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Die Arbeitsweise von Sperrketten, wie sie z. B. in der österr. Patentschrift Nr. 273245 beschrieben sind, besteht darin, dass nach dem Auftreten eines oder mehrerer Signale an einer oder mehreren Eingangsleitungen der Sperrkette ein Signal an nur eine der Ausgangsleitungen, die in der gleichen Anzahl wie die
Eingangsleitungen vorhanden sind, gelegt wird.
In der Fernsprechtechnik wird nun oft die Aufgabe gestellt, die Signale mehrerer Leitungsgruppen einem
Auswahlvorgang zu unterziehen. Dieser Vorgang ist nach dem Stand der Technik mit Hilfe einer Gruppe elektronischer Sperrketten unter Vermeidung von Doppelbelegungen möglich. Da solche elektronische
Sperrketten entsprechend ihren n Eingangsleitungen ebenso viele Ausgangsleitungen haben, können sie ein Signal aus einer Anzahl von n Signalen auf n Eingangsleitungen auswählen und der zugeordneten Ausgangsleitung zuführen. Mit m solcher elektronischer Sperrketten kann somit die Auswahl eines Signals in jeder von m Gruppen von n Signalen auf n Eingangsleitungen bewirkt werden.
Damit nun nur eines der m gleichzeitig möglichen
Ausgangssignale auf n für alle m Sperrketten gemeinsamen Ausgangsleitungen auftritt, muss eine übergeordnete
Gruppensperrkette für das alleinige Durchschalten eines der m vorhandenen Sperrketten sorgen. Als Ergebnis des beschriebenen Auswahlvorganges wird aus einer Anzahl von n. m möglichen Signalen auf n. m Eingangsleitungen ein Ausgangssignal auf einer der n Ausgangsleitungen bei gleichzeitiger Identifizierung einer der m Leitungsgruppen unter Vermeidung von Doppelbelegungen festgestellt.
Der für eine Schaltungsanordnung der geschilderten Art erforderliche Aufwand beträgt m Sperrketten mit je n Eingängen und eine Gruppensperrkette mit m Eingängen sowie n. m Gatterschaltungen mit m Eingängen und n Ausgängen zur Verknüpfung der n Ausgangsleitungen aller m Sperrketten im Sinne der Durchschaltung jeweils nur einer Ausgangsleitung.
Das Ziel der Erfindung ist es nun, für Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen, eine wirtschaftlichere Schaltungsanordnung der geschilderten Art zu schaffen. Eine gemäss der Erfindung ausgebildete Schaltungsanordnung mit m Gruppen von n Eingangsleitungen, einer m-stufigen und einer n-stufigen elektronischen Sperrkette und zwei Scharen von m bzw. n Ausgangsleitungen, die an der m-stufigen elektronischen Sperrkette bzw. an der n-stufigen elektronischen Sperrkette angeschlossen sind und von denen jeweils zwei verschiedenen Scharen angehörende einer Eingangsleitung zugeordnet sind, zu schaffen, die eine Auswahl einer von n. m Eingangsleitungen unter Kennzeichnung der Gruppenzugehörigkeit derselben erlaubt.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass die homologen Eingangsleitungen aller m Gruppen über je ein Diodengatter, das einen mit der zugeordneten Eingangsleitung verbundenen Diodeneingang und einen gruppenabhängig gesteuerten Widerstandseingang hat, an zugeordnete Transistorgatter der n-stufigen Sperrkette angeschlossen sind, wobei jedes dieser Transistorgatter m von den homologen Eingangsleitungen belegte Widerstandseingänge und n-1 von Koppelleitungen seitens der Ausgänge der jeweils andern Transistorgatter belegte Widerstandseingänge aufweist und an eine der n Ausgangsleitungen der einen Schar angeschlossen ist, dass ferner alle n jeweils zu einer Gruppe gehörenden Eingangsleitungen an ein zugeordnetes von m Transistorgattern mit n Widerstandseingängen angeschlossen sind,
