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Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Befeuchten eines Gases, insbesondere von Luft, bestehend aus einem etwa zylindrischen Gehäuse mit einem Lüfter für die Gasförderung und einem dazu koaxialen, mit Seitenabstand zur Gehäusewandung gelagerten Rotor für die Erzeugung eines Wassernebel in dem den Rotor umgebenden, vom Gas durchströmten Ringraum, wobei der Rotor von einem feststehenden Käfig konzentrisch umgeben und ihm über wenigstens eine Speiseleitung Wasser zugeführt wird.
Eine derartige Vorrichtung ist aus der niederl. Patentschrift Nr. 83065 bekannt. Bei dieser bekannten Vorrichtung dient der Rotor als Gebläserad für einen Zentrifugallüfter, welcher das befeuchtete Gas abliefert.
Diese bekannte Vorrichtung ergibt eine Übersättigung von beispielsweise 4 g Wasser/l kg Gas und wird insbesondere zur Luftbefeuchtung in Klimaanlagen verwendet. Im allgemeinen arbeitet diese bekannte Vorrichtung durchaus zufriedenstellend, doch hat sich herausgestellt, dass die Herstellungskosten und der Platzbedarf für eine derartige Vorrichtung unverhältnismässig stark ansteigt, wenn grosse Mengen an befeuchtetem Gas erforderlich werden.
Gemäss der deutschen Patentschrift Nr. 560721 gibt es auch Luftbefeuchtungsanlagen, bei denen in einem Gehäuse auf einer gemeinsamen waagrechten Welle mehrere schnell umlaufende Scheiben nebeneinander angeordnet sind, die dazwischengeleitete Flüssigkeit mitnehmen und tangential gegen den die Scheiben umgebenden Käfig schleudern, so dass ein feiner Wassernebel entsteht, der durch einen saugend arbeitenden, im Austrittsstutzen vorgesehenen Ventilator aus dem Gehäuse gefördert wird. Bei dieser Anlage findet innerhalb des Käfigs keine Luftströmung statt und Ventilator und Scheiben besitzen einen gemeinsamen Antrieb, so dass trotz hohen Energiebedarfes nur eine relativ geringe Wirkung erzielt wird.
Die Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt, eine Vorrichtung der eingangs geschilderten Art in der Weise auszubilden, dass diese Nachteile einwandfrei behoben werden und bei geringem Platzbedarf und deutlicher Senkung der Betriebskosten eine gute Wirkung erzielbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss im wesentlichen dadurch gelöst, dass der Rotor, wie an sich bekannt, in Förderrichtung hinter dem Lüfter angeordnet und als Radialgebläse ausgebildet ist, dessen vom Lüfter abgewendeter Gaseinlass mit an die Speiseleitung angeschlossenen Wasseraustrittsöffnungen versehen ist.
Infolge dieser Ausbildung hat bei einer erfindungsgemässen Vorrichtung der Rotor nur einen geringen Einfluss auf den Druck des befeuchteten Gases. Er kann daher mit hoher Drehzahl umlaufen, ohne dass dadurch der Druck wesentlich ansteigt, so dass das Wasser effizient in den Gasstrom eingebracht wird. Infolgedessen ist die pro Zeiteinheit in den Gasstrom durch den Rotor eingebrachte Wassermenge bei gegebenen Abmessungen wesentlich grösser als bei den bisher bekannten Vorrichtungen.
Das Ausmass der Übersättigung mit Wasser des in den Rotor eingesaugten Gases ist ein Vielfaches des geforderten Endwertes, da die geforderte Übersättigung von beispielsweise 4 g Wasser/1 kg Gas durch Beimischung des übermässig übersättigten Gases in den den Rotor umströmenden Gasstrom erreicht wird.
Bei einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vor dem Rotor ein dem Lüfter zugewendeter, sich zu diesem hin verjüngender Leitkonus angeordnet, dessen grösserer Enddurchmesser wenigstens dem Aussendurchmesser des an ihm anschliessenden Käfigs entspricht.
Um den Energieverbrauch herabsetzen zu können, sitzt der Lüfter auf einer die Gebläseradwelle umgebenden Hohlwelle, wobei für beide Wellen getrennte Antriebe vorgesehen sind.
