AT309046B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von gepreßten Platten - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von gepreßten PlattenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
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Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von gepressten Platten durch Heisspressen von Plattenformlingen aus mit einem wärmehärtenden Bindemittel versetzten Teilchen. Als Anwendungsgebiet ist insbesondere an die Herstellung von Holzspanplatten gedacht.
Bei der Erzeugung derartiger Platten liegt ein grundlegendes Problem darin, die noch lockeren Plattenformlinge bzw. Vliese ohne Beschädigung ihrer Struktur von der Teilchenstreuvorrichtung zur Hauptpresse zu transportieren. Aus diesem Grunde hat man bisher als Streu-, Transport-und Pressunterlagen für die aus Teilchen aufgebauten Formlinge sogenannte Pressbleche verwendet. Diese Blechunterlagen müssen jeweils nach dem Pressvorgang gekühlt und wieder zum Anfang des Formstranges zurückgeführt werden, wodurch viel Platz beansprucht und die Anlage hinsichtlich Gestaltung und Betrieb kompliziert wird. Ausserdem nutzen sich die Bleche ab. Sie müssen daher periodisch auf ihr Dickenmass kontrolliert und von Zeit zu Zeit erneuert werden.
Schliesslich ist die Änderung der Blechdicke durch Abnutzung beim Pressvorgang zu berücksichtigen. Die geschilderten Nachteile gelten im wesentlichen auch, wenn man gemäss einem vorbekannten Verfahren an Stelle von Pressblechen flexible Metallsiebe benutzt.
Man hat zwar schon vorgeschlagen, die Teilchen auf Förderbänder oder andere nicht in die Hauptpresse geführte Unterlagen zu streuen und die Formlinge zwecks Beschickung der Hauptpresse von diesen Unterlagen zu trennen und mittels spezieller Träger in die beheizte Hauptpresse zu führen. Ein solches Vorgehen ist freilich nicht ganz gefahrlos für die empfindlichen Formlinge. Das übergeben der Formlinge von den Transportunterlagen auf sogenannte Beschickungstabletts od. dgl. führt oft zur Veränderung des Gefüges der Formlinge und damit zu fehlerhaften Platten.
Schliesslich hat man auch schon vorgeschlagen, Formlinge aus mit einem Bindemittel versetzten Teilchen auf speziellen Beschichtungsfolien (Papier, Gewebe, Kunststoffolien od. dgl.) zu bilden und hernach diese Formlinge mit Hilfe der Folien in eine beheizte Presse zu ziehen, wo die Folien mitsamt den Formlingen zu Platten verpresst werden, so dass sich in einem Arbeitsgang beschichtete Platten ohne die Verwendung von Pressblechen herstellen lassen. Dieses Verfahren eignet sich jedoch nur für die Fertigung von mindestens einseitig beschichteten Platten.
Durch die Erfindung sollen unter andern die beschriebenen Übelstände beseitigt werden. Beim erfindungsgemässen Verfahren wird dieses Ziel dadurch erreicht, dass zunächst aus Teilchen im Verhältnis zur Dicke der Plattenformlinge dünne Vliese gebildet werden, worauf diese Vliese zum Zwecke der Bildung von dünnen Trägerschichten durch Heisspressen soweit verfestigt werden, bis das Bindemittel mindestens teilweise abgebunden ist, und dass hierauf die eigentlichen Plattenformlinge durch Aufstreuen der Teilchen auf diese derart vorgefestigten, gleichzeitig als Streu-, Transport-und Pressunterlagen dienenden Trägerschichten geformt und die Platten durch Heissverpressen ohne Verwendung von Pressblechen und Vereinigen von Trägerschichten und Plattenformlingen hergestellt werden.
Es hat sich gezeigt, dass schon sehr dünne Trägerschichten, die lediglich einer kurzen Heisspressung unterworfen worden sind, eine genügend hohe Festigkeit aufweisen, um die Formlinge ohne Veränderung des inneren Gefüges von de Streustellen bis in die Hauptpresse zu transportieren. Des weiteren konnte festgestellt werden, dass sich die dünnen, halbkarton- oder kartonartigen Trägerschichten in der beheizten Hauptpresse mit dem übrigen, zu Beginn des Pressvorganges noch lockeren Teilchenmaterial zu kompakten Körpern vereinigen.
Dies trifft vor allem dann zu, wenn die oberen Seiten der Trägerschichten vor dem Aufstreuen der die Formlinge bildenden Teilchen mit einem flüssigen oder pulverförmigen Bindemittel besprüht werden.
Das Verfahren führt noch zu weiteren Vorteilen. Abgesehen von der Vereinfachung des Formstranges und der Schonung der noch lockeren Formlinge zeigte sich, dass beispielsweise auch der Verschleiss der Förderbänder geringer wird, da es nicht mehr notwendig ist, Umlenkrollen mit einem sehr geringen Durchmesser zu benutzen.
