AT305173B - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von selbsttragenden Sperren in Grubengängen od.dgl. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von selbsttragenden Sperren in Grubengängen od.dgl.

Info

Publication number
AT305173B
AT305173B AT877770A AT877770A AT305173B AT 305173 B AT305173 B AT 305173B AT 877770 A AT877770 A AT 877770A AT 877770 A AT877770 A AT 877770A AT 305173 B AT305173 B AT 305173B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
sep
cement
water
tube
silicate solution
Prior art date
Application number
AT877770A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Halliburton Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Halliburton Co filed Critical Halliburton Co
Priority to AT877770A priority Critical patent/AT305173B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT305173B publication Critical patent/AT305173B/de

Links

Landscapes

  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen von Sperren in Grubengängen od. dgl. 



   In verschiedenenGegenden gelangt säurehaltiges Wasser aus im Betrieb befindlichen oder stillgelegten Bergwerken in Flüsse oder Wasserläufe, die hiedurch verunreinigt werden. 



   Es sind   verschiedene Verfahren und Geräte bekanntgeworden, um   saure Grubenwässer zu reinigen, bevor sie in die Wasserläufe gelangen. Zu diesem Zweck muss das Wasser aber gesammelt werden, was auf Schwierigkeiten stösst, weil praktisch aus jeder Grube nicht ein, sondern eine Vielzahl von Kanälen ausgeht, durch die Wasser austritt. 



   Zur Umgehung dieser Schwierigkeit ist vorgeschlagen worden, die Öffnungen oder Gänge von stillgelegten 
 EMI1.1 
 diese Stellen sind meistens überflutet, so dass das Wasser erst weggepumpt werden müsste. 



   Ziel der Erfindung ist ein gefahrloses Verfahren zum Herstellen von Sperren. Erfindungsgemäss wird an der abzusperrenden Stelle des Grubenganges od. dgl. eine schnell abbindende Zementmasse, die zu   einer   selbsttragenden, wasserundurchlässigen Wand erhärtet, eingebracht, und das Einbringen der Zementmasse ferngesteuert. Es ist also nicht notwendig, dass sich menschliche Arbeitskräfte an die abzusperrende Stelle begeben, denn zur Errichtung der Sperre bedarf es keinerlei Formen, weil die Reaktionszeit geeigneter, schnell abbindender Massen so kurz ist, dass diese Massen unmittelbar nach ihrem Eindringen selbsttragend sind. Dabei ergibt sich auch eine für den in Aussicht genommenen Zweck, nämlich die Absperrung eines Ganges od. dgl. durchaus geeignete Gestaltung, so dass sich die Benutzung der Formen erübrigt. 



   Als besonders geeignet haben sich Zementmassen   aus wässerigem   Zementschlamm und einer wässerigen Silikatlösung erwiesen, die zur Bildung der Masse miteinander vermischt werden. Insbesondere empfiehlt sich die Verwendung eines Silikates aus der Gruppe der Natriumsilikate, Kaliumsilikat, Guanidinsilikate oder Tetramethylammoniumsilikate oder eine Mischung wenigstens zweier solcher Silikate. Die Abbindezeit der Massen kann mittels Zusätze von Abbindeverzögerem, wie Silikatmehl insbesondere jedoch von Flugasche verändert werden, die in erheblichen anteiligen Mengen dem Zementschlamm beigefügt werden können. Anderseits ist   die Formbeständigkeit   der eingebrachten Masse mitHilfe von thixotropen Mitteln, insbesondere Bentonit beeinflussbar, die man der wässerigen Silikatlösung beimengt. 



   Bei einer Variante des   erfindungsgemässen Verfahrens   können Zementmassen mit extrem kurzen Abbindzeiten verwendet werden. Hiezu wird ein Strom des wässerigen Zementschlammes mit einem Strom der wässerigen Silikatlösung zur Bildung der Zementmasse vermengt, diese unmittelbar nach dem Vermengen eingebracht und während des Einbringens der Zementmasse deren Viskosität und Abbindezeit durch Einstellen des Volumsverhältnisses der pro Zeiteinheit zugeführten Mischungskomponenten verändert. Es kann also die Zusammensetzung der Masse, die ihre Eigenschaften bedingt, nach Massgabe der jeweiligen Erfordernisse an diese angepasst werden.

   Die für diese Zementmassen benötigten wässerigen Zementschlämme und wässerigen Silikatlösungen können in getrennten Speicherbehältem bereitet und gespeichert werden, die von der abzusperrenden Stelle entfernt an einem sicheren Ort angeordnet sind. Dieser Ort braucht nicht innerhalb der Grube zu liegen. 



   Die Erfindung bietet nämlich die Möglichkeit, auch an unzugänglichen Stellen einer Grube Sperren zu errichten. Zu diesem Zweck wird, wie es in vielen Fällen und ohne grosse Kosten durchführbar ist, von der Erdoberfläche ein bis zu dem abzusperrenden Gang reichendes Bohrloch niedergebracht und mittels einer durch dieses eingeführten Leitung die Zementmassen eingebracht und an der abzusperrenden Stelle abgelagert. 



