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Die Erfindung bezieht sich auf eine Fördervorrichtung für Giessformen zur Herstellung von Formteilen aus Mehrkomponenten-Kunststoffen, die aus einer um zwei Umlenkräder horizontal endlos geführten Kette, deren einzelne Glieder jeweils ein Laschenpaar und einem schwenkbar zwischen den Laschen angeordneten Riegel aufweisen, und Schienenpaaren besteht, auf denen die an der Kette angeordneten Formträger zur Befestigung der Giessformen durch Laufrollen abstützbar sind.
Mehrkomponenten-Kunststoffe werden im allgemeinen aus flüssigen Komponenten hergestellt. Diese flüssigen Komponenten werden in einer Mischvorrichtung gemischt, werden dann sehr schnell breiartig und weisen schon nach kurzer Zeit eine zähe Konsistenz auf. Aus diesem Grunde ist es erforderlich, dass die intermittierend arbeitenden Formenfüllanlagen alle drei bis etwa 30 sec einen Ausstoss von dem Kunst3toffgemisch vornehmen und damit eine Form füllen. Vergehen längere Zeiträume zwischen zwei Ausstössen von dem Kunststoffkomponentengemisch, so tritt eine automatische Reinigungsvorrichtung in Tätigkeit, welche die Mischanlage ausspült und reinigt, damit nicht diese Mischanlage durch den zäh werdenden Kunststoff verklebt.
Förderanlagen für die Giessformen müssen also so angelegt sein, dass sie in diesen kurzen Zeitabschnitten jeweils eine neue Form in die Formenfüllanlage hineintragen und die bereits gefüllte Form heraustragen. Da nun die Kunststoffe längere Zeit in der Form bleiben müssen, ehe sie völlig ausgehärtet sind bzw. so weit ausgehärtet sind, dass die hergestellten Kunststoffgegenstände entformt werden können, weisen die Förderanlagen oft eine grosse Bandlänge auf und nehmen daher viel Raum ein. Dieses ist ein gewichtiger Nachteil. Denn überall in der Industrie werden möglichst raumsparende Anlagen gewünscht.
Herkömmliche endlose, in einer horizontalen Ebene laufende Fördervorrichtungen sind z. B. die sogenannten Plattenförderer. Diese weisen als Förderelemente Platten auf. Die Platten haben an ihrer Unterseite
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und der Schienen. An diese endlose umlaufende Kette sind die Platten gekoppelt. Ein Nachteil dieser Anlage ist es, dass die Platten einen relativ grossen Abstand voneinander aufweisen müssen, damit die Platten an den Enden der geraden Förderstrecken eine Kurvenbahn durchlaufen können. Der relativ grosse Abstand ist notwendig, damit in diesen Kurven die Platten nicht mit derjenigen Seite aneinanderstossen, welche dem Raum zwischen den beiden Kurvenbahnen zugewandt ist. Auf diese Weise entsteht viel toter Raum zwischen den einzelnen Platten, der keinerlei Nützlichkeit aufweist, sondern nur den Raumbedarf der Anlage vergrössert.
Ein weiterer Nachteil dieser herkömmlichen Plattenförderer besteht darin, dass unterhalb der Platten der Raum, welcher dringend für die Auswerfermechanismen, die an den in den Formen liegenden ausgehärteten Kunststoffteilen angreifen sollen, benötigt wird, durch die Räder, die Schienen und die endlose umlaufende Kette und deren Halterung eingenommen wird, so dass man die Betätigungsmittel für die auf den Platten angeordneten Auswerfer von den Seiten her angreifen lassen muss. Auch hiedurch wird der Raumbedarf der Anlage wieder vergrössert.
Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, eine Fördervorrichtung der oben erwähnten Art zu schaffen, die sehr wenig Raum beansprucht und bei welcher im Bereich der Umlenkstellen die Schienen in Fortfall kommen können. Ausserdem soll es bei der erfindungsgemässen Fördervorrichtung möglich sein, die Betätigungsorgane für Auswerfer unterhalb der Formträger anzuordnen. Die Erfindung besteht hiebei im wesentlichen darin, dass die Formträger an der Aussenseite der Kette angeordnet sind und die Umlenkräder mit Greifern versehen sind, welche jeweils einen Riegel der Kette in seiner Laufrichtung beim Umlauf der Kette um die Umlenkräder umgreifen, und dass die Laschen der Kette als Formträger ausgebildet und die Schienenpaare lediglich dem Bereich der geradlinigen Bewegung der Kette angeordnet sind.
