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Gegenstand des Stammpatentes ist eine Dose für Flüssigkeiten, insbesondere Motoröle aus thermoplastischem Kunststoff, wie Polyäthylen oder Polypropylen, welche mit angenähert kreiszylindrischem Mantel ausgebildet ist und an ihrer oberen Stirnseite eine durch eine Heisssiegelfolie verschliessbare zentrale Öffnung mit verstärktem Rand aufweist und deren obere Stirnwand an der Übergangsstelle in den dünnwandig ausgebildeten Dosenmantel ringwulstförmig aufgewölbt ist und von dieser ringwulstförmigen Aufwölbung ausgehend flach kegelförmig ansteigend zu dem die zentrale Öffnung umgebenden verstärkten Rand verläuft. Eine solche Dose hat den Vorteil, dass sie verhältnismässig leicht und billig ist. Diese Dose ist vorzugsweise aus einem Schlauch geblasen, wodurch sich die Dünnwandigkeit ergibt.
Man war bisher der Ansicht, dass eine öldose als solche steif und widerstandsfähig ausgebildet sein müsse. Die Formgebung der Dose ermöglicht jedoch die dünnwandige Ausbildung. Dadurch, dass der Mantel angenähert kreiszylindrisch ausgebildet ist, wird er bei gefüllter Dose durch den Doseninhalt unterstützt. Bei einer Belastung der Stirnseiten, welche an sich eine Deformierung des Dosenmantels bei leerer Dose zur Folge hätte, wird die Flüssigkeitsfüllung der Dose zur Aufnahme der Belastung herangezogen. Hiebei genügt es, wenn der Mantel nur angenähert kreiszylindrische Form aufweist. Es kann der Mantel beispielsweise eine vieleckige Grundrissform aufweisen, welche sich an die Kreisform annähert.
Die Erfindung zielt nun darauf ab, die Dose gemäss dem Stammpatent weiter zu verbessern und besteht im wesentlichen darin, dass die Wandstärke des Dosenmantels in an sich-bei Plastikflaschen mit Schraubverschluss-bekannter Weise ungefähr 0, 1 bis 0, 5 mm, vorzugsweise ungefähr 0, 35 mm beträgt und dass der an den verstärkten Rand anschliessende, zu diesem flach kegelförmig ansteigende Teil der Stirnwand der Dose eine grössere Wandstärke aufweist als der Dosenmantel.
Dadurch, dass die Dose mittels einer Heisssiegelfolie verschlossen wird, wird durch den Stempel der verstärkte Rand und auch zumindest teilweise der an den verstärkten Rand anschliessende kreisringförmige Teil der oberen Stirnfläche erhitzt. Bei der Siegelung wird nun der Druck des Stempels durch den Inhalt der Dose aufgenommen, jedoch gibt hiebei die obere Stirnfläche der Dose in gewissem Masse nach. Der an den kreisringförmigen Teil der Stirnwand anschliessende kreisringförmige Teil der oberen Stirnfläche wird nach unten gedrückt und gelangt entweder in eine ungefähr ebene Lage oder nimmt sogar eine konkave flache Kegelform an.
Zumindest der verstärkte Rand gelangt durch die Wärme des Heisssiegelstempels in plastischen Zustand, wobei gegebenenfalls auch der kreisringförmige Teil miterhitzt und plastisch wird. Dadurch, dass dieser kreisringförmige Teil eine grössere Wandstärke hat als der Dosenmantel, wird nach Beendigung des Siegelvorganges die deformierte Form beibehalten, d. h. die Stirnfläche friert sozusagen in der nach unten gedrückten Stellung ein. Damit wird der Doseninhalt unter Überdruck gesetzt und es tritt der Effekt ein, dass bei einer im Laufe der Zeit auftretenden Diffusion des Doseninhaltes durch die Wandung die Dosenwandung trotzdem gespannt bleibt und nicht nach innen einfällt, wodurch die Dose unansehnlich würde.
Zur Erleichterung dieses Effektes ist es zweckmässig, wenn der an den verstärkten Rand anschliessende flach kegelförmig ansteigende Teil der Stirnwand ungefähr im mittleren Bereich wenigstens die doppelte, vorzugsweise die dreifache Wandstärke aufweist als der Dosenmantel. Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist hiebei die Wandstärke des an den verstärkten Rand anschliessenden und zu diesem flach kegelförmig ansteigenden Teiles der Stirnwand im Bereich des verstärkten Randes grösser als in den äusseren Randbereichen und nimmt vorzugsweise keilförmig gegen den äusseren Rand zu ab. Durch die grössere Materialanhäufung an der Übergangsstelle vom verstärkten Rand zum kreisringförmigen Teil wird die Fixierung in der nach innen gedrückten Stellung begünstigt.
Das erfindungsgemässe Verfahren zum Verschliessen einer solchen Dose mittels einer Heisssiegelfolie besteht somit im wesentlichen darin, dass der verstärkte, mit der Heisssiegelfolie zu verschliessende Rand und gegebenenfalls der an diesen anschliessende flach kegelförmige Teil der Stirnfläche der Dose durch den Heisssiegelstempel auf eine Temperatur im Bereich der Erweichungstemperatur des Materials erwärmt und nach innen gedrückt wird, in welcher Lage er einfriert, so dass der Doseninhalt unter Überdruck gesetzt wird.
