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Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Befestigen des Anschlusskabels an einem elektrischen Flächenheizelement, insbesondere in Platten- oder Gitterform, welches in eine Isoliermasse eingebettete Heizleiter aufweist, die mittels elektrischer Leitungen an die Adern des Anschlusskabels elektrisch angeschlossen sind.
Solche elektrische Flächenheizelemente werden für die Beheizung sowohl kleinerer als auch grösserer Flächen verwendet, z. B. für die Eis- und Schneefreimachung von Dächern, Wegen, Strassen, Plätzen, Stiegen und Treppen, aber auch für die Beheizung von Pflanzenbeeten usw. Hiebei können schon bei der Verlegung der Flächenheizelemente oft hohe Zugbeanspruchungen auf das Kabel und seine Anschlussstelle nicht völlig vermieden werden, wozu noch oft hohe Verlegungstemperaturen der Elemente kommen, da diese häufig z. B. bei 2200C in Asphalt verlegt werden. Die strengen Sicherheitsvorschriften stellen nun hohe Anforderungen daran, dass die elektrischen Isolationseigenschaften des Elementes auch bei einer Verlegung unter derart ungünstigen Bedingungen erhalten bleiben.
Diesen Anforderungen konnten die meisten bisher bekannten Flächenheizelemente nicht völlig gerecht werden, wodurch der Einsatz solcher Flächenheizelemente wesentlich eingeschränkt wurde.
Die Erfindung setzt sich zur Aufgabe, ein Verfahren zum Befestigen des Anschlusskabels an einem elektrischen Flächenheizelement der eingangs geschilderten Art zu schaffen, mit welchem nicht nur eine zugsichere Verankerung des Anschlusskabels am Flächenheizelement erzielt wird, sondern auch eine auch bei hohen Verlegungstemperaturen und grossen mechanischen Beanspruchungen sichere und dauerhafte Verbindung.
Die Erfindung löst diese Aufgabe im wesentlichen dadurch, dass nach dem Anschluss der Adern des Anschlusskabels an die Leitung, das Kabel bzw. die Leitung schlaufenartig bzw. hin- und hergehend an das Element angelegt wird, dass dann eine im Querschnitt U-förmige Schelle aus elektrisch isolierendem Material auf die schlaufenartig bzw. hin- und hergehend gelegten Leitungs- bzw. Kabelteile und auf den Rand des Elementes aufgeschoben wird und dass hierauf der verbleibende Hohlraum in der Schelle mit elektrisch isolierendem Material ausgefüllt, vorzugsweise ausgegossen wird. Die U-förmige Schelle wirkt hiebei als Form für den Ausfüllbzw. Ausgiessvorgang und zugleich als Abdeckung für die gesamte Verbindungsstelle. Das Ausfall-bzw.
Ausgussmaterial, welches zweckmässig von einem am Material des elektrischen Flächenheizelementes sowie an dem Material der Schelle haftenden Kunststoffmaterial gebildet ist bildet nach dem Erhärten zwischen den Zügen der schlaufenartig bzw. hin- und hergehend gelegten Leitungs- bzw. Kabelteile keilartige Brücken, die ein Ausziehen und eine Drehung des Anschlusskabels verhindern, u. zw. auch dann, wenn die U-förmige Schelle entfernt würde, was an sich schon nur mehr mit dem Meissel möglich ist.
Es wird daher eine Zugentlastung für das Anschlusskabel gebildet, welche selbst den höchsten auftretenden Beanspruchungen mechanischer und thermischer Natur gewachsen ist, so dass sich eine unter allen Umständen feuchtigkeitsdichte, zugfest und verdrehungsfeste Verbindung des Anschlusskabels mit dem elektrischen Flächenheizelement ergibt. Wird für die
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wird.
