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Die Erfindung betrifft ein Sägeblatt für Gattersägen zur Verwendung mit Einschubangeln, deren Kasten als Lehren ausgebildet sind, wobei die dem Sägeblatt zugewandten Kastenleisten am Sägeblatt anliegen.
Bei den bisherigen in Gebrauch stehenden Gattersägeblättern ist die Breite des Einführungsschlitzes der vorgenannten Angeln, d. h. deren Kasten, auf eine bestimmte Sägeblattdicke, beispielsweise 1, 8 mm abgestimmt.
Es ist in der Praxis möglich, auch geringfügig stärkere, etwa 2, 0 mm dicke Blätter in diese Angeln einzufügen, ohne dass eine nennenswerte Verformung der Angeln auftritt, die ihre Bestimmung als abstandhaltende Lehre illusorisch machen würde.
Es ist jedoch in der Praxis fallweise, etwa beim Vorschnitt erwünscht, zur Erzielung höherer Leistung Sägeblätter stark unterschiedlicher Dicke in einem Einhang anzuordnen, beispielsweise derart, dass die das Prisma begrenzende Blätter eine Stärke von beispielsweise 2, 2 mm, die die Seitenbretter aufsägenden Blätter hingegen lediglich eine Stärke von beispielsweise 1, 8 mm aufweisen. Diese Massnahme wird getroffen, um ein Verlaufen der am stärksten belasteten Prismenblätter auf jeden Fall zu verhindern. Auch beim Scharfschnitt (Aufschnitt eines vollen, unabgeflachten Stammes zu Brettern) ist es üblich, zur Erzielung höherer Leistung dickere Sägeblätter als beim Nachschnitt (Aufschneiden eines vorprismierten, d. h. zweiseitig abgeflachten Stammes zu Brettern) zu verwenden.
Das Einbringen von Sägeblättern, deren Dicke bereits wesentlich, d. h. über 0, 2 mm über der Sägeblattdicke liegt, auf die die Kastenschlitze abgestimmt sind, würde jedoch nur noch mit Gewalt möglich sein und zu Deformationen der Angelkasten führen, wodurch dieselben ihren Wert als Lehren einbüssen.
Hier setzt die Erfindung ein und hat zum Ziele, Sägeblätter von einer die Breite des Angelkastenschlitzes übersteigenden Dicke auch für Angelkasten-Lehren mit geringerer Schlitzbreite verwendbar auszubilden.
Erfindungsgemäss geschieht dies dadurch, dass das Sägeblatt zumindest im Bereich, in welchem es in eingehängtem Zustand unter Registerdruck von den Wandungen des Angelkastenschlitzes berührt wird, durch spanabhebende Bearbeitung, vorzugsweise Planschliff, unter Toleranz von + 0, 2 mm auf die Stärke des Angelkastenschlitzes gebracht ist.
Dadurch ist es möglich, für Sägeblätter verschiedener Dicke ein und dieselbe Garnitur von Angeln mit Angelkasten-Lehren zu verwenden, so dass eine Vorrathaltung von derartigen Angeln mit Kasten unterschiedlicher Schlitzbreite entfällt. Da auch beim Wechsel von dicken auf dünne Sägeblätter und umgekehrt sowie beim gleichzeitigem Einhang von Sägeblättern von untereinander unterschiedlicher Dicke nicht auch die Angeln in ihrer Kasten-Schlitzbreite angepasst werden müssen, entfallen Irrtümer und es werden erhebliche Arbeitszeiten eingespart.
In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt, u. zw. zeigt Fig. l einen Teil eines üblichen Sägeneinhanges in Vorderansicht, Fig. 2 und 3 je ein erfindungsgemässes Sägeblatt in gleicher Sicht. Fig. 4 zeigt, stark übertrieben, die Deformation des Angelkastens durch Einschieben eines zu dicken Sägeblattes.
Diese letzterwähnte, nachteilige Verformung des Angelkastens ist an sich bekannt und tritt, hervorgerufen durch den aussermittigen Angriff der Zugkräfte, namentlich bei bereits längere Zeit in Gebrauch stehenden Kastenangeln mit schwachen Wandungen auf.
Gemäss einem weit zurückliegenden Lösungsvorschlag soll das durch die Verformung der Kastenwandungen hervorgerufene Aufspreizen des Angelkastenschlitzes durch die Anordnung einer weiteren, beidseitigen Beleistung am Sägeblatt verhindert werden, welche die unteren, abgesetzten Ränder des Angelkastens übergreift.
Abgesehen von der Übereinstimmung in der Absicht, mit dieser Massnahme die Aussenflächen der Angelkasten planparallel zu halten, hat jedoch dieser, einen beträchtlichen konstruktiven Mehraufwand erfordernde Lösungsvorschlag mit der der Erfindung zugrundeliegenden Porblemstellung nichts zu tun.
Wie aus Fig. l ersichtlich, liegen die Angelkasten--l, 2, 3-- hier unter Zwischenschaltung einer Schablone--4--, Mann an Mann und bestimmen dadurch den Abstand der Sägeblätter--5, 6 und 7--.
Letztere durchsetzen die jeweils von den Wandungen--8, 9 ; 10,11 und 12, 13-- begrenzten Schlitze - A, B, C--der Angelkasten, welch letztere, gegebenenfalls-wie dargestellt-unter Zwischenschaltung von Schablonen, durch Registerdruck zu einem Paket zusammengespannt sind.
Die Schlitze--A, B, C--besitzen eine Breite, die der Sägeblattdicke entspricht, so dass die Wandungen - -8, 9 ; 10,11 und 12, 13- am Blatt anliegen. In Fig. ist übertrieben dargestellt, dass beim Einschieben eines Sägeblattes, dessen Dicke die Breite des Angelkastenschlitzes erheblich überschreitet, die Angelkasten deformiert werden und somit ihre Aufgabe als masshaltende Lehre nicht mehr erfüllen können. Durch die in den Fig. 2 und 3 beispielsweise dargestellte, erfindungsgemässe Ausbildung eines Sägeblattes wird ein derartiges Auftreiben des Angelkastenschlitzes vermieden.
Wie aus Fig. 2 deutlich erkennbar, ist das Sägeblatt-5'-zumindest über einem Bereich, der der Breite der Schlitzwandung entspricht, durch spanabhebende Bearbeitung, vorzugsweise Planschliff, in seiner Dicke vermindert, u. zw. mit einer + 0, 2 mm Toleranz auf die Breite des Angelkastenschlitzes gebracht. Bevorzugt ist die in Fig. 3 dargestellte Ausführungsform, bei welcher aus Fertigungsgründen das gesamte Blattende auf die vorerwähnte verminderte Blattstärke gebracht ist.
Die Einschubbeleistung des Sägeblattes kann beliebiger Art sein, so etwa könnten die in den Zeichnungen
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angedeuteten Schwalbenschwanzleisten durch Bolzen od. dgl. ersetzt sein.
Es braucht somit nur ein Satz von Angeln mit Angelkasten-Lehren angeschafft zu werden, der für alle erfindungsgemäss ausgebildeten Sägeblätter verwendbar ist. In vorteilhafter Weise wird sich die Wahl der Breite des Angelkastenschlitzes nach den schwächsten Sägeblättern richten, die üblicherweise im Gatter Verwendung finden. Bei Verwendung dickerer Sägen sind diese dann erfindungsgemäss auszubilden.