig in bezug auf die Warmstreckgrenze positiv beeinflussenden Legierungselemen- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 ten verwendet werden, so dass mit dem geringsten Legierungsaufwand die grösstmögliche Wirkung erzielt wird. 



   Beim Normalglühen und beim Austenitisieren vor einer   Vergütungsbehandlung vor   allem dicker   Ble-   ehe und dickwandiger Teile tritt ein häufig beobachteter Wärmebehandlungsfehler auf. Der   A. 3-Punkt   wurde zwar überschritten, doch die Haltezeit vor allem in der Kernzone reichte nicht aus, um eine vollständige aUmwandlung zu erzielen. Das Sekundärgefüge lässt dann verschiedene Gefügeformen nebeneinander erkennen, die eine gröbere und eine mittlere Korngrösse und geringere Zähigkeiten bewirken.

   Zur Vermeidung dieses Fehlers schlägt die Erfindung vor, dass das Normalglühen der aus dem Stahl gewalzten Bleche und der Schmiedestücke zunächst bei etwa   900C   über   A, 3 erfolgt-das   ist rund   60 C   über der üblichen Austenitisie-   rungstemperatur-und   die Bleche dann langsam auf etwa 20 bis   300C   über Ac3 abgekühlt und nach Temperaturausgleich auf Raumtemperatur abgekühlt werden. 



   Dieses Abkühlen kann entweder an ruhender Luft oder beschleunigt,   z. B.   in Wasser, erfolgen. Das Anlassen und Spannungsfreiglühen der fertig zusammengeschweissten Werkstücke erfolgt vorteilhaft mit einer Haltezeit, deren Dauer in Minuten etwa dem 2-bis 3-fachen der Blechdicke in mm entspricht. Dabei wird auch ein zuverlässiger Abbau der Spannungen erreicht. 



   Im folgenden wird die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles erläutert. 



   Ein Stahl der Zusammensetzung C 0, 14%, Si   0, 37%, Mn 1, 30%,   P 0, 010%, S 0,012%, Al 0,031%,   Cr   0, 33%, Mo 0,33%, Ni 1, 01%, Nb 0, 007%, Rest Eisen wurde bei 9900C normalgeglüht, nach Temperaturausgleich im Ofen auf   9200C   abgekühlt und dann nach weiterem Temperaturausgleich an ruhender Luft abgekühlt und anschliessend bei   6100C   angelassen mit einer Haltezeit von 3 min je mm Blechdicke-das waren bei 40 mm 120 min. Anschliessend erfolgte Abkühlung an ruhender Luft. Die Ergebnisse der Prüfung auf Streckgrenze, Festigkeit, Kerbschlagzähigkeit und der Übergangstemperatur an Pellini-Proben sind als Mittelwert ver- schiedener Einzelversuche in der folgenden Tabelle unter a) angegeben.

   Zum Vergleich wurden Stahlbleche der gleichen Schmelze bei 9300C normalgeglüht, im übrigen wie vorstehend wärmebehandelt. Die Ergebnisse sind unter b) wiedergegeben. 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> 



  Behand-Streckgrenze <SEP> Festigkeit <SEP> Kbz. <SEP> ak <SEP> ISO-Spitzk.-PE <SEP> Übergangs- <SEP> 
<tb> lung <SEP> kp/mm2 <SEP> kp/mm-20  <SEP> quer <SEP> 0 quer <SEP> temp. <SEP> C
<tb> a) <SEP> 53, <SEP> 0 <SEP> 67, <SEP> 2 <SEP> 8, <SEP> 6 <SEP> 17, <SEP> 2-50
<tb> b) <SEP> 52, <SEP> 2 <SEP> 65, <SEP> 8 <SEP> 6, <SEP> 0 <SEP> 9, <SEP> 0-20 <SEP> 
<tb> 
 
Die Ergebnisse der technologischen Prüfung zeigen, dass die Festigkeit und die Streckgrenze durch die   erfindungsgemässe   Behandlung nur unwesentlich, die Zähigkeitswerte jedoch deutlich angehoben wurden. Die Murray-Probe ergab für beide Behandlungsarten Standzeiten von etwa 30 min. Das günstige Verhalten im Relaxationsversuch nach Murray kann also schon allein durch die erfindungsgemässe Zusammensetzung des Stahles auch bei einer ungünstigeren Wärmebehandlung erreicht werden. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Warmfester, niobhaltiger Feinkornbaustahl für Grobbleche und Schmiedestücke zur Herstellung von Kesseltrommeln und andern Druckbehältern, gekennzeichnet durch die folgende chemische   Zusam-   mensetzung   in % :   
 EMI2.2 
 bis 0,40, Mo 0,20 bis 0,40, Nb 0,005 bis 0,015, Rest Eisen und übliche Verunreinigungen. 



   2. Verfahren zur Herstellung von Gegenständen durch Zusammenschweissen von Blechen und Schmiedestücken aus Stahl der Zusammensetzung des Anspruchs   1,   dadurch gekennzeichnet, dass die Bleche und Schmiedestücke in lediglich normalgeglühtem Zustand zusammengeschweisst werden und dass nach dem Schweissen bei einer Temperatur in einem Arbeitsgang das Anlassen und das Spannungsfreiglühen erfolgt.

Claims (1)

  1. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Normalglühen der aus dem EMI2.3 sam auf etwa 20 bis 300C über Ac3 abgekühlt werden und nach Temperaturausgleich auf Raumtemperatur abgekühlt werden. <Desc/Clms Page number 3>
    4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dassdasAnlassenund Span- nungsfreiglühen mit einer Haltezeit erfolgt, deren Dauer in Minuten etwa dem 2- bis 3-fachen der Blech- dicke in mm entspricht.
AT792373A 1973-09-13 1973-09-13 Warmfester, niobhaltiger feinkornbaustahl und dessen verarbeitung AT335496B (de)

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