AT311084B - Vorrichtung zur Herstellung von Präparaten für die Gefriermikrotomie, insbesondere für die Gefrier-Ultramikrotomie - Google Patents

Vorrichtung zur Herstellung von Präparaten für die Gefriermikrotomie, insbesondere für die Gefrier-Ultramikrotomie

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AT311084B
AT311084B AT803871A AT803871A AT311084B AT 311084 B AT311084 B AT 311084B AT 803871 A AT803871 A AT 803871A AT 803871 A AT803871 A AT 803871A AT 311084 B AT311084 B AT 311084B
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Leo Dollhopf Franz
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Reichert Optische Werke Ag
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    • G01N1/00Sampling; Preparing specimens for investigation
    • G01N1/02Devices for withdrawing samples
    • G01N1/04Devices for withdrawing samples in the solid state, e.g. by cutting
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    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
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    • G01N1/42Low-temperature sample treatment, e.g. cryofixation

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Description


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   Zweck der Gefrier-Ultramikrotomie ist es, Präparate dadurch schneidbar zu machen, dass man sie auf tiefe Temperaturen bringt, also sozusagen einfriert. Dies ist notwendig, wenn das Objekt   (z. B.   Gummi od. dgl.) bei normaler Temperatur zu weich und/oder zu elastisch ist, um dünn oder ultradünn geschnitten zu werden, oder wenn biologische Objekte zur Vermeidung von Artefakten, wie sie häufig bei der üblichen Einbettung in schneidbare Kunststoffe auftreten, in nativem Zustand zu schneiden sind. 



   In letzterem Falle wird beispielsweise das Präparat einem inneren Organ eines Versuchstieres entnommen, unter Verwendung einer geringen Menge einer   Fixierflüssigkeit,   z. B. Glutaraldehyd, in Objektblöcke von etwa 1 mm3 Grösse mittels Rasierklingen zerteilt, dann   eipefroren   und schliesslich am Präparathalter eines Mikrotoms bzw. Ultramikrotoms befestigt. 



   Der erfolgreiche Ablauf dieser Manipulationen ist von der Sorgfalt, Sachkenntnis und Geschicklichkeit des Anwenders abhängig. Ganz abgesehen davon, dass im allgemeinen eine Vielzahl von Präparaten so gleichartig wie möglich hergestellt werden muss (wegen vergleichender Untersuchungen), muss erfahrungsgemäss die Temperatur, bei der das Präparat in Objektblöcke zerteilt wird, genau eingestellt und kontrolliert werden. überdies weiss man aus Erfahrung, dass beim Abkühlen das zu zerteilende Objekt rasch auf tiefe Temperaturen gebracht werden muss, weil im gegenteiligen Falle leicht intrazelluläre Eiskristallbildung auftritt. Diese führt ihrerseits zur Zerstörung von Zellmembranen, zur Bildung zusätzlicher Vakuolen u. dgl., kurz gesagt zu Artefakten, die man gerade mit Hilfe der Gefriermethode vermeiden will.

   Es hat sich gezeigt, dass dieser Mangel nur durch sehr hohe Abkühlgeschwindigkeit,   d. h.   dadurch vermieden werden kann, dass das Präparat sehr rasch auf tiefe Temperaturen gebracht wird. 



   Die Erfindung hat es sich zum Ziel gesetzt, eine Vorrichtung zur Herstellung von Präparaten für die Gefrier-Mikrotomie, insbesondere Gefrier-Ultramikrotomie, zu schaffen, mittels welcher die aufgezeigten Mängel vermieden   bz,'..   Forderungen erreicht werden können. 
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 Kältemittel eintauchbare, einander gegenüberliegende und gegeneinander geführte Halter (11,13) vorgesehen sind, wobei mindestens einer gegen den andern hinbewegbar ist und mindestens einer der Halter an der dem ändern Halter zugewendeten Seite Schneideklingen aufweist. 



