AT303441B - Einrichtung zum Züchten von Pflanzen - Google Patents

Einrichtung zum Züchten von Pflanzen

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AT303441B AT477971A AT477971A AT303441B AT 303441 B AT303441 B AT 303441B AT 477971 A AT477971 A AT 477971A AT 477971 A AT477971 A AT 477971A AT 303441 B AT303441 B AT 303441B
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Georg Kuhn
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01GHORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
    • A01G18/00Cultivation of mushrooms
    • A01G18/60Cultivation rooms; Equipment therefor
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    • A01G18/69Arrangements for managing the environment, e.g. sprinklers

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Mycology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Mushroom Cultivation (AREA)

Description


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   Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Züchten von Pflanzen, insbesondere Champignons, wobei die Zuchtprodukte in aufeinander gestapelten Behältnissen gelagert sind und die Behältnisse in einem wenigstens zum grössten Teil geschlossenen klimatisierten Raum untergebracht sind. 



   Die Kultur des Speisepilzes agarics campestris, bekannt under dem Namen "Champignon de Paris" reicht bereits einige Jahrhunderte zurück. Zu Beginn geschah sie im Freien in sogenannten Hügelbeeten. Dann entdeckte man, dass für die Kultur kein Licht notwendig ist und verlegte die Zucht in unterirdische Stollen und
Steinbrüche, unter Beibehaltung der Hügelbeete. Damit wurde man von den Jahreszeiten unabhängig und konnte die Ernte auf das ganze Jahr ausdehnen. Da die Ausnutzung dieser Räume sehr extensiv war, genügte die bescheidene Lufterneuerung durch Lüftungskamine. Wegen den tiefen Temperaturen wuchsen die Pilze nur langsam. 



   Nicht überall standen geeignete Stollen oder Keller zur Verfügung. Zu Anfang unseres Jahrhunderts begann man deshalb mit dem Bau von eigentlichen Champignonhäusern. Trotz der relativ primitiven Bauweise waren diese Räume doch wesentlich teurer als die Naturstollen und mussten deshalb besser ausgenutzt werden. Man legte die Kulturbeete nicht mehr nur auf den Boden, sondern auf Gestelle übereinander. Durch diese
Konzentration wurde auch eine gewisse Rationalisierung der Arbeit und der Ernte ermöglicht. Die Gebäude wurden nicht klimatisiert, sondern man begnügte sich mit einer natürlichen Belüftung ohne Ventilatoren, durch verstellbare Lüftungsöffnungen. Dadurch wurde es notwendig, zwischen den Gestellen nach Höhe und Seite grosse Abstände einzuhalten, um die von Kompost und Pilzen erzeugten Gase abfliessen zu lassen und den nötigen Sauerstoff zuzuführen. 



   Um eine bessere Mechanisierung der Arbeit zu ermöglichen, werden heute in vielen Betrieben statt der
Gestelle Kisten mit Kompost gefüllt und aufeinander gestapelt. Leider haben sich dadurch die Voraussetzungen für eine optimale Belüftung nicht verbessert, sondern verschlechtert. Es werden eigentliche Klimatisierungsanlagen mit Zwangsbelüftung nötig, deren Wirkung durch die im Raume aufgestellten Kulturlcisten ungünstigt beeinflusst wird. Um die Ernte, die im Kulturraum stattfinden muss, zu ermöglichen, sind zwischen den Kistenstapeln breite Gänge nötig, sowie grosse Abstände in der Höhe zwischen den einzelnen Kisten. Beides wirkt sich für eine konsequente Luftführung ungünstigt aus. Die Luftgeschwindigkeiten sind sehr ungleich. Je nach Standort der Kisten können im gleichen Raum Kisten mit zu wenig Luft, neben solchen mit zuviel Luft stehen.

   Beides wirkt sich ungünstig aus für Qualität und Ertrag. Die kostspieligen Kulturräume können zudem nicht optimal gefüllt werden. Die Luft streicht über mehrere Kisten, reichert sich mit Abgasen an, und wird für die von der Zuluft weiter entfernten Kisten je länger je ungünstiger. Es besteht grosse Gefahr der Luftübertragung von verschiedenen Krankheitserregern, wie Sporen der Mycogone, Dalctylium, Virusträgern usw. 