   Die Erfindung bezieht sich auch auf Vorrichtungen, mit welchen die schnell abbindenden Zementmassen in sehr einfacher Weise hergestellt und eingebracht werden können. Im Einklang mit der Erfindung weisen diese Vorrichtungen eine Mischvorrichtung mit zwei Einlässen, von denen der eine an eine Zuführungsleitung für den Zementschlamm, der andere an eine Zuführungsleitung für die Silikatlösung anschliessbar ist, und mit einem
Auslass auf, an den unmittelbar oder über eine Verbindungsleitung eine Sprühdüse zum Sprühen der Zementmasse gegen den Boden und die Wandung des Grubenganges angeschlossen ist. Soll das Verhältnis des   Durchlussvo -   lumens pro Zeiteinheit der beiden Komponenten, aus denen die Zementmasse gemischt wird, änderbar sein, so ist in die Zufuhrleitungen für den Zementschlamm bzw. die Silikatlösung je ein Regelorgan eingeschaltet. 



   Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist an einem Fahrgestell ein um seine Längsachse verschwenkbar gelagertes Rohr angeordnet, das an eine Zuführleitung anschliessbar sowie in Nähe dieses Endes mit einer Handhabe versehen ist und an seinem ändern Ende die   Mischvorrichtung trägt, die   aus einem mit dem schwenkbaren Rohr verbundenen Innenrohr, einem auf dieses drehbar aufgesetzten Mantelrohr mit einem seitlichen Anschlussstutzen für die andere Zufuhrleitung und aus der Sprühdüse besteht, die an dem vorstehenden Ende des Imenrohres befestigt ist, das mit dem Mantelrohr eine ringförmige Kammer begrenzt und innerhalb derselben mit Durchbrechungen versehen ist. 



   Die Erfindung ist im folgenden an Hand beispielsweiser Ausführungsformen näher erläutert, die in den Zeichnungen veranschaulicht sind. Hiebei werden sich weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben. 



  In den Zeichnungen zeigt in schematisierter Darstellung, Fig. l eine erfindungsgemässe Vorrichtung in Drauf - 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 den Grubengang sowie eine andere Ausführungsform einer Vorrichtung nach der Erfindung zur Durchführung einer Variante des erfindungsgemässen Verfahrens. 



   Die Vorrichtung nach den Fig. 1 und 2 weist eine Mischvorrichtung --50-- mit zwei Einlässen auf. Einer dieser Einlässe ist an   einen Behälter --10--,   der eine wässerige Silikatlösung   enthält. der   andere an einen Behälter angeschlossen, der zur Aufnahme wässerigen Zementschlammes bestimmt ist. Beide Behälter sind transportabel und beispielsweise auf ein mit Rädern   versehenes Fahrgestell, einen Anhänger   oder einen Lastkraftwagen aufgesetzt.

   Von dem   Behälter --10-- führt   eine   Leitung-14--,   in die ein Ventil --16-- eingeschal tet ist, zu einer Pumpe An den Pumpenauslass ist über eine   Leitung-22-ein Flüssigkeitsmengenmes-   ser --24-- und über eine von diesem ausgehende biegsame Leitung, wie einen Schlauch --26-- eine drehbare 
 EMI2.2 
 schlamm enthält der Reihe nach eine Leitung --30--, ein Ventil --30--, eine Leitung --32--, eine Pumpe --30--, einen Flüssigkeitsmengenmesser --38-- und eine von diesem zu dem erwähnten Einlass verlaufende, biegsame Leitung --26--, wie einen Schlauch.

   
 EMI2.3 
 --20cher Bauart und selbstverständlich für die ins Auge gefassten Durchsatzmengen bemessen und können samt den   Ventilen --16   und 30-- und den   Behältern --10   und 12-- zu einer oder mehreren transportablen Einheiten verbunden und auf einem oder mehreren Fahrzeugen angeordnet sein. 



   Fig. 3 zeigt die eine bevorzugte Ausführungsform darstellende Mischvorrichtung --50-- genauer. 



   Diese Mischvorrichtung weist ein   Mantelrohr --100 -- mit   einem schräg   abstehenden Anschlussstutzen     --94- auf,   an den die   biegsameZufuhrleitung --26-- für   den Zementschlamm mittels einer   Gelenkverbin-     dung --56 -- (Fig. 1   und 2) anschliessbar ist. Innerhalb des Mantelrohres ist ein Innenrohr --88-- angeordnet, dass an seinen beiden Enden je mit einer Anschlussvorrichtung, z. B. mit Gewinde zum Aufschrauben einer Muffe   -   102-- ausgestattet ist. Das Innenrohr ist in dem Mantelrohr mit Hilfe aufgesetzter Manschetten-96 bzw. 



  - verschwenkbar gelagert und im Bereich der Einmündung des Stutzens --94-- mit einer anzahl von Durch-   brechungen-90-versehen,   die in einer in Umfangsrichtung verlaufenden Reihe in gleichen   Winkelabständen   ausgeteilt sein können. An dem einen Ende des   Innenrohres --88 -- ist   das   Rohr--44--,   an das andere Innenrohrende eine Sprühdüse --54-- drehfest angesetzt, was z. B. mit Hilfe der Muffen --102--geschehen kann. 



   Das mit der Mischvorrichtung und der Sprühdüse eine allgemein   mit --42 -- bezeichnete   Auftragevorrichtung für die Zementmasse bildende Rohr --44-- ist in einer Halterung --58-- um seine   Längsachse verschwenk-   
 EMI2.4 
 in einer gewünschten Lage feststellbar. Der Block --64-- ist auf die Achse oder   Querbrücke --70-- eines   mit   zwei Rädern --72-- versehenen   Fahrgestelles aufgesetzt. An dem Block ist ferner ein Ausleger --74--, an dessen freiem   Ende-80-- ein Auflager-78-- in   Form einer Schale mit zylindrisch gekrümmter Auflagerfläche für das Rohr --44-- vorgesehen ist, sowie ein unterhalb dieses Auslegers verlaufender   Stütz arm --76- für eine   Fernsehkamera und eine Beleuchtungsvorrichtung --84-- befestigt.

