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Die Erfindung betrifft eine Behandlungsvorrichtung für Rohfelle, bestehend aus einer flüssigkeitsdichten, um ihre horizontale Längsachse rotierend antreibbaren Zylindertrommel, die mit Zufuhr- und Abflussöffnungen für die Behandlungsflüssigkeit sowie mit einer Einfüll- bzw. Entnahmeöffnung für die Felle versehen ist, welche die notwendigen Bauelemente zur Durchführung der Behandlungsprozesse und ferner zur maschinellen Entnahme der behandelten Rohfelle in sich vereinigt.
Die Behandlungsvorrichtung soll für sämtliche Behandlungsvorgänge, wie Einweichen, Waschen, Entfetten, Rückfetten, Gerben, Färben, Chromieren usw., die in der Pelzindustrie bei der Bearbeitung von Rohfellen auftreten, geeignet sein.
Bisher wurden diese Behandlungsvorgänge in offenen Behältern, wie Wannen, Trommeln od. dgl., durchgeführt. Dabei hat es sich als nachteilig erwiesen, dass die Behandlungsvorgänge in verschiedenen Behältern vorgenommen werden mussten. Da es sich dabei vorwiegend um offene Behälter gehandelt hatte, waren damit die Nachteile, wie Temperaturverlust, Dampfentwicklung und damit Korrosionsgefahr, der Umgebung, Geruchsbelästigung usw., verbunden. Weiters mussten die Rohfelle manuell aus dem offenen Behälter entfernt werden.
Ziel der Erfindung ist es, eine einfache, diese Nachteile nicht aufweisende Behandlungsvorrichtung zu schaffen.
Diese Aufgabe ist mit der Erfindung dadurch gelöst worden, dass die Zylindertrommel durch mindestens eine vertikale, perforierte Sieb-Abtropfwand in einen Behandlungsraum und in mindestens eine Siebkammer, in die die Zufuhr und die Abflussöffnung münden, unterteilt ist, wobei innerhalb der Zylindertrommel am Mantel zwischen den Abtropfwänden weitere Abtropfwände angeordnet sind, die im Querschnitt kreissegmentförmige oder bogenzweieckförmige Siebkammern bilden und dass innerhalb des Behandlungsraumes an der Zylindertrommel an sich bekannte schneckenförmige Förderbleche am Mantel angebracht sind, welche bei rotierender Zylindertrommel die Rohfelle in den Bereich der Einfüll- und Entleerungsöffnung fördern.
Weitere Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung, mit welcher ein in den Zeichnungen dargestelltes Ausführungsbeispiel näher erläutert ist. Es zeigen : Fig. 1 die erfindungsgemässe Behandlungsvorrichtung im Schnitt nach der Linie I-I in Fig. 2, Fig. 2 den Grundriss der Fig. 1 und Fig. 3 eine Seitenansicht der Fig. 1.
Die Zylindertrommel --1-- besteht aus einem Mantel-2-und aus zwei bombierten Stirnseiten --3--. In seinem Randteil ist der Mantel--2--in einer Einfüll- und Entleerungsöffnung --4--
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Deckel--6-verschliessbar- sitzt drehfest ein Zahnrad--9--, welches über einen nicht gezeichneten Kettentrieb mit dem Antriebsmotor in Antriebsverbindung steht. Im rechten Achsstummel --7-- ist die Behandlungsflüssigkeits- zufuhr --19-- untergebracht.
Der Innenraum der Zylindertrommel--l--ist durch zwei vertikale, perforierte Abtropfwände-10--
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Zwischen den beiden Abtropfwänden --10-- sind am Mantel der Zylindertrommel gleichmässig verteilt weitere Abtropfwände --20-- angeordnet. Die so gebildeten Sieb kammern --23-- sind im Querschnitt im wesentlichen kreissegmentförmig oder bogenzweieckförmig. Mit einem Hahn--14--verschliessbare Abläufe --16-- sind an die Siebkammern--12--angeschlossen.
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--3-- sind2000. In diese Auffangbecken ragen die Ablassöffnungen--16-. Die Auffangbecken-15-sind mit einem Ablauf--18--versehen, der direkt an die Kanalisation oder an einen Sammelbehälter angeschlossen ist.
Innerhalb des Behandlungsraumes --11-- ist am Mantel --2-- ein schneckenförmiges Förderblech --17-- angebracht. An einer der beiden Stirnseiten ist ein radial nach aussen stehendes Sicherheitsventil-21angeordnet, dessen federbelasteter Ventilstössel bei der Rotation der Zylindertrommel auf eine Auflaufkurve - aufläuft. Die Auflaufkurve ist über der Zylindertrommel angeordnet, so dass beim Ablassen des gegebenenfalls in der Zylindertrommel entstehenden überdruckes keine Behandlungsflüssigkeit entweichen kann.
Bei geschlossenem Hahn-14--und geöffneter Einfüll- und Entleerungsöffnung werden die Rohfelle in
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Nun wird die Behandlungsflüssigkeit auf die Rohfelle entsprechend der jeweiligen Behandlung bei stehender oder rotierender Trommel einwirken gelassen. Das bei jeder Umdrehung der Trommel öffnende Sicherheitsventil verhindert, dass sich in der Trommel während des Behandlungsvorganges durch ein etwaiges Schäumen der Behandlungsflüssigkeit ein überdruck bildet.
Durch Öffnen des Hahns--14-wird die Ausbringung der Behandlungsflüssigkeit und gegebenenfalls die
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Förderband oder eine andere Transportvorrichtung aufgegeben. Die Entleerung der Rohfelle geschieht durch Rotation der Zylindertrommel--l--, wobei mit jeder Umdrehung bei nach unten gerichteter Einfüll- und Entleerungsöffnung --4-- Rohfelle ausgeworfen werden. Dabei bewirken die Förderbleche, dass die Entleerung ohne im Behandlungsraum--11--verbleibende Rohfelle erfolgt.
Mit der Erfindung ist somit mit geringem konstruktivem Aufwand eine Behandlungsvorrichtung für Rohfelle geschaffen worden, welche die beim Behandlungsprozess, insbesondere beim Waschen, gestellten Bedingungen in zweckmässiger Weise erfüllen kann, wobei zudem die Rohfellentnahme aus dem Behälter ohne kostenaufwendige Fördermittel und ohne manuelle Beihilfe erfolgt.