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Die Erfindung bezieht sich auf ein Drehschloss zur Verbindung zweier aneinanderliegender Einzelteile, mit von einem Halbkreis und dessen Durchmesser begrenzten Riegeln, welche bei mit ihren Kanten aneinanderliegenden Einzelteilen an ihrem Durchmesser in Verbindung stehen. Es ist ein Drehschloss dieser Art bekanntgeworden, welches zwei Paare von Riegeln aufweist, die jeweils zu beiden Seiten zweier zu verbindender
Platten angeordnet und jeweils von einem Halbkreis und dessen Durchmesser begrenzt sind. Die beiden
Riegelpaare stehen an ihren Durchmessern miteinander in Verbindung, wenn die Platten aneinanderliegen. Die
Riegelpaare führen bei der Betätigung des Schlosses eine Translationsbewegung gegeneinander aus, da jedes
Riegelpaar miteinander durch Zapfen verbunden ist, die in gekrümmten Schlitzen der Platten gleiten.
Wenn die
Durchmesser der Riegelpaare mit den Kanten der Platten ausgerichtet sind, findet keine Verriegelung statt.
Werden die Riegel jedoch verdreht und somit gegeneinander verschoben, so stehen die Durchmesser der Riegel senkrecht auf die Kanten und die beiden Platten sind verriegelt.
Diese bekannte Drehschlosskonstruktion besteht aus einer grossen Anzahl von Einzelteilen, nämlich aus vier
Scheiben und vier Verbindungszapfen. Das Schloss ist anfällig gegen ein Festfressen der Verbindungszapfen in den erwähnten Schlitzen. Darüber hinaus bedingen die Schlitze eine Schwächung der Platten und begrenzen deren Stärke, da die Zapfen die Platten durchsetzen müssen. Letztlich verhindern die Schlitze eine dichtende
Verbindung der beiden Platten.
Es ist ein Ziel der Erfindung ein Drehschloss zu schaffen, welches frei von diesen Nachteilen ist. Dieses Ziel lässt sich mit einem Drehschloss der eingangs erwähnten Art erreichen, bei welchem erfindungsgemäss zwei Riegel vorgesehen sind, von welchen jeder zumindest zwei halbkreisförmige Stege aufweist, und von diesen einer als Aussensteg an dem Halbkreisumfang und ein weiterer als Innensteg weiter innen vorgesehen ist, und dass zur Aufnahme der Riegel in den Einzelteilen zwei symmetrische, den Stegen und einem Teil des Riegels'angepasste Ausnehmungen ausgebildet sind.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist jeder der zwei Riegel einen Betätigungsvorsprung auf, wobei die beiden Vorsprünge an der Berührungslinie der Riegel zu einem gemeinsamen Vorsprung zusammenfallen.
Die Erfindung ist im folgenden an Hand einer Ausführungsform näher erläutert, welche in den Zeichnungen veranschaulicht ist. Es zeigen Fig. 1 eine Vorderansicht eines erfmdungsgemässen Schlosses in dessen Schliessstellung, Fig. 2 von hinten zwei halbkreisförmige Riegel, voneinander getrennt sowie an ihrem Durchmesser in Berührung stehend, Fig. 3 zwei Teile im Schaubild, die verriegelt werden sollen und durch Schwenken zueinandergebracht werden, ohne Riegel, Fig. 4 eine Vorderansicht der zwei Teile, nachdem sie miteinander in Berührung gekommen sind, Fig. 5 eine Ansicht ähnlich Fig. 3, jedoch mit eingesetzten Riegeln, Fig. 6 eine Ansicht ähnlich Fig. 4, wobei die zwei Riegel an ihren Durchmessern in Verbindung stehen, und Fig. 7 eine Profilansicht eines Riegels.
Gemäss Fig. 1 und 2 enthält ein erfindungsgemässes Drehschloss zwei identische, halbkreisförmige Riegel Jeder Riegel wird somit von einem Halbkreisumfang--c--und einem Durchmesser--d--begrenzt.
