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Die Erfindung betrifft einen Spurwechselradsatz mit am Fahrzeugkasten oder Fahrzeugrahmen bzw. an einem Drehgestellrahmen gelagerter Festachse, wobei jedes Laufrad mit einer Stellbüchse in Verbindung steht, die in axialer Richtung auf der Festachse verschiebbar und in den den verschiedenen Spurweiten entsprechenden
Stellungen gegenüber der Festachse durch einen von der Gleisanlage aus mechanisch steuerbaren Riegel fixierbar ist, der beiden Rädern einer Achse gemeinsam, radial bezüglich der Festachse verschiebbar gelagert und durch eine elastische Kraft (Federkraft) in Eingriffsstellung gehalten ist, wobei die mechanische Vorrichtung zur Bewegung des Riegels in und aus der Verriegelungsstellung mindestens einen um eine bezüglich der Festachse ortsfeste Achse schwenkbaren, durch Führungsschienen beim Vorbeibewegen des Fahrzeuges betätigbaren
Kniegelenkhebel aufweist,
dessen eine stabile Lage der eingerückten Lage des Riegels entspricht, und wobei die Festachse als Hohlachse ausgebildet ist, in deren Innerem der Riegel angeordnet ist, der aus einer Stange besteht, die für jedes verschiebbare Laufrad mindestens einen radial abstehenden Zahn trägt, der zur Festlegung des Laufrades in der der gewünschten Spur entsprechenden Axiallage in Eingriff mit einer Ausnehmung der Stellbüchse bringbar ist, nach Patent Nr. 318699.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Spurwechselradsatz gemäss dem vorgenannten Patent Nr. 318699 so weiterzubilden, dass die Montage und Demontage vereinfacht wird. Erreicht wird dies bei einem Spurwechselradsatz gemäss dem Patent Nr. 318699 dann, wenn gemäss der Erfindung bei Ausbildung des Zahnes als mittels mittels einer Schraube mit der Stange lösbar verbundener Zapfen, dieser Zapfen durch eine radiale Durchbrechung der Stellbüchse hindurch nach aussen ziehbar ist, wobei die Stellbüchse und die Hohlachse an einer diametral zur Durchbrechung angeordneten Stelle eine Radialbohrung aufweisen, durch welche die den Zapfen haltende Schraube ausbaubar ist.
Durch die Erfindung ist eine Möglichkeit eröffnet, ohne Zerlegung des gesamten Radsatzes und auch ohne Anheben der Laufräder, die geschützt im Inneren einer Hohlwelle angeordnete Betätigungsstange für die Verriegelungselemente auszubauen.
Eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemässen Spurwechselradsatzes sieht vor, dass in die Durchbrechung der Stellbüchse für den Ausbau des Zapfens Verschlusskapseln lösbar eingesetzt sind, die ein zentrales Sackloch aufweisen, in welches der Zapfen in der Verriegelungsstellung eingreift. Durch diese Ausgestaltung kann eine Zentrierung des Zapfens bei gleichzeitigem Verschluss der Durchbrechung der Stellbüchse erreicht werden, so dass ein Staubzutritt zu dem Zapfen bzw. zu dessen Führung vermieden wird.
Die Erfindung ist nachstehend an Hand der Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen sind jene Teile, die in den Zeichnungen einander entsprechen, mit der gleichen Bezugsziffer bezeichnet. Dieser Bezugsziffer kann ein erster Kennbuchstabe "a" bzw. "b" zugefügt werden, je nachdem ein links bzw. rechts von der Mitte gelegener Teil bezeichnet wird.
Dabei zeigen Fig. l einen Axialschnitt eines erfindungsgemässen Spurwechselradsatzes, wobei der linke Teil der Zeichnungen der breiten und der rechte Teil der Zeichnungen der schmalen Spur (Normalspur) entspricht, und Fig. 2 in grösserem Massstab eine Teilansicht der in Fig. 1 in der Mitte angeordneten Bestandteile des Spurwechselradsatzes, wobei sich sowohl das rechte als auch das linke Rad in ihrer der schmalen Spur entsprechenden Lage befinden.
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der Festachse angeordnete Stellbüchsen --20a bzw. 20b--die Festachse--5--, die als Hohlachse ausgebildet ist, entlang.
Jede Stellbüchse trägt ein als Längslage ausgebildetes Kugellager--14a bzw. 14b--, welches einen an der Stellbüchse --20a bzw. 20b--befestigten Innenring--15a bzw. 15b--und einen an der Nabe--4a bzw. 4b--des Rades--la bzw. Ib--befestigten Aussenring--16a bzw. 16b--trägt. Ferner trägt diese Nabe--4a bzw. 4b--zwei möglichst weit voneinander entfernte Zylinderrollenlager--6a und 10a bzw. 6b und 10b--.
