AT313895B - Verfahren zur Herstellung neuer Imidazolinderivate und ihrer Salze - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Imidazolinderivate und ihrer Salze

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AT313895B
AT313895B AT953770A AT953770A AT313895B AT 313895 B AT313895 B AT 313895B AT 953770 A AT953770 A AT 953770A AT 953770 A AT953770 A AT 953770A AT 313895 B AT313895 B AT 313895B
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Sandoz Ag
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung neuer Imidazolinderivate der Formel 
 EMI1.1 
 worin a) X Wasserstoff, Halogen, die Methyl- oder die Methylthiogruppe und Y Wasserstoff bedeuten, oder b) X für Wasserstoff und Y für die Methylgruppe, oder c) X und Y für Chlor stehen, und der Säureadditionssalze der genannten Verbindungen. 



   Erfindungsgemäss gelangt man zu den Verbindungen der Formel (I) und ihren Säureadditionssalzen, indem man Verbindungen der Formel 
 EMI1.2 
 worin X und Y obige Bedeutung besitzen,   R   für Wasserstoff oder einen niederen Alkylrest und   R   für einen niederen Alkylrest stehen, mit Äthylendiamin umsetzt, woraufhin man die erhaltenen Verbindungen der Formel (I) in Form der freien Basen oder ihrer Säureadditionssalze isoliert. 



   Aus den freien Basen (I) lassen sich in bekannter Weise Säureadditionssalze herstellen und umgekehrt
Vorzugsweise setzt man die Verbindungen der Formel   (II)   in Gegenwart einer Säure mit Äthylendiamin um, wobei jedoch stets mindestens eine der ReaktionskomponEnten teilweise als freie Base vorliegen soll. Falls Verbindungen der Formel 
 EMI1.3 
 worin X, Y und Ra obige Bedeutung besitzen und   RJ.   für niederes Alkyl steht, eingesetzt werden, sind Verbindungen, in denen Ri und   R   die   Äthyl- oder   Methylgruppe bedeuten, bevorzugt.

   Von Verbindungen der Formel 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
   worinX, YundRz obige Bedeutung besitzen, sind diejenigen   bevorzugt, in denen R2 für Methyl oder Äthyl steht
Beispielsweise geht man so vor, dass man ein Säureadditionssalz der Verbindungen der Formel (II), z. B. das
Hydrochlorid, Hydrobromid, Hydrojodid oder Sulfat, mit einem Überschuss Äthylendiamin umsetzt. Das Mol-   verhältnis   vom Salz der Verbindungen der Formel (II) zu Äthylendiamin beträgt etwa 1 : 2 bis   1 : 6.   Die Um- setzung wird vorzugsweise in einem unter den Reaktionsbedingungen inerten polaren Lösungsmittel, z.

   B. einem niederen Alkanol wie Äthanol, Isopropanol, einem Amid einer organischen Carbonsäure wie Dimethylformamid, einem offenkettigen oder cyclischen Äther wie Dioxan usw. oder einem Gemisch derselben mit Wasser, durch- geführt.   Jedochkann gegebenenfalls auchdasim Überschuss   eingesetzte Äthylendiamin als Lösungsmittel dienen.
Die Umsetzung erfolgt bei erhöhter Temperatur, vorzugsweise bei Siedetemperatur des Reaktionsgemisches, und dauert etwa 2 bis 10 h. 



   Die nachdem vorstehend beschriebenen Verfahren hergestellten Imidazolinverbindungen der Formel (I) kön- nen als freie Basen oder in Form ihrer Säureadditionssalze auf übliche Weise isoliert und nach bekannten Me- thoden gereinigt werden. 



   Die als Ausgangsprodukt benötigten Verbindungen der Formel (II) sind neu. 



   DieneuenVerbindungenderFormel (IIa)könenhergestelltwerden,indemmanVerbindungenderFormel 
 EMI2.2 
 worin X und Y obige Bedeutung besitzen, mit Verbindungen der Formel   R-N=CS,   (IV) worin   1\'obige   Bedeutung hat, zu den Verbindungen der Formel 
 EMI2.3 
 worin X, Y und RI obige Bedeutung besitzen, umsetzt und diese durch Reaktion mit Alkylhalogeniden bzw. 



