<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung bezieht sich auf ein Gerät zum Reinigen von Flächen, insbesondere Scheiben, bei welchem ein in einem Behälter mit einem elektrischen Heizkörper verdampftes Putzmittel durch Austrittsdüsen vor einer
Putzkante gegen die zu reinigende Fläche geblasen wird.
Zum Reinigen von Flächen, insbesondere Fensterscheiben, sind Geräte bekannt, bei welchen ein flüssiges
Putzmittel in einen Behälter gefüllt wird, in diesem Behälter erwärmt wird, so dass es verdampft, und dieser
Dampf durch Leitungen Düsen zugeleitet wird, die vor einer Putzkante liegen, so dass die zu reinigende Fläche vom Putzmedium bedampft wird. Das Putzmittel wird heiss auf die zu reinigende Fläche gesprüht und entfaltet dadurch eine gute Lösungswirkung, so dass die endgültige Reinigung mit der Putzkante erfolgreich verläuft. Ein
Nachteil dieser Geräte ist darin zu erblicken, dass sie nur in einer bestimmten Arbeitslage funktionieren, nämlich in der Lage, in welcher der Behälterausgang, also das Rohr zu den Düsen nicht von Flüssigkeit umflossen ist, da nur in dieser Lage nur das verdampfte Medium aus dem Behälter austritt.
In einer andern Arbeitslage würde das verdampfte Putzmittel die Putzflüssigkeit selbst zu den Austrittsdüsen drücken und der Behälter wäre in Kürze leer, abgesehen davon, dass viel Putzmedium auf die zu reinigenden Flächen gespritzt würde und der Putzeffekt in Frage gestellt ist. Nun ist es jedoch in der Praxis notwendig, die Putzkante sowohl senkrecht, als auch waagrecht führen zu können. Es sollen praktisch alle Arbeitslagen möglich sein. Da die bisher bekannten Grössen nur eine einzige Arbeitslage zugelassen haben, konnten sich diese Geräte in der Praxis nicht durchsetzen.
Es ist ferner ein Putzgerät bekannt, bei welchem der die Putzflüssigkeit aufnehmende Hohlraum eines Behälters von einem Streifen aus einem zusammendrückbaren, saugfähigen Schwamm begrenzt ist, durch welchen das flüssige Putzmittel zu einer Putzkante gelangt. Das Putzmittel wird bei diesem Gerät nicht erhitzt und ist daher nicht so wirksam wie ein verdampftes Putzmedium.
Die Erfindung vermeidet diesen Nachteil dadurch, dass im Behälter ein Füllkörper aus einem saugfähigen, hitzebeständigen, das Putzmittel im flüssigen Zustand in an sich bekannter Weise festhaltenden Material angeordnet ist. Der Füllkörper hält dabei das Putzmittel wie ein Schwamm fest. Bei Erwärmung wird das Putzmittel verdampft und kann den Austrittsdüsen zugeleitet werden. Trotzdem wird in jeder Lage die Putzflüssigkeit vom Füllkörper festgehalten und es besteht keine Gefahr, dass die unverdampfte Putzflüssigkeit zu den Austrittsdüsen gelangt. Bei Verdampfung durch Erwärmung, vorzugsweise durch einen elektrischen Heizkörper, wie dies an sich bekannt ist, ist es notwendig, dass der Füllkörper genügend temperaturfest ist. Es hat sich dabei als praktisch erwiesen, wenn der Füllkörper Asbestfasern enthält.
Derartige Füllkörper können aus einem Asbestgewebe, aus einer Asbestschnur, aus Asbestwatte u. dgl. bestehen und haben eine ausgezeichnete Temperaturfestigkeit bei einer guten Saugwirkung. Gute Füllkörper bekommt man auch aus einem Gemenge eines Füllstoffes wie Gips, Zement u. dgl. und Asbestfasern. Es sind jedoch auch andere, vor allem poröse oder porös zu machende Stoffe, Kunststoffe oder Naturstoffe möglich, die die Verdampfungstemperatur aushalten und in der Lage sind, das Putzmedium im flüssigen Zustand festzuhalten.
Um das Füllen zu vereinfachen, hat es sich als zweckmässig erwiesen, wenn der Füllkörper aus dem Gerät herausnehmbar angeordnet ist. Der Füllkörper kann dabei aus dem Behälter herausgenommen werden, in ein Gefäss mit Putzmittel eingetaucht und wieder in den Behälter eingesteckt werden. Es ist dabei keine Manipulation mit einer Flüssigkeit, die während des Arbeitens ein Verschütten der Flüssigkeit zur Folge haben kann, notwendig. Eine gute Erwärmungswirkung bekommt man, wenn der Füllkörper eine Öffnung zur Aufnahme des Heizkörpers aufweist und im eingebauten Zustand den Heizkörper umschliesst. Der Heizkörper dient dabei gleichzeitig zur Führung des Füllkörpers im Behälter. Es ist jedoch auch möglich, dass der elektrische Heizkörper eine Öffnung zur Aufnahme des Füllkörpers hat, in welchen ein Füllkörper eingesteckt wird.
Der Füllkörper selbst ist zweckmässig in einem siebartigen Halter angeordnet. Dieser siebartige Halter kann als Rohr aus einem Siebdraht oder als Metallrohr mit Bohrungen od. ähnl. ausgebildet sein. Ein derartiger Halter lässt
EMI1.1
kann.
Die Erfindung ist an Hand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert, ohne sich darauf zu beschränken.
