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Die Erfindung betrifft einen auf ein elektrisches Steuersignal hin unwirksam werdender Demodulator mit einer Demodulierschaltung mit zwei Eingängen und zwei Ausgängen, wobei der erste Eingang mit einem ersten zu demodulierenden Eingangssignalstrom und einem ersten Ruhestromsignal und der zweite Eingang mit einem zweiten zu demodulierenden Eingangssignalstrom und einem zweiten Ruhestromsignal beaufschlagbar sind und beide Eingangssignalströme zueinander in Gegenphase sind, und deren erster und zweiter Ausgang einen ersten und einen zweiten demodulierten Ausgangssignalstrom als Antwort auf die Beaufschlagung der beiden Eingänge mit den angeführten Signalen liefert, wobei diese demodulierten Ausgangssignalströme jeweils von einem
Ausgangsruhestrom begleitet sind, deren jeder gleich ist der halben Summe der beiden Eingangs-
Ruhestromsignale,
und wobei die beiden Ausgänge der Demodulierschaltung an eine Versorgungsspannungsquelle mit einem von Null abweichenden Quellwiderstand angeschlossen sind.
Bei den derzeit angewendeten Verfahren für frequenzmodulierten stereophonischen Rundfunk in den
Vereinigten Staaten von Amerika wird eine Hauptträgerwelle mit der Summe zweier Tonfrequenzsignale, wie beispielsweise den beiden sterophonischen Signalen für links (L) und rechts (R), frequenzmoduliert, wobei die
Trägerwelle aus Gründen der Kompatibilität für einen Empfang sowohl in einem monophonischen als auch in einem stereophonischen Empfänger geeignet ist. Die Hauptträgerwelle enthält die stereophonische Information zudem in Form einer unterdrückten Hilfsträgerwelle, die amplitudenmoduliert ist mit der Differenz der beiden
Stereophonie-Signale (L-R) und einem Steuerzeichen zum Zwecke der Demodulation der unterdrückten
Hilfsträgerwelle.
Im stereophonischen Empfänger wird am Ausgang des Frequenzdiskriminators ein Signalgemisch erzeugt.
Dieses Signalgemisch enthält eine Summensignalkomponente (L + R), die sowohl für monophonische als auch für stereophonische Frequenzmodulation-Empfänger verwendbar ist, ein 19 kHz-Steuerzeichen und Seitenbänder eines unterdrückten 38 kHz-Hilfsträgers, welche die Differenzsignalkomponente (L-R) enthalten. Um die stereophonische Hörsendung wiederzugeben, wird im Empfänger ein 38 kHz-Signal in taktmässiger Zuordnung zum 19 kHz-Steuerzeichen erzeugt, wodurch eine Demodulation des Differenzsignals und seine nachfolgende
Verknüpfung (Matrizierung) mit dem Summensignal möglich ist, um die getrennten Tonsignale für links und rechts wiederzugeben.
Um ein Übersprechen und somit eine verschlechterte Trennung zwischen den Signalen zu vermeiden, muss das regenerierte 38 kHz-Signal genau eingeregelt sein, wie auch die relativen Signalverstärkungen der Summen-und der Differenzkomponente genau eingehalten werden müssen.
Ausserdem ist es wünschenswert, die Erzeugerstromkreise für die 38 kHz-Frequenz automatisch abzuschalten, wenn ein frequenzmodulierender Sender ein monophonisches Programm ausstrahlt und daher das
19 kHz-Steuerzeichen nicht sendet. Wenn das Rundfunkprogramm stereophonische Informationen enthält, wird ein automatisches Einschalten der Stereophonie-Schaltungen gewünscht. Dies geschieht, wenn das
19 kHz-Steuerzeichen einen vorbestimmten Schwellwert überschreitet.