   Auf das Rohr -44-- ist zu beiden Seiten der   Hülse-60-- je   ein mittels eines Knebels od. dgl. feststellbarer   Anschlag --86-- aufgesetzt.   In Nähe der Kupplung --46-- ist das Rohr --44-- mit einer   Handhabe-48-- in   Gestalt zweier Handgriffe ausgerüstet. 



   Soll mit der beschriebenen Vorrichtung in einem   Stollen --106-- eine Sperre --110-- errichtet   werden   (Fig. 2), so   wird das die Auftragseinrichtung --42-- tragende Fahrgestell an die betreffende Stelle gebrachtund 
 EMI2.5 
 heit an Flüssigkeitsmengenmessern --24 bzw. 38-- abgelesen und mit Hilfe der Ventile eingeregelt werden können. 



   Der Zementschlamm tritt aus dem Schlauch --40-- in das   Rohr --44-und aus diesem in das   Innenrohr - 88-- der Mischvorrichtung --50-- ein, wogegen die Silikatlösung aus dem Schlauch --26-- durch den Stutzen --94-- der Mischvorrichtung in den Ringraum zwischen dem Mantelrohr --100-- und dem Innenrohr - gelangt. Die Silikatlösung strömt durch die Ausnehumngen --90-- des Imenrohres --88-- in dieses ein, wobei sie sich mit dem Zementschlamm vermengt, so dass eine Zementmasse entsteht, die ein inniges Gemenge der beiden Komponenten darstellt. Die unter Druck stehende Zementmasse tritt durch die Sprühdose 
 EMI2.6 
 sen eingebracht. 



   Der Bedienungsmann --108-- der Auftragvorrichtung --42-- kann mittels der   Handgriffe --48-- das ge -   genüber der Hülse verdrehbare Rohr --44-- und mit diesemdie Sprühdüse --54-- verschwenken, weil das Mantelrohr --100-- der Mischvorrichtung --50-- gegenüber ihrem Innenrohr --88-- verdrehbar ist, so dass der angeschlossene Schlauch keine Behinderung verursacht. Überdies kann der Bedienungsmann die Auftragvorrichtung in den von   denAnschlägen-86-bestimmtenGrenzen   in Längsrichtung des Rohres --44-- hin und herbewegen. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



  Auch der Vertikalabstand zwischen   Hülle --60-- und   der   Querbrücke-70-des   Fahrgestelles ist   ander-bzw.   einstellbar, denn die   Achse --62-- der Hülse   kann in die Bohrung des Blockes --64-- mehr oder wenigertief eingeschoben und mit der Stellschraube --68-- in der jeweils gewünschten Stellung fixiert werden. 



   Die auf den Boden und die Wände des Ganges --106-- gesprühte Zementmasse bindet praktisch augenblicklich zu einer festen und formbeständigen Masse ab. Der Bedienungsmann --108-- kann die Vorrichtung so handhaben, dass eine den Grubengang --106-- teilweise oder vollständig abschliessende bis zu dessen Decke reichende Sperre entsteht, nach deren Fertigstellung die Vorrichtung mit Wasser gespült und anschliessend ausgefahren wird. 



     Zur Überwachung der Sperrenbildung   kann eine übliche, mit einer Beleuchtungsvorrichtung vereinigte Fernsehkamera --84-- dienen. 



   In Fig. 4 ist eine andere Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung veranschaulicht, die zum Absperren von   Grubengängen --112-- an   unterhalb der Erdoberfläche befindlichen Stellen bestimmt ist, die nicht zugänglich sind, weil der Gang ganz oder teilweise verschüttet ist oder sich in einem sein Befahren ausschlie- ssenden Zustand befindet, In diesem Falle werden von der Erdoberfläche aus zwei den Gang --112-- in Nähe der zur Errichtung der Sperren in Aussicht genommenen Stelle treffende   Bohrlöcher --114   bzw. 116-- niedergebracht. Hierauf wird durch das dieser Stelle näher liegende Bohrloch, z.

   B. mit Hilfe eines üblichen Bohrkranes --118-- ein Rohrstrang --120--, beispielsweise ein übliches Bohrrohr, in den   Gang abgesenkt,   Durch das andere Bohrloch --116- wird in den Gang --112-- eine ferngesteuerte, mit einer Beleuchtungseinrichtung   vereinigteFernsehkamera--122-- hinabgelassen, die an einem Kabelwagen --124-- oder   in anderer Weise aufgehängt ist. Am unteren Ende des   Rohrstranges ist   eine   Düsenvorrichtung-126-mit   einer Düse   #     befestigt,   die in einer vertikalen Ebene verschwenkt werden kann. Zu dieser Verschwenkung ist der   Vorrichtung -126-- ein   von der Erdoberfläche aus femsteuerbarer Antrieb eingegliedert. 



   Am oberen Ende des Rohrstranges --120-- ist ein üblicher Spülkopf --130-- aufgesetzt, von dem ein Schlauch --132-- zu einer Mischvorrichtung --134-- führt, die von gleicher Bauart sein kann. wie die an Hand der Fig.3 beschriebene Mischvorrichtung --50--. Die Einlässe der Mischvorrichtung sind über biegsame Leitun-   gen --136   bzw. 138-- je an einen Behälter für eine Silikatlösung bzw. für Zementschlamm angeschlossen. 