  Alkylsulfaten bei erhöhter Temperatur, vorzugsweise bei Siedetemperatur des Reaktionsgemisches, in die Verbindungen der Formel   (Ha)     überführt.   

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 
Benzoylchlorid in einem unter den Reaktionsbedingungen inerten organischen Lösungsmittel, z.

   B. einem cycli-   schen Äther   wie Tetrahydrofuran, bei erhöhter Temperatur, vorzugsweise bei Siedetemperatur des Reaktionsge- , misches, zu Verbindungen der Formel 
 EMI3.2 
 worin X und Y obige Bedeutung besitzen, umsetzt, die Verbindungen der Formel (VI) zu den Verbindungen der Formel 
 EMI3.3 
 
 EMI3.4 
 
 EMI3.5 
 
 EMI3.6 
 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 
Die Verbindungen der Formel (III) können, falls nötig, dadurch gereinigt werden, dass man sie durch Umsetzung mit Benzaldehyd in die entsprechenden Benzylidenamino-Verbindungen überführt und diese unter sauren Bedingungen hydrolysiert. 



   Die Verbindungen der Formel (VIII) sind ebenfalls neu und können auf an sich bekannte Weise aus den Verbindungen der Formel 
 EMI4.1 
 worin X und Y obige Bedeutung besitzen, erhalten werden. Praktisch geht man z. B. so vor, dass man eine Lösung von Verbindungen der Formel (IX) in überschüssiger verdünnter Salzsäure mit Natriumnitrit versetzt. 



   Die Verbindungen der Formel 
 EMI4.2 
 
 EMI4.3 
 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 



   Nach beendeter Reaktion filtriert man vom Katalysator ab und verdampft schonend zur Trockne. Die ge- bildete Aminoverbindung kann z. B. durch Kristallisation aus einem unter den herrschenden Bedingungen inerten organischen Lösungsmittel, z. B. einem chlorierten Alkankohlenwasserstoff wie Methylenchlorid, gereinigt wer- den. 



    'Das 1-Acetyl-6-formyl-1, 2, 2a, 3, 4, 5-hexahydrobenzfcd]   indol kann man z. B. erhalten, indem man die entsprechende   Cyan-Verbindung mit Natriumhypophosphtt und Raney-Nickel in einem Gemisch von Eisessig/  
Pyridin/Wasser versetzt und während längerer Zeit bei einer Temperatur von etwa 10 bis   250C     rührt.   Zur Auf- arbeitung filtriert man vom Katalysator ab und dampft das Filtrat ein. Der Rückstand kann weiter aufgearbeitet werden, indem man ihn zwischen Wasser und einem damit nicht mischbaren, unter den Reaktionsbedingungen 
 EMI5.1 
 kannte Weise, z. B. chromatographisch gereinigt werden. 



     4, 6-Fluor-1, 2, 2a, 3, 4, 5-hexahydrobenz [cd]   indol und   1, 2, 2a, 3, 4, 5-Hexahydro-6-jcdbenz [cd]   indol kann man z. B. nach Sandmeyer aus dem unter 3. beschriebenen Diazoniumsalz herstellen. 



    5. 5, 8-Dichlor-l, 2, 2a, 3, 4, 5-hexahydrobenz [ cd] indolerhält man beispielsweise, indem man das wie unter    1. beschrieben   hergestellte l-Acetyl-6-chlor-1, 2, 2a, 3, 4, 5-hexahydrobenz [cd] indol bei erhöhter Temperatur   in einem unter den vorliegenden Bedingungen inerten organischen Lösungsmittel in Gegenwart eines geeigneten Katalysators wie Eisen (III) chlorid durch Einleiten von Chlor zum   1-Acetyl-6,     8-dichlor-1,   2, 2a, 3, 4, 5-hexahy-   drobenz [cd]   indol chloriert und dieses deacetyliert, z. B. durch Erhitzen in einem Gemisch von Essigsäure/konzentrierter Salzsäure, während etwa 1 bis 2 h. 