Weiters ist am erfindungsgemässen Verfahren bzw. an dem damit hergestellten Kabelanschluss besonders vorteilhaft, dass mit Ausnahme der Klemmhülsen od. dgl., mit welchen die Leitungsenden an die Adernenden des Anschlusskabels elektrisch angeschlossen werden, keine metallischen Teile innerhalb der gesamten Verbindungsstelle verwendet werden.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens werden die schlaufenartig bzw. hin- und hergehend gelegten Leitungs- bzw. Kabelteile vor dem Aufschieben der Schelle mittels elektrisch isolierender zugfester Bänder am Element befestigt. Diese Bänder bilden eine Bandage aus zugfestem Material, wofür z. B. Glasseidenbänder, Polyesterbänder, Kunstfaserbänder usw. verwendet werden können. Durch diese Bandage werden die schlaufenartig gelegten Leitungs- bzw. Kabelteile schon von vornherein fest mit dem Flächenheizelement verbunden, so dass die Festigkeit der gesamten Verbindungsstelle noch gesteigert wird.
Ausserdem ist es auf diese Weise leicht möglich, die im Querschnitt U-förmige Schelle aufzuschieben, ohne dass die Gefahr besteht, dass hiebei die schlaufenartig gelegten Leitungs- bzw. Kabelteile in ihrer Lage verändert werden. Dies ist insbesondere dann besonders günstig, wenn gemäss einer Weiterbildung der Erfindung die Innenflächen der Schelle vor ihrem Aufschieben mit einem Kleber, vorzugsweise Epoxydharz bestrichen werden.
Um die Befestigung der zugfesten Bänder am Flächenheizelement einfacher zu gestalten, ist es erfindungsgemäss günstig, wenn die Bänder durch Löcher im Element hindurchgeführt werden, die gegebenenfalls zuvor angefertigt werden, wenn das Flächenheizelement nicht von vorneherein mit solchen Löchern versehen ist, also z. B. eine gitterartige Form aufweist.
Um das Ausgiessen des verbleibenden Hohlraumes in der Schelle zu erleichtern, empfiehlt es sich im Rahmen der Erfindung, dass vor dem Ausgiessen dieses Hohlraumes die Schelle an ihrem einen Ende mit einem elektrisch isolierenden Füllmaterial, vorzugsweise einem Kunstharzkitt, verschlossen wird. Dieses Ende wird dadurch zum Boden einer Form, in die das elektrisch isolierende Kunststoffmaterial, z. B. Epoxydharz, eingegossen oder gegebenenfalls eingespritzt wird.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel eines in erfindungsgemässer Weise hergestellten Kabelanschlusses an ein elektrisches Flächenheizelement schematisch dargestellt. Fig. l zeigt einen Schnitt nach der Linie I-I der Fig. 2, die ihrerseits einen Schnitt nach der Linie 11-11 der Fig. l darstellt. Die Fig. 3 bis 6 zeigen vier wesentliche Arbeitsschritte des erfindungsgemässen Verfahrens.
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Bei der Herstellung der Anschlussverbindung des Anschlusskabels--l--an das Flächenheizelement - -2--, das z. B. aus einer Kunststoffplatte--3--mit darin eingebetteten Heizleitern--4--besteht, die an aus dem Kunststoffkörper --3-- herausgeführte Leitungen --5-- angeschlossen sind, werden zuerst diese Leitungen --5-- mittels üblicher Klemmhülsen--6--an die Adern --7-- des Anschlusskabels --1-angeschlossen (Fig. l, 3). Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist ein zweiadriges Anschlusskabel --1-dargestellt, jedoch ist die Erfindung selbstverständlich auch auf mehradrige Anschlusskabel analog anwendbar.