Zweckmässig ist die Anordnung so getroffen, dass der an den flach kegelförmigen Teil der Stirnwand anschliessende, in den Mantel übergehende erhöhte Rand einen etwa halbkreisförmigen Querschnitt aufweist, eine Querschnittsform, die bei Kunststoffdosen an sich bekannt ist. Durch den halbkreisförmigen Querschnitt des erhöhten Randes wird die Deformation des flach kegelförmigen Teiles nach unten aufgenommen, ohne dass der erhöhte Rand sichtbar deformiert wird.
In den Zeichnungen ist die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles schematisch erläutert. Fig. 1 zeigt eine Dose vor dem Befüllen im Axialschnitt nach Linie I-I der Fig. 2, wobei Fig. 2 eine Draufsicht auf die Dose und Fig. 3 eine Ansicht der Dose von unten darstellt. Fig. 4 zeigt eine mit der Heisssiegelfolie versehene Dose in gefülltem Zustand im gleichen Schnitt wie Fig. 1. Fig. 5 zeigt ein Detail in Ansicht in Richtung des Pfeiles V nach Fig. 2.
In Fig. 1 bis 3 stellt--l-den Mantel der Dose dar,--2--den am Umfang der oberen Stirnseite
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anderseits das Ausgiessen bei geöffneter Heisssiegelfolie erleichtern. Der Boden--6--weist gleichfalls einen Rand--7--auf, der durch eine konvexkegelige Fläche --8-- und durch eine konkavkegelige Fläche--9-- begrenzt wird. Die konvexkegelige Fläche --8-- wirkt beim Stapeln der Dosen mit dem erhöhten Rand --3-- zusammen, und die durch die konkavkegelige Fläche--9--geschaffene Ausnehmung--10--schafft den nötigen Raum für den verstärkten Rand bei Leerdosen.
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ungefähr 0, 35 mm ausgebildet.
Eine solche Wandstärke ist so gering, dass sie den Druck beim Aufpressen der Heisssiegelfolie auf den verstärkten Rand nicht aufnehmen würde, und dass sie bei teilweiser Diffusion des Doseninhaltes einfallen würde, so dass die Dose unansehnlich wird.
Der erhöhte Rand--2--weist einen halbkreisförmigen Querschnitt auf, wodurch die Deformation des kreisringförmigen Teiles--4--, welcher ja im Bereich dieses erhöhten Randes--2--nicht oder kaum erhitzt ist, leicht ausgenommen wird.
Der verstärkte Rand--3--ist an seiner Oberfläche völlig eben ausgebildet. Wenn die Heisssiegelfolie aufgebracht wird, so erfolgt bereits im ersten Moment ein luftdichter Abschluss. Beim Aufpressen des Heisssiegelstempels wird der gesamte Doseninhalt zum Tragen herangezogen. Hiebei gibt nun der Doseninhalt
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Heisssiegelstempel werden die Teile--3, 4--plastisch deformiert und frieren dann in der Lage--3', 4'--ein, so dass sie sich in dieser Lage verspannen. Die Wandstärke des kreisringförmigen Teiles --4-- beträgt zumindest das Doppelte der Wandstärke des Mantels--l--, u. zw. zweckmässig das Dreifache des Mantels Dadurch wird die Fixierung in der Lage--3', 4'--begünstigt.
Die Anordnung ist hiebei so getroffen, dass die Wandstärke dieses kreisringförmigen Teiles--4--im Bereich des verstärkten Randes--3--am
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in Fig. 4 dargestellten Lage--3', 4'--weiter begünstigt. Mit--11--ist die aufgebrachte Heisssiegelfolie bezeichnet.
An zwei einander gegenüberliegenden Stellen sind Warzen--12--vorgesehen, die in Fig. 5 in grösserem Massstab dargestellt sind. Diese Warzen weisen eine grössere Höhe auf als die Wandstärke der Dose an dieser Stelle, so dass durch Abschneiden dieser Warzen--12--ein Hohlraum angeschnitten wird und eine Ausgussöffnung sowie eine Lufteintrittsöffnung geschaffen wird. Um den Ansatz des Messers beim Abschneiden zu erleichtern, ist ein Vorsprung--13--vorgesehen, welcher als ringförmiger Wulst um die Warze herumgeht.
--14-- ist eine Ausnehmung, welche lediglich zur Orientierung der Dose beim Bedrucken dient.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Dose für Flüssigkeiten, insbesondere Motoröle, aus thermoplastischem Kunststoff, wie Polyäthylen oder Polypropylen, welche mit angenähert kreiszylindrischem Mantel ausgebildet ist und an ihrer oberen Stirnseite eine durch eine Heisssiegelfolie verschliessbare zentrale Öffnung mit verstärktem Rand aufweist und deren obere Stirnwand an der Übergangsstelle in den dünnwandig ausgebildeten Dosenmantel ringwulstförmig aufgewölbt ist und von dieser ringwulstförmigen Aufwölbung ausgehend flach kegelförmig ansteigend zu dem die zentrale Öffnung umgebenden verstärkten Rand verläuft, nach Patent Nr.
300644, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandstärke des Dosenmantels (1) in an sich bekannter Weise ungefähr 0, 1 bis 0, 5, vorzugsweise ungefähr 0, 35 mm, beträgt und dass der an den verstärkten Rand (3) anschliessende, zu diesem flach kegelförmig ansteigende Teil (4) der Stirnwand der Dose eine grössere Wandstärke aufweist als der Dosenmantel (1).
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