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Die Erfindung betrifft eine Gasleiteinrichtung für einen aus einem Hüttenofen austretenden, in eine Behandlungseinrichtung eintretenden Gasstrahl, insbesondere für die zweckmässige Gaseinführung in eine Konvertergaskühl- und Reinigungseinrichtung. Es soll dabei ohne Gasausschwallungen eine wirksame Verbrennungsregelung erreicht werden.
Hinter sauerstoffgeblasenen LD-Konvertern werden Gasfanghauben gebaut, wobei es sehr darauf ankommt, die Betriebsdaten der Konverter zu kennen. Nun liegen aber die Betriebsdaten der Konverter bei Bestellung der Abgaskühl- und Reinigungsanlagen nicht immer mit der gewünschten Genauigkeit vor, so dass bei der Auslegung derselben immer mehr oder weniger günstige Kompromisse geschlossen werden müssen. Weitere Einflüsse, wie z. B. mögliche Leistungserhöhung in der Zukunft, Lufteinströmverhältnisse im Konverternahfeld, stahlwerksseitige und bauliche Veränderungen, die den Betrieb und die Ausführungsform des Kamins zwingend beeinflussen, verhindern eine Auslegungsoptimierung der Gasfanghaube, so dass Ausschwallungen der Konvertergase während der Blaszeit und nur mässige Regelfähigkeit erreicht werden.
Die Erfindung gestattet eine Anpassung des jeweils gewünschten Hüttenofenbetriebes an die Gaskühl- und Reinigungsanlage und ist dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Hüttenofen und der Eintrittsöffnung einer nachgeschalteten Behandlungseinrichtung eine Blende angeordnet ist, die eine Öffnung kleiner als der lichte Eintrittsquerschnitt der Behandlungseinrichtung, etwa in der Grössenordnung der lichten Weite der Austrittsöffnung des Hüttenofens, aufweist.
Vorzugsweise ist an der Öffnung ein Diffusorähnliches Leitungsstück angeschlossen. Gemäss einem weiteren Erfindungsmerkmal ist bei unverbrannter Gewinnung der Abgase des Hüttenofens die Blende mit der Wandung der Behandlungseinrichtung dicht verbunden, und ist bei erwünschter Verbrennung der Hüttenofenabgase zwischen der Blende und der Behandlungseinrichtung ein Luftspalt angeordnet, welcher vorzugsweise mittels einer Drosseleinrichtung verschliessbar ausgebildet ist.
Die Erfindung ist in den Fig. l und 2 in zwei Ausführungsvariationen beispielsweise und schematisch dargestellt.
Die Abgase, die einem Hüttenofens wie z. B. Konverter, entströmen, werden durch eine Behandlungseinrichtung--3--, wie z. B. Kühlkamin oder Strahlungsteil eines Abhitzekessels, aufgenommen, wobei zwischen der Eintrittsöffnung --2-- der Behandlungseinrichtung und dem Mund --6-- eines Hüttenofens --1-- eine Blende --4-- mit einer Durchtrittsöffnung --5-- vorgesehen ist. Die Öffnung
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vermeiden, können diese Bauteile auch von wasserdurchströmten Rohren gebildet werden, wie dies beispielsweise in Fig. 2 gezeigt ist.
Beim Durchtritt des Gasstrahles durch die Blende --4-- entstehen geringfügige Gasansammlungen, die im durch den Kragen--10--entstehenden Speicherraum aufgefangen und durch die Sekundäröffnungen --12-- vergleichmässigt dem Hauptgasstrom zugefügt werden. Die Sekundäröffnungen haben auch eine regulierende Wirkung auf den Gesamtgasdurchsatz der jeweiligen Blende.
Wenn die Abgase im unverbrannten Zustand gesammelt und einer weiteren Verwendung zugeführt werden sollen, wird die Blende--4--dicht an die Wandungen--8--der Behandlungseinrichtung angeschlossen, so dass Falschluftmengen keinen Eintritt in die Behandlungseinrichtung finden. Sollen aber die Abgase verbrannt werden, so ist seitlich zwischen Schirmblende und Wandung der Behandlungseinrichtung ein Luftspalt-9-- mit regelbarem Querschnitt vorgesehen. Zu diesem Zweck ist eine ringförmige Drosseleinrichtung angeordnet, die heb- oder senkbar ist.
