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Die Erfindung bezieht sich auf eine Fahrtreppe mit einem zwischen seitlichen ortsfesten
Begrenzungssockeln geführten und mit Stufen ausgestatteten Stufenband.
Nach den derzeitig geltenden Ausführungs- und Prüfungsrichtlinien darf bei den bekannten Fahrtreppen dieser Art der beidseitig zwischen den Stufen des bewegten Stufenbandes und den seitlichen ortsfesten
Sockelblechen der Begrenzungssockel zwangsläufig vorhandene Spalt höchstens 4 mm betragen. Obwohl die
Sockelbleche bei Fahrtreppen bekannter Ausführungsformen mit einer reibungsmindernden Kunststoffschicht versehen oder die Oberflächen der Sockelbleche mit einem leichten Kreuzschliff ausgestattet werden, besteht an diesen Spalten noch immer eine Einklemmgefahr. Besonders bei aufwärts bewegtem Stufenband können
Schuhsohlen und Schuhkappen von Kunststoffschuhen oder auch Mantelstoffe zwischen den Seitenkanten der
Stufenbeläge und den Sockelblechen eingeklemmt werden.
Die Einklemmgefahr besteht nicht nur im schrägen
Teil der Fahrtreppen, sondern auch im Bereich des oberen und unteren Bogens, wenn die Stufen in die horizontale Richtung gehoben oder gesenkt werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei Fahrtreppen für deren Benutzer die durch die Spalten zwischen den bewegten Stufen und den feststehenden Sockelblechen bestehende Einklemmgefahr, insbesondere für Schuhsohlen und Schuhkappen, Kunststoffschuhe und Plastikstiefel wie auch Bekleidungsstücke, zu beseitigen. Mit der Erfindung wird das bei einer in der eingangs beschribenen Weise gestalteten Fahrtreppe dadurch erreicht, dass die Begrenzungssockel in den von den Seitenkanten der Stufenbeläge überdeckten
Bereichen über ihre gesamte Länge zum Stufenlauf parallele und am oberen und unteren Bogen gleichmässig zusammenlaufend in die horizontale Richtung geführte Vertiefungen und zwischen diesen Stege als
Begrenzungsflächen aufweisen sowie dass die Stufenbeläge an ihren Seitenkanten mit in die Vertiefungen ragenden Zapfen ausgestattet sind.
Damit wird eine Verzahnung zwischen den Stufenbelägen und den seitlichen Begrenzungssockeln geschaffen, die ein Einklemmen von Schuhsohlen,-kappen Plastikstiefeln oder Mänteln sowie andern
Bekleidungsstücken zuverlässig verhindert. Selbst Plastikstiefel, deren Kunststoff auf ebenen, glatten Flächen einen grossen Haftreibungswert besitzt, werden auf diese Weise vor einem Einklemmen bewahrt. Die mit der
Erfindung geschaffene Verzahnung zwischen den Stufenbelägen und den Begrenzungssockeln ist genau dem
Stufenlauf und der Stufenbewegung angepasst, so dass an keiner Stelle und in keiner Lage eine Querbewegung der
Stufen zu den Vertiefungen in den Begrenzungssockeln auftreten kann. Die zwischen den Vertiefungen verbleibenden Stege bilden die Begrenzungsflächen.
Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Stege zwischen den Vertiefungen im oberen und unteren Bogen zur horizontalen Richtung hin gleichmässig schmaler werden und etwa 10 mm vor Erreichen der Horizontalen enden. In den Bereichen der horizontalen Stufenbewegungen bildet der Vertiefungsgrund im Sockel die Begrenzung. Damit wird ein kontinuierlicher Übergang zwischen den aufwärts oder abwärts bewegten Stufen und der Horizontalen gewährleistet und gerade an diesen Stellen eine Einklemmgefahr ausgeschlossen. In den horizontalen Bewegungsrichtungen ist kein Einklemmen von Plastikstiefeln möglich.
Eine andere Ausführungsform der Erfindung ergibt sich dadurch, dass die Begrenzungssockel in den von den Seitenkanten der Stufenbeläge überdeckten Bereichen mit zum Stufenlauf parallelen und am oberen und unteren Bogen gleichmässig zusammenlaufend in die horizontale Richtung geführten seichten Rillen ausgestattet sind und dass zwischen den Rillen befindliche schmale Stege als Begrenzungsflächen dienen. Damit wird besonders der grossen Adhäsion von Plastikwerkstoffen auf glatten, ebenen Flächen entgegenwirkt und ein Einklemmen von Plastikschuhen oder-stiefeln verhindert. Die zwischen den verbleibenden schmalen Stegen befindlichen Rillen unterbinden ein Festsaugen von Plastikwerkstoffen, so dass Plastikstiefel selbst bei einem erhöhten Andruck an die etwa 2 mm breiten Stege an diesen entlangschleifen, ohne einer Einklemmgefahr ausgesetzt zu sein.