Hierauf wird das Anschlusskabel--l--sowie die mit ihm verbundenen Enden der Leitungen--5- schlaufenförmig bzw. hin- und hergehend an den Rand --8-- des Flächenheizelementes --2-- angelegt (Fig. 3), wobei diese schlaufenförmige bzw. hin- und hergehende Anordnung des Anschlusskabels --1-gegebenenfalls auch in mehr als zwei Zügen erfolgen kann. Die üblicherweise verwendeten Anschlusskabeln halten eine solche U-förmige Biegung leicht aus. Sollen die Flächenheizelemente heiss verlegt werden, so empfiehlt sich
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B.- 10-hindurchgeführt (Fig. 4), die das Anschlusskabel --1-- fest am Rand-8-des Flächenheizelementes --2-- festlegen. Diese Bendagen --10-- bestehen aus zugfesten Bändern, z. B. aus Glasseide, Polyester oder Kunstfaser.
Diese Bänder können selbstklebend sein oder mit einem gesonderten Klebstoff vor der Aufbringung bestrichen werden.
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angeschlossenen Leitungen --5-- nicht getroffen werden. Gegebenenfalls können statt der Löcher --9-auch Vorsprünge des Flächenheizelementes --2-- zur Befestigung der Bandagen--10--herangezogen werden.
Nach Fertigstellung der gewickelten Bandagen --10-- wird eine im Querschnitt U-förmige Schelle --11-- (Fig. 1, 2, 5) auf die schlaufenförmig gelegten Teile des Anschlusskabels--l--bzw. der Leitungen --5-- sowie auf den Kunststoffkörper --3-- des Flächenheizelementes --2-- aufgeschoben. Diese Schelle - besteht ebenso wie die Bendagen --10-- aus elektrisch isolierendem Material, z. B. aus Glasfibermaterial, Polyvinylchlorid, Polyester od. dgl. Die Abmessungen der Schelle --11-- sind so gewählt, dass die Schelle die gesamten hin- und hergehenden Züge des Anschlusskabels--l--und der Leitungen--5-- sowie auch die Löcher --9-- abdeckt.
Der lichte Abstand zwischen den beiden Schenkeln--12-- (Fig. 2) der Schelle --11-- ist etwa gleich der Stärke des Kunststoffkörpers --3-- des Flächenheizelementes --2-gewählt, so dass die Schelle --11-- eng auf dem Kunststoffkörper--3--des Flächenheizelementes--2-- bzw. auf den Bandagen --10-- aufliegt. Zweckmässig werden vor dem Aufschieben der Schelle --11-- die Innenseiten ihrer Schenkel --12-- mit einem Kleber, z. B. Epoxydharz, bestrichen. Falls gewünscht, kann vor dem Aufschieben der Schelle --11-- auf das Anschlusskabel --1-- noch eine Biegeschutzhülle --13-aufgeschoben werden, die in bekannter Weise mit einem ihre Verschiebung verhindernden Flansch--14-- (Fig. l) versehen ist.
Die Schelle --11--, die die gesamte Anschlussstelle abdeckt, wird hierauf an einem ihrer Enden, zweckmässig an demjenigen Ende, an welchem das Anschlusskabel--l--aus der Schelle --1--
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wobei das Füllmaterial --15-- bis zum Rand --8'-- des Flächenheizelementes --2-- reichen und mit diesem Rand --8'-- dicht verbunden sein muss. Dadurch wird eine Guss- bzw. Spritzform gebildet und es kann nun, wie Fig. 6 zeigt, das Flächenheizelement --2-- samt dem bereits an ihm befestigten Anschlusskabel - um 90 () geschwenkt werden und in das noch offene Ende-16-der Schelle-11- Kunstharzmaterial --17--, z.B.
Epoxydharz od. dgl., eingegossen werden, welches sämtliche noch verbleibenden Hohlräume innerhalb der Schelle--11--aufüllt und nach seinem Aushärten zwischen den einander benachbarten Zügen des schlaufenförmig gelegten Abschnittes des Anschlusskabels--l--keilförmige Kunstharzkörper bildet, die sowohl ein Ausziehen als auch ein Verdrehen des Anschlusskabels-l- verhindern.
Die hergestellte Verbindung ist praktisch nur mehr mit dem Meissel zerstörbar.
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