   6. Das   6-Methylthio-1, 2, 2a, 3, 4, 5-hexahydrobenz[cd]   indol wird z. B. hergestellt, indem man das wie unter 3. beschrieben hergestellte Diazoniumsalz z. B. nach Sandmeyer mit Methylmercaptan, vorzugsweise in Gegenwart von Kupferbronze bei einer Temperatur von etwa   OOC,     zu 1-Acetyl-6-methylthio-1,2,2a,3,4,5-     - hexahydrobenz [cd]   indol umsetzt und dieses durch alkalische Hydrolyse deacetyliert, z. B. durch Kochen mit wässerig-äthanolischer Natriumhydroxydlösung während etwa 30 min. 



   7.   8- Methyl-1, 2, 2a, 3, 4, 5- hexahydrobenz (cd]   indol kann beispielsweise ausgehend von   7-Methylgramin   hergestellt werden,   indem man 7-Methylgramin quarternisiert, z.   B. mit Methyljodid, die quarternisierte Verbindung in Gegenwart einer starken Base wie Natriumhydrid in einem unter den Reaktionsbedingungen inerten organischen Lösungsmittel bei erhöhter Temperatur, vorzugsweise 100 bis   150 C,   mit Malonsäurediäthylester umsetzt, das Reaktionsprodukt durch alkalische Hydrolyse,   z. B.   durch mehrstündiges Kochen mit verdünnter wässeriger Alkalihydroxydlösung, verseift und die erhaltene Dicarbonsäure durch thermische Decarboxylierung, z.

   B.   bei 1800C,   in die 7-Methylindol-3-propionsäure überführt, diese zur 7-Methylindolin-3-propionsäure re- 
 EMI5.2 
 die CO-Gruppe reduziert. Diese Reduktion kann z. B. nach   Wolff-Kishner   bzw. nach Modifikationen und Ver-   besserungen dieses Verfahrens (z. B. Huang-Minlon-Verfahren) durchgeführt werden, wobei gleichzeitig die   Benzoylgruppe hydrolytisch abgespalten wird. 



   Soweit die Herstellung der Ausgangsverbindungen nicht beschrieben wird, sind diese bekannt oder nach an sich bekannten Verfahren herstellbar. 



   Die Verbindungen der Formel (I) und ihre Säureadditionssalze sind in der Literatur bisher nicht beschrieben worden.   Sie zeichnen sichdurch interessante pharmakodynamische Eigenschaften   aus und können daher als Heilmittel verwendet werden. 



   An der   isoliertperfundlertenHinterextremität   des Kaninchens führen sie zu einer anhaltenden Vasokonstriktion. Auf Grund dieser Wirkung können sie als Vasokonstriktor verwendet werden. Die zu verwendenden Dosen variieren naturgemäss je nach der Art der verwendeten Substanz, der Administration und des zu behandelnden Zustandes. Im allgemeinen werden jedoch bei Testtieren befriedigende Resultate mit Einzeldosen von 1 bis 100 p/kg Körpergewicht erhalten. Für grössere Säugetiere liegt die Tagesdosis bei 0, 1 bis 10 mg. Für lokale Applikationen werden Dosen von etwa 0, 03 bis 3 mg der neuen Substanzen neben festen oder flüssigen Trägersubstanzen oder Verdünnungsmitteln verwendet. 



     Zusätzlich zeigen sie im ZNS-Screening an   der wachen Maus einen Reserpinantagonismus und wirken dämpfend auf das Zentralnervensystem. Die zu verwendenden Dosen variieren naturgemäss je nach der Art der verwendeten Substanz, der Administration und des zu behandelnden Zustandes. Im allgemeinen werden jedoch bei Testtieren mit Einzeldosen von   0. 1   bis 30 mg/kg Körpergewicht befriedigende Resultate erhalten. Für grössere Säugetiere liegt die Tagesdosis bei etwa 5 bis 500 mg. Diese Dosen können gegebenenfalls auch in 2 bis 3 Anteilen von 2 bis 250 mg verabreicht werden. 