   Eine solche Vorrichtung bietet neben der Möglichkeit, die das Organ aufnehmenden   Halter   dauernd auf der gewünschten Abkühltemperatur zu halten, auch den Vorteil, dass   gleichzeitig vährelld   der gegeneinander gerichteten Bewegung der die Schneideklingen tragenden Halter, diese Halter in das jeweilige Kältemittel eingetaucht werden können. 



   Dadurch wird erreicht, dass die jeweiligen Organe nur einen optimal kurzen Zeitraum vom nativen Organ zum bereits fertigen, tiefgefrorenen und entsprechend zerteilten Präparat durchlaufen müssen, da das Organ nicht nur für den Schneidevorgang entsprechend richtig in die Halter eingebracht, sondern gleichzeitig tiefgefroren und geschnitten wird. 



   Eine bevorzugte Ausführung der Erfindung sieht vor, dass jeder der beiden Halter Hohlräume aufweist, welche dem kontinuierlichen Durchfluss eines Kältemittels dienen. Diese Ausführung zeichnet sich durch besondere Anpassungsfähigkeit hinsichtlich der abzuführenden Wärmemenge bzw. der vorbestimmbaren Abkühlungsgeschwindigkeit aus. Weitere wesentliche Vorteile und Merkmale der Erfindung sind nachstehend an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles der Erfindung, auf das diese jedoch keineswegs beschränkt ist, beschrieben. 



   In den Zeichnungen zeigt die Fig. l teilweise geschnitten den Aufbau einer erfindungsgemässen Vorrichtung. 



  Die Fig. 2 gibt deren Ansicht wieder. In der Fig. 3 sind im vergrösserten Massstab die erfindungsgemässen Halter an einer parallelspannenden Zange. 



   Gemäss den Fig. l und 2 befindet sich in einem beispielsweise als Vakummantelgefäss ausgebildeten   Behälter-l-ein Kältemittel-2-,   beispielsweise flüssiger Stickstoff. In einer am Vakuummantelgefäss angeordneten Lagerstelle (3) ist die   Trägergabel --4-- um   die   Drehachse --5-- drehbar   gelagert. Die   Trägergabel --4-- ist   derart geformt, dass zwischen ihren   Gabelarmen --4a-- genügend   Raum für die Anordnung des Grundkörpers --6-- bleibt. Die beiden   Gabelarme--4a--umgreifen   beidseitig den Grundkörper --6--, wobei der   Grundkörper-6-mittels Bolzen-7-od. dgl.   um die Drehachse   - -8-- verdreh- bzw. verschwenkbar   gelagert ist.

   Der   Grundkörper --6-- weist   eine Vielzahl, nach unten in 
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   Im dargestellten Ausführungsbeispiel trägt beispielsweise der   Halter --11-- die   Schneideklingen --12--. 

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   Es könnte aber genausogut der Halter --13-- zur Aufnahme der Schneideklingen--12--ausgebildet sein. Als Schneideklingen --12-- können sowohl an sich bekannte Rasierklingen, oder aber für bestimmte Zwecke geformte Klingen, Schneideplättchen usw. aus Metall, Glas oder Kunststoff verwendet werden. Zwischen die beiden   Halter--11   und   13--wird   das zu frierende und zu schneidende Organ--25--eingebracht, wo 
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 Kältekreislauf angeschlossen werden können. 



   Die   Halter-11   und 13-sind über mindestens zwei   Führungen-16-im Grundkörper-16-   geführt, wobei mittels Druckfedern --17-- und Gegenplatte --18-- die beiden Halter jeweils gegen die einander gegenüberliegenden INnenseiten --19-- des Grundkörpers --6-- gedrückt werden und somit eine dauernde offene Stellung der beiden Halter sowie auch deren exakte Parallelführung erzielt wird. 