   Die anzustrebende Einzelbelüftung der Kisten scheitert an den unverhältnismässig hohen Kosten und an der Tatsache, dass irgend welche fixen Einbauten neben den Kisten nicht möglich sind, da diese Kisten in regelmässigen Abständen ausgeräumt werden müssen. 



   Aufgabe der Erfindung ist es nun, diese Nachteile zu vermeiden und eine Einrichtung zu schaffen, die eine einwandfreie Klimatisierung jeder Kulturkiste gestattet. 



   Erfindungsgemäss gelingt dies dadurch, dass die aufeinandergestapelten Behältnisse mit mindestens zwei sich gegenüberliegenden seitlichen Begrenzungswänden des Raumes jeweils einen vertikalen Kanal bilden und zwischen den einzelnen Behältnissen horizontale Kanäle gebildet sind, wobei der eine vertikale Kanal unten an eine oder mehrere Zuführungsleitungen und der gegenüberliegende an eine oder mehrere Abzugsleitungen einer Klimaanlage angeschlossen ist. 



   Durch diese   erfindungsgemässen   Massnahmen wird in völlig neuartiger Weise die Einzelbelüftung und Klimatisierung jeder Kulturkiste ermöglicht, indem die Kulturräume selbst zu Luftkanälen ausgebildet werden, in denen die Kisten nicht mehr ein Hindernis bilden, sondern im Gegenteil als Leitflächen für die konsequente Führung des Luftstromes die Voraussetzung bilden. Durch die konsequente Trennung von Kulturraum und Ernteraum (die Pilze werden ausserhalb des Kulturraumes geerntet) fallen auch die strömungstechnisch sehr ungünstigen Zwischenwege weg und die Abstände in der Höhe können auf das lüftungstechnisch optimale Mass reduziert werden. Durch diese Anordnung lassen sich überdies im Raum mindestens das Doppelte bis Dreifache an Kisten unterbringen, was wirtschaftlich ein grosser Vorteil ist. 



   Hinsichtlich der anbringbaren Zu- und Abgangsöffnungen ist es wesentlich, dass sämtliche Zuluftöffnungen auf der einen und sämtliche Abluftöffnungen auf der andern Seite der Begrenzungswände derart angeordnet sind, dass nur die direkt strömende Luft über die Beete gleitet und die Menge der Luft so gross ist, dass jede Kiste einen für das jeweilige Wuchsstadium geeigneten, einstellbaren Anteil der zugeführten, aufbereiteten, klimatisierten Luft erhält. 



   Bei sonstigen Kulturen ist das nirgends der Fall, da immer Wirbel,   Sekundär- oder   Tertiärströme über den Beeten vorhanden sind und dadurch an sich abzuführende Abgase der Kulturen, die für das Wachstum schädlich sind, immer wieder den Kulturen ganz oder teilweise zugeführt werden. 



   Zweckmässig sieht die Erfindung vor, dass die seitlichen Begrenzungswände Leit- bzw. Prallflächen besitzen. 



  Dadurch ist eine einwandfreie Klimatisierung des Stapels bzw. der diesen aufnehmenden Räume gewährleistet. 



   Vorteilhaft ist weiter, dass die Unterseiten der Behältnisse als Leitflächen bzw. Prallflächen Verwendung 

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 finden. Im Zusammenwirken mit den an den Begrenzungswänden vorgesehenen   Leit- und Prallfächen   ergeben sich dadurch besonders günstige Voraussetzungen für ein erfolgreiches Züchten von Pflanzen. Es wird erreicht, dass die frische Luft über der Oberfläche der Pflanzen vorbeistreicht. 



   Hinsichtlich einer gleichmässigen Klimatisierung ist es wesentlich, dass der Stapel einschliesslich Wagen den Raum vom Boden bis zur Decke ausfüllt, wobei über den Wagen und der obersten Kiste jeweils derselbe Luftraum ist, wie zwischen den übrigen Kisten. 



   Hiebei ist es zweckmässig und wichtig, dass der Wagen dieselben Aussenabmessungen wie die Kiste hat, um von den Maschinen in gleicher Weise befördert werden zu können. Die gleichmässige Aufteilung des zu klimatisierenden Raumes in Luftkanäle, Prall-und Leitflächen sowie Oberflächen der Kisten gestattet eine gleichmässige Verteilung der zugeführten Luft. 



