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Die Erfindung betrifft eine aus heissschrumpfbarem Material geformte, im wesentlichen rohrförmige Kabeldurchführung.
Es ist bereits bekannt, beim Anbringen von Kabelklemmen an Leiterenden eine auf die Leiterenden aufgepresste Metallhülse mit einer Isolierhülse zu umgeben, die aus einem unter Wärmeeinwirkung schrumpfbarem Material besteht und sich nach dem Aufschrumpfen fest an die Leiterenden anlegt, um bei einer Zugbeanspruchung der Leiter eine Zugentlastung der Klemmverbindung zu bewirken.
Die Aufgabe der Erfindung besteht demgegenüber darin, eine Kabeldurchführung zu schaffen, mit der ein elektrisches Kabel in einem Durchlass einer Schalttafel od. dgl. befestigt werden kann, und die Kabeldurchführung konstruktiv so auszubilden, dass sie durch einen Heissschrumpfvorgang unter Bildung einer dichten Verbindung sowohl einwandfrei an der Schalttafel od. dgl., als auch am durchgeführten Kabel befestigbar ist.
Diese Aufgabe wird bei einer aus heissschrumpfbarem Material geformten, im wesentlichen rohrförmigen Kabeldurchführung erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass im Bereich zwischen den beiden Enden der Kabeldurchführung ein nach aussen abstehender Flansch ausgeformt ist und dass der zur einen Seite dieses Flansches liegende erste Endabschnitt der Kabeldurchführung in solcher Weise vorgespannt ist, dass er sich beim Heissschrumpfen zum Aussenflansch hin biegt, wogegen der zweite Endabschnitt zum Aufschrumpfen auf das Kabel bestimmt ist.
Der erste Endabschnitt der Kabeldurchführung ist vorzugsweise so vorgespannt, dass sein freier Rand beim Heissschrumpfen eine sich konisch zum Flansch hin erstreckende Gestalt annimmt.
Bei einer für die praktische Anwendung besonders zweckmässigen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der erste Endabschnitt in Segmente unterteilt.
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Herstellen einer dichten Verbindung zwischen einem Kabel od. dgl. und einem Durchlass in einer Schalttafel od. dgl., unter Verwendung einer Kabeldurchführung der vorstehend geschilderten Art. Dieses Verfahren besteht darin, dass der erste Endabschnitt der Kabeldurchführung so in den Durchlass eingeführt wird, dass die diesem Endabschnitt zugekehrte Fläche des Flansches an einer Seite der Platte zu liegen kommt, und dass die Kabeldurchführung sodann erhitzt wird, wodurch der erste Endabschnitt so schrumpft, dass er sich an die gegenüberliegende Seite der Platte anlegt, und der zweite Endabschnitt so schrumpft, dass er sich dicht an ein durch die Platte hindurchgeführtes Kabel legt. Der erste Endabschnitt kann zweckmässig vor dem zweiten Endabschnitt erhitzt werden.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen : Fig. 1 einen Schnitt durch eine Kabeldurchführung gemäss der Erfindung; Fig.2 einen Schnitt
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Schnitt durch eine aus einer Schalttafel und einem Kabel bestehenden Anordnung nach dem Heissschrumpfen der Kabeldurchführung nach Fig. 2 und Fig. 4 eine perspektivische Ansicht einer andern Ausführungsform einer Kabeldurchführung gemäss der Erfindung.
Die in den Fig. 1 bis 3 gezeigte, im wesentlichen rohrförmige Kabeldurchführung aus heissschrumpfbarem Material weist einen auf ein Kabel aufzuschrumpfenden Endabschnitt -1-- und einen an einer Schalttafel
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erweiterten Durchmesser und weist einen einwärts gebogenen lippenförmigen freien Rand --4-- auf. Die Kabeldurchführung wird aus einem quervernetzten thermoplastischen Material, z.
B. einem Äthylen-Mischpolymerisat, einem Polyäthylen oder Polyolefin, mit der in Fig. 1 gezeigten Gestalt ausgeformt und dann unter Hitzeeinwirkung in die in Fig. 2 gezeigte Gestalt gestreckt, so dass der Durchmesser des am Kabel angreifenden Endabschnittes-l-einen Durchmesser annimmt, der grösser ist als der Durchmesser des Kabels-5- (Fig. 3), das mit dichtem Sitz aufgenommen werden soll, und der lippenförmige freie Rand-4--so gestreckt wird, dass er zu dem am Kabel angreifenden Endabschnitt-l--im wesentlichen koaxial liegt. Das quervernetzte thermoplastische Material geht in ein hitzehärtbares Elastomer über, so dass das Material zwar nicht wieder verformt, jedoch gestreckt werden kann.
Bei Umgebungstemperatur verbleibt die Kabeldurchführung in ihrem gestreckten Zustand und kehrt nur bei Anwendung von Hitze zu ihrer ursprünglichen Gestalt zurück. Die Innenfläche des Endabschnittes--l--und die einander gegenüberliegenden Seiten des Aussenflansches--3-- und des Randes--4--sind mit Dichtungsmaterial--6--überzogen.
Dem Gebrauch wird die Kabeldurchführung lose am Kabel --5-- angeordnet und mit diesem in einen Durchlass--7--einer Schalttafel--8--so eingeführt, dass die dem lippenförmigen Rand--4--zugekehrte Fläche des Flansches--3--an einer Seite der Schalttafel zu liegen kommt. Dann wird die Kabeldurchführung erhitzt, wodurch der Endabschnitt--l--dicht auf das Kabel -5-- aufschrumpft und der lippenförmige
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Kabeldurchführung die in Fig. 3 gezeigte Gestalt annimmt. Die Erhitzung kann in zwei Stufen vorgenommen werden, wobei zuerst der erste Endabschnitt--2--erhitzt wird, um die Kabeldurchführung und die Tafel --8-- miteinander zu verbinden, und anschliessend der Endabschnitt--l--erhitzt wird, um die Kabeldurchführung mit dem Kabel--5--zu verbinden.
Die dichte Verbindung zwischen dem Endabschnitt - l- und dem Kabel-5-gewährleistet eine Zugentlastung bei einer Bewegung des Kabels --5-- relativ zur Tafel--8--.
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