Für die Gewinnung des Differenzsignals wird normalerweise ein Produktdemodulator verwendet, in welchem das Signalgemisch in der 38 KHz-Sinuswelle oder-Rechteckwelle des wiedergewonnenen Hilfsträgers multipliziert wird. Vorteilhafterweise verwendet man einen Produktdemodulator, dessen Ausgang sowohl gegenüber dem Eingang für das Signalgemisch als auch gegenüber seinem Eingang für den Hilfsträger abgeglichen ist, weil ein solcher Demodulator alle Signale abweist, die nicht gegenüber dem Hilfsträgereingang in den symmetrischen Amplitudenmodulations-Seitenbändem enthalten sind.
Ein Produktdemodulator wird auch auf andern Gebieten verwendet, wie beispielsweise bei der
Demodulation des Farbartsignals in Fernsehempfängern. Die steuerbare Abschaltung eines solchen
Farbartsignal-Demodulators mit den Mitteln der Erfindung ist ein guter Weg zur Durchführung der Farbsperre in
Fernsehempfängern, die solche Farbartsignal-Demodulatoren enthalten. Die Farbartsignal-Demodulatoren würden in einem solchen Fall während des Empfangs von schwarz-weiss-Sendungen oder von solchen Farbsendungen abgeschaltet werden, bei denen der Bildinhalt durch Rauschen zu sehr gestört ist, um eine zufriedenstellende Farbdarstellung zu ermöglichen.
Ausgehend von einem Demodulator der eingangs angeführten Art ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Eingänge der Demodulierschaltung über zwei gleichstromleitende Pfade von annähernd gleicher Leitfähigkeit mit jedem der beiden Ausgänge verbunden sind, wobei die beiden Pfade durch ein auf das Steuersignal ansprechendes Schaltemetzwerk leitend schaltbar sind wodurch das erste und das zweite Eingangs-Ruhestromsignal und der erste und zweite Eingangssignalstrom von der Demodulierschaltung auf die beiden Strompfade umgeschaltet werden, wobei lediglich die Ruhestromsignale über die Betriebsspannungsquelle fliessen.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnungen ausführlicher beschrieben. Die Zeichnungen zeigen in Fig. l eine Blockschaltung eines Demodulators gemäss der Erfindung und Fig. 2 eine abgeänderte Ausführungsform des Schalternetzwerkes.
In Fig. l ist eine Blockdarstellung und in schematischer Form Einrichtungen zur Gewinnung eines Tondifferenzsignals (L-R) aus einem zusammengesetzten Stereophonsignal und zur Verknüpfung dieser Signalkomponente mit einer Tonsummensignalkomponente (L + R) gezeigt, um die stereophonisch zueinander bezogenen Tonsignale für den rechten und linken Kanal zu erzeugen. Der dargestellte Differenzsignaldemodulator
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und die Verknüpfungseinrichtung (Matrix-Verstärker) sind besonders darauf abgestimmt, nach den Verfahren für integrierte Schaltungen hergestellt zu werden.
Ein auf Funkfrequenzen abstimmbarer Frequenzdemodulator--10--, welcher aus den frequenzmodulierten Rundfunksignalen das Stereophonsignalgemisch gewinnt, ist über den Anschluss--T ;-- eines integrierten Schaltungsplättchens --11-- mit dem Signalgemischverstärker --12-- verbunden. Das stereophonische Signalgemisch enthält ein Tonfrequenzsummensignal (L + R), wenn eine monophonische Rundfunksendung empfangen wird. Falls eine stereophonische Rundfunksendung empfangen wird, enthält das stereophonische Signalgemisch ein Tonfrequenzsummensignal (L + R), ein Steuerzeichen (19 kHz-Komponente)
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zugeführt werden.
Der Signalgemischverstärker --12-- ist so ausgelegt, dass er Signale im Bereich von etwa 10 Hz bis 150 kHz in linearer Weise verstärkt, um somit erste und zweite zusammengesetzte Signalspannungen zu erzeugen, die im wesentlichen einander gleich, jedoch gegeneinander um 1800 phasenverschoben sind (d. h. im Gegentakt sind), und die den Schaltungselementen innerhalb des integrierten Schaltungsplättchens --11-- direkt zugeführt werden.
