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Die Erfindung betrifft einen Empfindlichkeitssteller für ein Fluxmeter. Ein Fluxmeter, auch Kriechgalvanometer oder Spannungsimpulsmesser genannt, ist ein elektrisches Messinstrument, das Voltsekunden misst. Es dient in erster Linie dazu, magnetische Flüsse und damit auch die Stärke von Dauermagneten zu messen. Entsprechend seiner theoretischen Funktion als Spannungsintegrator über die Zeit ist das Fluxmeter auch zur Messung der Gegeninduktivität, zur Kapazitätsmessung und zur Kurzzeitmessung geeignet.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, das Fluxmeter dann zu verwenden, wenn Stromstärken zu messen sind, deren Grösse mit direkt anzeigenden Galvanometern gar nicht mehr erfassbar sind. Das soll dadurch geschehen, dass man diese ausserordentlich kleinen Ströme durch das Kriechgalvanometer leitet, welches die Stromstärke über die Zeit integriert und so die Möglichkeit gibt, den Mittelwert der Stromstärke durch nachträgliche Division durch die Zeit zu bestimmen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Empfindlichkeitssteller für ein Fluxmeter zu schaffen, der den erforderlichen niederohmigen Schliessungskreis bildet und mit dessen Hilfe ein Fluxmeter in einstellbaren Empfindlichkeitsstufen zur Spannungs- und Strommessung verwendbar wird, ohne dabei Divisionen ausführen zu müssen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass eine zu messende Spannung oder ein zu messender Strom einem kombinierten einstellbaren Spannungs- und Stromleiter zugeführt wird, in dessen niederohmigem Ausgang ein durch eine Taste auslösbarer Zeitschalter mit festgelegter Schaltdauer liegt, der einen Umschaltkontakt besitzt, der das Fluxmeter während dieser Schaltdauer in den Messkreis legt und in der übrigen Zeit kurzschliesst.
In einer Ausgestaltung der Erfindung soll durch die Betätigung einer Taste eine Relaisspule erregt werden, wodurch einerseits ein Umschaltkontakt im Messkreis geschlossen und anderseits ein Ruhekontakt im Erregerkreis geöffnet wird, so dass ein aufgeladener Kondensator das Relais erst nach einer festgelegten Zeitdauer in die Ruhestellung fallen lässt.
Nach einer andern Ausgestaltung der Erfindung soll durch die Betätigung einer Taste ein Synchronmotor, auf dessen Achse hinter einem Untersetzungsgetriebe zwei Nockenscheiben sitzen, an das Netz gelegt werden, wodurch die eine Nockenscheibe einen Umschaltkontakt im Messkreis für eine festgelegte Zeitdauer schliesst und die andere Nockenscheibe auch nach Loslassen der Taste den Motor während ihrer vollen Umdrehung mittels eines Arbeitskontaktes an das Netz angeschlossen hält.
Gemäss einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung soll durch die Betätigung einer Taste ein elektronischer Frequenzteiler eingeschaltet werden, der über einen Verstärker seinerseits für eine festgelegte Zeitdauer einen Umschaltkontakt im Messkreis schliesst und anderseits für die gleiche Zeitdauer einen Arbeitskontakt parallel zur Taste legt.
In der Fig. l ist--l--ein Taster, durch dessen Betätigung die Spule--2--eines schnellschaltenden Relais an eine Gleichspannung gelegt wird. Dadurch werden die kurzgeschlossenen Klemmen des Fluxmeters --F-- geöffnet und durch den Umschaltkontakt --3-- an den niederohmigen Ausgang eines kombinierten Spannungs- und Stromteilers gelegt. Durch die Anzapfungen--U--ist die Spannungsempfindlichkeit und durch die Anzapfungen--I--die Stromempfindlichkeit wählbar. Gleichzeitig mit dem Umschaltkontakt
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die Induktivität--L--und den Widerstand--R--der Relaisspule--2--festgelegt werden kann.
Bei dieser Anordnung muss der Taster-l-so lange gedrückt bleiben, bis das Relais wieder abgefallen ist, was durch den Stillstand des Zeigers des Fluxmeters erkennbar wird.
In der Fig. 2 ist derselbe kombinierte einstellbare Spannungs- und Stromleiter gezeigt, an dessen niederohmigen Ausgang durch den Umschaltkontakt--3--ein Fluxmeter--F--gelegt werden kann. Die Betätigung des Umschaltkontaktes--3--erfolgt durch einen Druck auf den Taster wodurch der Synchronmotor --6-- an eine Wechselspannung gelegt wird und anläuft. Auf der Achse des Motors sitzt ein Untersetzungsgetriebe-7-, das seinerseits zwei Nockenscheiben-8 und 9-umlaufen lässt.
Die Fig. 2 lässt erkennen, dass der Umschaltkontakt --3-- den Kurzschluss der Fluxmeterklemmen öffnet und das Fluxmeter
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--8-- im- nicht während der Dauer einer halben Umdrehung gedrückt gehalten werden muss, schliesst die Nockenscheibe--9--den Arbeitskontakt--10--, der parallel zum Taster--l--liegt. Erst nach einer vollen Umdrehung der Nockenscheiben wird der Motor abgeschaltet. Die Anordnung ist dann bereit, nach Rückführung des Zeigers des Fluxmeters auf Null, durch einen kurzen Druck der Taste--l--eine neue Anzeige des Spannungsintegrals einzuleiten.
Da die Zeitdauer der Integralbildung wählbar ist und sich nur mit der sehr genau eingehaltenen Netzfrequenz ändert, misst das Fluxmeter mit hoher Genauigkeit den Mittelwert einer Spannung oder eines Stromes während dieser Zeitdauer, z. B. einer Sekunde.
Die Fig. 3 zeigt eine weitere Ausführungsform, bei der durch die Betätigung der Taste-l-ein elektronischer Frequenzteiler--11--an Spannungsimpulse gelegt wird, die durch Aufbereitung der
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--11-- kommtniederohmigen Ausgang des Teilers angeschlossen. Damit die Taste-l--nur kurzzeitig gedrückt zu werden braucht, ist ein gekuppelter Arbeitskontakt --10-- vorgesehen, der parallel zum Taster--l--geschaltet ist.
Wird die Taste aber länger als z. B. 2 sec gedrückt, so schlägt das Fluxmeter summierend aus.
Die Strom- oder Spannungsmessung mit einem Fluxmeter ist bei Verwendung des erfindungsgemässen Empfindlichkeitsreglers sehr einfach. Der Messbereich wird nach Wunsch gewählt ; dann wird der Zeiger des Fluxmeters mit seiner Rückstelleinrichtung auf Null gestellt. Nach einem kurzen Druck auf den Taster des Empfindlichkeitsstellers setzt sich der Zeiger in Bewegung und bleibt z. B. genau nach einer Sekunde stehen, so dass der Messwert bei stillstehendem Zeiger bequem abgelesen werden kann. Sollte sich der Messwert nach der besagten Mess-Sekunde ändern, hat dies auf die Zeigerstellung keinen Einfluss, da das Fluxmeter bereits abgeschaltet ist. Mit diesem Empfindlichkeitssteller kann der Messende den Zeitpunkt der Messung selbst bestimmen. Das Messergebnis ist der Mittelwert, z.
B. während einer Sekunde.
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Schaltdauer liegt, der einen Umschaltkontakt (3) besitzt, der das Fluxmeter während dieser Schaltdauer in den Messkreis legt und in der übrigen Zeit kurzschliesst.
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