Die Erfindung bietet auch die Möglichkeit, die Begrenzungssockel zwischen den Vertiefungen mit zum Stufenlauf parallelen seichten Rillen und zwischen diesen befindlichen schmalen Stege als Begrenzungsflächen auszustatten. Damit werden zugleich Verzahnungen zwischen den Stufenbelägen und den Begrenzungssockeln sowie an den als Begrenzungsflächen dienenden Stegen geriffelte Oberflächen geschaffen, die einem Festsaugen von Kunststoffen entgegenwirken.
Ferner besteht eine Weiterbildung der Erfindung darin, dass die seichten Rillen etwa 1, 5 mm tief sind und etwa 900-Einschnitte darstellen und dass zwischen den Rillen etwa 2 mm breite Stege als Begrenzungsflächen vorgesehen sind. Auch hier werden die Rillen genau dem Stufenlauf angepasst, so dass an keiner Stelle eine Querbewegung der Stufen zu den Rillen auftreten kann.
Es ist zweckmässig, die Rillen so zu wählen, dass die Rillentiefen am oberen und unteren Bogen im Bereich der 300-Schräge 1, 5 mm betragen und an den Übergängen in die horizontale Richtung gleichmässig bis zu einer Rillentiefe 0 abnehmen. In den horizontalen Bewegungsrichtungen ist kein Einklemmen von Plastikstiefeln möglich.
Je nach der Grösse der Stufenbeläge und den Krümmungsradien am oberen und unteren Bogen hat es sich als günstig erwiesen, die Stufenbeläge an ihren Seitenkanten mit 5 bis 8 in gleichen Abständen angeordneten in die Vertiefungen ragenden Zapfen auszustatten. Damit werden einerseits Einklemmungen zwischen den
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Stufenbelägen und den Begrenzungssockeln ausgeschlossen und anderseits Verklemmungen der Stufen in den Vertiefungen beim Übergang der Stufen aus Aufwärts- und Abwärtsbewegungen in horizontale Bewegungen vermieden.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen veranschaulicht. Es zeigen : Fig. l eine Seitenansicht eines Teils eines seitlichen ortsfesten Begrenzungssockels, der zum Stufenlauf parallele Vertiefungen und zwischen diesen Stege als Begrenzungsflächen aufweist, mit in die Vertiefungen ragenden Zapfen eines Stufenbelages einer Stufe der Fahrtreppe, Fig. 2 einen Querschnitt durch den Begrenzungssockel nach der Linie II-II in der Fig. l, Fig. 3 in perspektivischer Darstellung zwei Stufen einer Fahrtreppe, deren seitliche ortsfeste Begrenzungssockel mit parallel zum Stufenlauf geführten seichten Rillen und zwischen diesen befindlichen schmalen Stegen als Begrenzungsflächen ausgestattet ist, Fig. 4 einen Querschnitt durch den Begrenzungssockel nach der Linie IV-IV in der Fig. 3 in vergrössertem Massstab, Fig.
5 einen Querschnitt durch einen Begrenzungssockel, zwischen dessen Vertiefungen zum Stufenlauf parallele seichte Rillen und zwischen diesen schmale Stege als Begrenzungsflächen vorgesehen sind.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 und 2 ist eine nicht dargestellte Fahrtreppe mit zwischen seitlichen ortsfesten Begrenzungssockeln --1-- auf einem ebenfalls nicht gezeichneten Stufenband geführten Stufen--2--ausgestattet. Die Begrenzungssockel--l-sind in den von den Seitenkanten --3-- der Stufenbeläge-4--überdeckten Bereichen über ihre gesamte Länge mit zum Stufenlauf parallelen und am oberen und unteren Bogen gleichmässig zusammenlaufend in die horizontale Richtung geführten Vertiefungen - versehen. Zwischen den Vertiefungen sind Stege-6-als Begrenzungsflächen vorgesehen.
Die Stufenbeläge --4-- sind an ihren Seitenkanten --3-- mit in die Vertiefungen --5-- ragenden Zapfen - 7-ausgestattet.
Die Stege--6--zwischen den Vertiefungen --5-- werden am oberen und unteren Bogen zur horizontalen Richtung hin gleichmässig schmaler und enden etwa 10 mm vor Erreichen der Horizontalen. Die in
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Betrieb der Fahrtreppe für deren Benutzer Einklemmgefahren für Schuhsohlen, Schuhkappen, Plastikstiefel,
Kunststoffschuhe, Mäntel und andere Bekleidungsstücke in den zwischen den Seitenkanten --3-- der Stufen - bzw. Stufenbeläge-4-und den Begrenzungssockeln --1-- befindlichen Spalten --8-- verhindert werden.