Zudem sind die Dickentoleranzen nur noch von den Pressplatten abhängig. Günstig ist auch die Tatsache, dass ein Aushärten des Bindemittels der untersten Schicht der Formlinge infolge der Kontaktwärme der heissen Pressplatten praktisch kaum mehr stattfinden kann. Die in einer früheren Verfahrensstufe sehr rasch heissgepressten Trägerschichten isolieren die Plattenformlinge gewissermassen gegen Wärmeübertragung, bis die Presse im wesentlichen geschlossen ist.
Nachfolgend ist eine beispielsweise Durchführung des Verfahrens für die Herstellung von dreischichtigen Holzspansplatten an Hand der Zeichnungen beschrieben. Es stellen dar : Fig. l eine schematisch gehaltene Seitenansicht der Anlage, Fig. 2 eine Einzelheit in einem gegenüber der Fig. 1 vergrösserten Massstab, und Fig. 3 eine andere Einzelheit, ebenfalls vergrössert gegenüber Fig. 1.
Mit--l--ist eine zugleich als Vorratsbunker wirkende Streumaschine bezeichnet. Diese ist an ihrem untern Ende mit zwei gegensinnig drehenden, mit Stachel besetzten Schleuderwalzen--2--ausgestattet.
Infolge der Rotation der Schleuderwalzen--2--werden feine Deckschichtspäne auf ein absatzweise angetriebenes, über Rollen --3-- umlaufendes Stahlband --4-- gestreut. Dieses Band --4-- erstreckt sich durch eine beheizte Presse, bestehend aus einem Presstisch--5--und einer heb- und senkbaren, hydraulisch angetriebenen Pressplatte--6--. Die Streumaschine--l--ist ebenfalls intermittierend wirksam. Tatsächlich drehen sich die Schleuderwalzen--2--nur, solange das Band --4-- angetrieben ist.
Der zwischen den beiden Walzen--2--vorhandene Durchtrittsspalt und die Drehzahl derselben sind derart aufeinander
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EMI2.1
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nach der Erfindung bei ein- und mehrschichtigen Platten durchführen. Im beschriebenen Beispiel bildet die vorverfestigte Trägerschicht die untere Deckschicht der Platte. Dies muss nicht unbedingt so sein. Man könnte unter Umständen auch Trägerschichten vorfabrizieren, welche nur einen Teil der unteren Deckschicht darstellen. In einem solchen Falle wäre man allerdings gezwungen, auf die vorbereiteten Trägerschichten weiteres Deckschichtmaterial aufzustreuen, bevor man das Kernschichtmaterial aufbringt.
Schliesslich könnte man das Vorverfestigen der dünnen Vliese noch für andere Zwecke ausnutzen, beispielsweise durch Aufbringen von feuerhemmenden Zusätzen, Pilzschutzmitteln od. dgl. auf die vorbereiteten Trägerschichten.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von gepressten Platten durch Heisspressen von Plattenformlingen aus mit einem wärmehärtenden Bindemittel versetzten Teilchen, insbesondere zur Herstellung von Holzspanplatten,
EMI3.1
durch Heisspressen soweit verfestigt werden, bis das Bindemittel mindestens teilweise abgebunden ist, und dass hierauf die eigentlichen Plattenformlinge (24) durch Aufstreuen der Teilchen auf diese derart vorgefestigten, gleichzeitig als Streu-, Transport-und Pressunterlagen dienenden Trägerschichten (13) geformt und die Platten durch Heissverpressen ohne Verwendung von Pressblechen und Vereinigung von Trägerschichten (13) und Plattenformlingen (24) hergestellt werden.
EMI3.2
Claims (1)
- bekannter Weise zwischen einer rauhen und einer glatten Fläche derart gepresst werden, dass die untere Seite der Trägerschichten (13) glatt und die obere Seite rauh wird. EMI3.3 dünnen Trägerschichten (13) vor dem Aufstreuen der für die Bildung der Plattenformlinge bestimmten Teilchen in an sich bekannter Weise mit einem flüssigen oder pulverförmigen Bindemittel besprüht werden. EMI3.4 die vorverfestigten Trägerschichten (13) vor dem Bilden der eigentlichen Formlinge (24) in an sich bekannter Weise derart aneinander gereiht werden, dass sich die Trägerschichten (13) teilweise überlappen, und dass nach dem Streuen eines endlosen Formlings (24) dieser in an sich bekannter Weise derart Abschnitt nicht mit Teilchen belegt ist.
Priority Applications (1)
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| AT309046B true AT309046B (de) | 1973-07-25 |
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1970
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