Eine spezifische Anordnung für den Verstärker --12-- und für die andern in dem Blockschaltbild des Plättchens-11-gezeigten Schaltungselemente ist etwa in der deutschen Offenlegungsschrift Nr. 2063525 beschrieben.
Die zusammengesetzten Gegentaktsignalspannungen werden gemeinsam mit geeigneten einander im wesentlichen gleichen Vorspannungen vom Verstärker --12-- direkt an die Basiselektroden der in Emitterschaltung angeordneten Verstärkertransistoren--14 und 15--gelegt. Die Emitterelektroden dieser
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mit im wesentlichen gleichen vorspannenden Strömen an jede der Eingangsklemmen--l und 2-des Produktdemodulators.
Der Produktdemodulator für die Gewinnung des Differenzsignals ist allgemein mit der Bezugszahl--13-bezeichnet und besitzt eine erste und eine zweite Klemme-l und 2-zum Anlegen des Gemischs der Gegentaktsignalströme, eine dritte und eine vierte Klemme-3 und 4-zur Einspeisung der Spitzen des 38 KHz-Hilfsträgers sowie eine fünfte und eine sechste Klemme-5 und 6-zur Entnahme der demodulierten Differenzsignalströme.
Die erste Klemme --1-- des Produktdemodulators ist direkt mit den zusammengefassten Emitterelektroden eines ersten Paars von Schalttransistoren--18 und 19--verbunden, während seine zweite Klemme --2-- direkt mit den zusammengefassten Emitterelektroden eines zweiten Paars von Schalttransistoren - 20 und 21-verbunden ist. Die Basiselektroden der beiden Transistoren-18 und 20-sind direkt mit der dritten Klemmendes Produktdemodulators verbunden, die ihrerseits an einem der beiden eine
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Produktdemodulators, die ihrerseits mit dem andern der 38 kHz-Rechteckwellen-Ausgänge verbunden ist.
Die Rechtecksignalquelle --42-- wird bezüglich des 19 kHz-Steuerzeichens des vom Verstärker-12- erzeugten Signalgemischs durch irgendeine bekannte Technik synchronisiert, die bei Dekodiereinrichtungen für mehrfachfrequenzmodulierte Stereophoniesignale angewandt wird.
Ein besonders vorteilhaftes Synchronisiersystem ist in der oben erwähnten deutschen Offenlegungsschrift Nr. 2063525 beschrieben.
Eine Betriebsspannungsquelle (B +) ist über einen Ausgangswiderstand--22--an die fünfte Klemme - des Produktdemodulators angeschlossen. Die gleiche Spannungsquelle liegt über einen Ausgangswiderstand--23--, der dem Widerstand--22--im wesentlichen gleich ist, an der sechsten Klemme
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der Klemme-6-.
Die Gegentakt-Ausgangsströme, welche die demodulierten Differenzsignalkomponenten (L-R) und- (L-R) enthalten, erscheinen an der fünften und der sechsten Klemme-5 und 6-- des Produktdemodulators. An den Widerständen-22 und 23-fallen jeweils Gegentaktspannungen ab, die diesen Strömen proportional sind. Jede dieser Gegenspannungen wird jeweils an die Basis der als Emitterfolger geschalteten Transistoren-24 und 25-gelegt, die als Spannungsquellen dienen, um die gewünschten
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--26- 24 und 25-jeweils entgegengesetzt liegenden Klemmen der Widerstände-26 und 27-angeschlossen sind.
Die Basiselektroden der Transistoren --28 und 29-sind beide mit einem der Gegentaktausgänge des
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Signalgemischverstärkers --12-- verbunden. Die Emitterelektroden der Transistoren --28 und 29-sind jeweils über einen der beiden Transistoren --30 und 31-geerdet.
Die Transistoren--25 und 29-schliessen einen ersten Matrixverstärker ein, dessen Ausgang (z. B.