Dadurch, dass die Formträger an der Aussenseite der Kette angeordnet sind, können diese Formträger, beispielsweise Platten, ganz dicht nebeneinander vorgesehen sein, ohne dass in den Kurven die Gefahr besteht, dass die Formträger einander berühren. Hiedurch wird eine sehr raumsparende Bauweise erzielt. Durch die die Riegel der Kette umgreifenden Greifer der Umlenkräder wird ermöglicht, die Formträger im Bereich der Umlenkstrecken lediglich von den Greifern der Umlenkräder in einer horizontalen Ebene zu halten, so dass die Schienenpaare für die Abstützung der Formträger lediglich im Bereich der geradlinigen Förderstrecke angeordnet werden müssen und im Bereich der Umlenkstreken, wu dièse Schienenpaare besonders schwer herzustellen sind, entfallen können.
Die erfindungagemässe Ausbildung der Fördervorrichtung ermöglicht somit einen in konstruktiver Hinsicht einfachen und platzsparenden Aufbau.
Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung sind die an den Formträgern angeordneten Laufrollen in der Mitte der Laschen gelagert. Hiedurch wird ermöglicht, nur an einer Stelle der Kettenlasche eine Laufrolle anzuordnen, was gegenüber Ausführungsformen mit mehereren Rollen eine wesentliche bauliche Vereinfachung mit sich bringt.
Zweckmässig sind die Laufrollen an den Formträgern auf der der Kette abgewendeten Seite des Formträgers in einer senkrechten Ebene zur Laschenmitte angeordnet. Auf diese Weise weist jeder Formträger lediglich zwei Laufrollen zu seinen beiden Seiten auf und stützt sich über die Kettenriegel am nächsten Formträger ab.
Erfindungsgemäss können die Laschen T-förmig ausgebildet sein, wobei die Querarme an den Riegeln angelenkt sind und die Längsarme an beiden Enden Lager für die Laufrollen aufweisen. Es können aber auch die
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Laschen plattenförmig ausgebildet sein, an deren einer Seite die Bolzen für den Anschluss der Kettenriegel vorgesehen sind. Schliesslich ist es von Vorteil, wenn die Laschen Dreiecksform aufweisen, an deren einer Seite die Bolzen für den Anschluss der Kettenriegel vorgesehen sind. Bei solchen Ausführungsformen ist es zweckmässig, wenn die Laschen Durchbrechungen für das Durchtreten von Auswerfern aufweisen. Eine derartige Ausführungsform ermöglicht es, die Betätigungsvorrichtungen für die auf den einzelnen Platten angeordneten Auswerfer in den Gussformen von unten her zu betätigen.
Zur Erhöhung der Stabilität einer Fördervorrichtung mit plattenförmigen Laschen können diese erfindungsgemäss auf dem der Kette abgewandten Teil Verriegelungen tragen. Diese Verriegelungen, welche aus einem hinter einen Zahn fassenden Zapfen bestehen können, werden dann von den Umlenkrädern vorzugsweise selbsttätig gelöst, um hinter den Umlenkrädern wieder von selbst zusammenzurasten.
In den Zeichnungen ist die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles schematisch erläutert. Fig. l zeigt eine Teilansicht von oben auf eine erfindungsgemässe Fördervorrichtung. Fig. 2 stellt eine T-förmig ausgebildete Lasche, Fig. 3 eine plattenförmig ausgebildete Lasche und Fig.4 eine dreiecksförmig ausgebildete Lasche dar. Fig. 5 zeigt in Seitenansicht einen Formträger vom Raum zwischen den Umlenkrädern aus gesehen. Fig. 6 stellt ein Detail einer Fördervorrichtung mit aus Platten bestehenden Formträger mit einer Verriegelung dar. Die Fördervorrichtung besteht aus zwei Umlenkrädern --1--, von denen in der Fig. l nur das eine dargestellt ist. Diese Umlenkräder weisen Arme--2--auf, an denen Greifer --3-- angeordnet sind.