   Zur gegeneinander gerichteten Bewegung der beiden   Halter-11   und   13-ist   beidseitig ausserhalb des   Grundkörpers-6-jeweils   eine auf einer   Welle --20-- angeordnete   Nocke vorgesehen, welche mit der jeweiligen   Welle-20-in   entsprechendem   Lager-22-an   der Behälterwand gelagert ist. Die Wellen --20-- sind jeweils über ein   Antriebsrad-23--,   ein Zahnrad, eine Riemenscheibe od. dgl. von einem nicht dargestellten Antrieb einzeln für sich, oder aber gemeinsam und gleichzeitig antreibbar, wobei die sich drehenden Nocken entgegen der Kraftwirkung der   Druckfedern --17-- über   die   Gegenplatten-18-und   die Führungen --16-- die beiden   Halter--11   und 13--gegeneinander bewegen.

   Die Schaltung wird 
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 --21-- durchgeführt- in vertikaler Richtung von unten, eine Kraft ausgeübt, so dass die   Trägergabel--4--mit   ihrem   Gabelarm-4a--und   dem dazwischen gelagerten   Grundkörper --6-- infolge   der drehbaren Lagerung um die Drehachse --5-- zur Gänze in das Kältemittel eingetaucht und so lange darin verweilt, bis die Kraftwirkung auf den   Hebel --24-- aufgehoben   wird, bzw. auf den Hebel eine vertikale Kraft von oben ausgeübt wird, welche bewirkt, dass die   Trägergabel--4--samt   dem Grundkörper --6-- in jeweils gewünschtem Ausmass aus dem Kältemittel herausragt. 
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    --8-- dreh- bzw.Halter-11   und 13-mit dem entsprechenden   Organ --25-- immer   eine, im wesentlichen horizontale Lage einnehmen kann.

   



   Überdies ist die erfindungsgemässe Vorrichtung nicht nur zum Schnellgefrierschneiden geeignet, sondern auch als Magazin bzw. Speicher für tiefgefrorene und geschnittene Präparate. In diesem Falle bleibt der   Grundkörper-6-mit   den sich zwischen den Schneideklingen --12-- befindlichen Präparaten ständig im Kältemittel eingetaucht und wird nur bei Bedarf und zur Entnahme eines oder mehrerer Präparate angehoben.

   Auch ist es möglich, zusätzliche Halter für die Präparate vorzusehen, so dass die jeweils geschnittenen Präparate nicht zwischen den Schneideklingen verbleiben und diese daher sofort wieder für einen neuen Gefrierschneidevorgang zur Verfügung stehen. 
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    3Schneideklingen-Distanzstück   wird ein Schneidblock erreicht, welcher es im dargestellten Beispiel gestattet, zwischen den vorhandenen Schneideklingen beispielsweise 6 Präparate von einem eingebrachten   Organ--25--   herzustellen. 



   Dadurch, dass Distanzstücke --12a-- auswechselbar und unterschiedlich gestaltet sind,   z. B.   verschiedene Dicke, verschiedene Längen u. dgl., wird zusätzlich erreicht, dass die Form bzw. das Volumen eines oder mehrerer herzustellender Präparate durch entsprechende Anordnung der Distanzstücke in Verbindung mit den Schneideklingen vorbestimmbar ist. 



   Vorteilhaft ist dabei, dass dadurch in einem Schneidevorgang Präparate verschiedener Grösse, Dicke sowie unterschiedlicher Volumina erzeugt werden können, und daraus jeweils die für jedes Organ optimale Form des zu untersuchenden Präparates rasch und unkompliziert hergestellt werden kann. 



   Durch die erfindungsgemässe Anordnung der   Schneideklingen --12-- und   der Distanzstücke --12a-werden U-förmig gestaltete Tröge gebildet, welche an beiden Seiten geöffnet werden können bzw. offen gehalten sind, so dass dadurch auch das seitliche Ausstossen der jeweiligen Präparate problemlos zu bewerkstelligen ist. 



  Dieser Ausstossvorgang ist gegebenenfalls auch bei geschlossener Stellung der Halter durchführbar. 