Eine genauere Erläuterung der Erfindung ergibt sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispieles an Hand der Zeichnungen ; es zeigen Fig. 1 eine Vorderansicht der erfindungsgemässen Vorrichtung und Fig. 2 einen Schnitt nach Linie II-II in Fig. 1.
Die in den Zeichnungen dargestellte bevorzugte Ausführung einer erfindungsgemässen Vorrichtung zum Einbringen eines Wassernebel in ein gasförmiges Medium, insbesondere in Luft, zur Erzielung eines mit Wasser übersättigten Gases besitzt einen Rotor mit einer Tragfläche--2--, an welcher eine geringe Anzahl
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- längs dessen Umfanges verlaufen und von den Schaufeln --3-- abstehen. Ein feststehender Käfig --5--, welcher aus Rundstäben zusammengesetzt sein kann und koaxial mit dem Rotor --1--- angeordnet ist, umgibt die Schaufeln--3-.
Der Rotor--l--wird über eine Welle--6--mit einer Riemen-oder Seilscheibe-7-, die mittels
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Der Rotor--l--ist in einem zylindrischen Rohrabschnitt --10-- angeordnet, welcher mit dem Rotor - -1-- koaxial verläuft und einen um ein Mehrfaches grösseren Durchmesser als der Rotor besitzt. Das zu
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hohle Antriebswelle --12-- trägt eine Riemen-oder Seilscheibe-13-, welche mittels Riemen oder Seilen mit einer Riemen-oder Seilscheibe--14--verbunden ist, die ihrerseits von einem zweiten Motor--IS-- angetrieben wird.
Auf der einen Seite des Axiallüfters-11-ist seine hohle Antriebswelle --12-- in einem Lager
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--16-- von Tragarmen--17--im Rohrabschnitt--10--abgestützt. Auf der andern Seite des Axiallüfters --11-- ist die hohle Antriebswelle-12-in einem Lager --18-- auf einem feststehenden Leitkonus --19-- gelagert, der sich zum Rotor--l--hin erweitert und in unmittelbarer Nachbarschaft der Tragfläche --2-- endet.
Der grösste Durchmesser des Leitkonus--19--ist wenigstens gleich dem, vorzugsweise etwas grösser als der Aussendurchmesser des Käfigs--5--. Der Leitkonus--19--ist im Rohrabschnitt--10-durch Tragarme --20-- abgestützt.
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Tragarme-22-abgestützter--21-- ist an der andern Seite des Rotors--l--angeordnet. In diesen Gaseinlassring--21--mündet eine Anzahl von Wasserspeiseleitungen--23--, welche mit in den Zeichnungen nicht dargestellten Düsen bestückt sind, die teilweise radial, teilweise axial und teilweise tangential angeordnet sein können, um eine einwandfreie Wasserverteilung zu erreichen.
Das zu behandelnde Gas wird mit Hilfe des Axiallüfters--11--durch den Rohrabschnitt--10--in Richtung der Pfeile gefördert. Infolgedessen ist der Gaseinlassring-21--in der Hauptströmungsrichtung des Gases durch den Rohrabschnitt--10--hinter dem Rotor--l--angeordnet, während der Axiallüfter --11-- und der Leitkonus--19--vor dem Rotor--l--liegen. Ein Teil des am Rotor--l--vorbei nach hinten strömenden Gases wird durch den Gaseinlassring--21--in den Rotor hineingesaugt und dabei im Gaseinlassring mit Wasser besprüht.
Diese Wassermenge wird durch den Gasstrom in den Rotor hineingeführt und mit Kraft durch die Verbindungsringe --4-- nach aussen geschleudert, so dass es auf die Rundstäbe des den Rotor umgebenden Käfigs-5-trifft und zu einem feinen Nebel versprüht wird.
Die gewünschte Übersättigung des Gasstromes mit Wasser wird dadurch erreicht, dass das mit Wasser angereicherte, den Rotor--l--verlassende Gas dem Gasstrom beigemischt wird, welcher rund um den Rotor durch den Rohrabschnitt-10-hindurchströmt.
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--10-PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Befeuchten eines Gases, insbesondere von Luft, bestehend aus einem etwa zylindrischen Gehäuse mit einem Lüfter für die Gasförderung und einem dazu koaxialen, mit Seitenabstand zur Gehäusewandung gelagerten Rotor für die Erzeugung eines Wassemebels in dem den Rotor umgebenden, vom
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