R = rechts) über den Anschluss --T11-- des Plättchens --11-- und ein Nachentzerrungs-Netzwerk--32-- mit einer Einrichtung zur Tonwiedergabe wie beispielsweise einem Verstärker mit Lautsprecher (nicht dargestellt)
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mit einer Einrichtung zur Tonwiedergabe wie beispielsweise einen zweiten Verstärker mit Lautsprecher (nicht dargestellt) verbunden ist.
Um die Impedanz an den Emittern der Emitterfolgertransistoren--24 und 25--im wesentlichen konstant zu halten, wenn die Leitfähigkeit (und daher die Impedanzen) der Transistoren--28 und 29-- sich mit dem angelegten Signalgemisch ändern, wird ein Signalgemisch, dessen Phase entgegengesetzt derjenigen des den Transistoren--28 und 29-- zugeführten Signals ist, vom Verstärker --12-- an die Basiselektroden der Kompensierungstransistoren--34 und 35-- gelegt. Die Kollektorelektroden der Transistoren--34 und 35-liegen jeweils direkt an den Emitterelektroden der Emitterfolger -24 und 25--. Die Emitterelektroden der Transistoren-34 und 35-sind über jeweils einen Widerstand-36 und 37-geerdet.
Wenn sich das vom Signalgemischverstärker--12--erzeugte Signal ändert, ändert sich auch die Leitfähigkeit der Transistoren --28 und 34-in jeweils entgegengesetzt gleicher Weise (Gegentakt-Eingangssignale). Daher bleibt die Summe der Kollektorströme der Transistoren --28 und 34-- (die den Transistor --24-- belasten) im wesentlichen konstant.
In ähnlicher Weise bringen Änderungen im Ausgangssignal des Signalgemischverstärkers --12-- keine Änderungen in der Belastung des Transistors--25--, da die Summe der Kollektorströme der Transistoren --29 und 35-im wesentlichen konstant bleibt, wenn sich der Ausgang des Signalgemischverstärkers--12--verändert. Die genaue Matrizierung der Summen-und Differenzsignalkomponenten wird daher durch Änderungen in der Belastung der Transistoren--24 und 25-nicht gefährdet, wenn sich das Signalgemisch ändert.
Beim Betrieb des oben beschriebenen Differenzsignaldemodulators--13--erscheinen die komplementären Ausgänge für die 38 kHz-Rechteckwelle der Signalquelle--42--in vorgegebener zeitlicher Relation zu dem empfangenen 19 kHz-Steuerzeichen (und damit zum unterdrückten 38 kHz-Hilfsträger), um eine synchrone Demodulation der Differenzsignalkomponenten (L-R) der amplitudenmodulierten unterdrückten Hilfsträgerkomponente zu erhalten, die vom Verstärker --12-- zu den Transistoren--14 und 15-- gelangt.
Dies bedeutet, dass die Mittelachse der 38 kHz-Rechteckwellen zeitlich mit der Mittelachse des
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komplementären 38 kHz-Rechteckwellen mit dem Gegentaktsignalgemisch an und erzeugt an den Widerständen --22 und 23--komplementäre Signale, bestehend aus den Differenzsignalkomponenten (L-R)
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(L-R). Die- 26 und 27-- zugeführt. Die Transistoren --24 und 25-dienen daher mit den Widerständen --22 und 23-als Quellen für die Differenzsignalspannung bezüglich der Widerstände--26 und 27--.
Das vom Verstärker --12-- erzeugte Signalgemisch mit der Tonsummenkomponente (L + R) gelangt jeweils als Strom über die Transistoren--28 und 29--an die jeweils den Emittern der Transistoren--24 und 25--entgegengesetzten Klemmen der Widerstände-26 und 27--. Die Gesamtsignale mit den Spannungen, welche die Differenzsignalkomponenten darstellen, und den Strömen, welche die Summensignalkomponenten
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die gewünschten Tonsignale für links (L) und rechts (R) zu erzeugen.