   In den nachfolgenden Beispielen, welche die Erfindung näher erläutern, ihren Umfang jedoch in keiner 

 <Desc/Clms Page number 6> 

 Weise einschränken sollen, erfolgen alle Temperaturangaben in Celsiusgraden und sind unkorrigiert. 



     Beispiel l : l,   2,2a, 3,4, 5-Hexahydro-1-(2-imidazolin-2-ylamino)benz[cd]indol   25g l- (l,   2,2a, 3,4,   5-Hexahydrobenz [cd] indol-l-yl)-2-methyl-isothioharnstoffhydrojodid   und 12,8 ml Äthylendiamin werden in 65 ml Äthanol 2 1/2 h zum Sieden erhitzt. Die Lösung wird zur Trockne verdampft und der Eindampfrückstand zwischen Methylenchlorid und konz.   Natriumhydroxydlösung   ausgeschüttelt. Die über Magnesiumsulfat getrocknete Methylenchloridlösung verdampft man zur Trockne und überführt das als Eindampfrückstand erhaltene 1, 2,2a, 3,4, 5-Hexahydro-1-(2-imidazolin-2-ylamino)benz[cd] indol direkt in sein Hydrochlorid.   Smp. :   258 bis 2600C aus Methanol/Äther. 



   Das als Ausgangsmaterial benötigte   1- (1,   2,2a, 3,4, 5-Hexahydrobenz][cd]indol-1-yl)-2-methylisothioharnstoff-hydrojodid erhält man wie folgt :
1, 2,2a, 3,4,   5-Hexahydrobenz [cd]   indol wird in salzsaurer Lösung bei Raumtemperatur mit Natriumnitrit zum 1, 2,2a, 3,4,   5- Hexahydro-1-nitrosobenz[ cd]   indol nitrosiert. (Farblose Quader aus   Äther/Petroläther   vom Smp. : 70 bis 71 C). Hieraus erhält man durch Reduktion mit Lithiumaluminiumhydrid in Äther bei 5 bis   80C     1-Amino-1,   2,2a, 3,4, 5-hexahydrobenz [cd] indol.

   (Aus Äther/Petroläther Smp. : 59 bis   610C)   Durch Umsetzung   der Aminoverbindung mit Benzoylisothiocyana t   in siedendem Tetrahydrofuran und anschliessende Verseifung mit 
 EMI6.1 
 
 EMI6.2 
 unter Rückfluss während 10 min gelangt man zum 1-(6-chlor-1,2,2a,3,4,5-hexahydrobenz[cd]indol-1-yl)- - thioharnstoff. Aus Methanol/Äther, Smp. : 226 bis   2280C,   Der Thioharnstoff wird durch Kochen während 4 h mit Methyljodid in Methanol in das 1-(6-Chlor-1,2,2a,3,4,5-hexahydrobenz[cd]indol-1-yl)-2-methyliso thioharnstoff-hydrojodid überführt, das aus   Methanol/Äther   kristallisiert. Smp. : 174 bis   177 C.   
 EMI6.3 
 18 ml Äthylendiamin werden in 36 ml Äthanol 10 h zum Sieden erhitzt.

   Die Lösung wird zur Trockne verdampft und der Eindampfrückstand zwischen Methylenchlorid und konz. Natriumhydroxydlösung ausgeschüttelt. 



  Die über Magnesiumsulfat getrocknete Methylenchloridlösung verdampft man zur Trockne. Das als Eindampfrückstand erhaltene 6,   8-Dichlor-1, 2, 2a, 3,   4, 5-hexahydro-1-(2-imidazolin-2-ylamino)-benz[cd] indol kristallisiert aus Methylenchlorid/Äther mit einem Smp. : von 200 bis 2020C. 