   Im Betrieb werden die beiden Komponenten der Zementmasse wie bereits beschrieben in der Mischvorrichtung --134-- innig gemischt und das Gemisch wird durch den Schlauch --132--, Spülkopf --130-- und Rohr-   strang --120-- in   die Düsenvorrichtung --126-- geleitet und durch die   Douse-128-- que   zum Gang --112-auf einen Teil seines Bodens und seiner Wände gesprüht. 



   Der Bohrstrang ist, wie an sich bekannt, mit einer Scheibe auf Drehung verbunden und kann demnach durch Verdrehen dieser gegen eine Bühne abgestützten Scheibe um seine Achse verschwenkt werden, wogegen die Düserin einer lotrechten Ebene bewegbar ist. Die qusgesprühte Zementmasse kann daher an jede beliebige Stelle und immer dorthin gelenkt werden, wo es notwendig ist. Die Fernsehkamera gestattet das Überwachen der Arbeit und ihres Fortschreitens. Sobald die Sperre fertiggestellt ist, werden Rohrstrang --120-- und Düsen -   vorrichtung --126 -- mit   Wasser ausgespült und aus dem Bohrloch --114-- entfernt und auch die Fernsehkamera --122-- wird aus dem Bohrloch --118-- ausgebaut, Die beiden Bohrlöcher können dann in konventioneller Weise verschlossen werden. 



   Für das erfindungsgemässe Verfahren brauchbare Silikatlösungen können in vorteilhafter Weise aus einer 
 EMI3.1 
 wendet werden, bei welchen Silikate aus der Gruppe der Kalium-,   Guanidin-oder Tetramethylammoniumsili-   kate oder Mischungen dieser Silikate verwendet werden. 



   Für die mit der Erfindung angestrebten Zwecke haben sich aus Portlandzement bereitete Zementschlämme als besonders geeignet erwiesen. Ein bevorzugter wässeriger Zementschlamm besteht aus 7 bis 75   Gew. -0/0 Port-   landzement und 25 bis 93 Gew.-% Wasser. 



   In manchen Fällen, z. B. bei der Vorrichtung nach Fig. 4, liegt die Mischvorrichtung in einem grösseren Abstand vor der Sprühdüse, so dass nach dem Mischen der beiden zur Herstellung der schnell abbindenden Zementmasse vermengten Komponenten oder Lösungen bis zum Ablagern der Zementmasse an der abzusperrenden Stelle eine Zeitspanne verstreicht, in deren Verlauf der Abbindeprozess in unerwünschter Weise zu weit fortschreitet. Es kann daher geboten sein, der Zementmasse einen Abbindeverzögerer, wie Silikatmehl oder Flugasche zuzusetzen.

   Für die Zwecke der Erfindung haben sich sofeme eine Verzögerung der Abbindezeit angestrebt wird, Zementschlämme als besonders geeignet erwiesen, bei deren Herstellung 7 und 55   Gew. -0/0 Portlandze-   ment, 10 bis 65   Gew. -0/0   Flugasche und 25 bis 45   Gew. -0/0   Wasser miteinander vermengt werden. 



   Ein Zerfliessen der an der abzusperrenden Stelle abgelagerten Zementmasse ist unerwünscht, aber auch hier 
 EMI3.2 
 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 



   Solche thixotrope Mittel, wie insbesondere Bentonit, beeinflussen nicht oder nur geringfügig die Strömungseigenschaften der   Silikatlösung,   bei deren Zufuhr sich deshalb keine Schwierigkeiten einstellen. 



   Bestens bewährt haben sich Silikatlösungen, die aus etwa 12 bis 70 Gew. -%Natriumsilikat, etwa 1 bis   10 Gew.- Bentonit und etwa25 bis 80 Gew.-'7o Wasser hergestellt werden. Die Abbindezeit und Viskosität   einer Zementmasse variieren mit der Zusammensetzung des verwendeten wässerigen Zementschlammes und der wässerigen Silikatlösung sowie mit dem Volumenverhältnis der pro Zeiteinheit miteinander vermengten Mischungskomponenten. So können für eine bestimmte Anwendung ein   wässeriger Zementschlamm und einewässerige Sili-   katlösung verwendet werden, welche eine Zementmischung mit der gewünschten Abbindezeitund Viskosität ergeben.

   Zusätzlich kann jedoch   das Volumenverhältnis der Komponenten   verändert werden, um die Abbindezeit und andere Eigenschaften, wie die Viskosität der Zementmasse zu ändern, die zur Herstellung einer Sperre dient, Der Zementmasse können auch Füllstoffe, wie z. B. Sand beigefügt werden, die einer oder beiden Mischungskomponenten zugemischt werden. 



   Im folgenden sind einige Laboratoriumsversuche angeführt, die folgende Ergebnisse zeitigten. 



   Die aus den nachstehenden Tabellen I bis III entnehmbaren Mischungen wurden in zwei Teilen hergestellt, nämlich   einem wässerigen Zementschlamm,   bezeichnet als Lösung A, und einer Natriumsilikatlösung, bezeichnet als Lösung B. Gleiche Teile der beidenLösungen wurden dann gemischt, um die besonderen zu untersuchenden Zementmassen zu erhalten, deren Abbindezeiten festgestellt wurden. 