Wegen des doppelten Abgleichs des dargestellten Synchrondemodulators und der Tiefpasseigenschaft der Nachentzerrungs-Netzwerke --32 und 33-werden an den Filterwiderständen der Netzwerke --32 und 33-keine andern Komponenten (z. B. Steuerzeichen, 38 kHz-Schaltsignale, Summensignal, usw. ) erzeugt als die gewünschten Tonfrequenzsignale für links und rechts.
Die richtige Matrizierung der Summen- und Differenzsignale hängt teilweise von der Anpassung der durch die Quellentransistoren-14, 15,28 und 29--gelieferten Ströme ab. Bei integrierten Schaltungen wird eine solche Anpassung relativ leicht durch die Anordnung von im wesentlichen identischen Transistoren--14, 15,28 und 29-und von im wesentlichen identischen angeschlossenen Emitterwiderständen --16, 17,30 und 31-in dichter Nachbarschaft auf dem Plättchen --11-- erreicht.
Eine korrekte Matrizierung hängt auch von dem Verhältnis der Widerstände--22 und 23-- zu jeweils den Widerständen --26 und 27--ab. Bei dem dargestellten doppelt abgeglichenen Synchrondemodulator werden die Schalttransistoren-18, 19,20, 21-mit den symmetrischen 38 kHz-Rechteckwellen in richtiger Phaseneinstellung beaufschlagt, so dass eine Demodulation der vollen Welle des 38 kHz-Hilfsträgers für das Differenzsignal erhalten wird. Die resultierende Amplitude von Spitze zu Spitze der Tonfrequenzkomponenten des demodulierten Differenzsignals steht durch einen Faktor von 2/# in Relation zu der Spitzenamplitude der
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erwähnten Differenzsignal-Trägerwelle am Ausgang des Demodulators--13--.
Durch die Normen für stereophonischen Rundfunk ist die Spitzenamplitude der Komponente des modulierten Differenzsignalträgers innerhalb des Signalgemisches für ein Tonsignal, welches nur ein alleiniges Links- oder ein alleiniges Rechts-Signal enthält, so festgesetzt, dass sie gleich ist der Spitzenamplitude der Summensignalkomponente.
Um eine richtige Matrizierung der Summen- und Differenzsignale zu erhalten, werden daher die Widerstände--22 und 23--, an denen die Differenzsignale abfallen, #/2 mal so gross gewählt, wie die Widerstände--26 und 27--, an denen die Summensignale abfallen.
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längere Abwesenheit eines über einer vorbestimmten Amplitude liegenden Steuerzeichens anzeigt, dass eine monophonische Sendung empfangen wird, oder das Signal/Rauschverhältnis des empfangenen Signals als zu gering für eine zufriedenstellende stereophonische Wiedergabe bewertet wird. Eine Einrichtung zur Erzeugung des "Stereo-Mono"-Umschaltsignals ist in der vorerwähnten deutschen Offenlegungsschrift Nr. 2063525 beschrieben.
Für die vorliegende Erörterung genügt es zu wissen, dass ein solches Umschaltsignal beim Eintreten jeder der oben erwähnten Bedingungen erzeugt wird.
In der in den Zeichnungen gezeigten Anordnung werden die Stereo-Mono-Umschaltsignale von einer Stereo-Umschaltsignalquelle --38-- an einen Verstärker geliefert, der einen ersten Transistor --39-- enthält, dessen Kollektorelektrode an eine Betriebsspannungsquelle (B +) angeschlossen ist und dessen Basiselektrode mit der Stereo- Umschaltsignalquelle --38-- verbunden ist und dessen Emitterelektrode über den Widerstand - -40-- an die Basiselektrode eines Schalttransistors --41-- angeschlossen ist. Die Emitterelektrode des
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--41-- liegtSchalttransistors --41-- wird an eine Mehrfach-VBE-Vorspannungsquelle gelegt, wie sie etwa in der USA-Patentschrift Nr. 3, 555, 309 beschrieben ist.