An jedem ihrer beiden Enden trägt die Festachse--5--eine durch einen auf das Gewinde--19-aufgeschraubte Mutter--18--gesicherte Hülse--17--. Die Mutter --18-- ermöglicht ein Aneinanderpressen und ein Zusammendrücken der auf der Achse befindlichen Zwischenhülsen--34--, wodurch die Biegefestigkeit der von Festachse und Zwischenhülsen gebildeten Baugruppe erhöht wird. Die Lagerung eines jeden Rades erfolgt durch die beiden Rollenlager--6 und 10--und durch ein Axiallager --14--. Das Rollenlager --10-- könnte jedoch auch mit dem Kugellager--14--vereinigt werden.
Ein solches Lager würde dann als Radial/Axiallager wirken.
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ausgebildet, der zwei Zähne--26a und 26b--trägt, wovon ein jeder in eine entsprechende, in jeder Stellbüchse --20a und 20b--angeordnete Ausnehmung--77'--eingreift und die Lage der Stellbüchsen festlegt.
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und zylindrische Abschnitte--69--, die bis zu den Enden der Festachse --5-- reichen. Eine Betätigungsvorrichtung für die Stange--24--ist an jedem Ende der Festachse--5--angebracht. In der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform ist zur Betätigung der Stange--24--ein Kniegelenkhebel--28, 30-vorgesehen. Das Kniegelenk ist mit--71--bezeichnet.
Der Hebel-30--des Kniegelenkhebels greift an einem am Ende der Stange-24-befestigten Halter-68-an und ist dort schwenkbar in einem Lager - gelagert. Der zweite Hebel--28-des Kniegelenkhebels ist an einer an der hohlen Festachse --5-- befestigten Schwenkachse--29--schwenkbar gelagert, die durch ein in den Zeichnungen nicht gezeigtes Verbindungsstück mit der Befestigungsbüchse--17--der Achse--5--verbunden ist. Der Hebel --28-- kann einfach oder doppelt gestaltet und innerhalb oder ausserhalb des andern Hebels --30-- der beiden Kniegelenkhebel angeordnet werden.
Zur Betätigung des Kniegelenkhebels ist der Hebel--30--mit einer Gabel versehen, zwischen deren beide Finger eine Steuerschiene, die im Umspurbereich der Gleisanlage vorgesehen ist, eingreift. Die Gabel könnte beispielsweise durch einen Finger ersetzt werden, oder es könnte zur Betätigung des Kniegelenkhebels ein gelenkiger Schuh vorgesehen werden.
Die in den Zeichnungen veranschaulichte Konstruktion wirkt wie folgt :
Im Normalbetrieb (d. h. solange kein Umspuren erfolgt) wirkt ein in den Zeichnungen nicht gezeigter Anschlag auf den Kniegelenkhebel--28, 30--, um zu verhindern, dass sich der Kniegelenkhebel aus der in den Zeichnungen dargestellten Lage (vollausgezeichneter Linienzug) entfernt.
Die in Fig. 2 dargestellte Lage der Elemente ist stabil, weil über den auf der Riegelstange--24-- befestigten Halter --68-- durch den Kniegelenkhebel ein senkrecht nach unten gerichteter Druck auf beide Enden der Riegelstrange --24-- ausgeübt wird. Dieser Druck wird an die Zähne--26a und 26b-weitergeleitet, welche, wenn sie einmal, je nach der Spurweite, in Sacklöcher --21a und 21b bzw. 22a, 22b-eingerückt worden sind, das Bestreben haben, sich gegen den Boden der Sacklöcher zu bewegen. Da die Zähne --26a und 26b--im Sackloch abgestützt sind, krümmt sich die Stange--24--mit ihren beiden Enden nach unten.
Während des Entriegelungsvorganges drückt eine in den Zeichnungen nicht gezeigte Steuerschiene gegen die Gabel-35-, und überträgt eine waagrechte Kraft auf das Ende des Hebels-30--, so dass sich die Gabel von innen nach aussen bewegt.
Die Verformung der Riegelstange--24--ist am stärksten, wenn die Achsen--67, 29 und 71--in
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Im--26-- treten aus den Sackbohrungen aus, wodurch die Stellbüchsen entriegelt sind und die Axiallage der Räder verändert werden kann.
Um die Verriegelung zu bewirken, genügt es, die oben beschriebenen Vorgänge in umgekehrter Reihenfolge durch die Bewegung der Gabeln-35a und 35b-nach innen auszuführen.
Nach Ausführung des Entriegelungsvorganges erfolgt die Spurveränderung automatisch. Da nämlich jedes
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Stellbüchsen vorzunehmen, wodurch die Räder-l--in der der neuen Spurweite entsprechenden Lage festgesetzt werden.