   Tabelle I 
 EMI4.1 
 
<tb> 
<tb> Abbindezeiten <SEP> der <SEP> Zementmischung
<tb> Lösung <SEP> A <SEP> Lösung <SEP> B
<tb> Portlandzement <SEP> Wasser <SEP> 400 <SEP> Natriumsilikat <SEP> Wasser <SEP> Abbindezeit
<tb> Gew.-% <SEP> Gew.-% <SEP> Gew.-% <SEP> Gew.-% <SEP> sec
<tb> 42, <SEP> 86 <SEP> 57, <SEP> 14 <SEP> 52, <SEP> 63 <SEP> 47, <SEP> 37 <SEP> 15, <SEP> 0 <SEP> 
<tb> 68, <SEP> 49 <SEP> 31, <SEP> 51 <SEP> 52, <SEP> 53 <SEP> 47, <SEP> 47 <SEP> 22, <SEP> 7 <SEP> 
<tb> 71, <SEP> 43 <SEP> 28, <SEP> 57 <SEP> 52, <SEP> 63 <SEP> 47, <SEP> 37 <SEP> 20, <SEP> 9 <SEP> 
<tb> 
 Die Mischungen haben in den angegebenen Zeiten zu festen undurchlässigen Massen abgebunden. 



   Tabelle II 
 EMI4.2 
 
<tb> 
<tb> Abbindezeiten <SEP> von <SEP> Zementmassen <SEP> mit <SEP> Zusatz <SEP> von <SEP> Verzögemngsmitteln
<tb> Lösung <SEP> A <SEP> Lösung <SEP> B <SEP> Abbindezeit
<tb> Portlandzement <SEP> Wasser <SEP> Flugasche <SEP> 400Natriumsilikat <SEP> Wasser
<tb> Gew.-% <SEP> Gew.-% <SEP> Gew.-% <SEP> Gew.-% <SEP> Gew.-% <SEP> sec
<tb> 17, <SEP> 86 <SEP> 28, <SEP> 57 <SEP> 53, <SEP> 57 <SEP> 52, <SEP> 63 <SEP> 47, <SEP> 37 <SEP> 50, <SEP> 6 <SEP> 
<tb> 35,71 <SEP> 28,58 <SEP> 35,71 <SEP> 52,63 <SEP> 47,37 <SEP> 29,7
<tb> 53,57 <SEP> 28,57 <SEP> 17,86 <SEP> 52,63 <SEP> 47,37 <SEP> 21,2
<tb> 17, <SEP> 86 <SEP> 28, <SEP> 57 <SEP> 53, <SEP> 57 <SEP> 27, <SEP> 98 <SEP> 72, <SEP> 02 <SEP> 50, <SEP> 6 <SEP> 
<tb> 7,14 <SEP> 28,57 <SEP> 64,29 <SEP> 56,64 <SEP> 43,36 <SEP> 140,0
<tb> 7, <SEP> 14 <SEP> 28, <SEP> 57 <SEP> 64, <SEP> 29 <SEP> 25, <SEP> 00 <SEP> 25,

   <SEP> 00 <SEP> 198, <SEP> 0 <SEP> 
<tb> 35,71 <SEP> 28,58 <SEP> 35,71 <SEP> 61,94 <SEP> 38,06 <SEP> 29,7
<tb> 
 
Wie ersichtlich, können die Abbindezeiten der verschiedenenZementmassen durch Änderung der Menge des Füllstoffes in Lösung A und durch Änderung der Menge des Natriumsilikats und des Wassers in Lösung   Bweitge-   hend beeinflusst werden, was auch durch Verändern der Volumenveihältnisse von Lösung A zu Lösung B erreicht werden kann. 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 



  Tabelle III 
 EMI5.1 
 
<tb> 
<tb> Abbindezeiten <SEP> von <SEP> Zementmischungen <SEP> mit <SEP> Verzögerungsmitteln <SEP> und <SEP> Zusatz
<tb> von <SEP> Thixotropie <SEP> erzeugenden <SEP> Mitteln
<tb> Lösung <SEP> A <SEP> Lösung <SEP> B <SEP> Abbindezeit
<tb> Portlandzement <SEP> Wasser <SEP> Flugasche <SEP> 400 <SEP> Natriumsilikat <SEP> Wasser <SEP> Bentonit
<tb> Gew. <SEP> Gew.-'% <SEP> Gew.-% <SEP> Gew.- <SEP> Gew.-% <SEP> Gew.- <SEP> sec <SEP> 
<tb> 35, <SEP> 71 <SEP> 28, <SEP> 58 <SEP> 35, <SEP> 71 <SEP> 59, <SEP> 56 <SEP> 36, <SEP> 59 <SEP> 3, <SEP> 85 <SEP> 17, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> 31, <SEP> 50 <SEP> 37, <SEP> 00 <SEP> 31, <SEP> 50 <SEP> 59, <SEP> 56 <SEP> 36, <SEP> 59 <SEP> 3, <SEP> 85 <SEP> 23, <SEP> 0 <SEP> 
<tb> 
 
Alle in Tabellen I bis III angegebenen Zusammensetzungen genügen den folgenden Bedingungen :

  
1.   Die Lösungen A   und B lassen sich leicht mischen und können mit konventionellen Vorrichtungen gepumpt werden. 



   2. Die Mischungen binden schnell zu festen Massen ab, die durch fliessendes Wasser nicht erodiert oder ausgespült werden. 



   3. Die Zusammensetzungen härten nach dem Abbinden allmählich so weit aus, dass sie die notwendigen Festigkeitseigenschaften erhalten. 



   4. Die Lösungen A und B bestehen aus verhältnismässig billigen und leicht erhältlichen Bestandteilen. 



   Durch weitere Laboratoriumsversuche wurden der Widerstand gegen fliessendes Wasser, die Druckfestigkeit und die Anhäufungseigenschaften bei den erfindungsgemässen Zusammensetzungen untersucht :
I.   Strömungswiderstand-Verfahren :  
Ein rechteckiger Metallblechtrog von 102 mm Tiefe, 152 mm Breite und 1143 mm Länge wurde an einem Ende geschlossen. In einem Abstand von 152 mm von dem geschlossenen Ende des Troges wurde ein Wehr von 64 mm und 152 mm Weite angebracht. Der Trog wurde dann unter einem Winkel   von"7 0   geneigt und über das Wehr und durch den Trog wurden   2, 7 1   Wasser/min geleitet.