wobei die Ausgänge dieser Transistorgatter an einen Widerstandseingang je eines zugeordneten von m weiteren Transistorgattern angeschlossen sind, welche die m-stufige Sperrkette bilden und deren übrige m-1 Eingänge von Koppelleitungen seitens der Ausgänge der jeweils andern dieser Transistorgatter belegt sind, und dass in den Ausgängen dieser Transistorgatter Inverterstufen liegen, an welche m Ausgangsleitungen der andern Schar angeschlossen sind, wobei jeder dieser einer bestimmten Gruppe von Eingangsleitungen zugeordneten Ausgangsleitungen ein Transistorgatter mit Diodeneingängen in der Weise zugeordnet ist, dass alle Ausgangsleitungen nur mit den Eingängen der nicht zugeordneten Transistorgatter verbunden sind,
und wobei die Ausgänge dieser Transistorgatter mit den gruppenabhängig gesteuerten Widerstandseingängen der Diodengatter der zugeordneten Eingangsleitungsgruppe verbunden sind.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nun an Hand der Zeichnungen genauer erläutert. In Fig. 1 ist eine erfindungsgemässe Schaltungsanordnung mit logischen Symbolen dargestellt. Die Bedeutung aller verwendeten logischen Symbole geht aus den Fig. 2a bis 2f hervor.
Wie aus Fig. l ersichtlich ist, sind die n. m Eingangsleitungen--1E1, 2E1,...., mEl ; lE2, 2E2,..... mE2 usw.-- ; der Schaltungsanordnung in m Gruppen von je n Leitungen zusammengefasst.
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Diode und einem Widerstand sowie den dazugehörigen Eingängen (vgl. iRj in Fig. 2d) über deren Diodeneingänge in Verbindung. Die Ausgänge von jeweils m homologen Diodengattern sind an die m entsprechenden Widerstandseingänge von n Transistorgattern--Gl, G2,...., Gn-- (vgl. Gi in Fig. 2a), die eine n-stufige Sperrkette bilden, angeschlossen. Ferner sind weitere n-1 Widerstandseingänge jedes dieser Transistorgatter mit Koppelleitungen seitens der Ausgänge der jeweils andern Transistorgatter verknüpft. An die Ausgänge der Transistorgatter sind entsprechende Transistorschaltverstärker--S1, S2,..... S n-- (vgl.
Si in Fig. 2e) angeschaltet. Diese versorgen die Schar der n Ausgangsleitungen --Al, A2,...., A n--mit Schaltpotentialen.
Für den Auswahlvorgang der Gruppenzugehörigkeit der Signale auf den Eingangsleitungen werden ausserdem jeweils n Eingangsleitungen--1E1, 1E2,..... lEn ; 2E1, 2E2,...., 2En usw.--, in bestimmter Gruppierung an die Widerstandseingänge von weiteren Transistorgattern --H1, H2,...., Hm-- (vgl. Hi in
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Fig. 2b) angelegt. Die Ausgänge dieser Transistorgatter steuern die Widerstandseingänge zugeordneter Transistorgatter--Kl, K2,...., Km-- (vgl. Ki in Fig. 2b) einer m-stufigen Sperrkette. Die übrigen m-1
Widerstandseingänge dieser Transistorgatter sind mit Koppelleitungen seitens der Ausgänge der jeweils andern Transistorgatter belegt.
In den Ausgängen der Transistorgatter--Kl, K2,...., Km-- liegen-Inverterstufen --Tl, T2,...., Tm-- (vgl. Ti in Fig. 2f), an welche die m Ausgangsleitungen--Ql, Q2,...., Qm--der zweiten Schar von Ausgangsleitungen angeschlossen sind.
