AT331166B - Verfahren und vorrichtung zum spalten von sprodem, massivem material, insbesondere stein u.dgl. - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zum spalten von sprodem, massivem material, insbesondere stein u.dgl.

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AT331166B
AT331166B AT214573A AT214573A AT331166B AT 331166 B AT331166 B AT 331166B AT 214573 A AT214573 A AT 214573A AT 214573 A AT214573 A AT 214573A AT 331166 B AT331166 B AT 331166B
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Ebenseer Betonwerke Gmbh
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28DWORKING STONE OR STONE-LIKE MATERIALS
    • B28D1/00Working stone or stone-like materials, e.g. brick, concrete or glass, not provided for elsewhere; Machines, devices, tools therefor
    • B28D1/22Working stone or stone-like materials, e.g. brick, concrete or glass, not provided for elsewhere; Machines, devices, tools therefor by cutting, e.g. incising
    • B28D1/222Working stone or stone-like materials, e.g. brick, concrete or glass, not provided for elsewhere; Machines, devices, tools therefor by cutting, e.g. incising by pressing, e.g. presses

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Processing Of Stones Or Stones Resemblance Materials (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Spalten von sprödem, massivem Material, insbesondere Stein u. dgl., wobei auf dieses Material längs einer vorbestimmten Spaltebene Druck ausgeübt wird. 



   Ziel der Erfindung ist eine Verbesserung der bisher üblichen Verfahren und eine optimale Verringerung des für die Spaltung erforderlichen Energieaufwandes ; ausserdem soll der beim Brechen von Stein, Beton u. dgl. bisher unvermeidliche Lärm zumindest verringert werden. 



   Mit besonderem Vorteil ist das   erfindungsgemässe   Verfahren dann anwendbar, wenn es sich darum handelt, aus einem vorgefertigten Formling aus Beton od. dgl. durch Spalten einzelne Formsteine herzustellen, die an zumindest einer Seite eine als Sichtfläche verwendbare Spaltfläche aufweisen. In diesem Anwendungsfall zeichnet sich das erfindungsgemässe Verfahren dadurch aus, dass besonders dünne, platten- und scheibenförmige Formsteine mit solchen durch Spalten gewonnenen Sichtflächen hergestellt werden können, ohne dass es beim 
 EMI1.1 
 vorgefertigt werden muss. 



   Neben diesem Anwendungsgebiet eignet sich das erfindungsgemässe Verfahren aber allenfalls auch zur
Anwendung beim Abbruch bestehender Betonbauwerke, beim Aufreissen von Beton-Strassendecken usw. ; ferner auch bei der Gewinnung und Bearbeitung von Natursteinblöcken grosser Härte und Festigkeit. 



   Dem wesentlichsten Erfindungsmerkmal zufolge wird auf das zu brechende Material längs einer vorbestimmten Spaltebene ein Druck mit einer im Wechsel an- und abschwellenden Grösse ausgeübt. 



   In der deutschen Offenlegungsschrift 1950950 ist bereits vorgeschlagen worden, auf einen zu spaltenden
Formling mittels zueinander quer beweglicher, voneinander verschiedener Werkzeuge Drücke alternierend, also im
Wechsel in einer beliebig wählbaren Frequenz auszuüben, d. h. Perioden der Druckeinwirkung der Werkzeuge einer Art wechseln mit Perioden der Druckeinwirkung der Werkzeuge anderer Art aufeinanderfolgend ab. 



   Demgegenüber besteht das Wesen der Erfindung darin, dass die Druckausübung ein und derselben
Werkzeuge auf den Formling mit einer im Wechsel an- und abschwellenden Grösse erfolgt, also mit einer zwischen einem Minimalwert (der auch Null sein kann) und einem Maximalwert regelmässig und stetig schwankenden Grösse. 



   Die Erfindung beruht im wesentlichen auf der Erkenntnis, dass der Bruch eines insbesondere spröden
Materiales bei einem intermittierenden Lastwechsel schon bei viel niedrigeren Zugspannungen erfolgt als bei stetigem Anstieg einer stationären Last auf einen Höchstwert ; die Spaltzugfestigkeit eines spröden, massiven
Materiales ist gegenüber Lasten wechselnder Grösse (Wechsel-, Schwellbelastungen u. dgl. dynamischen Lasten) wesentlich geringer im Vergleich zur Festigkeit gegenüber statischen Lasten, die stetig bis zur Höhe der Bruchlast ansteigen müssen, um den gewollten Bruch herbeizuführen ; dieser Umstand wird im Rahmen der Erfindung nutzbringend ausgewertet. 