   Wie in Fig. 3 weiters ersichtlich, sind die   Schneideklingen --12-- und   die Distanzstücke --12a-- 

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 mittels Schrauben, Stiften--26--od. ähnL Verbindungsmitteln lösbar zusammengespannt, wobei gleichzeitig die Köpfe der   Stifte-27-,   Schrauben od. dgl., als Führungen in einer   Führungsnut --28-- der     Führungsplatte --10-- gleiten   und somit gleichzeitig der Führung der Halter während der Schneidebewegung mindestens eines Halters dienen. Im dargestellten Beispiel ist die Führungsplatte fest mit dem   Halter--13--   verbunden, und nur der die Schneideklingen tragende   Halter --11-- führt   die entsprechende Bewegung aus. 



   Eine weitere, bevorzugte Möglichkeit, den Erfindungsgedanken in einfachster Weise zu verwirklichen, ist in Fig. 4 dargestellt. Die beiden   Halter--11   und   13--werden   derart ausgebildet, dass sie als Zangenbacken in eine beliebige, jedoch parallel spannende Zange einsetzbar sind, und somit in einfachster Weise durch die Betätigung der beiden   Handhaben --29-- und 30-- von   Hand aus die entsprechenden Präparate hergestellt werden können. 



   Diese solcherart als Präparationszange ausgeführte Einrichtung zur Herstellung von Präparaten kann einerseits von Hand aus in ein Becken mit Kältemittel getaucht werden oder aber mittels Anschlusselementen   - 31   und   32--an   einen bestehenden Kältekreislauf angeschlossen werden, wobei as Kältemittel wieder durch die entsprechenden Bohrungen der Halter geleitet wird. Eine wesentliche Voraussetzung zur Realisation des Erfindungsgedankens in der vorstehend beschriebenen einfachen Form ist jedoch, wie schon erwähnt, eine exakt parallel gegeneinander geführte Bewegung beider   Halter-11   und 13--. 



   Im Rahmen der Erfindung sind noch zahlreiche Abänderungen möglich. So braucht beispielsweise die Absenkbewegung in das Kältemittel keineswegs wie gezeigt bewerkstelligt werden, wenn sich auch diese Ausbildung und Anordnung als besonders einfach und funktionssicher erwiesen hat. Es ist auch durchaus möglich, eine Mehrzahl solcher Vorrichtungen nebeneinander in einem entsprechend grossen Vakuummantelgefäss vorzusehen, wobei der Schneidevorgang der einzelnen Vorrichtungen gekoppelt gesteuert werden kann. 



  Solcherart ist es möglich, eine relativ grosse Anzahl von Präparaten in kürzester Zeit herzustellen und auch gebrauchsfertig im Kältemittel zu lagern. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1., Vorrichtung zur Herstellung von Präparaten für die Gefrier-Mikrotomie, insbesondere für 
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 einschaltbare und/oder in ein Kältemittel eintauchbare, einander gegenüberliegende und gegeneinander geführte Halter (11,13) vorgesehen sind, wobei mindestens einer gegen den andern hin bewegbar ist, und mindestens einer der Halter an der dem andern Halter zugewendeten Seite Schneideklingen aufweist. 
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Claims (1)

  1. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 2 und 3, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Halter Parallelführungen aufweisen, und die Schneidkanten der Klingen so angeordnet sind, dass sie in jeder Phase ihrer Bewegung auf ihrer gesamten Länge den gleichen Abstand zum gegenüberliegenden Halter aufweisen. EMI3.3 der Halter angeordneten Schneideklingen mindestens zwei zueinander parallel verlaufende Schneidekanten aufweisen, und dass die Abstände dieser Schneidekanten zueinander einstell- und veränderbar sind. EMI3.4 zueinander parallel verlaufenden Klingenflächen mit einem Teil der Oberfläche des sie tragenden Halters oder eines Zwischenstückes mindestens einen beidseitig offenen, U-förmig gestalteten Trog bilden.
    EMI3.5 eine Führungsplatte aufweist, welche in der weitesten Entfernung der beiden Halter voneinander die Distanz zwischen diesen Haltern zur Gänze überbrückt. EMI3.6
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