   Das als Ausgangsprodukt benötigte 1-(6,8-Dichlor-1,2,2a,3,4,5-hexahydrobenz[cd]indol-1-yl)-2-methylisothioharnstoffhydrojodid erhält man wie folgt :
1-Acetyl-6-chlor-1,2,2a,3,4,5-hexahydrobenz[cd]indol (Smp. : 141 bis 143 C, aus Methylenchlorid/Petroläther) chloriert man in siedendem Tetrachlorkohlenstoff in Gegenwart von Eisentrichlorid durch Einleiten 
 EMI6.4 
 Äther bei 5 bis 8 C gelangt man zum 1-amino-6,8-dichlor-1,2,2a,3,4,5-hexahydrobenz[cd] indol (aus Methylenchlorid/Petroläther, Smp. :

   101 bis   103 C).   Durch Umsetzung der Aminoverbindung mit   Benzoylisothio-   cyanat, in siedendem Tetrahydrofuran und anschliessende Verseifung mit verdünnter   Natriumhydroxydlösung   
 EMI6.5 
 

 <Desc/Clms Page number 7> 

 
 EMI7.1 
 (6, 8-Dichlor-1, 2, 2a, 3, 4, 5-hexahydrobenzf cd] indol-1-yl) thio-Äthylendiamin werden 2 h lang wie in Beispiel 1 beschrieben gekocht und aufgearbeitet. Das so erhaltene 1, 2, ; 2a,3,4,5-Hexahydro-1-(2-imidazolin-2-ylamino)-6-methylthiobenz[cd] indol wird direkt in sein Hydrogen- maleinat übergeführt. Dieses kristallisiert aus   Methanol/Äther   und schmilzt bei 191 bis 192 C. 



   Das als Ausgangsmaterial benötigte 1-(1,2,2a,3,4,5-Hexahydro-6-methylthiobenz[cd]indol-1-yl)-2-me- thylisothioharnstoffhydrojodid erhält man wie folgt: 
 EMI7.2 
 Gegenwart von Raney-Nickel zum 1-Acetyl-6-amino-1,2,2a,3,4,5-hexahydrobenz[cd] indol (Smp. : 147 bis 149 C, aus Methylenchlorid/Petroläther).

   Die Aminoverbindung wird in schwefelsaurer Lösung bei 0 bis 5 C mittels Natriumnitrit   diazotiert und das so erhaltene Diazoniumsalz nach Sandmeyer mit Methylmercaptan in   Gegenwart von Kupferbronze bei 0 C in das 1-Acetyl-1,2,2a,3,4,5-hexahydro-6-methylthiobenz[cd] indol 
 EMI7.3 
 genmaleinat vom Smp. : 121 bis 1230C aus   Methanol/Äther).   Dieses wird in verdünnter Salzsäure/Eisessig bei   00C mit Natriumnitrit   zum 1,2,2a,3,4,5-Hexahydro-6-methylthio-1-nitrosobenz[cd] indol nitrosiert   (Smp. :   94 bis 97 C, aus Methylenchlorid/Äther). Hieraus erhält man durch Reduktion mit Lithiumaluminiumhydridin Äther bei 5 bis 10 C 1-Amino-1,2,2a,3,4,5-hexahydro-6-methylthiobenz[cd] indol (als Hydrogenmaleinat aus Me- 
 EMI7.4 
 : 108bis1090C).

   DurchUmsetzungderAminoverbindungmitBenzoylisothiocyanatinsie-(Smp. : 205 bis   207 C,   aus   Methylenchlorid/Methanol/Äther).   Der Thioharnstoff wird durch Kochen während
2 hmit Methyljodid in Methanol in das 1-(1,2,2a,3,4,5-Hexahydro-5-methylthiobenz[cd] indol-1-yl)-2-methylisothioharnstoffhydrojodid überführt, das aus Methanol/Essigester kristallisiert. Smp. : 142 bis   1440C.   



   Beispiel5 :1,2,2a,3,4,5-Hexahydro-1-(2-imidazolin-2-ylamino)-8-methylbenz[cd]indol
Nachdem in Beispiel 1 beschriebenen Verfahren wird 1-(1,2,2a,3,4,5-Hexahydro-8-methylbenz[cd] indol   -1-yl)-2-methylisothioharnstoffhydrojodid mit Äthylendiamin   umgesetzt und   aufgeärbeitetDas   so erhaltene 1, 2, 2a,3,4,5-Hexahydro-1-(2-imidazolin-2-ylamino)-8-methylbenz[cd]indol wird direkt in sein Hydrochloird überführt. Smp.:240 bis 242 C, aus Methanol/Äther. 