Diese Greifer--3--weisen zwischen zwei am Rande stehenden Zähnen --4-- einen breiten Zwischenraum - auf, welcher der Länge der Kettenriegel angepasst ist. Die Zähne --4-- und der Zwischenraum --5-- des Greifers--3--umfassen etwa die eine Hälfte des Umfanges eines Kettenriegels --6--. Dabei weisen die Greifer--3--etwa die gleiche Höhe wie ein Kettenriegel--6--auf, so dass beim Umgreifen eines Kettenriegels-6-sich die Zähne --4-- des Greifers --3-- zwischen die Kettenlaschen-7einschieben und auf diese Weise den Kettenlaschen --7-- einen Halt in der Horizontalebene geben.
Die aus den Kettenriegeln --6-- und den Kettenlaschen--7--bestehende Kette ist an derjenigen Seite der Gussformen --8-- angeordnet, welche dem Raum zwischen den beiden Umlenkrädern zugewandt ist. Diese Gussformen --8-- sind auf Formträgern angeordnet.
Für diese Formträger gibt es verschiedene Gestaltungen. Zweckmässig ist es, wenn die Lasche--7-- gleich als Formträger ausgestaltet ist, wie das die Fig. 2, 3 und 4 zeigen. Auf diesen Formträger werden dann, z. B. durch einfaches Aufschrauben, die Gussformen --8-- befestigt.
Die den Formträger bildende Lasche nach Fig. 2 ist beispielsweise T-förmig gestaltet. Der Querarm--9-weist an seinen Enden Bolzen --10-- auf, in denen die Kettenriegel--6--verschwenkbar gelagert sind. Der Längsarm --11-- weist an seinen beiden Enden Bolzen --12-- auf, in denen Laufrollen --13-- gelagert sind, welche auf Schienen --14-- laufen. Diese Räder dienen gleichzeitig der Abstützung von Kräften, welche sowohl in der Horizontalen wie auch in der Vertikalen wirken. Aus diesem Grunde weisen die Laufrollen --13-- am Umfang eine Rille auf, in welche die Schiene--4--eingreift.
Der plattenförmige Formträger nach Fig. 3 weist Durchbrechungen--15--auf, durch welche die Auswerferbetätigungen hindurchgreifen können. An einer Seite der Platte --16-- sind zwei Löcher angeordnet, in welche Bolzen --10-- eingesetzt sind, in denen die Kettenriegel --6-- verschwenkbar gelagert sind. Auf zwei gegenüberliegenden Seiten weist die platte --16-- in der Mitte Löcher auf, in denen die Bolzen --12-- für die Laufrollen --13-- eingesetzt sind.
Der dreieckförmige Formträger nach Fig. 4 ist ganz ähnlich mit einer Durchbrechung und denselben Löchern aufgebaut wie der plattenförmige Formträger nach Fig. 3. Je nach der benutzten Anordnung der Auswerfer kann man zwischen den verschiedenen Formträgern wählen. Am universellsten ist der Formträger nach Fig. 2 in T-Form, höhere Steifigkeiten weisen die Formträger nach den Fig. 3 und 4 auf.
Da, wie Fig. zeigt, es zweckmässig ist, dass zwei Laschen-wie bei Ketten allgemein üblich-den Kettenriegel einspannen, kann mall je nach den Erfordernissen auch verschiedene Laschenformen kombinieren, /. 1$. oben eine Rechteckpiatte ats Formtrâger benutzen und unten eine T-förmige Lasche anordnen.
In Fig. 6 ist eine erfindungsgemässe FördervorrichtUng mit plattenförmigen Formträgern gezeigt. In dem Maschinengestell --15 befindet sich das Umlenkrad --1-- mit den Greifern--3--. Die Platten--16-weisen Laschen--17 < Js Verriegelungen auf, die hinter Zähne --18-- fassen, sobald die Platten--16-- auf den geraden Streaken in den Schiel1en --14-- laufen. Hiedurch findet eine zusätzliche Verfestigung der Plattenreihen auf den geraden Strecken statt, u. zw. auf der der Kette--6, 7--abgewandten Seite.
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