Ein Aussensteg --2-- ist um den Halbkreisumfang vorgesehen und ein halbkreisförmiger Innensteg--S-- springt rechtwinkelig aus dem Rücken -4-- des Riegels vor. Wenn die zwei Riegel an ihren Durchmessern zusammenliegen, treffen sich sowohl die beiden Aussenstege--2--als auch die beiden Innenstege--3--.
Zur Lagerung des Riegels ist eine halbkreisförmige Ausnehmung--5--in jedem der Einzelteile --A, B--, die verbunden werden sollen, vorgesehen (Fig. 3, 4). Jede Ausnehmung --5-- weist eine Nut --6-- für die Aufnahme eines Aussensteges--2--und eine Nut--7--für die Aufnahme eines Innensteges --3-- auf. Bei aneinanderstossenden Einzelteilen--A, B--treffen sich sowohl die zwei Nuten--6-als auch die zwei Nuten--7-- (Fig. 4).
Bei der dargestellten Ausführungsform kommen die beiden Teile--A und B--durch Schwenken längs den pfeilen --f1-- miteinander in Berührung (Fig. 3 und 5).
Vor dem Schliessen wird in jede Ausnehmung--5--ein halbkreisförmiger Riegel--1--eingesetzt, wobei der Steg--2--in die Nut--6--und der Steg--3--in die Nut --7-- eingreift. Jeder Riegel ist auf diese Weise in einer Ausnehmung festgehalten, wobei er jedoch einen Freiheitsgrad behält (Pfeile - -f2, f3 -- in Fig. 6), d. h. verdrehbar ist.
Bei aneinanderliegenden Teilen--A und B--fluchtet der Durchmesser-d--der Riegel mit der gemeinsamen Kante--T--der Einzelteile--A und B-, und es findet keine Verriegelung statt (Fig. 6).
Sobald jedoch die Riegel entweder in die Richtung des Pfeiles--f--oder in die Richtung des Pfeiles --fs-- gedreht werden, tritt eine Verriegelung ein (Fig. 6 und 1).
Jeder Riegel weist auf seiner Vorderfläche, die entgegengesetzt zu der den Steg --3-- tragenden liegt, einen Betätigungsvorsprung -8-- auf, wobei die beiden Vorsprünge an der Berührungslinie der Riegel zu einem gemeinsamen Vorsprung zusammenfallen.
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der Mitte der Ausnehmung --5-- ausgebildet ist bzw. von einer in dem Teil ausgeführten halbkreisförmigen Nut--12--aufgenommen werden.
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Eine Nase--13--am Umfang des Riegels die mit einem Anschlag --14-- an der Nut - zusammenwirken kann, ermöglicht ein Arretieren des Riegels. Ein besonderer Vorteil des erfindungsgemässen Drehschlosses besteht in seiner einfachen Ausführung, welche nur zwei Ausnehmungen - -5-- und Riegel --1-- erfordert. Es ist kein Drehzapfen vorgesehen, so dass zu der Einfachheit der Herstellung eine einfache Montage und eine leichte und fehlerfreie Funktionsweise hinzukommen. Die Ausnehmungen und Riegel können überdies aus Kunststoffen hergestellt werden, deren selbstschmierende Eigenschaften die Funktionsweise des Schlosses noch verbessern.
Das erfindungsgemässe Drehschloss kann immer angewendet werden, wenn es erforderlich ist, zwei Teile zu verriegeln, die entweder durch ein Schwenken oder durch eine Translationsbewegung oder eine Gleitbewegung miteinander in Berührung gebracht worden sind. Es kann zum Verschliessen von Kasten, Gehäusen, Dosen, Schachteln, Türen usw. und in allgemeiner Form zum Verriegeln von allen Teilen dienen, die in Berührung kommen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Drehschloss zur Verbindung zweier aneinanderliegender Einzelteile, mit von einem Halbkreis und dessen Durchmesser begrenzten Riegeln, welche bei mit ihren Kanten aneinanderliegenden Einzelteilen an ihrem
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von welchen jeder zumindest zwei halbkreisförmige Stege aufweist, und von diesen einer als Aussensteg (2) an dem Halbkreisumfang (c) und ein weiterer als Innensteg (3) weiter innen vorgesehen sind, und dass zur
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