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Lage der Blende beeinflussen.
Vorteilhafterweise ist die Behandlungseinrichtung --3-- als Abgaskühleinrichtung mit einer nachgeschalteten Reinigungsanlage, insbesondere als Abhitzekessel mit nachgeschalteter Entstaubungsanlage, ausgebildet, so dass die Abgase entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen betreffend des Umweltschutzes in die freie Atmosphäre geblasen werden können.
Die Erfindung gestattet, vorhandene Kühlkamine, die mit Luftüberschuss arbeiten, auch nachträglich für den Betrieb mit Luftunterschuss, also auch mit erhöhter Konverterleistung, zu betreiben, indem zwischen dem Konverter und der Gaskühleinrichtung ein besonders konstruiertes Zwischenstück, also die Blende-4--, angeordnet wird, die zur Anpassung des aus dem Konverter austretenden Gasstrahles an den gewünschten Kühlund Reinigungsbetrieb eingerichtet ist. Hiebei wird die Pumpleistung des aus dem Konvertertiegel austretenden Gasstrahles vollkommen oder teilweise ausgeschaltet, so dass z. B. beim geregelten Filterbetrieb bei Luftüberschuss das Saugzuggebläse entsprechend den Erfordernissen während der Blaszeit Verbrennungsluft zwischen der erfindungsgemässen Einrichtung und dem Kaminmund ansaugen kann.
Beim Betrieb mit Luftunterschuss wird die erfindungsgemässe Einrichtung so an den Kamineintritt herangeschoben, dass ein zusätzliches Ansaugen von
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Verbrennungsluft nach der erfmdungsgemässen Einrichtung weitestgehend unterbunden wird. Um die Selektivität der Gasleitvorrichtung zu dämpfen und einer entsprechend der in der Praxis auftretenden Streuung im Blasbetrieb gerecht zu werden, sind die den gewünschten Betriebsverhältnissen angepassten Sekundäröffnungen --12- in der Blende--4--angeordnet, die schliesslich zur Abfuhr der Schwallgase herangezogen werden können.
In Fig. 2 ist eine erfindungsgemässe Blende in einer Rohrkonstruktion, wie z. B. Flossenrohrkonstruktion, dargestellt, wobei die Sekundäröffnungen--12--durch Auslassen der Flossen bzw. der Stege der Flossenrohre gebildet sind. Ebenso sind die Luftspalte --9-- gebildet. Die Konstruktion der Blende umfasst Ein- und Austrittssammler--14 und 15--, die als Ringsammler ausgebildet sind, und die nicht dargestellte Anschlüsse für die Kühlflüssigkeit haben. Der äussere Ringsammler--16--liegt etwas tiefer als der innere Ringsammler - -15--, so dass seine untere Kantelden Raum für die Speicherung der Schwallgase begrenzt.
Der Ringsammler--16-kann innerhalb der Erfindung auch durch Umkehrenden ersetzt werden, so dass der ganze Schirm in einem Zug vom Kühlmedium durchströmt werden kann.
Vorteilhaft weist die Austrittsöffnung des Diffusors --7-- einen grösseren Querschnitt als die
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--2-- inzurückgeführt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Gasleiteinrichtung für einen aus einem Hüttenofen austretenden, in eine Behandlungseinrichtung eintretenden Gasstrahl, insbesondere für die Eintrittsöffnung in eine Konvertergaskühleinrichtung mit
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und der Eintrittsöffnung (2) einer nachgeschalteten Behandlungseinrichtung (3) eine Blende (4) angeordnet ist, die eine Öffnung (5) kleiner als der lichte Eintrittsquerschnitt der Behandlungseinrichtung (3), etwa in der Grössenordnung der lichten Weite der Austrittsöffnung (6) des Hüttenofens (1), aufweist.