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Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Evakuieren einer mit Dampf erfüllten Kammer, z. B. für Tabakbefeuchtungsanlagen, mit einer über einen Kondensator ansaugenden Vakuumpumpe, insbesondere
Flüssigkeitsringpumpe.
Rohtabak, insbesondere in Ballenform bedarf vor seiner Verarbeitung einer Befeuchtung, die in Kammern der genannten Art durchgeführt werden kann. Aber auch z. B. für Desinfektions-od. ähnl. Anlagen sind solche
Kammern brauchbar.
Bei bekannten Kammern wird über den gesamten Bereich mittels der Flüssigkeitsringpumpe evakuiert, was den Nachteil mit sich bringt, dass in den Bereichen eines bereits verhältnismässig weit abgesenkten Druckes die weitere Evakuierung nur sehr langsam vor sich geht. Es ist auch schon bekannt, zur Evakuierung
Dampfstrahlpumpen einzusetzen, wodurch jedoch der Kondensator zusätzlich belastet wird, weil er nicht nur den Dampf aus der Kammer sondern auch den Treibdampf der Strahlpumpe kondensieren muss.
Die Erfindung hat es sich zum Ziel gesetzt, die Nachteile der bekannten Einrichtungen zu vermeiden, was dadurch erreicht wird, dass die an den insbesondere als Einspritzkondensator ausgebildeten Kondensator angeschlossene Ansaugleitung der Vakuumpumpe zwei parallele Zweige aufweist, deren einer eine
Luftstrahlpumpe enthält, wobei beide Zweige mit Absperrorganen versehen sind, die in Abhängigkeit vom Unterdruck in der Kammer wechselweise betätigbar sind. Durch die erfindungsgemässe Anordnung ist es möglich, bis zu einem vorgegebenen Unterdruck, der insbesondere auch von der Temperatur in der Kammer abhängig ist und z. B. etwa 40 Torr betragen kann, unter Umgehung der Luftstrahlpumpe nur mit der Flüssigkeitsringpumpe abzusaugen, ab diesem Druck die Umgehungsleitung zu schliessen und die die Luftstrahlpumpe enthaltende Leitung zu öffnen.
Damit wird die Luftstrahlpumpe zugeschaltet und es sind daher beide Pumpen in Reihe geschaltet. Die Zeit bis zum Erreichen des vorgegebenen Enddruckes beträgt nur mehr einen Bruchteil der Zeit, die nur mit der Flüssigkeitsringpumpe erforderlich wäre.
Im Zusammenhang mit der erfindungsgemässen Verwendung einer Luftstrahlpumpe hat es sich als zweckmässig erwiesen, den Einspritzkondensator in Abhängigkeit von der Temperatur in der Luftstrahlpumpe abschaltbar auszubilden, weil dann bei einer möglichen Vereisungsgefahr in der Luftstrahlpumpe durch Abschalten des Kondensators die Temperatur des abzusaugenden Dampfes erhöht und eine Vereisung wirkungsvoll verhindert wird.
Nachstehend ist die Erfindung an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Die Zeichnung zeigt dabei in schematischer Ansicht eine erfindungsgemäss ausgebildete Einrichtung.
In einer Kammer --1-- sollen Rohtabakballen befeuchtet werden. Die Kammer--l--ist dazu über eine Leitung 2an einen Einspritzkondensator--3--angeschlossen, in den über Leitungen--4-sowie einer über ein Absperrorgan --5-- absperrbaren Sammelleitung --6- Wasser eingespritzt werden kann. Vom Kondensator --3-- führt eine in zwei Zweige--7 und 8--geteilte Ansaugleitung zu einer Flüssigkeitsringpumpe--9--. Diese wird über eine Kupplung--10--von einem Motor --11-- angetrieben.
Der Zweig--7--der Ansaugleitung enthält eine schematisch angedeutete Luftstrahlpumpe--12-bekannter Bauart. Beide Zweige--7 und 8--sind mit je einem Absperrorgan--13 bzw. 14--versehen ; die in die Atmosphäre mündende Ansauleitung --15-- der Luftstrahlpumpe besitzt ein Absperrorgan-16-.
Alle drei Absperrorgane--13, 14 und 16--sind als Magnetventile ausgebildet, wobei von ihnen je eine Steuerleitung--17, 18 und 19--zu einem z. B. als Kontakt-Vakuumeter ausgebildetes Steuergerät-20- führt. Dieses Steuergerät steuert die Absperrorgane--13, 14 und 16--in Abhängigkeit von dem in der Kammer--l--herrschenden Druck.
Von dem ebenfalls als Magnetventil ausgebildeten Absperrorgan --5-- führt eine Steuerleitung--21-zu einem Steuergerät--22--, das mittels einer Leitung--23--mit einem Temperaturfühler im Bereich der Strahlpumpe--12--verbunden ist.
Die Wirkungsweise der gezeigten Einrichtung ist wie folgt :
Die Kammer--l--wird mit zu behandelndem Gut gefüllt und verschlossen. Die Absperrorgane--13
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--9-- wirdEinspritzkondensator --3- und die Leitung--8--abgesaugt wird. Bei Erreichen eines vorgegebenen Druckes, z. B. 40 Torr, werden durch das Steuergerät--20--die Absperrorgane--13 und 16--geöffnet, das Absperrorgan--14--wird geschlossen. Dadurch wird der Pumpe--9--die Strahlpumpe--12--als erste Stufe vorgeschaltet.
Nach Erreichen der zweiten vorgegebenen Druckstufe, z. B. 6 bis 8 Torr, wird die Flüssigkeitsringpumpe - 9-- abgeschaltet und die Absperrorgane--13 und 16--geschlossen, wobei dieser Steuervorgang in
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Nachdem der erste Bedämpfungsvorgang abgeschlossen ist, kann die Kammer-l--erneut evakuiert werden, wobei jedoch nicht bis zu dem im ersten Zyklus erreichten Enddruck abgesaugt werden muss. Auch eine mehrmalige Wiederholung des Zyklus Bedämpfen und Evakuieren ist möglich.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum Evakuieren einer mit Dampf erfüllten Kammer, z. B. für Tabakbefeuchtungsanlagen, mit einer über einen Kondensator ansaugenden Vakuumpumpe, insbesondere Flüssigkeitsringpumpe,
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Kondensator angeschlossene Ansaugleitung der Vakuumpumpe (9) zwei parallele Zweige (7,8) aufweist, deren einer (7) eine Luftstrahlpumpe (12) enthält, wobei beide Zweige mit Absperrorganen (13,14, 16) versehen sind, die in Abhängigkeit vom Unterdruck in der Kammer wechselweise betätigbar sind.
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