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Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Umwandlung von geschriebenen, gezeichneten oder gedruckten
Informationen während ihrer Aufzeichnung in elektrische Signale, mit einer Tafel, in der Signalgeber in
Rasterform angeordnet und mit je einer Anschlussleitung verbunden sind.
Eine derartige Einrichtung ist z. B. der brit. Patentschrift Nr. 353, 102 entnehmbar und dient zur Steuerung von Laufschriften zu Reklamezwecken od. dgl. Im Betrieb werden über die als Steuerkontakte ausgebildeten
Signalgeber ein Blatt aus Isoliermaterial, wie Papier, darauf eine elektrisch leitfähige Folie sowie auf diese ein weiteres Papierblatt aufgelegt, wobei die Folie an Spannung liegt. Mit Hilfe eines Schreibgerätes wird durch den
Schreibdruck die leitfähige Folie nach unten gepresst und das unterste Papierblatt durchlöchert, so dass zwischen der Folie und einem der Steuerkontakte eine elektrische Verbindung hergestellt wird.
Nachteilig hiebei ist der grosse Aufwand an Papier sowie die Vorsehung der Folie. Weiters ist der hohe
Schreibdruck von Nachteil, welcher zur Durchlöcherung des untersten Blattes aufgewendet werden muss und von der Bedienungsperson als äusserst unangenehm empfunden wird.
Bekannt sind ferner z. B. Fernsehaufnahmeröhren oder Faksimileschreiber zur Umwandlung geschriebener Informationen in elektrischer Signale. Für viele Anwendungen, insbesondere für innerbetriebliche Zwecke, sind solch relativ aufwendige Geräte zu kostspielig in Anschaffung und Wartung.
Ziel der Erfindung ist die Schaffung einer Einrichtung zur Umwandlung von hauptsächlich handschriftlichen Informationen in elektrische Signale, wobei diese Umwandlung gleichzeitig mit der Ausführung oder Aufzeichnung der jeweiligen Information erfolgen soll. Hiebei wird ein gegenüber der Fernsehaufzeichnung geringeres Auflösungsvermögen in Kauf genommen, da ein solches in der Regel nicht erforderlich ist, jedoch viele Vereinfachungen und nicht zuletzt eine Verbilligung der Herstellung mit sich bringt.
Das gesteckte Ziel wird mit einer Einrichtung der eingangs erwähnten Art erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass die Signalgeber als piezoelektrische Elemente ausgebildet sind.
Ferner ist es vorteilhaft, die piezoelektrischen Elemente mit einer elastischen Folie od. dgl. abzudecken.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert, das in den Zeichnungen dargestellt ist ; in diesen zeigen Fig. 1 eine Ansicht der Einrichtung und Fig. 2 einen Teilschnitt durch die Tafel.
Gemäss Fig. l weist die Einrichtung eine Tafel--l--auf, die von einem Rahmen umgeben ist. Aus der Einrichtung ist ein Anschlusskabel--3--herausgeführt, das an eine Übertragungseinrichtung angeschlossen werden kann.
In der Tafel--l--sind in Rasterform eine Vielzahl von piezoelektrischen Elementen angeordnet, die vorzugsweise von einer elastischen Folie od. dgl. abgedeckt sind.
Fig. 2 zeigt die Anordnung der als piezoelektrische Kristalle ausgebildeten Elemente--10--in der Tafel Sie sind rasterförmig in die Tafel--l--eingesetzt und von einer isolierenden Platte--6--
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geben etwa 0, 2 mV/ju bar Spannung ab, wenn sie vom Schreibdruck belastet werden. Die Kristalle können auch aus Ammoniumphosphat oder Bariumtitanat bestehen, woraus sich der Vorteil ergibt, dass sich die Elemente giessen lassen (Piezokeramik).
Wird auf die Tafel--l--ein Blatt Papier--13--gelegt und darauf geschrieben oder gezeichnet, so wird der Schreibdruck von der Hand über das Schreibgerät --12-- und das Papier --13-- auf die Kristalle --10-- übertragen, wodurch die jeweilige Anschlussleitung --7-- unter Spannung gesetzt wird.
Die Kristalle--10--sind von einer elastischen Folie od. dgl.--11--abgedeckt, die jedoch die Übermittlung des Schreibdruckes vom Schreibgerät --12-- an die Kristalle --10-- nicht beeinträchtigt. Sind in die Anschlussleitungen --7-- der piezoelektrischen Kristalle --10-- Verstärker eingeschaltet, so müssen diese bekanntlich einen hochohmigen Eingang aufweisen ; Silizium-Feldeffekt-Transistoren haben sich zur
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entsprechend ausgestaltete Schreibmaschine eingebaut, deren Drucktypengrösse dem Abstand der Kristalle --10-- angepasst ist, so erhält man eine neue Art eine Fernschreibmaschine oder einer Satelliten-Druckanlage.
Weitere Varianten wären die Kombination der Tafel mit Druckereimaschinen, Registrierschreibem oder Kurvenschreibern. Bei letzteren ergibt sich der Vorteil, dass sich während der Aufzeichnung zusätzlich und gleichzeitig von Hand aus Erläuterungen, Korrekturen, od. dgl. vornehmen lassen. Da bei der übertragung und der Wiedergabe die einzelnen Zeichen in eine Anzahl von punktförmigen Elementen zerlegt sind, können auch durch Geräusche oder Verzerrungen verstümmelte Zeichen am Empfangsort noch entziffert werden.
Mit der erfindungsgemässen Einrichtung lassen sich also unter Vermeidung von komplizierten Steuerelektroniken, wie beispielsweise bei Fernseh-Aufnahmeröhren, maschin- oder handschriftliche Informationen auf verhältnismässig einfache Art und Weise in elektrische Signale umwandeln, wobei diese Umwandlung gleichzeitig mit der Herstellung der Information bzw. eines Beleges oder einer Kopie derselben erfolgt.