   Nach einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens wird die Grösse des auf das Material ausgeübten Druckes in regelmässiger Folge von einem vorzugsweise konstanten Minimalwert auf einen vorzugsweise konstanten Maximalwert verändert. Eine Zeit-Druck-Linie (Zeit-Spannungs-Linie) verläuft demnach in einem Diagramm als Wellen- oder Zickzacklinie mit einer konstanten Amplitude. 



   Die Druckänderungen werden vorzugsweise stetig, d. h. mit stetiger Zu- und Abnahme der Druckgrösse, vollzogen, so dass die Zeit-Druck-Linie im Diagramm etwa in der Form einer Sinuslinie verläuft. 



   Auch die Frequenz der Druckänderungen bleibt im Verlauf des Verfahrens zweckmässigerweise konstant, zumal dann, wenn die Druckänderungen von einem kontinuierlich arbeitenden Erzeuger verursacht bzw. von einem solchen Impulsgeber gesteuert werden. 



   Die Maxima der Druckbeanspruchungen folgen dabei einander mit beliebig wählbarem Zeitabstand, vorteilhafterweise beträgt die Frequenz etwa 1 bis 50 Hz, vorzugsweise 3 bis 10 Hz. 



   Wie schon eingangs erwähnt, genügen bei dem erfindungsgemässen Verfahren weitaus geringere Kräfte zur Durchführung einer Brechung (Spaltung) des Materiales als bei der herkömmlichen Methode, bei welcher es zum Brechen des Materialkörpers der vollen statischen Bruchlast bedarf. Beim   erfindungsgemässen   Verfahren kann die Maximalhöhe des ausgeübten Druckes beträchtlich unterhalb der statischen Bruchlast bleiben, so kann sie jedenfalls weniger als 80% dieser Bruchlast betragen, vorzugsweise nur 25 bis 80% dieser Bruchlast. Die Minimalhöhe des ausgeübten Druckes kann sehr gering sein, sie beträgt jedenfalls weniger als 50% der statischen Bruchlast, vorzugsweise bloss 5 bis 25% dieser Bruchlast. 



   Wie gleichfalls bereits erwähnt, eignet sich das erfindungsgemässe Verfahren besonders auch zur Herstellung von   Bezonformsteinen   mit mindestens einer gebrochenen Sichtfläche ; solche Formsteine können bei Befolgung der erfindungsgemässen Lehre aussergewöhnlich dünn gespalten und sodann beispielsweise als Verkleidungsplatten wirtschaftlich geringen Gewichtes verwendet werden. 



   Dabei empfiehlt es sich, den Körper aus dem zu brechenden Material, also beispielsweise einen vorgefertigten Betonformling, dem zum Brechen (Spalten) erforderlichen dynamischen Druck einer Presse elastisch abgestützt auszusetzen, wobei durch die aufeinanderfolgenden Wechsel der Grösse des Druckes schliesslich in der Spaltebene die Zugfestigkeit des Materiales überbeansprucht wird und es zu einer Spaltung kommt. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Die Erfindung erstreckt sich schliesslich auch auf eine zur Durchführung der oben erläuterten Verfahren geeignete Vorrichtung, deren Merkmale der besseren Verständlichkeit halber nachstehend an Hand der Zeichnung erläutert werden. 



   Diese Zeichnung zeigt in einer einzigen Figur eine Seitenansicht, teilweise einen Schnitt durch ein Ausführungsbeispiel einer solchen Vorrichtung. 



   Ein aus Beton od. dgl. vorgefertigter prismatischer Formling-l-befindet sich zwischen einem oberen   Messerträger--2-,   welcher in an sich bekannter Weise eine Anzahl linear nebeneinander angeordneter, einzeln nachgiebig gelagerter   Messer-3-trägt   und als Werkzeug zur Ausübung des an- und abschwellenden Druckes einen   Kolben-Zylinder-Antrieb --4-- besitzt,   der höhenverstellbar in einer   Führung --5-- lagert.   Die 
 EMI2.1 
    Kolben-Zylinder-Antriebes-4-ist--l--   ist ein weiterer Kolben-Zylinder-Antrieb--9--vorgesehen, der am Querhaupt des Grundrahmens --10-- angebracht ist und dessen   Kolbenstange --11-- im Gelenk --12-- an   den Kolben-Zylinder-Antrieb   --4-- angelenkt   ist.

   
 EMI2.2 
 angeordneten Messern--3--in der Spaltebene gegenüberliegt. Jedenfalls soll durch die elastische Unterlage   - -14-- gewährleistet   sein, dass der   Formling-l--, unter   dem Einfluss des von den   Messern --3-- auf   ihn ausgeübten Druckes gegen die Unterlage ausschwingen kann. 