In vorliegendem Falle ist der Ausdruck--VBE--definiert als Durchlass-Spannungsabfall an dem Basis-Emitterübergang eines normal leitenden Transistors (z. B. annähernd 0, 65 bis 0, 7 V für Siliziumtransistoren, wie sie in integrierten Schaltungen hergestellt werden). Bezugsspannungsquellen (üblicherweise in integrierten Schaltungen eingebaut), die ein oder mehrere ganzzeilige Vielfache des Wertes --VBE-- über Erdpotential bei niedriger Impedanz erzeugen, werden als "Mehrfach-VBE-Quellen"bezeichnet,
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Vielzahl von Widerständen --46, 47, 48--in Serienschaltung liegen.
Der gemeinsame Anschluss der Widerstände--47 und 48-ist mit der Basiselektrode des Transistors - verbunden. Die Emitterelektrode des Transistors --45-- liegt an Erde, während die Kollektorelektrode des Transistors --45-- direkt an die Basiselektrode des Transistors --44-- angeschlossen ist. Wie es in der USA-Patentschrift Nr. 3, 555, 309 beschrieben ist, erscheint am Widerstand --48-- eine Spannung mit dem Wert --VBE--, wenn die Transistoren-44 und 45-leitend sind. Der Widerstand - ist kleiner gewählt als die Basis-Emitter-Impedanz des Transistors-45--, und die zusätzlichen
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Widerstand (--46 oder 47--) und dem Widerstand--48--.
Speziell entstehen an der Emitterelektrode des Transistors --44-- bzw. an dem gemeinsamen Anschluss der Widerstände-46 und 47-Spannungen von --7 VBE bzw. 4 VBE-.
Der gemeinsame Anschluss der Widerstände--46 und 47-liegt an der Klemmendes Differenzsignaldemodulators --13--. Diese Klemme ist ausserdem mit den Basiselektroden zweier Transistoren --49 und 50--verbunden, die der Stereo-Umschaltung bzw. der Stereo-Austastung dienen. Die Emitterelektroden der Transistoren--49 und 50--liegen jeweils an den miteinander verbundenen Emitterelektroden der Schalttransistoren--18 und 19-- und den miteinander verbundenen Emitterelektroden der Schalttransistoren--20 und 21--.
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--5323-angeschlossen.
Zwischen dem Eingang und dem Ausgang der geschalteten Mehrfach-VBEQuelle liegt eine
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Rückkopplungsschaltung, um die Geschwindigkeit zu erhöhen, mit der das System von der stereophonischen zur monophonischen Betriebsweise umschaltet. Diese Schaltung enthält einen Transistor--55--, dessen
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--56-- anTransistors--44--verbunden, und die Emitterelektrode des Transistors --55-- liegt an Erde.
Wenn im Betrieb eine für die Wiedergabe geeignete stereophonische Information fehlt, oder wenn das demodulierte Signal für eine zufriedenstellende Wiedergabe zu sehr rauscht, wie es in der oben erwähnten deutschen Offenlegungsschrift Nr. 2063525 beschrieben ist, dann fällt die Spannung an der Basiselektrode des
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Zustand.
Wenn die Austasttransistoren--49 und 50-leiten, gelangt eine ausreichend positive Spannung (3 VBE) an die miteinander verbundenen Emitterelektroden der Schalttransistoren-18 und 19-und an die miteinander verbundenen Emitterelektroden der Schalttransistoren--20 und 21--, um diese Schalttransistoren in Sperrichtung zu treiben und hiemit den Differenzsignaldemodulator--13--auszuschalten. Das über die
Stromquellentransistoren--14 und 15--gelieferte Gegentakt-Signalgemisch wird dann über die Austasttransistoren--49 und 50--umgeleitet und löscht sich an den miteinander verbundenen
Kollektorelektroden der Transistoren--49 und 50--gegenseitig aus.
Die miteinander verbundenen Kollektorelektroden der Transistoren-49 und 50-dienen zur
Verknüpfung der Gleichstromkomponenten an den Ausgängen der Stromquellentransistoren--14 und 15--.
