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Die Erfindung betrifft eine Walze, insbesondere zum Stützen und Führen eines kontinuierlich gegossenen
Metallstranges in einer Stranggiessanlage, mit einem oder mehreren, auf einer feststehenden Achse drehbar gelagerten Walzenkörper (n).
Stützwalzen zur Abstützung und Führung eines kontinuierlich gegossenen Metallstranges in einer
Stranggiessanlage, insbesondere bei Erzeugung von Brammen werden vorteilhaft in mehrere Walzenkörper geteilt, die auf einer feststehenden Achse drehbar gelagert werden. Dabei wird die Achse zwischen den einzelnen Walzenkörper mittels Achshalter gegen einen hintergreifenden Balken abgestützt. Zur Lagerung der einzelnen
Walzenkörper auf der feststehenden Achse werden die im Maschinenbau üblichen Lager verwendet. Es wurde vorgeschlagen, die einzelnen Walzenkörper an ihren Enden mit Wälzlagern zu versehen, deren Innenring auf die feststehende Achse aufgeschoben und deren Aussenring in entsprechende Ausnehmungen der Walzenkörper eingesetzt wird.
Ein weiterer Vorschlag geht dahin, Gleitlager für die Lagerung der Walzenkörper vorzusehen, wobei Lagerbüchsen in die Enden der Walzenkörper eingesetzt und die Achse zur Erreichung besserer
Laufeigenschaften des Walzenkörpers massverchromt wird. Die Abdichtung der Lager nach aussen erfolgt durch einen Simmerring bei der Wälzlagerkonstruktion und durch einen Lamellenring bei der Gleitlagerkonstruktion.
Bei diesen Konstruktionen der Stützwalzen zeigt es sich jedoch, dass die Lagerung der einzelnen Walzenkörper auf der feststehenden Achse zu Betriebsstörungen Anlass gibt :
Infolge der Verwendung von Wälzlagern mit Innen- und Aussenring weist der Walzenkörper an den
Lagerstellen eine verhältnismässig geringe Wandstärke auf, wodurch Verformungen des Walzenkörpers sowie der
Wälzlager auf Grund des ferrostatischen Druckes und des Brammengewichtes begünstigt werden. Staub und
Feuchtigkeit dringen infolge mangelhaft durchführbarer Abdichtungen in das Lager ein und zerstören den Käfig und die Wälzkörper des Wälzlagers. Ein weiterer Nachteil dieser Wälzlager ist die Empfindlichkeit gegen Überlastung, welcher eine Stützwalze unter anderem beim Ausziehen eines bereits stark abgekühlten Stranges ausgesetzt ist.
In die Walzenkörper eingebaute Gleitlager weisen einen hohen Reibungskoeffizienten auf, da sie, bedingt durch die niedrige Umdrehungszahl von etwa 200 Umdr/h hauptsächlich im Bereich der Grenz- und Mischreibung arbeiten müssen. Dadurch steigt die zum Ausziehen des Stranges benötigte Kraft stark an.
Die Erfindung bezweckt die Vermeidung dieser Nachteile und Schwierigkeiten und stellt sich die Aufgabe, eine Walze der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, deren Lager einen niedrigen Reibungswert aufweist, die keine Schwächung des Querschnittes an den Lagerstellen aufweist, die genügend unempfindlich gegen Staub und
Feuchtigkeit ist und die ausserdem kurzzeitiges Überlasten ohne Beschädigung ihrer Lagerung übersteht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass ein ringförmiger, sich über die gesamte Länge jedes Walzenkörpers erstreckender, durch die Achse einerseits und durch die Längsbohrung des Walzenkörpers anderseits begrenzter Hohlraum mit Nadeln, deren Länge mindestens das Zwanzigfache ihres Durchmessers beträgt, nach der Art eines Nadellagers ausgelegt ist, wobei die Längsbohrung des Walzenkörpers sowie die Achse die Laufbahnen der Nadeln sind. Diese Walze hat den Vorteil, dass die Last entlang der ganzen Länge eines Walzenkörpers auf die Achse übertragen wird, wodurch eine wesentlich höhrere Belastbarkeit der Walze als bisher ermöglicht wird. Ein weiterer Vorteil dieser Walze ist der, dass die Wandstärke eines Walzenkörpers nicht durch den Einbau von Lagerbuchsen oder Lagerringen geschwächt ist.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform weist jeder Walzenkörper zwei in Achsrichtung nebeneinander befindliche Ringe von Nadeln auf.
Zweckmässig ist im Nadelring durch Weglassen einer oder weniger Nadeln ein Umfangsspiel vorgesehen.
Durch dieses Umfangsspiel wird die schädliche Wirkung von Staub und Feuchtigkeit stark vermindert, so dass keine kostspieligen Abdichtungen der Lagerung notwendig sind, sondern mit Lamellenringen das Auslangen gefunden werden kann.
Vorteilhaft bestehen die Nadeln aus Silberstahl.
Die Erfindung ist in den Zeichnungen näher erläutert, wobei Fig. 1 einen Schnitt in Längsrichtung der Achse durch einen Walzenkörper und Fig. 2 einen Schnitt senkrecht zur Achse gemäss der Linie II-II darstellt.
Mit--l--sind die Walzenkörper einer Walze bezeichnet, die auf der feststehenden Achse--2-- drehbar gelagert sind. Die Achse--2--ist jeweils zwischen den einzelnen Walzenkörpern mittels Achshalter --3-- gegen einen nicht dargestellten Träger gestützt. Der durch die Achse--2--einerseits und die Längsbohrung des Walzenkörpers--l--anderseits begrenzte Hohlraum ist mit zwei nebeneinander befindlichen Ringen von Nadeln--4--nach der Art eines Nadellagers ausgelegt. Es ist ersichtlich, dass Nadel an Nadel liegt und kein Nadelkäfig verwendet ist. Ein Umfangsspiel--5--der Nadeln ist aus Fig. 2 ersichtlich. Es beträgt mehr als einen Nadeldurchmesser. Ein Umfangsspiel von mehr als drei Nadeldurchmessern soll jedoch vermieden werden.
Die Länge der Nadeln --4-- beträgt mehr als das Zwanzigfache ihres Durchmessers. Zur Abdichtung der Lagerung dienen drei Lamellenringe--6--, die in einer Ausnehmung--7--der beiderseits des Walzenkörpers angeordneten Anlaufscheiben--8--untergebracht sind. Das Schmiermittel für die Schmierung eines Walzenkörpers wird durch eine in der Achse--2--angeordnete Längsbohrung--9--und über zwei Radialkanäle --10, 10'-- in der Mitte des Walzenkörpers, d. h. zwischen den beiden Nadelringen, zugeleitet. Ein zwischen den Nadelringen angeordneter Distanzring--11--verhindert, dass sich die Nadeln der
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PATENTANSPRÜCHE :
1. Walze, insbesondere zum Stützen und Führen eines kontinuierlich gegossenen Metallstranges in einer
Stranggiessanlage, mit einem oder mehreren, auf einer feststehenden Achse drehbar gelagerten Walzenkörper (n),
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erstreckender, durch die Achse einerseits und durch die Längsbohrung des Walzenkörpers anderseits begrenzter
Hohlraum mit Nadeln, deren Länge mindestens das Zwanzigfache ihres Durchmessers beträgt, nach der Art eines
Nadellagers ausgelegt ist, wobei die Längsbohrung des Walzenkörpers sowie die Achse die Laufbahnen der Nadeln sind.
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