Fig. l zeigt ein Gerät in Ansicht von unten, Fig. 2 in Ansicht von unten einen Schnitt, Fig. 3 eine Seitenansicht zu Fig. l und Fig. in Schrägansicht eine Ausführungsvariante. Die Fig. 5 und 6 zeigen in Seitenansicht mit Schnitt bzw. in Ansicht von oben eine weitere Ausführungsvariante Fig. 7 zeigt mit Teilschnitt die Ansicht eines Füllkörpers in einem siebartigen Halter.
Die Variante gemäss der Fig. l bis 4 besteht aus einem Gehäuse --10-- mit einer Bodenplatte--12--, in welcher, eventuell an einem Düsenfbrtsatz--13--, Düsen--6--angeordnet sind. Am Gehäuse befestigt ist die Putzkante --1--. Im Gehäuse ist, wie insbesondere aus Fig. 2 ersichtlich ist, eine Heizspirale-2angeordnet, zu der die Stromzuleitung über ein Kabel--3--erfolgt, welches durch eine Führungsstange --8--, die das Gehäuse trägt und an dieses anschraubbar ist, geht.
Zur Vermeidung von überhitzung ist ein Thermostat--11--dazwischengeschaltet. In die Heizspirale ist nach öffnen eines Verschlusses--7--ein siebartiger Halter --5-- einführbar, in welchem ein Füllkörper-4-aus Asbestzement angeordnet ist. Wenn der Stecker-9-die Zuleitung-3-an einem Stromkreis angeschlossen wird, erhitzt sich die Heizspirale
<Desc/Clms Page number 2>
- -2--. Vor Inbetriebnahme des Gerätes wird der siebartige Halter mit dem Füllkörper aus Asbestfasern in ein Putzmittel gebracht, beispielsweise in mit Spiritus versetztes Wasser, Wasser allein oder Wasser mit einem Entspannmittel, und saugt sich mit diesem Putzmittel voll.
Danach wird der Füllkörper in die Heizspirale eingeführt und das Gerät durch Schliessen des Verschlusses --7-- geschlossen. Die Heizspirale --2-- bringt nach Anschluss an den Stromkreis das Putzmittel zum Verdampfen. Durch die Düsen-6--tritt gleichmässig dampfförmiges Putzmittel aus. Wird das Putzgerät nun über die Scheibe geführt, so wird diese vor der Putzkante - l--mit einem Dampf von Putzmittel benetzt. Der Dampf schlägt sich an der kalten Scheibe nieder und löst den Schmutz auf, der mit der Putzkante--l--nunmehr in an sich bekannter Weise abgestreift werden kann.
Fig. 4 zeigt eine Variante zu den Fig. 1 bis 3. Statt einer ebenen Bodenplatte --12-- ist ein längerer Düsenfortsatz --6-- vorgesehen, an welchem die Putzkante--l--befestigt ist. Diese Variante ermöglicht ein grösseres Neigen des Gerätes und Reinigen von konkaven und konvexen Flächen.
In der Variante gemäss den Fig. 5 und 6 ist ein Füllkörper--16--in einen mit Löchern--2-- versehenen Halter--17--in einen Behälter--20--eines Gehäuses--15--eines Reinigungsgerätes
EMI2.1
dicht abschliesst, sichert den Füllkörper-16-im Behälter. Nach Offnen und Abnehmen des Behälterverschlusses lässt sich der Füllkörper-16-leicht aus dem Gerät herausziehen, in ein Putzmittel tauchen und mit Putzmittel tränken. Der mit dem Reinigungsmittel getränkte Füllkörper-16-wird sodann wieder in den Behälter --20-- eingesetzt.
Durch Einschalten des Heizstabes --19-- wird das Mittel erhitzt und verdampft und gelangt im verdampften Zustand über in einem Abstreifgehäuse --23-- angeordnete
EMI2.2
--24-- zu--26-- sind hinter einer Abstreifkante--14--angeordnet. Das verdampfte Reinigungsmittel wird durch die Düsen --26-- auf die zu putzende Fläche geblasen und löst den Schmutz auf dieser Fläche auf, so dass die Reinigung mit der Abstreifkante--14--gut und gründlich erfolgen kann. Es ist dabei gleichgültig, wie das Gerät gehalten wird. Das Putzmittel wird vom Füllkörper --16--, solange es flüssig ist, gehalten und gelangt nicht in die Rohrleitung--24--, bevor es verdampft ist. Nur der Dampf gelangt durch die Löcher --23-- zu den Rohrleitungen --24-- bis zu den Düsen --26--.
Eine Thermosicherung, ein einfacher Thermostat, der unterhalb des Schalters im Gerät angeordnet ist, verhindert, dass das Gerät überhitzt wird und schaltet bei Überschreiten einer bestimmten Temperatur ab. Der Füllköfrper --16-- besteht im Ausführungsbeispiel aus einem Gemenge von Asbestfasern und Gips, welches eine ausgezeichnete Saugfähigkeit aufweist und temperaturbeständig ist. Selbstverständlich kann Asbestwatte, Asbestschnüre, Asbestgewebe allein oder ein anderes Material, welches saugfähig ist, als Füllkörper Verwendung finden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Gerät zum Reinigen von Flächen, insbesondere Scheiben, bei welchem ein in einem Behälter mit einem elektrischen Heizkörper verdampftes Putzmittel durch Austrittsdüsen vor einer Putzkante gegen die zu reinigende
EMI2.3
einem saugfähigen, hitzebeständigen, das Putzmittel im flüssigen Zustand in an sich bekannter Weise festhaltenden Material angeordnet ist.
EMI2.4