   Das als Ausgangsmaterial benötigte 1-(1,2,2a, 3, 4,5-Hexahydro-8-methylbenz[cd]indol-1-yl)-2-methylisothioharnstoffhydrojodid erhält man wie folgt :
7-Methylgramin wird mit Methyljodid in sein Jodmethylat überführt. Hieraus erhält man mit Malonsäurediäthylester in Gegenwart von Natriumhydrid in siedendem Xylol, nachfolgender Verseifung durch 7 stündiges Kochen in verdünnter Natriumhydroxydlösung und anschliessender Decarboxylierung bei 1800C 7-Methyl-indol-   - 3-propionsäure (Smp. :

     117 bis 119 C, aus   Äther/Petroläther).   Diese Säure wird in verdünnter Salzsäure/Eisessig bei   950C   mit Zinkstaub in Gegenwart von Quecksilber (II) chlorid zur   7-Methylindolin-3-propionsäure   reduziert, die ohne Charakterisierung in Eisessig in Gegenwart von Natriumacetat bei Raumtemperatur mit Ben- 
 EMI7.5 
    :l,   2,2a, 3,4,   5-Hexahydro-8-methylbenz [cd] indol erhalten (Smp. :   81 bis   82 C,   aus Petroläther).

   Dieses wird in salzsaurer Lösung bei 0 bis   50C   mit Natriumnitrit zum 1, 2,2a, 3,4, 5-Hexahydro-8-methyl-1-nitrosobenz [cd] indol nitrosiert (Smp. : 83 bis 85 C, aus   Äther/Petroläther).   Durch Reduktion mit Lithiumaluminiumhydrid in Äther bei   50C   gelangt man   zum 1-Amino-1,   2,2a, 3,4, 5-hexahydro-8-methylbenz [cd] indol (Smp. : 162 bis 164 C, aus Methanol/Äther als Hydrochlorid). Durch Umsetzung der Aminoverbindung mit   Benzoylisothiocyanat   in siedendem Tetrahydrofuran und anschliessende Verseifung mit verdünnter Natriumhydroxydlösung unter Rück-   fluss während 10 min erhält man 1- (1,   2,2a, 3,4, 5-Hexahydro-8-methylbenz[cd] indol-1-yl)thioharnstoff (Smp.: 214 bis 2150C, aus Methylenchlorid/Methanol/Äther).

   Der Thioharnstoff wird durch Kochen während 2 h mit Methyljodid in Methanol   in das l- (l,   2,2a, 3,4,   5-Hexahydro-8-methylbenz] cd] indol-1-yl) -2-methylisothio-   harnstoffhydrojodid überführt, das aus Methanol/Äther kristallisiert. Smp. : 200 bis 2020C. 



     Beispiel 6 : l,   2, 2a, 3, 4,   5-Hexahydro-l- (2-imidazolin-2-ylamino)-6-methylbenz)'cd]   indol
12 g   l- (l,   2,2a, 3,4, 5-Hexahydro-6-methylbenz[cd] indol-1-yl)-2-methylisothioharnstoff-hydrojodid und 12 ml Äthylendiamin werden in 60 ml Äthanol 2 h wie in Beispiel 1 beschrieben gekocht und aufgearbeitet. Das so erhaltene 1, 2,2a, 3,4, 5-Hexahydro-1-(2-imidazolin-2-ylamino)-6-methylbenz[cd] indol wird direkt in sein Hydrochlorid überführt. Smp. : 238 bis 239 C, aus   Methanol/Äther.   