Ein besonderer Vorteil der in den Zeichnungen veranschaulichten Konstruktion ist darin gelegen, dass fast sämtliche den Axialeinstellungsriegel bildenden Teile ausgebaut werden können, ohne dass die gesamte Radachse zerlegt werden muss, d. h. ohne dass die Räder-la und lb--abgenommen werden müssen. Diese Möglichkeit erleichtert beträchtlich den Betrieb der Anlage, denn sie erlaubt eine bessere überwachung ihres Verhaltens sowie ein öfteres Eingreifen und somit eine frühe Entdeckung eines etwaigen Fehlers in einem Bauteil, dessen Erhaltung für die Betriebssicherheit unerlässlich ist.
Der linke Zahn --26a-- in Fig. 2 ist doppelkegelförmig. Dessen Unterteil hat die Form eines Kegelstumpfes, die derjenigen des Sitzes in der Stellbüchse --20-- entspricht. Der Oberteil des als Zapfen ausgebildeten Zahnes ist ebenfalls kegelstumpfförmig, was den Einbau in die Riegelstange sowie den Ausbau aus dieser Stange erleichtert. Die Ausführungsform des rechten Zahnes--26b--unterscheidet sich von der Ausbildung des linken Zahnes --26a-- dadurch, dass dieser Zahn nur einen Kegelstumpf besitzt und der Oberteil von zwei koaxialen Zylindern gebildet ist. Andere Zahnformen, die sich für die Befestigung in die Riegelstange und für die gute Wirkung in der Stellbüchse eignen, können auch in Betracht kommen.
Aus Fig. 2 ist ersichtlich, dass die der Schmalspurweite entsprechenden Sacklöcher--22--in einer gesonderten Verschlukapsel --74-- angeordnet sind, welche einen an der Stellbüchse --20-- durch einen
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Flansch und einen Schraubansatz-75-befestigten Sitz für den zahn --26-- bildet. Dieser Sitz ist von aussen her abnehmbar, wobei seine Abmessungen es erlauben, dass nach seiner Entfernung der Riegelzahn --26-- auch ausgebaut werden kann ; hiebei ist eine Radialbohrung--77--im Oberteil der Festachse
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undRiegelzähne können danach nach aussen getrieben werden.
Nach der Entfernung dieser Zähne kann die gesamte Riegelbetätigungsvorrichtung von den Achsenenden aus ausgebaut werden, wobei die Riegelstange--24-- ebenfalls herausgenommen werden kann. In andern Worten ausgedrückt : fast sämtliche Teile können ausgebaut, und folglich geprüft und wieder eingebaut werden, ohne dass die Räder abgenommen werden müssen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Spurwechselradsatz mit am Fahrzeugkasten oder Fahrzeugrahmen bzw. an einem Drehgestellrahmen gelagerter Festachse, wobei jedes Laufrad mit einer Stellbüchse in Verbindung steht, die in axialer Richtung auf der Festachse verschiebbar und in den den verschiedenen Spurweiten entsprechenden Stellungen gegenüber der Festachse durch einen von der Gleisanlage aus mechanisch steuerbaren Riegel fixierbar ist, der beiden Rädern einer Achse gemeinsam, radial bezüglich der Festachse verschiebbar gelagert und durch eine elastische Kraft (Federkraft) in Eingriffsstellung gehalten ist, wobei die mechanische Vorrichtung zur Bewegung des Riegels in und aus der Verriegelungsstellung mindestens einen um eine bezüglich der Festachse ortsfeste Achse schwenkbaren, durch Führungsschienen beim Vorbeibewegen des Fahrzeuges betätigbaren Kniegelenkhebel aufweist,
dessen eine stabile Lage der eingerückten Lage des Riegels entspricht, und wobei die Festachse als Hohlachse ausgebildet ist, in deren Innerem der Riegel angeordnet ist, der aus einer Stange besteht, die für jedes verschiebbare Laufrad mindestens einen radial abstehenden Zahn trägt, der zur Festlegung des Laufrades in der der gewünschten Spur entsprechenden Axiallage in Eingriff mit einer Ausnehmung der Stellbüchse bringbar ist, nach Patent Nr.318699, dadurch gekennzeichnet, dass bei Ausbildung des Zahnes (26a ; 26b) als mittels einer Schraube (78a ; 78b) mit der Stange (24) lösbar verbundener Zapfen, dieser Zapfen durch eine radiale Durchbrechung (77'a ;
77'b) der Stellbüchse (20a ; 20b) hindurch nach aussen ausziehbar ist, wobei die Stellbüchse (20a ; 20b) und die Hohlachse (5) an einer diametral zur Durchbrechung (77'a ; 77'b) angeordneten Stelle eine Radialbohrung (77a ; 77b) aufweisen, durch welche die den Zapfen haltende Schraube (78a ; 78b) ausbaubar ist.
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