   Eine Mischung wurde in zwei Teilen wie folgt bereitet : 
 EMI5.2 
 
<tb> 
<tb> Lösung <SEP> A <SEP> Lösung <SEP> B
<tb> Portlandzement <SEP> : <SEP> 42,86Gew.-% <SEP> 40 Natriumsilikat: <SEP> 52,63 <SEP> Gew.-%
<tb> Wasser <SEP> : <SEP> 57, <SEP> 14 <SEP> Gew.-  <SEP> Wasser <SEP> : <SEP> 47, <SEP> 37 <SEP> Gew.-% <SEP> 
<tb> 
 
Die Lösungen wurden in Bechern bereitet und zur Herstellung der Mischung wurden gleiche Volumina in einen dritten Becher gegossen und so lange gerührt, bis die Mischung dick wurde. Die eingedickte Mischung wurde dann in den Trog entleert und der Strömungswiderstand des Wassers festgestellt. 



   Ergebnisse :
In den Trog wurde ein Gesamtgewicht von 1315 der eingedickten Mischung eingebracht. Nachdem der eingedickte Schlamm zu einer festen undurchlässigen Masse abgebunden hatte, wurde er aus dem Trog entfernt 
 EMI5.3 
 
Der Zweck dieses Versuches war, festzustellen, wie schnell die oben angegebene Mischung aufbauen würde, wenn sie auf eine flache horizontale Fläche gekippt wird. Ein Trichter aus Polyäthylen wurde 51 mm über einer flachen ebenen Fläche angebracht.

   Die Lösungen A und B wurden in getrennten Bechern wie folgt bereitet : 
 EMI5.4 
 
<tb> 
<tb> Lösung <SEP> A <SEP> Lösung <SEP> B
<tb> Portlandzement <SEP> : <SEP> 35, <SEP> 71 <SEP> Gew.-% <SEP> 40  <SEP> Natriumsilikat <SEP> : <SEP> 61, <SEP> 94 <SEP> Gew.- <SEP> o
<tb> Wasser <SEP> : <SEP> 28, <SEP> 58 <SEP> Gew.- <SEP> o <SEP> Wasser <SEP> : <SEP> 38, <SEP> 06 <SEP> Gew.-% <SEP> 
<tb> Flugsche <SEP> : <SEP> 35,71
<tb> 
 
Lösung A wurde in die Lösung B geschüttet, das Gemisch während ungefähr 5 sec gerührt, und dann in den Trichter gegossen. 

 <Desc/Clms Page number 6> 

 
 EMI6.1 
 
 EMI6.2 
 
<tb> 
<tb> : <SEP> -Lösung <SEP> A <SEP> Lösung <SEP> B
<tb> Portlandzement <SEP> :- <SEP> 35, <SEP> 71 <SEP> Gew.-lo <SEP> 400 <SEP> Natriumsilikat <SEP> : <SEP> 61, <SEP> 95 <SEP> Gew.-lo <SEP> 
<tb> Wasser <SEP> : <SEP> 28, <SEP> 58 <SEP> Gew.- <SEP> Wasser <SEP> :

   <SEP> 38, <SEP> 06 <SEP> Gew.-% <SEP> 
<tb> Flugasche <SEP> : <SEP> 35, <SEP> 71 <SEP> Gew. <SEP> -0/0 <SEP> 
<tb> 
 
Lösung A und B wurden gemischt, unmittelbar darauf in Würfelformen mit 5 cm Kantenlänge gegossen und sodann in den Formen unter Wasser bei Raumtemperatur gehärtet. Die Druckfestigkeit der Mischung wurde durch Zertrümmern des erhaltenen Würfels in einem   Tinius-Olsson-Druckfestigkeitsprüfer bestimmt.   



   Ergebnisse : 
Druckfestigkeit nach 
 EMI6.3 
 
<tb> 
<tb> 1 <SEP> h <SEP> 72 <SEP> h <SEP> 
<tb> 2, <SEP> 7 <SEP> kp/cm2 <SEP> 148 <SEP> kp/cm2
<tb> 
 
Hieraus ist zu ersehen, dass die Zementmassen nach der Erfindung zur Bildung von festen wasserundurchläs-   siger.   Sperren in Grubengängen od. dgl. hervorragend geeignet sind. 



   Das Verfahren und die Vorrichtungen nach der Erfindung wurden ferner in simulierten und in vorhandenen Grubengängen in mehreren massstäblichen Versuchen überprüft. 



   Beispiel A :
Ein simulierterGrubengang wurde im Erdboden in   Duncan, Oklohoma   gebaut. Das Mundloch hatte die   Grö-   sse einer üblichen Stollenöffnung mit einer Höhe von 2, 13 m, einer Bodenbreite von 3 m und einer Deckenhöhe von 1, 5 m mit drei Absteifungen an jeder Seite in einem Abstand von ungefähr 0, 3 m. 