   In konstruktiver Hinsicht ist es zweckmässig, dass der Boden für den unteren und/oder die Decke für den oberen Raum in zwei horizontal verlaufende Kammern unterteilt ist, die die Zu- und Abgangsleitung der Klimaanlage bilden, wobei diese Leitungen Zu- und Abgangsöffnungen zum Raum aufweisen. In einfacher Weise lassen sich dadurch die Zu- und Abgangskanäle der Klimaanlage anordnen. Dies ist insbesondere bei der Montage und aber auch bei Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten von Vorteil. 



   Eine Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass die Zu- und Abgangsöffnungen in den Begrenzungswänden vorgesehen und in der Höhe der jeweils zwischen zwei Behältnissen gebildeten Räume angeordnet sind. Es ist dabei durchaus möglich, dass die Begrenzungswände zwei- oder dreischalig ausgestaltet sind und die verbleibenden Hohlräume als Zu- oder Abgangsleitungen dienen. 



   In diesem Zusammenhang ist es vorteilhaft, wenn in die Begrenzungswände vorzugsweise regelbare Schlitze eingelassen sind. Der Luftdurchtritt kann daher nach den Erfordernissen geregelt werden. 



   Weitere erfindungsgemässe Merkmale und besondere Vorteile gehen aus der nachstehenden Beschreibung und den Zeichnungen hervor, doch soll die Erfindung nicht auf das angeführte Beispiel beschränkt sein. 



   Es zeigen Fig. l einen Querschnitt durch einen kanalartigen Raum zur Aufnahme der Stapel bzw. 



  Behältnisse und die Fig. 2 einen Vertikalschnitt durch ein mit derartigen kanalartigen Räumen versehenes Gebäude. 



   Die Behältnisse --1-- zur Aufnahme der Pflanzen sind übereinander gestapelt, wobei der Abstand derselben voneinander durch an den Eckbereichen der Behältnisse angeordnete   Stützfüsse--2--gegeben   ist. 



  Der Abstand der Behältnisse kann relativ klein gehalten werden. 



   Die Behältnisse sind auf   Traversen-3-eines Rollwagens-4-aulgestapelt.   Auf Schienen-5ist der   Rollwagen --4-- mit   dem   Stapel-6-in   einen kanalartigen   Raum --7-- einfahrbar.   Die 
 EMI2.1 
 Bohrungen können beispielsweise mit Schiebern oder andern regelbaren Verschlüssen versehen sein. 



   Die eingeblasene bzw. abgesaugte Luft streicht entlang der   Begrenzungswände --8-- nach   oben bzw. nach unten, wobei an den Begrenzungswänden --8-- nicht dargestellte Prall- bzw. Leitflächen vorgesehen sind. Die Eckbereiche sowie die Unterseiten --13-- der Behältnisse --1-- bilden ebenfalls Prall-und Leitflächen, so dass die Luftströme in den in   Fig. 1   mit Pfeilen angedeuteten Richtungen jeweils zwischen den übereinander gestapelten Behältnissen vorbeistreichen und dabei die entstehende Kohlensäure und Feuchtigkeit mitreissen. Durch diese Massnahmen ist eine ausserordentlich gute   Be- und Entlüftung   der Pflanzen gewährleistet, so dass gute Wachstumsbedingungen und somit ertragreiche Ernten gesichert sind. Es kann also immer beliebig Frischluft zugeführt oder aber im Umluftverfahren gearbeitet werden. 



   In Fig. 2 ist die Gesamtanordnung einer beispielsweisen Ausführung einer Anlage zum Züchten von Pflanzen gezeigt. Bei dieser Ausführungsform sind mehrere kanalartige Räume nebeneinander angeordnet. Ebenfalls sindjeweils zwei Räume übereinander angeordnet, wobei zwischen diesen übereinander liegenden Räumen eine   Bearbeitungshalle-14-vorgesehen   ist. An den Endbereichen der   Raume-71, 72-   sind Decken- bzw. 



    Bodenöffnungen-15,   16--vorgesehen, durch die die Behältnisse aus den Räumen entnommen oder in diese eingebracht werden können. 



   Die Fig. 2 zeigt beispielsweise die Kompostierung, das Ernten spielt sich in analoger Weise ab. Es ist dabei 
 EMI2.2 
 ausfahrbare   Greiferarme --20-- besitzen.   Die   Greifer --19-- und   die Greiferarme-20-sind hydraulisch, pneumatisch oder mechanisch betätigbar. 



