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Die Erfindung betrifft einen Kranaufbau auf Silos, insbesondere auf Silos aus Kunststoff, bestehend aus einer vorzugsweise im Übergangsbereich zur senkrechten Silowand abgestützten Haltevorrichtung.
Es ist bekannt, Silofräsen über Flaschenzüge einer gegebenenfalls mehrere Siloeinheiten überspannenden Krananlage anzuheben und durch die Dachluke in das Siloinnere zu bringen. Derartige
Krananlagen sind in der Siliertechnik weit verbreitet. Sie bestehen im wesentlichen aus portalähnlichen
Kranbahnstützen, die eine Doppel-T-Profilschiene als Krahnbahn tragen, in welcher eine Laufkatze mit den entsprechenden Flaschenzügen geführt ist. Die exakte Anordnung der einzelnen Kranbahnstützen auf den Silos selbst ist von entscheidender Bedeutung, da nur dann die durchlaufende Kranbahn ordnungsgemäss eingebaut werden kann.
Der Aufbau der Kranbahnstützen ist einigermassen problematisch. Es sind Lösungen bekannt, bei denen die
Kranbahnstützen über angeschweisste Bodenplatten auf Silos durch Verschrauben oder Kleben befestigt sind.
Zumeist sind die Bohrungen für die Schraubenbolzen infolge der dynamischen Kräfte schon nach kurzer Zeit ausgeschlagen und die Stützen schwanken in ihren Halterungen. Dies trifft insbesondere bei modernen
Kunststoffsilos, bei Holzsilos oder Betonsilos mit Kunststoff- oder Holzdach zu, da diese Materialien den
Belastungen nicht gewachsen sind. Man hat auch versucht, bei Kunststoffsilos eine dauerhafte Verbindung durch
Einlaminieren der Bodenplatten zu erreichen. Da dieser Arbeitsvorgang in Höhen von 10 m und mehr auf dem
Silodach durchgeführt werden muss und zudem noch die Lage und Richtung der Kranbahn beachtet werden muss, haben sich vielfach Fehler gezeigt, die nachträglich schwer zu beheben waren. Der Aufbau der Bodenplatte vor der Aufstellung des Silos ist nicht möglich, weil die konkrete Lage der Kranbahn erst nach der Aufstellung des Silos festliegt.
Jede Ungenauigkeit in der Orientierung der Kranbahnstützen führt dazu, dass die
Kranbahnschiene nicht montiert werden kann.
Bei Siloentnahmefräsern ist es bekannt, diese auf einen Kranaufbau über dem Silo aufzuhängen und dem
Bedarf entsprechend abzusenken. Dazu ist eine gerüstartige Haltevorrichtung in Form eines Dreifusses vorgesehen, die sich siloseitig mittels Winkel auf dem oberen, inneren Silorand abstützt. Moderne Silos weisen jedoch ein bis auf eine Luke geschlossenes Silodach auf, so dass die Abstützung in der bekannten Art nicht erfolgen kann.
Die Erfindung zielt darauf ab, einen sicheren, leicht montierbaren und stabilen Kranaufbau für Silos zu schaffen. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass diese Haltevorrichtung ein ein- oder mehrteiliger Ring ist, der einerseits Befestigungs- und Zentrierlaschen zur Lagesicherung auf dem Silo und anderseits
Montagelaschen für die Kranbahnstützen aufweist. Der Ring der bei grossen Silos mehrteilig sein kann, kann auf dem Silodach leicht zusammengesetzt werden. Er enthält schon sämtliche Auflager sowohl für die Abstützung auf dem Silo als auch für die Kranbahnstützen. Zur richtigen Justierung braucht der Ring lediglich in die erforderliche Stellung gedreht werden. Die relative Lage der Auflager zueinander, insbesondere der Montagelaschen für die Kranbahnstützen, ist auf dem Ring starr vorgegeben und braucht nicht mehr berücksichtigt werden.
Die Befestigungslaschen können dabei parallel zum Silodach liegen und mit diesem verschraubt sein. Die
Zentrierlaschen liegen an der senkrechten Silowand an.
Die Befestigungslaschen auf dem Silodach sind nämlich sehr leicht zugänglich und die Schraubverbindung kann einfach hergestellt werden. Somit können die Zentrierlaschen frei von Befestigungselementen gehalten werden.
Ausführungsbeispielse sind in den Zeichnungen dargestellt. Fig. 1 zeigt eine Ansicht eines Silos im Dachbereich mit Kranbahnaufbau, Fig. 2 einen Querschnitt durch die Ringbefestigung als Einzelheit und Fig. 3 eine Kranbahnanlage über die Silos in vereinfachter Darstellung.
Gemäss Fig. 1 ist auf dem Silo--l--ein Ring--2--aufgesetzt, der durch die versetzt angeordneten Befestigungslaschen--3, 3', 3"--und die Zentrierlaschen--4, 4', 4"--gehalten wird. Es können vier, sechs oder mehr solcher Laschen vorgesehen sein. Die Kranbahnstütze--5--ist fussseitig im Bereich der Laschen --3, 4 und 3', 4"--mit dem Ring--2--verbunden. Es kann eine Schweissverbindung vorgesehen sein, doch infolge der einfacheren Handhabung an der Montagestelle sind Schraubverbindungen gemäss Fig. 2 zweckmässiger.
In Fig. 2 ist eine derartige Verbindung als Einzelheit dargestellt. Der Ring--2--, der im Fall des Ausführungsbeispiels rechteckigen Querschnitt hat, stützt sich über die Befestigungslasche--3--auf dem Silodach ab und wird durch die Lasche--4--zentriert. Es ist ferner die Montagelasche--6--vorgesehen, mit welcher ein Fuss der Kranbahnstütze--5--verschraubt ist. Sämtliche Laschen sind mit dem Ring--2-- verschweisst. Die Befestigungslasche trägt Bohrungen für die Schraubverbindung mit dem Silodach.
In Fig. 3 ist eine über die Silos--11, 12, 13--führende Kranbahn dargestellt. Die Kranbahnstützen - -14, 15 und 16 sowie 17-sind wie oben beschrieben auf den Ringen-18, 19, 20-angeordnet. Bei der Montage der Kranbahnaufbauten müssen lediglich die Teile des Ringes zusammengebaut und die Kranbahnstützen angeschraubt werden. Durch Verdrehung der Ringe wird der Kranbahnaufbau positioniert, d. h. exakt in jene Richtung gedreht, in welcher die Schiene--21--montiert werden kann. Erst dann werden die Ringe in ihrer Lage fixiert. Die Ringe können auch etwas kleineren Durchmesser als der Aussendurchmesser des Silos haben, so dass sie weiter innen als im Ausführungsbeispiel dargestellt, liegen.
Dieser Fall ist in Fig. 2 strichliert angedeutet, wobei der Ring mit--22--bezeichnet ist.