Die Ausgangsleitungen-Ql, Q2,...., Qm--geben die Leitungsgruppe an, in welcher der darauffolgende Leitungsauswahlvorgang innerhalb der beschriebenen n-stufigen Sperrkette --Gl, G2,...., Gn-vor sich gehen soll. Zu diesem Zweck sind den Ausgangsleitungen --Ql, Q2,..... Qm-m Transistorgatter--L1, L2,...., Lm-- (vgl. Li in Fig. 2c), mit m-1 Diodeneingängen, sogenannte Nandgatter, zugeordnet. Die Beschaltung der Ausgangsleitungen --Ql, Q2,..... Qm-mit den Diodeneingängen der Transistorgatter-Ll, L2,...., Lm-erfolgt in der Weise, dass alle Ausgangsleitungen mit den Diodeneingängen der nicht zugeordneten Nandgatter verbunden sind.
Von den Ausgängen dieser im Ruhezustand leitenden Nandgatter führen schliesslich Verbindungen zu den n Widerstandeingängen der Diodengatter --lR1, lR2,...., lRn ; 2Rl, 2R2,...., 2Rn usw.--der jeweils zugeordneten Eingangsleitungsgruppen--1E1, 1E2,...., lEn ; 2E1, 2E2,...., 2En usw.--.
Um die Funktionsweise der Schaltungsanordnung nach Fig. l zu erläutern, wird ein Schaltvorgang, beginnend auf der Eingangsleitung --2El-- und dementsprechend endend auf den Ausgangsleitungen-Q2 und A l--beschrieben. Ein an die Eingangs-bzw. Anreizleitung--2E1-gelegtes positives Schaltpotential gelangt über das Diodengatter--2R1--an den zweiten von insgesamt m+n-1 vorhandenen Widerstandseingängen des im Ruhezustand leitenden Gatters--Gl--der n-stufigen Sperrkette.
Diese kann jedoch durch den Schaltbefehl allein noch nicht aktiviert werden, weil auf den weiteren m-1 den Diodengattern --IRl, 3R1,...., mR1--zugeordneten Widerstandseingängen ein den leitenden Zustand des Gatters - Gl-weiterhin aufrechterhaltendes negatives Potential hochohmig anliegt.
Durch das an die Eingangleitung--2E1--angelegte positive Schaltpotential wird anderseits das
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--K2-- der m-stufigenSchaltpotential.
Bei gleichzeitiger Markierung mehrerer homologer Eingangsleitungen, z. B. bei einer Anzahl von m-1 Leitungen je Leitungsgruppe--1E1, 2E1,...., mEl--, erfolgt immer die Gruppenauswahl in der m-stufigen Sperrkette-Kl, K2,...., Km--vor der Leitungsauswahl in der n-stufigen Sperrkette --Gl, G2,...., Gn--. Hingegen wird bei gleichzeitiger Markierung z. B. von m homologen Eingangsleitungen infolge der verschiedenen Signallaufzeiten durch die einzelnen Transistorstufen zuerst die Leitungsauswahl in der n-stufigen Sperrkette vor sich gehen und etwas später erst die Gruppenauswahl der m-stufigen Sperrkette.
Dieses etwas verzögert auftretende Auswahlergebnis auf einer der Leitungen--Ql, Q2,...., Qm--hat aber keinen Einfluss mehr auf die schon abgeschlossene Leitungsauswahl innerhalb der Ausgangsleitungen --A1, A2,...., An--. Somit werden durch die beschriebene Schaltungsanordnung alle möglichen Doppelbelegungen verhindert.
Die in Fig. l aufgezeigte Schaltungsanordnung lässt sich naturgemäss auch mit inversen Transistoren und Speisepotentialen sowie mit umgekehrt gepolten Dioden verwirklichen. Die für die Transistorgatter, Diodengatter, Schaltverstärker und Inverter verwendeten Symbole werden für die Schaltung nach Fig. 1 durch die Fig. 2a bis 2f erläutert. In beiden Figuren bedeutet die Schraffur eines Gatters oder Transistors einen leitenden Ruhezustand desselben. Die übrigen Gatter bzw. Transistoren sind im Ruhezustand gesperrt. Die mit einem Punkt versehenen Eingänge der Gatter sind Widerstandseingänge, die übrigen Eingänge hingegen Diodeneingänge.
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