 <Desc/Clms Page number 8> 

 



   Das als Ausgangsmaterial benötigte   1- (1, 2, 3, 4, 5-Hexahydro-6-methylbenzrcd] indol-1-yl)-2-methyliso-   thioharnstoff-hydrojodid erhält man wie folgt :   1-Acetyl-1, 2, 2a, 3, 4. 5-hexahydrobenz[cd]   indol wird bei 100C in Eisessig mit rauchender Salpetersäure nitriert. Das hierbei erhaltene 1-Acetyl-1,2,2a,3,4,5-hexahydro-6-nitrobenz[cd] indol   (Smp. : 174 bis 1750C,   aus Methylenchlorid/Äther)   reduziert man in Methanol bei 50 bis 600C mit Hydrazinhydrat in Gegenwart   von 
 EMI8.1 
 
2, 2a, 3, 4, 5-hexahydrobenz[cd]-Acetyl-6-cyan-1,2,2a,3,4,5-hexahydrobenz[cd] indol überführt (Smp. : 169 bis 171 C, aus   Methylenchlorid/   Petroläther).

   Hieraus erhält man durch 20 stündiges Rühren mit Natriumhypophosphit und   Raney-Nickel   in einem 
 EMI8.2 
 man durch Reduktion mit Lithiumaluminiumhydrid in Äther bei 5 bis   80C   1-Amino-1, 2, 2a, 3, 4, 5-hexahydro-   - 6-methylbenz[cd] indol   (als   Hydrochlorid-aus Methanol/Äther, Smp. :   185 bis 187 C). Durch Umsetzung der Aminoverbindung mit   N-Benzoylisothiocyanat   in siedendem Tetrahydrofuran und anschliessende Verseifung mit 
 EMI8.3 
 (1, 2, 2a, 3, 4, 5-Hexahydro-siert. Smp. : 167 bis 1690C. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung neuer Imidazolinderivate der Formel EMI8.4 worin a) X Wasserstoff, Halogen, die Methyl-oder die Methylthiogruppe und Y Wasserstoff bedeuten, oder b) X für Wasserstoff und Y für die Methylgruppe, oder c) X und Y für Chlor stehen, und der Säureadditionssalze der genannten Verbindungen, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel EMI8.5 worin X und Y obige Bedeutung besitzen, R1 für Wasserstoff oder einen niederen Alkylrest und R für einen niederen Alkylrest stehen, mit Äthylendiamin umsetzt, woraufhin man die erhaltenen Verbindungen der Formel (1) <Desc/Clms Page number 9> in Form der freien Basen oder ihrer Säureadditionssalze isoliert.
    2. Verfahren nach Anspruch 1 zur Herstellung neuer Imidazolinderivate der Formel EMI9.1 worin XII Wasserstoff, Halogen oder die Methylgruppe bedeutet, und ihren Säureadditionssalzen, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel EMI9.2 worinXII, R1 undR obige Bedeutung besitzen, mit Äthylendiamin umsetzt, woraufhin man die erhaltenen Ver- EMI9.3 3.
    Verfahren nach Anspruch 1 zur Herstellung neuer Imidazolinderivate der Formel EMI9.4 worin a) XIII die Methylthiogruppe und Y Wasserstoff bedeutet, oder b) XIII für Wasserstoff und yII für die Methylgruppe steht, oder c) XIII und YII für Chlor stehen, und ihren Säureadditionssalzen. dadurch gekennzeichnet. dass man Verbindungen der Formel <Desc/Clms Page number 10> EMI10.1 worin XIII, YII, R1 und R2 obige Bedeutung besitzen, mit Äthylendiamin umsetzt, woraufhin man die erhaltenen Verbindungen der Formel (Ib) in Form der freien Basen oder ihrer Säureadditionssalze isoliert.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Verbindungen der Formel (II) in Form ihrer Säureadditionssalze einsetzt.
    5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2 zur Herstellung von 1, 2. 2a, 3, 4. 5-Hexahydro-1- (2-imidazolin-2- - ylamino) benz [cd] indol, dadurch gekennzeichnet, dass man 2-nied. Alkyl-bzw. 2,3-nied. Dial kyl-1-(1,2,2a,3,4,5-hexahydrobenz[cd]indol-1-yl)-isothioharnstoff, mit Äthylendiamin umsetzt.
AT953770A 1969-10-24 1970-10-22 Verfahren zur Herstellung neuer Imidazolinderivate und ihrer Salze AT313895B (de)

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ES384800A1 (es) 1973-09-01

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