   In zwei getrennten Behältern wurden zwei Lösungen wie folgt bereitet : 
 EMI6.4 
 
<tb> 
<tb> Lösung <SEP> A <SEP> Lösung <SEP> B
<tb> Wasser <SEP> 3055 <SEP> 1 <SEP> Wasser <SEP> 4030 <SEP> 1 <SEP> 
<tb> Portlandzement <SEP> 7110 <SEP> kg <SEP> Bentonit <SEP> 327 <SEP> kg
<tb> 40  <SEP> Natriumsilikat <SEP> 1275 <SEP> 1
<tb> 
 
In einer Vorrichtung entsprechend der Erfindung wurden ungefähr gleiche Volumina der beiden Schlämme gemischt und auf den Boden und die Wände des simulierten Gmbenganges aufgesprüht. 



   Ergebnisse :
In der Öffnung des Ganges wurde eine feste undurchlässige selbsttragende Sperrwand gebildet, die   dieÖff-   nung wirksam abdichtete. 



   Beispiel B :
Ein anderer Versuch wurde in einem Grubengang in West-Virginia durchgeführt. Der Gang war etwa   1,   5 m hoch und 3 m breit. 



   Verfahren :
Zwei Schlämme wurden in getrennten   Behältem   folgendermassen bereitet und gemischt : 
 EMI6.5 
 
<tb> 
<tb> Lösung <SEP> A <SEP> Lösung <SEP> B
<tb> Wasser <SEP> 3085 <SEP> 1 <SEP> Wasser <SEP> 3937 <SEP> 1
<tb> Zement <SEP> 7. <SEP> 110 <SEP> kg <SEP> Bentonit <SEP> 315 <SEP> kg
<tb> 400 <SEP> Natriumsilikat <SEP> 1317 <SEP> 1
<tb> 
 
Ungefähr gleiche Volumina der beiden Schlämme wurden in einer erfindungsgemässen Vorrichtung gemischt und auf den Boden und die Wände des Grubenganges aufgesprüht. 

 <Desc/Clms Page number 7> 

 



   Ergebnisse :
In demGang wurde   eineselbsttragendewasserundurchlässige Sperrwand   gebildet, die einen Böschungswinkel von ungefähr 58  hatte und den Grubengang wirksam abdichtete. 



   Hieraus ergibt sich, dass das Verfahren und die Vorrichtung gemäss der Erfindung zur wirtschaftlichen Bildung von waserundurchlässigen selbsttragenden Sperren in Grubengängen u. dgl. angewendet werden können. Ausserdem ermöglicht die Erfindung die Herstellung dieser Sperrwände durch Fernsteuerung bei wirtschaftlicher Durchführung. Es ist nicht notwendig, dass Arbeitskräfte in gefährliche Gruben einfahren und überdies braucht die Ausschaltung des Gefahrenmomentes nicht mit grossen Kosten erkauft zu werden. 



   Das Volumenverhältnis des wässerigen Zementschlammes zu der wässerigen Silikatlösung kann von1 : 9 bis 9   : 1   also in weiten Grenzen variiert werden. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1.   Verfahren zum Herstellen von selbsttragenden Sperren in G rubengängen od.   dgl., dadurch gekenn- 
 EMI7.1 


Claims (1)

  1. triumsilikate, Kaliumsilikate, Guanidinsilikate oder Tetramethylammoniumsilikate oder eine Mischung wenigstens zweier solcher Silikate verwendet wird. EMI7.2 dadurch gekennzeichnet, dass die wässerige Silikatlösunghält, und dieser Ausgangslösung 0 bis 94 Gew. -0/0 Wasser, bezogen auf deren Gewicht, beigemengt werden.
    5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstellung des Zementschlammes Portlandzement und Wasser insbesondere 7 bis 25 Gew.-% Portlandzement und 25 bis 93 Gew.-% Wasser miteinander vermengt werden.
    6. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass dem Zementschlamm ein Abbindeverzögerer, wie Silikatmehl oder Flugasche, insbesondere jedoch Flugasche zugesetzt wird.
    7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis4und Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstellung des wässerigen Zementschlammes 7 bis 55 Gew.-% Portlandzement, 10 bis 65 Gew. -0/0 Flugasche und 25 bis 45 Gew. -0/0 Wasser miteinander vermengt werden.
    8. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der wässerigen Silikatlösung ein thixotropes Mittel insbesondere Bentonit zugesetzt wird.
    9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die wässerige Silikatlösung aus etwa 12 bis 70 Gew.-% Natriumsilikat, etwa 1 bis 10Gew. -0/0 Bentonit und etwa 25 bis 80 Gew. -0/0 Wasser hergestellt wird.
    10. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennz eichne t, dass ein Stromdeswäs- serigen Zementschlammes mit einem Strom der wässerigen Silikatlösung zur Bildung der Zementmasse vermengt, diese unmittelbar nach dem Vermengen eingebracht und während des Einbringens der Zementmasse deren Viskosität und Abbindezeit durch Einstellen des Volumsverhältnisses der pro Zeiteinheit zugeführten Mischung- komponenten verändert wird.
    11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Zementmasse im wesentlichen quer zur Richtung des abzusperrenden Grubenganges od. dgl., eingebracht wird.
    12. Verfahrennach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dassvonderErdoberfläche ein bis zu dem abzusperrenden Gang reichendes Bohrloch niedergebracht und mittels einer durch dieses eingeführten Leitung die Zementmasse eingebracht und ander abzusperrenden Stelle abgelagert wird.
    13. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 12, gekennzeich n et durch eine Mischvorrichtung (50,134) mit zwei Einlässen, von denen der eine an eine Zuführungsleitung (26) für den Zementschlamm, der andere an eine Zuführungsleitung (40) für die Silikatlösung anschliessbar ist, und mit einem Auslass, an den unmittelbar oder über eine Verbindungsleitung (132,120) eine Sprühdüse (54, 128) zum Sprühen der Zementmasse gegen den Boden und die Wandung des Grubenganges (106, 112) angeschlossen ist.
    14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass in die Zufuhrleitungen(14,16,22 bzw. 28,32, 36) für den Zementschlamm bzw. die Silikatlösung je ein Regelorgan (16 bzw. 30) eingeschaltet und hiedurch das Verhältnis der Durchflussvolumina pro Zeiteinheit änderbar ist.
    15. Vorrichtung nach Anspruch 13 oder dadurch gekennzeichnet, dass dieser eine Fernsehkamera (120) sowie eine Beleuchtungsvorrichtung zugeordnet und hiedurch das Einbringen der Zementmasse und die Ausbildung der Sperre (140) überwachbar ist. <Desc/Clms Page number 8>
    16. Vorrichtung nach Anspruch 13 oder 14, gekennzeichnet durch ein an einem Fahrgestell (70,72) um seine Längsachse verschwenkbar gelagertes Rohr (44), das an eine Zufuhrleitung (40) anschliessbar sowie in Nähe dieses Endes (46) mit einer Handhabe (48) versehen ist und an seinem ändern Ende die Mischvorrichtung (50) trägt, die aus einem mit dem schwenkbaren Rohr (44) verbundenen Innenrohr (88), einem auf dieses drehbar aufgesetzten Mantelrohr (100) mit einem seitlichen Anschlussstutzen (94) für die andere Zufuhrleitung (26) und aus der Sprühdüse (54) besteht, die an dem vorstehenden Ende des Innenrohres befestigt ist, das mit dem Mantelrohr eine ringförmige Kammer begrenzt und innerhalb derselben mit Durchbrechungen (90) versehen ist.
    17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrgestell eine Querbrücke (70), zwei an dieser gelagerte Laufräder (72), sowie einen von der Brücke in Richtung gegen die Sprühdüse vorspringenden Ausleger (74) aufweist, an dessen vorderem Ende eine Muffe (78) od. dgl. sitzt, mit welcher das Schwenkrohr (44) verschiebbar abgestützt ist.
AT877770A 1970-09-29 1970-09-29 Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von selbsttragenden Sperren in Grubengängen od.dgl. AT305173B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT877770A AT305173B (de) 1970-09-29 1970-09-29 Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von selbsttragenden Sperren in Grubengängen od.dgl.

