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Die Erfindung betrifft eine Stahlkonstruktion für eine ecksteife Verbindung zur Bildung einer mehrstufigen, in verschiedene Richtungen ausladenden Gestellgruppe aus senkrechten Säulen, die wenigstens ein dreiseitiges rechteckiges Profil, vorzugsweise C-Profil, aufweisen und auf ihrer Vorderseite zwei und auf ihren Seitenwänden je eine in einem von den Kanten gemessenen gleichen Abstand sich befindliche Nutreihen identischer Ausführung und identischen Teilungsabstandes besitzen, und solche, an ihren beiden Enden identisch mit einem Verbindungsstück versehene waagrechte Träger aufweisen, die durch in den Nuten der Nutreihen der Säulen sich verankernde Verbindungsbolzen an den Säulen senkrecht zu deren Vorderfläche sowie parallel zu dieser in identischen und/oder verschiedenen Ebenen befestigbar sind.
Eine solche Stahlkonstruktion mit hoher Tragfähigkeit kann z. B. für Lagergestellgruppen, Hochlagergestellgruppen, Leichtbaugebäude, Stahlbauten mit Laufrollenbahnen und andere industrielle Stahlkonstruktionen verwendet werden, die aus senkrechten Säulen und aus auf den Säulen angeordneten Trägern bestehen, die zur Vorderfläche der Säulen senkrecht sowie parallel zu dieser befestigbar sind.
Aus Profilstählen mit Lochreihen verschiedener Ausgestaltung und durch Schraubung gestaltbare
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B.österr. Patentschriften Nr. 258554 und Nr. 281392 beschrieben. Anordnungen, die im wesentlichen der eingangs angeführten Konstruktion entsprechen, sind z. B. in der brit. Patentschrift Nr. 1, 205, 832 oder der
USA-Patentschrift Nr. 3, 475, 044 zu entnehmen.
Die senkrechten Säulen der bekannten Gestellwerke sind auf ihrer Vorderseite mit einer oder mehreren
Nutreihen versehen, in die während der Zusammenstellung des Gestellwerkes die Verbindungsbolzen der
Endelemente der sich in der Ebene der Vorderseite erstreckenden waagrechten Träger gefügt werden können. Die in der Ebene der Vorderfläche der senkrechten Säulen abgehenden waagrechten Träger lassen sich jedoch abweichend von den nach vorne abgehenden Trägern nicht ausreichend ecksteif befestigen ; demzufolge kann ein
Gestellwerk entsprechender Festigkeit nur unter Verwendung von Diagonalstreben verwirklicht werden.
Es folgt daher, dass bei den bekannten Gestellgruppen die Herstellerfirmen unter Berücksichtigung der verschiedenen Verwendungszwecke gezwungen sind, die Diagonalstreben enthaltenden Gestellrahmen in 6 bis 8
Breite- und 6 bis 8 Höhenstufen und durchschnittlich 50 Masssorten, oder aber die waagrechten und diagonalen
Träger bzw. Steifwerke für verschiedene Ausladungen ebenfalls in grosser Anzahl wegen der verschiedenen
Verbindungs-Elemente vorzufertigen und im Vorrat halten zu müssen. Dadurch werden sowohl die Herstellung als auch die Zusammensetzung des Gestellwerkes kompliziert, die Vorrathaltung der zwangsmässig verschiedenartigen Bauelemente aber bedeutet einen beträchtlichen wirtschaftlichen Nachteil.
Die Diagonalstreben der Gestellrahmen schliessen einen Materialfluss in verschiedene Richtungen innerhalb des Gestellwerkes, so z. B. die Verwendung eingebauter Laufrollenreihen und Laufbänder, aus.
Zweck der Erfindung ist es, eine zur Bildung einer ecksteifen Verbindung geeignete Stahlkonstruktion zu erstellen, die ohne Verschraubung oder andere besondere Verbindungselemente zusammengestellt werden kann und die von den in jedem Knotenpunkt durch ein identisches Verbindungsstück verbundenen, aufeinander vertikalen Gestellelementen-abgesehen von den Längsabmessungen-nur zwei Sorten erfordert, wobei die auf beiden Enden mit den Verbindungsstücken ausgerüsteten waagrechten Träger, projeziert auf zwei aufeinander vertikale Ebenen, symmetrisch sind, so dass sie in der Gestellgruppe umgedreht und vertauscht werden können.
Dieses Ziel wird bei einer Stahlkonstruktion der eingangs genannten Art dadurch erreicht, dass die Verbindungsstücke T-Profil besitzen, wobei der eine Schaft des waagrechten Kopfteils des T-Profils an beiden Enden kürzer ausgebildet ist, als der andere Schaft des Kopfteils, und der vertikale Schaft des T-Profils mit mindestens zwei Verbindungsbolzen versehen ist, wobei zwischen den zwei Verbindungsbolzen eine grössere Ausnehmung als der kürzere Schaft des Kopfteils ausgebildet ist, und dass der Träger am Kopfteil des T-Profils starr befestigt ist.
Die Erfindung erstellt somit eine Stahlkonstruktion für ecksteife Verbindungen für Gestellgruppen mit hoher Tragfähigkeit, bei denen die Verbindung der Bauelemente mit Hilfe an sich bekannter, eine lösbare Verbindung sichernder und sich in Nuten fügender Verbindungsbolzen verwirklicht wird. Dabei weist die Stahlkonstruktion waagrechte Träger auf, die senkrecht zur Vorderfläche der Säulen sowie parallel zu dieser in identischen und/oder verschiedenen Ebenen befestigbar sind und die an beiden Enden identisch ausgebildet sind, wobei die Träger ein die ecksteife Verbindung gegen in senkrechter als auch in waagrechter Ebene wirkende Kräfte sicherndes Verbindungsstück aufweisen.
Die T-Profil besitzenden Verbindungsstücke ermöglichen nun neben einer raschen Anpassung an verschiedene bauliche Gegebenheiten ein Austauschen beliebiger Träger untereinander und ferner eine platzsparende Anordnung bei Montage in gleicher Höhe. Die Verbindungsstücke sind aneinander mit einem solchen Spiel angepasst, dass eine für das Herausheben der Verbindungsbolzen aus den Nuten notwendige Verschiebung unabhängig voneinander ermöglicht wird. Ferner kann zweckmässigerweise der längere Schaft des waagrechten Kopfteiles des Verbindungsstückes für die Befestigung von mit der Stahlkonstruktion kombinierbaren andern Elemente, Anlagen, Bahnelementen mit Laufrollenreihen u. dgl. in geeigneter Weise ausgestaltet-z. B. mit Bohrlöchern - versehen sein.
Die Erfindung wird an Hand eines Ausführungsbeispieles an Hand der Zeichnungen näher erläutert, in der
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