   Im vorliegenden Fall kann der Greifer --19-- in Pfeilrichtung --21-- nach unten bewegt werden, wo mit diesem ein Behältnis des   Stapels --612 -- aus   dem die Stapel-61 bis 612-aufnehmenden Raum erfasst wird, um dieses dann nach oben und in horizontaler Richtung auf das   Förderband--17--zu   bringen. 



  Der Arbeiter kann nun das Behältnis von allen Seiten allein und frei von Hindernissen bearbeiten,   z. B.   zum 

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 Zwecke des   Pflückens.   Ein weiterer Arbeiter kann das auf dem   Förderband--17--geförderte   Behältnis in den Bereich des gegenüberliegenden Greifers bringen. 



   Es ist selbstverständlich auch möglich, dass man während der Reifungszeit zu Kontrollzwecken, zum Giessen oder zu ähnlichem schon die Stapel auf das Förderband nimmt, um dann alles umzuwälzen,   d. h.   der Stapel--612--gelangt vorerst an die Stelle--61--und wird dann weiter an seinen alten Platz geschoben. 



  Der Vorteil besteht also darin, dass in einer sehr kurzen Zeit wegen der guten Klimatisierung reife und vollwertige Pilze erhalten werden, wenig Arbeitskräfte unter guten Arbeitsbedingungen die Kisten bearbeiten können. 



   Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung könnte derart ausgestaltet sein, dass die Begrenzungswände der Räume Leitungssysteme aufnehmen und an den entsprechenden Stellen Aus- und Einlassöffnungen aufweisen, die beispielsweise mit Regelorganen versehen sind. 



   In diesem Zusammenhang könnte es von Vorteil sein, die Begrenzungswände zweischalig oder auch dreischalig auszubilden, wobei die verbleibenden Zwischenräume als Luftkanäle wirken. Auch hier sind dann die stabilen Teile der Wände mit Bohrungen versehen. 



   Die vorstehend beschriebene und auch in den Zeichnungen dargestellte Einrichtung eignet sich in besonderer Weise zum Züchten von Champignons. Selbstverständlich ist diese Einrichtung auch für andere Pilze oder auch andere Gärtnereierzeugnisse für Pflanzen geeignet, wobei an der Einrichtung natürlich auch geringfügige Abänderungen durchgeführt werden können, ohnedabei den Rahmen der Erfindung zu verlassen. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Einrichtung zum Züchten von Pflanzen, insbesondere von Champignons, wobei die Zuchtprodukte in aufeinandergestapelten Behältnissen gelagert und die Behältnisse in einem wenigstens zum grössten Teil 
 EMI3.1 
 aufeinandergestapelten Behältnisse   (1)   mit mindestens zwei sich gegenüberliegenden seitlichen Begrenzungswänden (8) des Raumes (7) jeweils einen vertikalen Kanal bilden und zwischen den einzelnen Behältnissen horizontale Kanäle gebildet sind, wobei der eine vertikale Kanal unten an eine oder mehrere Zuführungsleitungen (9) und der gegenüberliegende an eine oder mehrere Abzugsleitungen (10) einer Klimaanlage angeschlossen ist. 
 EMI3.2 


Claims (1)

  1. bestehen, die mit Stützbeinen (2) ausgerüstet sind, welche die horizontalen Kanäle zwischen den einzelnen gestapelten Kisten bilden, wobei die Höhe dieser Kanäle dem Luftbedarf angepasst ist. EMI3.3 und/oder die Decke für den oberen Raum in zwei horizontal verlaufende Kammern unterteilt ist, die die Zu- und Abgangsleitungen (9,10) der Klimaanlage bilden, wobei diese Leitungen Zu- und Abgangsöffnungen (12) zum Raum (7) aufweisen. EMI3.4 Abgangsöffnungen (12) in den Begrenzungswänden (8) vorgesehen und in der Höhe der jeweils zwischen zwei Behältnissen (1) gebildeten Räume angeordnet sind.
    7. Einrichtung nach Anspruch 1 und einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzungswände (8) zwei-oder dreischalig ausgestaltet sind und die verbleibenden Hohlräume als Zu- oder Abgangsleitungen (12) dienen. EMI3.5
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