   Die Wirkungsweise dieser Vorrichtung ist wie folgt : Zunächst wird der Messerträger --2-- mittels des   Kolben-Zylinder-Antriebes --9-- so   weit gegen den   Formling--l--hin   abgesenkt, bis die   Messer--3--   auf der Oberseite des   Formlinges   mit dem vorbestimmten Minimaldruck aufliegen und auf diesen Formling einwirken. Nun tritt der zur Ausübung des an- und abschwellenden Druckes bestimmte Kolben-Zylinder-Antrieb - in Tätigkeit und   übt-zusätzlich   zu dem Minimaldruck - in wechselnder Folge einen an- und abschwellenden Druck auf den   Formling-l--aus,   beispielsweise mit einer Frequenz der Druckmaxima von 3 bis 5 Hz.

   Diese Beanspruchung des Formlinges führt erfahrungsgemäss innerhalb kürzester Frist zu einem exakten Bruch in der vorbestimmten Soll-Spaltebene der Messer-3 und 15--. 



   Im Rahmen der Erfindung stehen neben der dargestellten und erläuterten konstruktiven Lösungen noch zahlreiche weitere Möglichkeiten einer Verwirklichung des Erfindungsgedankens offen. So kann etwa der Druck an- und abschwellender Grösse beliebig ausgeübt und auch beliebig gesteuert werden, sei es mechanisch, hydraulisch, pneumatisch oder auch elektrisch, etwa mittels eines Unwucht-Motors. 



   Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemässen Lösung besteht ferner darin, dass mit einer Vielzahl verschiedener Faktoren auf den Ablauf des Verfahrens Einfluss genommen werden kann, nämlich beispielsweise durch Änderung der Maximal- und Minimal-Druckwerte, durch Änderung der Frequenz der Schwellvorgänge usw. 



  Dadurch wird es ermöglicht, feinfühlig auf die jeweilige Beschaffenheit (Spaltzugfestigkeit, Sprödigkeit) des zu brechenden Materiales Bedacht zu nehmen und gewissermassen für jedes solches Material Optimalwerte der obgenannten Faktoren empirisch zu ermitteln und festzulegen. Als Optimalwerte sind dabei naturgemäss jene Werte anzusehen, bei denen der Bruch bzw. die Spaltung mit möglichst geringem Energieaufwand bzw. möglichst ebenflächig bzw. mit möglichst geringem Anfall von Ausschuss durchführbar ist. 



   Bei der Herstellung von Formsteinplatten mit gebrochener Sichtfläche eröffnet die erfindungsgemässe Lösung die Möglichkeit besonders dünner, als Verkleidungselemente geeigneter Platten. 



   Bei der Anwendung des Verfahrens für den Abbruch von Betonstrassendecken u. dgl. ergibt sich der Vorteil, dass die elastische Auflagerung solcher Materialkörper naturgemäss durch den Strassenunterbau verkörpert wird. 



   Grundsätzlich erbringt die nachgiebige Lagerung des zu brechenden Materialkörpers den Vortiel, dass das Wechselspiel der inneren und äusseren Kräfte dadurch unbehindert ermöglicht wird. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zum Spalten von sprödem, massivem Material, insbesondere Stein u. dgl., wobei auf dieses 
 EMI2.3 


Claims (1)

  1. undd. h. mit stetiger Zu- bzw. Abnahme der Druckgrösse, vollzogen werden, so dass die Zeit-Druck-Linie eines Diagrammes etwa in der Form einer Sinuslinie verläuft. EMI2.4 <Desc/Clms Page number 3> Maximalhöhe des ausgeübten dynamischen Druckes weniger als 80% der statischen Bruchlast, vorzugsweise nur 25 bis 80% dieser statischen Bruchlast des zu spaltenden Materialkörpers beträgt. EMI3.1 Minimalhöhe des ausgeübten dynamischen Druckes weniger als 50% der statischen Bruchlast, vorzugsweise nur 5 bis 25% der statischen Bruchlast des zu spaltenden Materialkörpers beträgt.
    6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder einem der folgenden Ansprüche, EMI3.2 mit einem darauf liegenden, zu spaltenden Formling einem Spalten dieses Formlinges geeigneten, z. B. mit Spaltmessern ausgestatteten Werkzeug zugeordnet ist, wobei Werkzeug und Unterlage zur Ausübung eines EMI3.3
AT214573A 1973-03-12 1973-03-12 Verfahren und vorrichtung zum spalten von sprodem, massivem material, insbesondere stein u.dgl. AT331166B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB2450951A (en) * 2007-07-06 2009-01-14 Anthony Pugh Brick cutting device

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GB2450951A (en) * 2007-07-06 2009-01-14 Anthony Pugh Brick cutting device

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ATA214573A (de) 1975-10-15

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