Die verknüpften Gleichstromkomponenten werden dann durch die Widerstände--53 und 54--und die Transistoren--51 und 52-- in gleiche Teile aufgeteilt, und die gleichen Teile werden dann den Lastwiderständen--22 und 23-- zugeführt. Die als Vorspannung für die Matrixtransistoren--24 und 25-dienende Gleichspannung wird daher sowohl für stereophonische als auch für monophonische Betriebsweise im wesentlichen gleichgehalten. Würde mit der Änderung der Betriebsweise eine Änderung dieser Vorspannung zugelassen, dann wäre in den angeschlossenen Lautsprechern ein dumpfer Schlag zu hören. Die vorgeschlagene Anordnung verhindert das Auftreten eines solch unerwünschten Geräusches.
Das Abschalten des Produktdemodulators --13-- durch Umleitung der an seine Klemmen-l und 2-gelegten Ströme, durch Aufteilen eines jeden der umgeleiteten Ströme in zwei Hälften und durch Zuführen der Hälften eines jeden der umgeleiteten Ströme zu jeweils einem andern der Ausgangsklemmen-5 und 6-kann nach den erfindungsgemässen Prinzipien auch in anderer Art und Weise durchgeführt werden, indem man Steuersignale aus derselben getasteten Mehrfach-VBE-Quelle verwendet. Beispielsweise müssen die Basiselektroden der Transistoren-49 und 50-nicht über die Klemme --7-- mit dem gemeinsamen Anschluss der Widerstände--46 und 47-- der geschalteten Mehrfach-VBE-Quelle verbunden sein.
Statt dessen können die Basiselektroden der Transistoren--49 und 50--an ihre Kollektorelektroden angeschlossen sein.
Die Verbindung der Basis- und Kollektorelektroden eines Transistors macht ihn zu einem asymmetrisch leitfähigen Element. Dieses asymmetrisch leitfähige Element wirkt genau so wie eine Halbleiter-Gleichrichterdiode und kann durch eine Diode ersetzt werden.
Bei der in den Zeichnungen dargestellten Anordnung oder bei der gerade erwähnten Abwandlung, können die Widerstände--53 und 54--durch Direktverbindungen ersetzt werden, wenn die Transistoren--51 und 52-gut aneinander angepasste Kennlinien aufweisen. Die Widerstände-53 und 54-teilen den Strom genauer in gleiche Hälften auf als die Transistoren-51 und 52--, da die Toleranzen bei der Anpassung der Widerstände leichter einzuhalten sind als die Toleranzen beim Anpassen der Emitter-Eingangsimpedanzen von Transistoren in Basisschaltung.
Eine andere Ausgestaltung der in den Zeichnungen gezeigten Anordnung besteht darin, dass man die Basiselektroden der Transistoren-51 und 52-voneinander trennt und von der Verbindung über die Klemme
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zurTransistoren--51 und 52-als asymmetrisch leitfähiges Element wirken, welches durch eine Diode ersetzbar ist. Die Widerstände-53 und 54-- können durch Direktverbindungen ersetzt werden, und das Aufteilen der Ströme zwischen den als asymmetrisch leitfähige Elemente geschalteten Transistoren --51 und 52-kann
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dadurch verbessert werden, dass ihre Widerstände im leitfähigen Zustand jeweils durch die Widerstandswerte der Widerstände-22 und 23-- ergänzt werden.
In Fig. 2 ist die in Fig. 1 gezeigte Anordnung dadurch abgewandelt, dass man die Transistoren--51 und 52--, die Widerstände--53 und 54-- und die Verbindung zwischen den Kollektorelektroden der Transistoren - 49 und 50--entfernt hat. In die Schaltung werden zwei Zusatztransistoren --101,102-- eingefügt, deren Basis-Emitterübergänge jeweils parallel den Basis-Emitter-Übergängen der Transistoren --49 und 50-liegen.