Die Ausführungsform nach den Fig. 3 und 4 zeigt zwei Stufen-9-, die mittels eines nicht gezeichneten
Stufenbandes einer Fahrtreppe zwischen seitlichen ortsfesten Begrenzungssockeln --10-- geführt sind. Die
Begrenzungssockel sind in den von den Seitenkanten --11-- der stufenbeläge --12-- überdeckten Bereichen mit zum Stufenlauf parallelen und am oberen und unteren Bogen gleichmässig zusammenlaufend in die horizontale Richtung geführten seichten Rillen --13-- ausgestattet. Zwischen den Rillen befindliche schmale Stege--14--dienen als Begrenzungsflächen. Die seichten Rillen sind etwa 1, 5 mm tief und stellen etwa
90 -Einschnitte dar. Die zwischen den Rillen befindlichen Stege sind etwa 2 mm breit.
Die Rillentiefen betragen am oberen und unteren Bogen im Bereich der 300-Schräge 1, 5 mm und nehmen an den Übergängen in die horizontale Richtung gleichmässig bis zu einer Rillentiefe 0 ab.
Beim Betrieb der mit den Stufen --9-- ausgestatteten Fahrtreppe verhindern die Rillen--13--ein Einklemmen von Schuhsohlen, Schuhkappen, Kunststoffstiefeln und Bekleidungsstücken in den zwischen den Stufen--9--bzw. deren Stufenbelägen --12-- und den Begrenzungssockeln --10-- befindlichen Spalten - -15--. Die mittels der Rillen --13-- geriffelten Oberflächen der Begrenungssockel-10-verhindern auch ein Festsaugen von dazu neigenden Kunststoffen.
Das Ausführungsbeispiel nach der Fig. 5 zeigt einen Begrenzungssockel-16--, der Vertiefungen --17-- four in diese hineinragende Zapfen --18-- aufweist. Die Zapfen --18-- sind an den Seitenkanten --19-- von Stufenbelägen --20-- bzw. Stufen --21-- einer im übrigen nicht dargestellten Fahrtreppe angeordnet.
Zwischen den Vertiefungen --17-- sind die Begrenzungssockel --16-- mit zum Stufenlauf parallelen seichten Rillen --22-- und zwischen diesen befindlichen schmalen Stegen--23--als Begrenzungsflächen ausgestattet.
Beim Betrieb der Fahrtreppe bilden die Zapfen --18-- zwischen den Stufen --21-- und den Begrenzungssockeln --16-- eine Verzahnung, mit der Einklemmgefahren für Schuhwerk oder Bekleidungsstücke von Benutzern der Fahrtreppe in den zwischen den Stufen--21--bzw. den Stufenbelägen --20-- und den Begrenzungssockeln--16--befindlichen Spalten--24--verhindert werden. Die mittels der seichten Rillen --22-- gebildeten Riffelungen auf den zwischen den Vertiefungen --17-- befindlichen Flächen der Begrenzungssockel --16-- verhindern ein Anhaften oder Ansaugen von dazu neigenden Stoffen, insbesondere elastischen Kunststoffen, aus denen Plastikstiefel oder Kunststoffschuhe bestehen.
Die beschriebenen und andere mögliche Ausführungsformen der Erfindung werden an den Stufenbelägen mit einer Anzahl von Zapfen versehen, die sich vornehmlich nach der Tiefe der Stufen, der Grösse der Stufenbeläge und den Krümmungsradien am oberen und unteren Bogen der Fahrtreppe richtet. Es hat sich
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gezeigt, dass die Stufenbeläge an ihren Seitenkanten zweckmässig mit 5 bis 8 in gleichen Abständen angeordneten, in eine entsprechend gleiche Anzahl von Vertiefungen ragenden Zapfen ausgestattet werden. Selbstverständlich können im Bedarfsfall auch weniger oder mehr als 5 bzw. 8 Zapfen je Stufe bzw. Stufenbelag und dementsprechend viel Vertiefungen zum Aufnehmen der Zapfen verwendet werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Fahrtreppe mit einem zwischen seitlichen ortsfesten Begrenzungssockeln geführten und mit Stufen
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Seitenkanten (3) der Stufenbeläge (4) überdeckten Bereichen über ihre gesamte Länge zum Stufenlauf parallele und am oberen und unteren Bogen gleichmässig zusammenlaufend in die horizontale Richtung geführte Vertiefungen (5) und zwischen diesen Stege (6) als Begrenzungsflächen aufweisen sowie dass die Stufenbeläge (4) an ihren Seitenkanten (3) mit in die Vertiefungen (5) ragenden Zapfen (7) ausgestattet sind.
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