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT877770A AT305173B (de) 1970-09-29 1970-09-29 Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von selbsttragenden Sperren in Grubengängen od.dgl.

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT305173B true AT305173B (de) 1973-02-12

Family

ID=3608433

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT877770A AT305173B (de) 1970-09-29 1970-09-29 Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von selbsttragenden Sperren in Grubengängen od.dgl.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT305173B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2820067A1 (de) Beschleunigungsmittel zur beschleunigung der haertung von zement sowie verfahren und material zur hohlraumausfuellung im untertagebau
DE2550626A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum verbinden von pfahlabschnitten
DE2124385A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Ausgießen mit Hochdruckstrahl
EP2125669B1 (de) Verfahren zur sanierung von schadstellen in rohrleitungen oder kanälen
EP0351440B1 (de) Verfahren zum Einbetten von zu deponierendem asbesthaltigem Bauschutt in Betonkörper sowie Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
DE2401580A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur verfestigung und verbesserung von lockerem erdreich
CH639671A5 (de) Verfahren zur stabilisierung waessriger loesungen von wasserloeslichen, durch polymerisation gelbildenden acrylmonomeren sowie anwendung des verfahrens.
AT390397B (de) Verfahren zum dosierten und gleichmaessigen einmischen von fluessigen zusatzmitteln oder zusatzmittelgemischen zu einer betonmischung oder moertelmischung
AT305173B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von selbsttragenden Sperren in Grubengängen od.dgl.
DE1163755B (de) Verfahren zur Errichtung von Abdaemmungen in Grubenbauen, insbesondere unter Schlagwettergefahr
DE4401403C2 (de) Verfahren zum Verfestigen und/oder Abdichten von Böden und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens
DE2828988A1 (de) Verfahren zur herstellung von beton bzw. moertel und beton- bzw. moertelmischung
DE2231041A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Verlagerung von Abfallmaterial, insbesondere im Grubenbau
DE4206994A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur stabilisierung beschaedigter strassendecken
DE2212696A1 (de) Bituminoese Mischung einstellbarer Verfestigungszeit,insbesondere zur Bodenbefestigung
DE685836C (de) Verfahren zum Dichten von durchlaessigen oder lockeren Bodenschichten, erdigen und steinigen Massen, Mauerwerk u. dgl.
DE2039135C3 (de) Verfahren zum Herstellen selbsttragender Dämme in untertägigen Grubenräumen u.dgl
DE1816704A1 (de) Flexible Tragschicht fuer Fahrbahndecken und Verfahren zu deren Herstellung
DE4207420A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum vorsehen von pfaehlen im boden
DE3034746A1 (de) Ausbildung gezielter grundwasserdurchlaesse in dichtungswaenden
DE1583005C (de) Flüssigkeit zum Verfestigen unkonsoh dierter Sandformationen
DE10150278B4 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Bodenstabilisieren
DE497782C (de) Verfahren zur Bereitung von Moertel, Beton u. dgl. an der Baustelle
AT387810B (de) Hydromechanische schneid- und spuelvorrichtung zur herstellung von grundwasserdurchlaessen in dichtungswaenden solcher dichtungsbauwerke, die ein tiefbauwerk, z. b. einen tunnelabschnitt, waehrend des baues gegen das grundwasser abschirmen
AT244216B (de) Verfahren zur Aufbereitung von Bentonit