Die Kollektorelektroden des ersten Zusatztransistors --101-- und des Transistors --50-- werden
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--49-- werden miteinander- des Produktdemodulators verbunden. Um die Aufteilung der umgeleiteten Ströme in zwei Hälften genauer durchzuführen, sollen die Verbindungen der Emitterelektroden der beiden Zusatztransistoren und der Transistoren-49 und 50-mit jeweils einer der Eingangsklemmen --1 oder 2-des Produktdemodulators lieber über gleichwertige Widerstände --103, 104,105, 106--als über Direktverbindungen erfolgen.
Falls die Versorgungsspannung B + stark genug gemacht werden kann, dann kann in weiterer Abwandlung der in den Zeichnungen gezeigten Anordnung die Klemme-8-an eine Festspannungsquelle von etwa 5 V angeschlossen werden. Die in den Zeichnungen dargestellte Anordnung ist dann vorteilhaft, wenn die Spannung B + niedriger ist, weil die Kollektor-Basis-Übergänge der Transistoren-51 und 52-- während des normalen Demodulatorbetriebs nahe an Erde vorgespannt sind, wodurch die maximalen nach unten gerichteten Spannungsspitzen der an den Klemmen-5 und 6-- des Differenzsignaldemodulators --13-- erscheinenden Signale nicht gestört werden.
Jede der vorbeschriebenen Anordnungen zum Abschalten des Produktdemodulators--13--lässt sich auch verwenden im Zusammenhang mit Farbsperreinrichtungen für Farbart-Demoduliereinrichtungen, die einen solchen Produktdemodulator enthalten, was bei einigen Farbfernsehempfängern der Fall ist. Die Abschaltung des Farbartsignal-Demodulators würde nur erfolgen, wenn bei der Demodulierung der Amplitude des Farbsynchronsignals in einem empfangenen und demodulierten Farbfernsehsignal kein geeignet starkes rauschfreies Farbsynchronsignal gewonnen werden kann.
Das Schaltverhalten der Mehrfach-VBE-Quelle zeigt eine Hysteresiswirkung, wie sie noch beschrieben werden wird. Der Differenzsignaldemodulator bleibt so lange in seinem unwirksamen oder kurzgeschlossenen
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Demodulator auszuschalten.
Wie oben erwähnt, reicht ein Eingangssignal welches grösser ist als annähernd ein Volt dazu aus, die Leitfähigkeit der Transistoren --39 und 41-- aufrecht zu erhalten (und daher die stereophonische Betriebsweise aufrecht zu erhalten).
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Eine Eingangsspannung von annähernd --3 VBE-- (annähernd 2 V) wird somit an der Basis des Transistors --39-- erforderlich, um die stereophonische Betriebsweise einzuschalten.
Die Differenz zwischen den an der Basis des Transistors --39-- erforderlichen Pegeln zur Einschaltung und zur Aufrechterhaltung der stereophonischen Betriebsweise liefert somit eine wünschenswerte Hysterese, wodurch die stereophonische Wiedergabe, wenn sie einmal eingeschaltet ist, auch dann aufrecht erhalten bleibt, wenn kurzzeitige Schwankungen entweder im empfangenen Pegel des Steuerzeichens oder im Rauschabstand des demodulierten Signals auftreten.
Wenn eine für die Wiedergabe geeignete stereophonische Information vom Empfänger empfangen und aufbereitet wird, dann wird der Basis des Transistors--39--eine ausreichend positive Spannung zugeführt, um
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--41-- leitetdiesen Bedingungen der Transistor --55-- gesperrt ist.
Die oben beschriebene Anordnung von Matrixverstärker und automatischer Umschalteinrichtung bringt auch den Vorteil, dass die Widersstände --26 und 27-- für die angeschlossenen Transistoren strombegrenzend wirken und sie gegen Kurzschlüsse schützen, wenn die Ausgangsklemmen --T10 und T11-- zufällig an Erde kurzgeschlossen werden.